Vollständige Version anzeigen : Schwimmwestenpflicht?
Chillosaurus
28.01.2007, 11:37
Eine mögliche Schwimmwestenpflicht ist schon seit längerem in der Diskussion. Der dKV u. a. sprechen sich gegen eine solche gesetzliche Regelung aus.
Was ist eure Meinung: Ist eine Schwimmwestenpflicht sinnvoll/notwendig?
Was mich angeht so denke ich immer an die Wanderpaddler, die 30 km auf Flachwasser paddeln und dann ein Wehr hintunter rutschen - ohne Weste-, das Wildwassercharakter hat und zusätzlich sehr
flach ist, sodass ein erhöhtes Verletzungsrisiko gegeben ist.
Ich würde also eine solche Reglung für notwendig halten, damit soetwas nicht geschieht, in der Hoffnung, dass es keiner sieht. Außerdem wäre ein Pflicht einen Helm mitzuführen ebenfalls angebracht - zumindest bei Seefahrten (Brandung) WW, und Kleinflüssen (flacher Fluss bedeutet immer ein erhöhtes Risiko, da der Kopf aufschlagen kann). Ich spreche da aus Erfahrung.
Ich halte eine generelle Schwimmwesten-Pflicht für sinnvoll.
Bei Helmen sehe ich keine Pflicht; allerdings hätte ich da gerne eine verpflichtende neutrale Qualitätsprüfung der Helmsicherheit. Man hat da als Endkunde kaum die Möglichkeit, festzustellen, wie wirkungsvoll ein bestimmter Helm ist.
Ich halte eine generelle Schwimmwesten-Pflicht für sinnvoll.
Ich auch - aber erst, wenn es auch wirklich passende Schwimmwesten gibt. Die derzeit erhältlichen Modelle kann man eigentlich nicht dazu stellen....
MfG
Reinhard
Die derzeit erhältlichen Modelle kann man eigentlich nicht dazu stellen....
Wieso? Ich habe einige Westen (Schwimmhilfen) hinter mir, und selbst die billigsten haben den einfachen Fall ins Wasser sehr sicher gemacht. Man kann wenigstens den Fluß herabtreiben ohne sich rühren zu müssen, und geht nicht unter.
Für die Leute, wo man diese Pflicht überhaupt brauchen würde (Wanderpaddler...), ist das doch schon um ein vielfaches besser als keine Weste.
Chillosaurus
28.01.2007, 13:58
Ich halte eine generelle Schwimmwesten-Pflicht für sinnvoll.
Bei Helmen sehe ich keine Pflicht; allerdings hätte ich da gerne eine verpflichtende neutrale Qualitätsprüfung der Helmsicherheit. Man hat da als Endkunde kaum die Möglichkeit, festzustellen, wie wirkungsvoll ein bestimmter Helm ist.
Es gibt ein CE-Zertifikat.
Das aktuelle, das auch für Wettkämpfe benötigt wird ist das mit der Nummer 1835, wenn mich nicht alles täuscht. Diese Helme wurden von Außenstehenden (neutralen) geprüft und erfüllen höchste Sicherheitsstandarts, was die Festigkeit der Aussenschale, Anpassung, etc. betrifft. So gut wie alle Helme werden getestet, ob sie die Bedingungen erfüllen.
Wieso? Ich habe einige Westen (Schwimmhilfen) hinter mir, und selbst die billigsten haben den einfachen Fall ins Wasser sehr sicher gemacht. Man kann wenigstens den Fluß herabtreiben ohne sich rühren zu müssen, und geht nicht unter.
Du beschreibst den Fall nach dem Unglück. Dann ist es in der Tat egal, wie sie sich trägt, Hauptsache sie tut, was sie so zu tun hat.
Um aber die Leute dazu zu bringen, ständig eine Weste/Schwimmhilfe zu tragen, darf sie weder beengen, behindern oder unbequem noch zu schwer sein. Und das erfüllen die derzeitigen Modelle - zumindest die, die ich testen konnte/durfte - eigentlich alle nicht....
Siehe auch den anderen Thread, in dem nach einer Weste für Frauen gefragt wird....
MfG
Reinhard
Flitzefroesch
28.01.2007, 14:49
Hallo,
ich finde es ziemlich schade, wenn eine Schwimmwestenpflicht, oder eine Helmpflicht kommt. Jeder der einen Fluss befährt, wo solche Sachen angebracht sind, sollte selber entscheiden, ob oder ob er nicht auf solche sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenständen verzichtet oder nicht.
Dürfen unsere Olympiafahrer bei den nächsten Olympiaden dann im KIV nur noch mit Helm antreten, weil der Hintermann mit dem Paddel zuschlagen könnte?
Wie wäre es denn mal mit nem schönen Airbag für Rodeofahrer oder nen Abstandswarner, damit man dem Vordermann im Wildwasser nicht zu dicht auffährt. Natürlich dürfen wir die eingebauten GPS Sender nicht vergessen, genauso wenig wie den Rückfahrspiegel und den Blinker wegen der Binnenschifffahrt auf Großgewässern.
Weit hergeholt meint ihr? Nicht unbeding, wir brauchen nur ein paar neue Leute die sich für solche Themen interessieren und schon kann es doch mal durchgesetzt werden. Und da sagt man, man tut nichts für Kanuten :)
Also ich muss gestehen, ich war eben auf nem Heidefluss paddeln, ohne Schwimmweste und Helm, und das einzige was mich gestört hat war, dass der Wind kühl war, aber um Abschürfungen auf meinen Armen ect. hab ich mir nun wirklich keine Gedanken gemacht.
Also, eine bitte an alle Paddler. Sicherheit ist wichtig, aber nehmt nicht so viel Sicherheit mit, dass das Boot untergeht. Und ein guter Neo ist auch besser als 3 übereinander. :cool: (Besonders im Hochsommer)
Grüße an alle von der Elbe
Jörg
Widerspruch!!!
Wenn ich mir die neue KanuSpor anschaue,
Naja... ich denke wenn jemand so blöd ist bei WW-Fahrten darauf zu verzichten, ist eh Hopfen und Malz verloren. Die, die das heute machen, lassen sich doch durch eine Pflicht auch nicht beeinflussen, oder? Ein ganz anderes Thema ist natürlich, daß sowas in Publikationen absolut keinen Platz haben sollte - Pflicht hin oder her.
Es gibt ein CE-Zertifikat.
Das aktuelle, das auch für Wettkämpfe benötigt wird ist das mit der Nummer 1835,
Hm, ok, muß ich mal schauen welche Helme das erhalten haben.
Um aber die Leute dazu zu bringen, ständig eine Weste/Schwimmhilfe zu tragen,
Ach, das meintest Du mit passend, ok.
Hallo,
ich finde es ziemlich schade, wenn eine Schwimmwestenpflicht, oder eine Helmpflicht kommt. ...
Dürfen unsere Olympiafahrer bei den nächsten Olympiaden dann im KIV nur noch mit Helm antreten, weil der Hintermann mit dem Paddel zuschlagen könnte?
Lies nochmal... nicht alle haben eine Helmpflicht bisher angefordert; einhellig war das in diesem Topic hier bisher nur bei Schwimmweste.
Bei Helmen sehe ich das wie gesagt auch nicht so. Wenn ich etwa im Winter auf der Alz mal zum Spaß paddele, habe ich lieber eine warme Mütze auf. Aber auf jedem beliebigen Fluß habe ich eine Weste an.
Es ist ja auch noch eine ganz andere Frage, was "Pflicht" eigentlich bedeutet. Heißt das nun, daß Dich die Polizei aus dem Fluß zieht, wenn Du keine Weste trägst, oder nur daß die Versicherung dann nicht zahlt wenn etwas passiert?
Flitzefroesch
28.01.2007, 16:51
Hi,
sorry, habe Helm und Schwimmweste unter einen Hut gelegt.
Hätte ich eher in 2 Sätze aufteilen sollen, aber danke für den Hinweis.
Grüße Jörg
Ich habe bereits verschiedene Helme/Schwimmwesten getragen und denke, dass es für die meisten Sportler ein passendes Model gibt. Im Wildwasser ist Helm und Schwimmweste ein MUSS, da sind sich sicherlich alle einig. Auch ohne Vorschrift. Auf ruhigen Flüssen braucht man theoretisch beides nicht. Für Wehre und Bäume/Sträucher halte ich aber einen Helm für notwendig.
Man muss immer bedenken, dass der unvorsichtige Paddler im Unglücksfall seine Kameraden mit in Gefahr bringt, wenn diese ihn retten müssen. Daher im Zweifel lieber einmal mehr Helm und Schwimmweste benutzen.
Ich persönlich fahre immer mit Helm und Schwimmweste.
Flitzefroesch
28.01.2007, 17:34
Hallo Gerd,
ehrlich, du fährst immer mit beidem?
Ich meine auch mit Helm auf Größeren Gewässern wie Weser, Elbe, Rhein oder größere Seen?
Ich kann die Schwimmweste sehr wohl verstehen ( Buhht mich nicht aus, aber ich meide sie trotzdem meist, bin mir aber der Gefahren und Konsequenzen sehr wohl bewusst. ), aber immer mit Helm fahren finde ich arg übertrieben.
Ich finde es aber sehr interessant zu sehen, dass hier fast alle meinen sie fahren mit Schwimmweste, wenn ich aber mal die größeren Veranstaltungen ansehe, wie Wesermarathon / W.-Bergland etc. sehe ich die meisten Paddler ohne Schimmweste.
Irgend etwas scheint dem ja doch entgegen zu stehen.
Grüße Jörg
Das Tragen der Schwimmweste ist zwar nicht Pflicht, aber bei Gemeinschaftstouren liegt es im Ermessen des Fahrtenleiters, Teilnehmer ohne Weste von der Tour auszuschliessen.
Wenn jemand ohne Weste fahren will, soll er alleine auf's Wasser gehen. Somit gefährdet er sich alleine und nicht die gesamte Gruppe, die sich u.U. bei seiner Rettung, in Gefahr begeben muss. Ich denke da eher an Grossgewässer und nicht an Kleinflüsse.
Ich bin auch lange ohne Weste gefahren, aber in den letzten Jahren fahre ich, egal auf welchem Bächlein, alleine als Vorbildfunktion für unsere Kids, nur noch mit Weste
Wenn die Weste sehr gut passt, stört sie auch nicht (bis auf Touren bei 35° an aufwärts ). Bei schlechter Witterung ist es ein zusatzl. Wäremschutz.
Gruß Thomas
Chillosaurus
29.01.2007, 13:40
Ich habe bereits verschiedene Helme/Schwimmwesten getragen und denke, dass es für die meisten Sportler ein passendes Model gibt. Im Wildwasser ist Helm und Schwimmweste ein MUSS, da sind sich sicherlich alle einig. Auch ohne Vorschrift. Auf ruhigen Flüssen braucht man theoretisch beides nicht. Für Wehre und Bäume/Sträucher halte ich aber einen Helm für notwendig.
Man muss immer bedenken, dass der unvorsichtige Paddler im Unglücksfall seine Kameraden mit in Gefahr bringt, wenn diese ihn retten müssen. Daher im Zweifel lieber einmal mehr Helm und Schwimmweste benutzen.
Ich persönlich fahre immer mit Helm und Schwimmweste.
Die Praxis kann allerdings auch anders aussehen: Es ist nicht lange her, dass in Duisburg (oder war es woanders?) eine Rennsportlerin beim Training ertrunken ist (auf völlig ruhigem Gewässer!).
Die Flüsse ändern sich rasant, wo Gestern noch kein Baum war liegt heute einer, das Wehr, das man letzte Woche noch fahren konnte entwickelte gestern vielleicht einen tödlichen Rücklauf, etc.
Gefahren lassen sich nicht vorausplanen und auf Kleinflüssen ist mit Gefahren durch Bäume, Sträucher, etc. immer zu rechnen und auf den großen Strömen bildet der Schiffsverkehr eine unverkennbare Gefahr.
Außerdem motivieren nicht Schwimmwestentragende Paddler Anfänger es ihnen Gleich zu tuen, obwohl sie ein erhöhtes Risiko zu Kentern haben und die Rolle nicht beherrschen.
Ralf Schmidt
29.01.2007, 15:15
Hallo,
ich sehe so eine "Pflicht" nur da als sinnvoll an wo z.B. im Verleih, bei geführten Touren, Nachwuchstraining etc. ggf. zu rechtlichen Konsequenzen kommen kann. Wer sich selbst in Gefahr begibt (dagegen hilft auch eine Weste, oder ein Helm, nur sehr bedingt) kann das nach bestem Wissen und Gewissen tun. Warum sollte ich auf nem Bach eine Weste tragen - und dann im Sommer quer über einen grossen See schwimmen??
Dass schon Leute ohne Weste ertrunken sind ist klar, wieviele hat es dagegen auch MIT Weste aus dem Genpool gespült? Oder gerade mit, Wildwasser extrem?
Nee, danke, soll jeder mit sich selbst ausmachen. Ich halte es für mich so dass ich keine Weste trage auf allen Gewässern in denen ich auch ohne Boot schwimmen würde. Wenn's auf's Meer geht, oder natürlich mit den Kids (ist einfach einfacher mit Weste einen zappelnden "Fisch" rauszuziehen), oder Wildwasser, dann habe ich die Weste an.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Warum Schwimmwesten nix taugen sollen ist mir gänzlich unverständlich...
Chillosaurus
29.01.2007, 15:57
Hallo,
Ich halte es für mich so dass ich keine Weste trage auf allen Gewässern in denen ich auch ohne Boot schwimmen würde.
Ich würde auf den Gewässern, wo ich paddle allerhöchstens in Ufernähe schwimmen, wegen Schiffsverkehr.
Bzw. bei Flüssen nur auf einigen mit ausreichend Gewässergüte, -tiefe.
Dies ist allerdings nie auf der GESAMTEN Strecke, die ich fahre, der Fall!
(schon mal auf der Weser in der Fahrrinne geschwommen? oder 'ne Bootsrutsche runter?, etc.?)
Ich weiß nicht, wie das mit dir aussieht?
Aber natürlich, dem Deutschen ist seine Entscheidungsfreiheit wichtig, sind ja auch das einzige Land in Europa, wo man auf Autobahnen über 130 km/h fahren darf.
Ralf Schmidt
29.01.2007, 16:29
Hi Chillo,
mal ne gaaanz doofe Gegenfrage: Schon mal mit Weste geschwommen? Wenn Du im Bach liegst, und dann auch noch mitten in der Fahrrinne, bremst Dich Die Weste beim "Flüchten" zusätzlich, was bringt sie Dir dann??? Hast Du nen kleinen Motor drin?
Gilt übrigens für Gewässergüte und Tiefe analog, beide werden nicht durch die Weste verbessert, oder was hast Du da für'n Wunderteil ;)
Ich bin so lange für Selbstbestimmung wo's um die eigene Haut geht - und die Relation gewahrt ist. Das gesetzlich festgelegte und auch noch einklagbare Rundumsorglospaket gibt's leider nicht.
Und was die Selbstbestimmung betrifft ist D-Land sicherlich eins der am weitesten (über-)reglementierten Länder, das Tempolimit ist da die grosse Ausnahme. Hat aber nix mit Kajaks zu tun, die fliegen irgendwann sowieso weg :o
Bis dann,
Ralf Schmidt
schon mal auf der Weser in der Fahrrinne geschwommen? oder 'ne Bootsrutsche runter?
Beides. Bei dem mitten in der Fahrrinne muss ich sagen, war doch sinnvoll, obwohl ich bei Niedrig-Wasser mitten in der Weser stehen kann. Nur wenn man ein paar mal die Weser im Schwimmen überquert hat, freut man sich, das man zusätzlichen Auftrieb hat.
Unsere Bootsrutsche, naja, ohne Weste kann man besser kerzeln wenn man unten ankommt. :D
Ich halte die Weste auf Großgewässern sinnvoll, auf kleinen Bächen eher nicht und auf Wildwasser sowieso. Bei uns im Verein sind Schwimmhilfen bei Kindern und Jugendlichen auf allen Fahrten Pflicht. Und da gibts kein wenn und aber.
MfG
Neu: Schwimmhilfen-Pflicht
Das Präsidium des Sächsischen Kanu-Verbandes hat auf seiner letzten Situng des Jahres 2006 am 9. Dezember in Wermsdorf eine allgemeine Schwimmhilfen-Pflicht beschlossen. Die Regelung gilt ab einer Wassertemperatur von 8 Grad Celsius und darunter für alle Trainingsmaßnahmen, Wettkämpfe und offiziellen Veranstaltungen des Verbandes und ist für alle Altersklassen bindend. "Wir wollen mit diesem Beschluss ein Höchstmaß an Sicherheit erreichen, das gilt sowohl für die Sportler auf dem Wasser, als auch für die beteiligten Übungsleiter und Trainer", begründete SKV-Präsident Heiner Quandt den Beschluss, der in dieser Form in Deutschland einmalig ist. ▪▪▪
Jochen A. Meyer | 09. December 2006
http://www.kanu-sachsen.de (http://www.kanu-sachsen.de/)
es geht auch so. zumindest für den anfang. ich hab auch mal das paddeln noch ohne schwimmweste gelernt und bin momentan nach einer wirklich passenden..
find es aber super, dass mein verband den schritt zu pflicht gewagt hat. beachtet bitte auch die einschränkung. vor allem schützt das sicher nicht.
mich wurmt nur ungemein, wenn ich grad im sommer auf den mecklenburger gewässern unterwegs bin, dass so viele ohne diesen simplen schutz unterwegs sind. und ich find es toll, zumindest einen verleiher in der hinterhand zu haben, der den leihenden immer eine weste mitgibt und belehrt.
eine zeitlang hab ich kanutouren für einen freien jugendhilfeträger gemacht. erschreckend, wieviele eltern ihre kinder anmelden, ohne dass die lütten mal ein boot gesehen haben oder zumindest ein schwimmabzeichen abgelegt haben. und noch schlimmer, dass man im kampf um die kinder solche mindestanforderungen unbeachtet lässt. selbst wenn die kinder ein schwimmabzeichen haben, ist bei mir pflicht, dass die minis in dem wasser 'ne runde schwimmen, bevor es ins bott geht - probiert das mal aus.. erschreckend, wie viele sich das nicht trauen, weil sie den grund nicht sehen.. beim reinfallen kann man sich das auch nicht aussuchen..
und ja, peinlich ist es auch, dass die nationalmannschaft ohne schwimmweste bei der kampagne zu sehen ist.
Bei uns im Verein sind Schwimmhilfen bei Kindern und Jugendlichen auf allen Fahrten Pflicht. Und da gibts kein wenn und aber.
Bei uns wurde das auch schriftl. fixiert und die Kids benötigen einen Nachweis, das sie schwimmen können.
Den Aufstand der Eltern hättet ihr einmal sehen sollen.......:mad:
Natürlich reicht ein Seepferdchen nicht aus, den Rhein zu durchschwimmen, aber eine Mindestanforderung sollte schon erfüllt sein.
Gruß Thomas
Bei uns wurde das auch schriftl. fixiert und die Kids benötigen einen Nachweis, das sie schwimmen können.
Den Aufstand der Eltern hättet ihr einmal sehen sollen.......
Natürlich reicht ein Seepferdchen nicht aus, den Rhein zu durchschwimmen, aber eine Mindestanforderung sollte schon erfüllt sein.
Gruß Thomas
WAS? Das man als Elternteil nicht unbedingt für eine Schwimmweste is, vor allem wenn der Sohn sagt, dass das Teil stört, ok. Aber das man für das Kanufahren MINDESTENS das Bronzene Schwimmabzeichen haben muss, dürfte wohl jedem klar sein. Was sind das für Eltern. :rolleyes:
Aber manche Eltern geben bei uns auch ihre Kinder ab und sagen: Macht mal. Als ob man damit gar keine Verantwortung trägt und die Kids nur so beschäftigen soll, damit es die Eltern nicht machen müssen. :rolleyes:
Moin, moin,
die Regelungswut und die Vorschriften nehmen immer mehr zu, und jetzt wird
hier nach einer Rettungswesten/Schwimmwestenpflicht und sogar Helmpflicht
gerufen??
Ich verstehe viele nicht mehr. Wir paddeln doch, weil wir "frei" sein wollen,
oder zumindest uns so fühlen. Und jetzt wird hier schon wieder pauschal nach einer neuen Beschränkung gerufen.
Jeder kann doch nach belieben und bedarf eine Schwimmweste tragen, dafür
braucht man keine pauschalen Regeln, sondern nur den gesunden
Menschenverstand und das Bewustsein eigenverantwortlich zu handeln.
Rettungs- und Schwimmwesten haben ihre Berechtigung, aber es ist nicht
nötig sie überall vorzuschreiben.
Oder wäret ihr begeistert, wenn es auf einmal eine Vorschrift geben würde,
nach der nur noch Autos mit ABS, ESP, ABC, 8-fach Airbag, Reifendruckkontrolle,
fußgängerfreundlicher Fahrzeugfront, ....... und mit einem Verbrauch unter
3l fahren dürften. Würde alles der Sicherheit dienen und ist technisch machbar.
Ist aber nicht unbedingt sinnvoll, da sonnst wohl die meisten ihr
Auto einstampfen müssten. Das gäb ein geschrei.
In vielen anderen europäischen Ländern und in den USA werden die
Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen gerade abgebaut
oder Hochgesetzt (100 =>130/150km/h) und es funktioniert gut.
Mann muß nicht immer alles bis ins kleinste Vorschreiben und Regeln.
Mann kann Empfehlungen aussprechen, und wo etwas sinnvoll ist,
wird es sich auch von alleine durchsetzten. :)
Hauke
Du vergisst, dass vieles aber auch versicherungstechnisch bedingt ist. Wenn jetzt z. B. ein Kind verunglückt, heißt es nachher "Wie, der/ die hat keine Schwimmweste getragen? Nö, wir zahlen nicht." und "Warum hat mein Kind keine Schwimmweste getragen! Ihr habt doch welche!".
Flitzefroesch
30.01.2007, 16:54
Hi John, wenn ein Kind verunglückt ist man als ÜL meist sowieso irgendwie mit drann, wer denkt schon daran vor jeder Fahrt die Eltern über restlos alles zu informieren und sich das jedesmal schriftlich bestätigen zu lassen, wobei wir wieder bei der Bürokratie wären. ( Was nicht heisst, dass ich bei Kids oder Anfängern auf Schwimmwesten verzichten würde )
Hoffen wir, das es niemanden passieren wird.
Grüße Jörg
Chillosaurus
30.01.2007, 17:30
die Regelungswut und die Vorschriften nehmen immer mehr zu, und jetzt wird
hier nach einer Rettungswesten/Schwimmwestenpflicht und sogar Helmpflicht
gerufen??
Bringt man eine Idee ein, so wird einem gleich Regelungswut vorgeworfen. Das ist kontraproduktiv. Wo bleibt die Lösung des angesprochenen Problems?
Ich verstehe viele nicht mehr. Wir paddeln doch, weil wir "frei" sein wollen,
oder zumindest uns so fühlen. Und jetzt wird hier schon wieder pauschal nach einer neuen Beschränkung gerufen.
Ich weiß nicht wo die Beschränkung liegt, wenn man bloß in den Laden gehen muss, um sich eine Weste zu besorgen. "Freiheit" bedeutet seine Eigene Meinung und Einstellung zu haben, oder wie es der Amerikaner sieht sich an jeden erdenklichen Fleck der Erde zu begeben und sagen zu können, das ist Heimaterde und hat nichts mit einer Schwimmweste zu tun. MODERNE SCHWIMMWESTEN ENGEN EINEN IN SEINER FREIHEIT NICHT EIN UND SIND BEQUEM ZU TRAGEN (es sei denn bei 40 Grad im SChatten, aber da ist es generell unbequem überhaupt zu Paddeln).
Jeder kann doch nach belieben und bedarf eine Schwimmweste tragen, dafür
braucht man keine pauschalen Regeln, sondern nur den gesunden
Menschenverstand und das Bewustsein eigenverantwortlich zu handeln.
[...]Mann muß nicht immer alles bis ins kleinste Vorschreiben und Regeln.
Mann kann Empfehlungen aussprechen, und wo etwas sinnvoll ist,
wird es sich auch von alleine durchsetzten. :)
Viele (vor allem sog. "eingefleischte Wanderpaddler") besitzen diesen gesunden Menschenverstand nicht und fahren ohne Weste. Empfehlungen haben in den letzten Jahren da nichts geändert und sie werden es auch in Zukunft nicht.
Für solche Fälle gibt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die die Eltern vor jeder Saison unterschreiben müssen. Sie sichert vielleicht nicht ab, dass dem Kind nix passiert, aber den Übungsleiter bzw. den Verein, wenn etwas passiert, dann bezahlt nämlich die Sportversicherung.
Flitzefroesch
30.01.2007, 17:44
Hi John, vielen Dank, das wusste ich nicht.
Uns wurde immer gesagt, man müsse vor jeder Fahrt alles bis ins kleinste erklären und sich schriftlich geben lassen.
Gibt es einen Vordruck oder langt da ein selbstgeschriebener Zweizeiler?
Grüße Jörg
Werner Schmiedel
30.01.2007, 18:23
Hai Loide,
wenn bei uns im Verein Kinder aufs Wasser gehen oder wenn wir Boote an andere (Auch an Erwachsene) ausleihen, dann tragen die obligatorisch Schwimmwesten!
Auch wenn ich mit einer Kinder- oder Jugendgruppe aufs Wasser gehe, trage ich eine. Schliesslich bin ich Vorbild.
In der Schweiz (Zumindest in einigen Kantonen) ist das Mitführen einer Schwimmweste übrigens Pflicht. Da frage ich mich allerdings, was bringt mir das "Mitführen" einer Weste, wenn ich in den 5° kalten Bach falle und nicht an die Weste ran komme, dann findet mich keiner mehr.
Werner
playboat
30.01.2007, 18:32
Für solche Fälle gibt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die die Eltern vor jeder Saison unterschreiben müssen. Sie sichert vielleicht nicht ab, dass dem Kind nix passiert, aber den Übungsleiter bzw. den Verein, wenn etwas passiert, dann bezahlt nämlich die Sportversicherung.
Wenn ich als ÜL zulasse das Kinder /Jugendliche ohne Schwimmweste ins Boot steigen handle ich GROB-FAHRLÄSSIG. Dann hilft eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auch nichts. Die Bescheinigung besagt doch nur das aus Gesundheitslicher Sicht keine Bedenken gegenüber der Sportausübung bestehen.
Gruß
@hauke, leider vergessen aber sehr viele, dass freiheit auch verantwortung bedeutet.. und hier lass ich mal die kids aussen vor. verantwortung für das eigene leben, darum gehts.. und in letzter zeit häufen sich die todesfälle auf dem wasser - hab ich so das gefühl.. zumindest unter den bootssportlern.
Hi John, vielen Dank, das wusste ich nicht.
Uns wurde immer gesagt, man müsse vor jeder Fahrt alles bis ins kleinste erklären und sich schriftlich geben lassen.
Gibt es einen Vordruck oder langt da ein selbstgeschriebener Zweizeiler?
Grüße Jörg
Mh, damit kenne ich mich net so genau aus, das macht unser Jugendwart. Es ist ein Vordruck vom DKV. Guck mal hier, vielleicht hilft dir das:
http://www.kanu.de/nuke/downloads/DKV-Leitfaden_Versicherungen-Stand_010107.pdf
Wenn ich als ÜL zulasse das Kinder /Jugendliche ohne Schwimmweste ins Boot steigen handle ich GROB-FAHRLÄSSIG. Dann hilft eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auch nichts. Die Bescheinigung besagt doch nur das aus Gesundheitslicher Sicht keine Bedenken gegenüber der Sportausübung bestehen.
Gruß
Eben wenn, aber solange unser momentaner ÜL ÜL bleibt, wird dies bei uns nicht vorkommen. Es gibt bestimmt einige schlechtere Beispiele, aber bei uns wird es auch den Kids sofort eingeprägt, erst Weste, dann Boot, sodass es gar nicht vorkommt, das einer ins Boot steigen will ohne Weste.
Sportliche Grüße
JohnCooper
Flitzefroesch
30.01.2007, 19:17
Hi John,
vielen Dank für den Link, werde mich da mal durchlesen.
Grüße Jörg
playboat
31.01.2007, 05:16
Hi John,
vielen Dank für den Link, werde mich da mal durchlesen.
Grüße Jörg
Hallo Flitzefroesch,
wenn du weitere Info über Aufsichtspflicht bei Jugendlichen benötigst, dann kannst du dir bei
www.aufsichtspflicht.de (unter Script)
eine PDF Datei herunterladen. Hier werden sie geholfen.
Gruß
Flitzefroesch
31.01.2007, 06:50
Hallo Playboot,
vielen Dank auch für diesen Link,
dann hab ich heute Abend ja ne neue Bettlektüre :-)
Grüße Jörg
Bringt man eine Idee ein, so wird einem gleich Regelungswut vorgeworfen. Das ist kontraproduktiv. Wo bleibt die Lösung des angesprochenen Problems?
Ich finde es gibt schon genug Regeln. Man braucht nicht immer neue. Es gibt tausende Sachen, die das Leben sicherer machen. Aber willst Du die alle
Vorschreiben, nur weil es sie gibt, oder weil es irgendwo auf der Welt einen
gibt der es sinnvoll findet? Das Leben ist und bleibt eins der gefährlichsten.
Was ist an meinem Statement kontraproduktiv? Nur weil ich nicht Deiner
Meinung bin? Es gibt keine Lösung des Problems.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
a) Ich bin für eine Schwimmwestenpflicht.
b) Ich bin gegen eine Schwimmwestenpflicht.
Keine Einstellung davon ist Kontraproduktiv!!!!
Meine Meinung (b) sagt ja nicht, das man keine Schwimmweste tragen soll,
sondern nur das ich gegen eine allgemeine Schwimmwestenpflicht bin.
Genau das habe ich in meinem Beitrag auch geschrieben.
Wenn wir die Kinder mal außen vor lassen, die eigentlich nur mit Schwimmprüfung und Weste ins Boot gehören, dann kann und sollte jeder eine Schwimmweste da tragen, wo er sie für richtig erachtet.
Auf WW und Großgewässern trage ich übrigens auch eine. Auf Kleinflüssen oder
unserem Hausbach betrachte ich es für mich als nicht nötig. Und diese Freiheit
möchte ich mir erhalten.
Ich weiß nicht wo die Beschränkung liegt, wenn man bloß in den Laden gehen muss, um sich eine Weste zu besorgen. "Freiheit" bedeutet seine Eigene Meinung und Einstellung zu haben, oder wie es der Amerikaner sieht sich an jeden erdenklichen Fleck der Erde zu begeben und sagen zu können, das ist Heimaterde und hat nichts mit einer Schwimmweste zu tun. MODERNE SCHWIMMWESTEN ENGEN EINEN IN SEINER FREIHEIT NICHT EIN UND SIND BEQUEM ZU TRAGEN (es sei denn bei 40 Grad im SChatten, aber da ist es generell unbequem überhaupt zu Paddeln).
Mit diesem Absatz zeigst Du, das Du anscheinend nur eine eingeschränkte
Paddelerfahrung hast. Bitte belehre mich eines Besseren.
Nicht alle Schwimm- und Rettungswesten sind für alle Gewässer geeignet.
Wenn ich mit meiner halbautomatischen Rettungweste auf Kleinflüsse oder
WW gehe, habe ich in kürzester Zeit ein Loch drinnen, mal abgesehen davon
ist sie von ihrer Ausrichtung dafür nicht geeignet. Mit einer Feststoffweste
auf Kleinflüssen mit viel Baum und Buschbestand bin ich in meiner Bewegungsfreiheit zu stark eingeschränkt, um mich noch unter Brücken duch
(durch ins Boot krabbeln) oder durch Büsche zu quetschen. Für Großgewässer
empfiehlt sich wieder die ORW.
Viele (vor allem sog. "eingefleischte Wanderpaddler") besitzen diesen gesunden Menschenverstand nicht und fahren ohne Weste. Empfehlungen haben in den letzten Jahren da nichts geändert und sie werden es auch in Zukunft nicht.
Nur weil ich oft keine Retungsweste trage besitze ich keinen gesunden
Menschenverstand??? Du kennst die meisten Wanderpaddler und ihre Fähigkeiten doch gar nicht, um das abschließend beurteilen zu können. Nur weil Du meist es
wäre sinnvoll eine Schwimmwete zu tragen (aus welchen gründen auch immer)
sind die anderen doch nicht alles Iideoten.
Trägst Du beim fahrradfahren immer einen Helm und ein Sicherheitskombi?
Könnte ja auch eine Farradhelmpflicht und eine Sicherheitskombipflicht
fordern. Wäre sinnvoll um bei einem Unfall glimpflicher davon zu kommen,
und es gibt ja wesentlich mehr Fahrradunfälle als Kajakunfälle.
Wenn jemand nicht gut schwimmen kann, dann sollte er eine Schwimmweste
tragen. Für bestimmte Gewässer und Bedingungen z.B. WW ist eine Swimmweste
immer zu epfehlen. Aber daraus eine allgemeine Schwimmwestenpflicht für alles
und jeden abzuleiten geht mir zu weit.
Sichere Restwoche,
Hauke
blendmystrokes
31.01.2007, 14:59
[QUOTE=Chillosaurus;490]Eine mögliche Schwimmwestenpflicht ist schon seit längerem in der Diskussion. Der dKV u. a. sprechen sich gegen eine solche gesetzliche Regelung aus.
Macht Sinn und alle Argumente dagegen sind irgendwie lahm, oder?
Erinnert mich an die Diskussion in den 70ern als die Gurtpflicht eingefuehrt wurde....
Hier in Canada ist das Mitfuehren (nicht tragen) der Weste Pficht. Der CRCA(www.CRCA.ca) erwartet von seinen Mitgliedern (als Vorbildfunktion) immer eine Weste zu tragen. Wir Instructoren verpflichten uns mit Annahme der Urkunde sogar dazu.
Die regionalen Jurisdiktionen koennen auf die gesetzliche Regelung noch eins draufsetzen: Innerhalb der Stadtgrenzen von Calgary etwa, kostet das Nichttragen der Weste $150.....
Ralf Schmidt
31.01.2007, 15:26
Hallo geblendeter Paddelschlag ;)
Hier in Canada ist das Mitfuehren (nicht tragen) der Weste Pficht.
Das ist aber doch hirnloser Bürokratismus in seiner Reinstform, oder!?
Vergleichbar mit einer Pflicht im Auto nen Gurt haben zu müssen, aber das Anlegen dann auf den Zeitpunkt des Crashs zu legen.
Wenn ich die Weste brauche dann genau dann wenn ich's nicht erwarte. Liege ich im Bach hilft mir das auf's - oder noch besser in's Boote gepackte Teil nur noch um mich gegen Strafen abzusichern, aber nicht wirklich gegen's Ertrinken. Anziehen kann man die im Wasser praktisch nicht mehr. Und zum dran festhalten habe ich mein Boot.
Also: Entweder Weste, aber angezogen, oder freiwillig, aber keine reine Grundlage um die Steuern ein bischen aufzupolieren.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Chillosaurus
31.01.2007, 16:03
IMit diesem Absatz zeigst Du, das Du anscheinend nur eine eingeschränkte
Paddelerfahrung hast. Bitte belehre mich eines Besseren.
Nicht alle Schwimm- und Rettungswesten sind für alle Gewässer geeignet.
[...] Mit einer Feststoffweste
auf Kleinflüssen mit viel Baum und Buschbestand bin ich in meiner Bewegungsfreiheit zu stark eingeschränkt, um mich noch unter Brücken duch
(durch ins Boot krabbeln) oder durch Büsche zu quetschen. Nur weil ich oft keine Retungsweste trage besitze ich keinen gesunden
Menschenverstand??? Du kennst die meisten Wanderpaddler und ihre Fähigkeiten doch gar nicht, um das abschließend beurteilen zu können. Nur weil Du meist es
wäre sinnvoll eine Schwimmwete zu tragen (aus welchen gründen auch immer)
sind die anderen doch nicht alles Iideoten. Trägst Du beim fahrradfahren immer einen Helm und ein Sicherheitskombi?
Könnte ja auch eine Farradhelmpflicht und eine Sicherheitskombipflicht
fordern. Wäre sinnvoll um bei einem Unfall glimpflicher davon zu kommen,
und es gibt ja wesentlich mehr Fahrradunfälle als Kajakunfälle. Wenn jemand nicht gut schwimmen kann, dann sollte er eine Schwimmweste
tragen. Für bestimmte Gewässer und Bedingungen z.B. WW ist eine Swimmweste
immer zu epfehlen. Aber daraus eine allgemeine Schwimmwestenpflicht für alles
und jeden abzuleiten geht mir zu weit. Sichere Restwoche,
Hauke
1. Ich muss mir keine weiteren Unterstellungen anhören.
2. Gute Feststoffschwimmwesten schränken die Bewegungsfähigkeit nicht ein.
3. Ich bin unter Wanderfahrern groß geworden, fahre stets mit Schwimmweste und das bereits 18 Jahre Lang. Mittlerweile habe ich eine Kanuslalomabteilung gebildet.
4. Ich hätte gegen eine Helmpflicht auf dem Fahrrad nichts einzuwenden. Schließlich kann man sich schon ab 20 km/h nicht ausreichend abstützen, dass man nicht über den Lenker geht. Ich fahre mit Ausnahme von kalten Tagen im Straßenverkehr grundsätzlich mit Helm.
5. Das mit dem Gesunden Menschenverstand waren deine Worte. Ich bitte dich das im Kontext meiner anderen Beiträge zu sehen.
6. Ich bin mit sicherheit ein besserer Schwimmer, als die meisten in diesem Forum (4. OWL-Meisterschaft 06).
7. Kontraproduktiv ist nicht die eigene Meinung, denn die ist schließlich frei, sondern Vorwürfe und Unterstellungen, ohne Wahrheitsgehalt und Rechtfertigung.
Ralf Schmidt
31.01.2007, 16:33
Hi Chillo,
haderst Du auch noch ein bischen mit der Forumsgliederung? Ich habe Dir doch garnichts getan :D
Bis dann,
Ralf Schmidt
Mit dem Spirit zukünftig wieder häufiger mit Weste unterwegs.... :o
1. Ich muss mir keine weiteren Unterstellungen anhören.
2. Gute Feststoffschwimmwesten schränken die Bewegungsfähigkeit nicht ein.
3. Ich bin unter Wanderfahrern groß geworden, fahre stets mit Schwimmweste und das bereits 18 Jahre Lang. Mittlerweile habe ich eine Kanuslalomabteilung gebildet.
4. Ich hätte gegen eine Helmpflicht auf dem Fahrrad nichts einzuwenden. Schließlich kann man sich schon ab 20 km/h nicht ausreichend abstützen, dass man nicht über den Lenker geht. Ich fahre mit Ausnahme von kalten Tagen im Straßenverkehr grundsätzlich mit Helm.
5. Das mit dem Gesunden Menschenverstand waren deine Worte. Ich bitte dich das im Kontext meiner anderen Beiträge zu sehen.
6. Ich bin mit sicherheit ein besserer Schwimmer, als die meisten in diesem Forum (4. OWL-Meisterschaft 06).
7. Kontraproduktiv ist nicht die eigene Meinung, denn die ist schließlich frei, sondern Vorwürfe und Unterstellungen, ohne Wahrheitsgehalt und Rechtfertigung.
Moin, moin,
jetzt "streiten" wir über einzelne Worte und nicht über die Sache. Schade.
Zu1. Ich habe nur deine Paddelerfahrung auf verscheidensten Gewässern und
unter verschiedensten Bedingungen mit Weste angezweifelt. Gleichzeitig habe ich Dich gebeten mich aufzuklären! Es sollte keine Beleidigung sein.
Meine "Erkenntnis" beziehe ich aus Deiner Behauptung das "gute" Festsoffwesten nicht behindern und nicht einschränken. Das Gegenteil kannst Du immer wieder in allen Foren (und sogar in diesem) lesen.
zu 2. Feststoffwesten schränken immer ein. Die eine mehr, die andere weniger.
Wenn sie nicht mehr einschränken, sind sie zu dünn (Volumenmäßig) um noch ihren Zweck zu erfüllen, und dann brauche ich gar keine mehr.
Es gibt welche, da kann man mit den Einschränkungen leben, weil der Sicherheitsgewinn für den Zweck (z.B. WW) die Behinderung aufwiegt.
zu 3. Du darfst ja auch gerne weiter immer und überall mit Weste fahren. Für
Kanuslalom mag es ja auch angebracht sein. Du kannst auch versuchen möglichtst viele von deinem Konzept zu überzeugen, aber zwinge bitte nicht allen
Anderen auf tausenden anderer Gewässern, unter andern Bedingungen,
Dein Sicherheitskonzept auf.
4. Eine schwere Kopfverletzung kannst du Dir auch schon bim Umkippen aus dem Stand auf den Bordstein zuziehen. Dafür brauchst du keine 20Km/h. Aber im zweiten Teil wiedersprichst Du dir selber: "Ich fahre mit Ausnahme von kalten Tagen im Straßenverkehr grundsätzlich mit Helm."
Wenn du eine Helmpflicht forderst, dann musst Du immer! also auch an kalten Tagen mit Helm fahren.
Ansonnsten bleibt es bei einer Empfehlung, und dagegen habe ich nichts. Nur etwas gegen Pflicht/Zwang, weil man nicht mehr Situationsangepasst ( siehe kalte Tage) agieren kann.
zu 5. Im Absatz hast Du den eingefleischten Wanderpaddlern die keine Weste tragen den gesunden Menschenverstand abgesprochen. Da ich mich als Wanderpaddler sehe und auch öfter "ohne" unterwegs bin, hast Du also auch mir diesen abgesprochen!
zu 6. Ich habe Deine schwimmerischen Fähigkeiten nicht angezweifelt.
Ich schrieb:"Wenn jemand nicht gut schwimmen kann, dann sollte er eine Schwimmweste tragen. Für bestimmte Gewässer und Bedingungen z.B. WW ist eine Swimmweste immer zu epfehlen. Aber daraus eine allgemeine Schwimmwestenpflicht für alles und jeden abzuleiten geht mir zu weit."
Das ist allgemein und nicht auf Dich bezogen. Ich stehe zu diesen Aussagen.
Ich kann keine Vorwürfe und Unterstellungen in meinem Text erkennen.
Vielleicht sehe ich den Text ja auch nur von der Seite des Schreibenden.
Kurz und knapp: Schwimmweste ja wo sinnvoll,
Schwimmwestenpflicht nein!
Sichere Restwoche,
Hauke
Aber im zweiten Teil wiedersprichst Du dir selber: "Ich fahre mit Ausnahme von kalten Tagen im Straßenverkehr grundsätzlich mit Helm."
Wenn du eine Helmpflicht forderst, dann musst Du immer! also auch an kalten Tagen mit Helm fahren.
Er meint damit, dass er an kalten Tagen gar kein Fahrrad fährt. :p
Aber jetzt hört doch mal auf, euch gegenseitig anzumachen. :mad:
Ist das Thema jetzt euch gegenseitig zu zwingen, eine Weste zu tragen, neue Pflichten einzuführen, über eine Schwimmwestenpflicht vernünftig zu diskutieren oder gar euch gegenseitig anzumachen?
Wer's rauskriegt kriegt nen Keks.
Ich bin der Meinung, auf großen, großen Gewässern (und damit meine ich nicht die Weser, sondern Seen und Ozeane) sollte es Pflicht werden, auf kleinen Flüssen und Bächen nicht, auf WW sowieso und die Verleiher sollten gezwungen werden, an ihre Kunden Schwimmwesten auszuhändigen. Zwar machen das einige, aber ich hab mich mal mit einigen "Leihfahrern" unterhalten und die meinten, der Verleiher hätte gemeint es wäre nicht nötig.
Sportliche Grüße
John
@ johncooper
Krieg ich auch was für die originellste Antwort??? :D
Also prinzipiell ist eigentlich alles richtig.
Denn jeder fühlt sich besser, wenn der andere muss und er nicht. Er ist dann grundsätzlich anders (offensichtlich), und kann dann auch von sich behaupten, dass er besser ist (weniger offensichtlich und was zu beweisen bleibt).
Neue Pflichten sind immer gut. Alte Pflichten sind out. Wir haben ja schon die Freiheit der Demokratie, Redefreiheit und so. Und unsere Jugend braucht mehr Grenzen, im Grunde sind wir alle noch Kinder. Also, wir wollen mehr Pflichten!
Vernünftig über eine Schwimmwestenpflicht diskutieren wollen alle (es wird keiner der Diskussionsteilnehmer zugeben, dass er unvernünftig diskutiert, ganz sicher!)
Sich gegenseitig anmachen? (ich sehe jetzt mal von der zweideutigen Aussage dieses Wortes ab) Ja, das wollen sie, das geht hier im Forum prima, deswegen sind wir alle da.
:cool: *Kekswill*
Chillosaurus
31.01.2007, 18:44
In einigen Beiträgen wurde erwähnt, dass man das Tragen einer Schwimmweste nur auf Großgewässern und im Wildwasser für nötig hällt.
Dabei ist es jedoch undeutlich, was mit Wildwasser gemeint ist. Schließlich besitz jeder Bach eine gewisse Geschwindigkeit und gewisse Hindernisse. Ebenso die Definition von Großgewässer.
Bislang nicht in Betracht gezogen wurde die Tiefe des Wassers, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch Grundberührungen und ein erhöhtes Risiko von Kenterungen durch Paddelverkelemmungen einschließt. Wie sieht es aus in flachen Gewässern?
Schiffsverkehr bildet meist ein großes Risiko für Paddler, da ein Schubverband einen großen toten Bereich besitzt (circa 20 m!!!). Wie sieht es aus mit der Schwimmweste in Gewässern mit Berufs_ und Sportbootsverkehr?
/
P.S.: Ich habe Hauke vorgeschlagen auf eine Richtigstellung ihrer Antwort meinerseits zu verzichten, um diesen Schwachsinn zu beenden. Obwohl ihr Bericht nicht dem Entspricht, was ich geschrieben habe, und ich sie ebenfalls nicht überall richtig verstanden habe, hoffe ich, dass das damit aufhört, weil off-topic und Niveau-Rettung.
*Kekswill*
*KeksInKartonVerpackUndInSchweizVerschick*
@Chillo: Ich versteh dich jetzt net so ganz. In flachem Wasser ist es doch fast sinnlos eine Weste zutragen, da man auch stehen könnte. Und was ist der tote Bereich eines Schiffes?
Chillosaurus
31.01.2007, 18:56
@ JohnCooper
flaches Wasser:
Hierbei habe ich mich auf die möglichen Grundberührungen und damit verbundenen Verletzungen bezogen, sowie auf die erhöhte Kentergefahr dadurch, dass man sich mit dem Paddel verklemmt (mir schon passiert). Außerdem macht es nach einer Kenterung (meist) keinen Unterschied ob das Wasser flach ist oder nicht, wenn man denn Schwimmen geht, weil Panik.
toter Bereich:
Damit meinte ich den Bereich, den der Schiffer nicht Überblicken kann.
Chillosaurus
31.01.2007, 19:11
Hatte hier nicht irgendjemand geschrieben, dass Feststoffwesten einschränken und das der Inhalt vieler Forenbeiträge wäre, auch dieses Forums, wäre? Bis auf Haukes Beitrag wurde unter dieser Rubrik nur das Gegenteil behauptet. Ich würde deswegen gerne die Links haben.
Ich konnte keinen Unterschied zwischen dem Paddeln Mit und Ohne feststellen (sich auf die Bewegungsfreiheit beziehend).
*KeksInKartonVerpackUndInSchweizVerschick*
Super! :D *freu*
*PacketAuspackUndKeksEssen*
womit folgendes Bewiesen wäre:
-ich hab an kleinen Dingen freude (wobei mir gerade in den sinn kommt, dass das schon früher an anderer stelle mehrmals festgestellt wurde)
-es geht in diesem Forum nicht nur um "ich weiss es besser", "du bist doof" und "hau bloss ab" :rolleyes:
-frauen sind gut für das klima
Hatte hier nicht irgendjemand geschrieben, dass Feststoffwesten einschränken und das der Inhalt vieler Forenbeiträge wäre, auch dieses Forums, wäre? Bis auf Haukes Beitrag wurde unter dieser Rubrik nur das Gegenteil behauptet. Ich würde deswegen gerne die Links haben.
Ich konnte keinen Unterschied zwischen dem Paddeln Mit und Ohne feststellen (sich auf die Bewegungsfreiheit beziehend).
Was willst du damit jetzt sagen? Das wurde in diesem Thread festgestellt. Such mal ein wenig hier.
Übrigens gibt es hier einen http://forum.kanu.de/images/buttons/edit.gif - Button für Doppelposts. ;)
Siegmund
31.01.2007, 23:03
Hallo,
es ist zwar schon alles gesagt worden, aber noch nicht von mir.
Deshalb also auch noch meinen Senf dazu: Ich trage fast immer eine Schwimmweste, je nach Bedarf Feststoff oder aufblasbar. Die Seekajaker in meinem Verein tragen auch immer eine Weste, auch wenn sie nur vor der Tür paddeln. Die Jüngeren tragen gelegentlich mal eine Weste, auf WW und Salzwasser tragen alle Weste, auf Kleinflüssen kaum jemand, und die alten Wanderfahrer im Verein tragen eigentlich nie Schwimmwesten, ausser s.o.
Im Sommer auf einem Kleinfluss trage auch ich keine Schwimmweste. Ich bin dafür, möglicht viele davon zu überzeugen, möglichst oft eine Schwimmweste zu tragen, aber iich bin nicht für Schwimmwesten-Zwang. Das sollte sich auch mit Vernunft regeln lassen. Aber Kinder natürlich ausgenommen, die gehören ohne Schwimmweste nicht ins Boot. Im Grunde ist das schon wie mit dem Gurt im Auto. Hat man sich dran gewöhnt, fehlt einem was, wenn man keine Weste an hat. Im Grunde gibt es ja kein stichhaltiges Argument gegen die Schwimmweste, außer Hitzetod im Hochsommer auf dem Kleinfluss.
Gruß
Siegmund
außer Hitzetod im Hochsommer auf dem Kleinfluss.
Gruß
Siegmund
Hitzetod wegen ner Schwimmweste? :confused:
Naaaajaaaaa
Da gibt es für den Sommer viel stichhaltigere Gründe, einer davon ist der hässliche Abdruck ungebräunter Haut. (Ich trag trotzdem immer eine Weste, aus Gewohnheit, auch im Sommer hat sie mich bisher selten gestört).
Stoertebeker
01.02.2007, 01:41
Ich hab hier auch noch nix gesagt ... will auch mal.
Ich trag auch immer eine Weste ... moment, nicht so schnell, ... wenn wir trainieren oder ein Spiel haben. Aber wenn ich mit meiner Frau eine Kleinflussfahrt mache, ruhiges Gewässer, übersichtlich, schränkt das meinen Freiheitsdrang ein. Wenn doch mal was passieren sollte hab ich keine bange, als Polospieler ist man reinfallen gewohnt und ich roll aus dem effeff.
Jeder sollte situationsabhängig für sich selber entscheiden können. :cool:
blendmystrokes
01.02.2007, 05:52
Hallo geblendeter Paddelschlag ;)
Das ist aber doch hirnloser Bürokratismus in seiner Reinstform, oder!?
Vergleichbar mit einer Pflicht im Auto nen Gurt haben zu müssen, aber das Anlegen dann auf den Zeitpunkt des Crashs zu legen.
Wenn ich die Weste brauche dann genau dann wenn ich's nicht erwarte. Liege ich im Bach hilft mir das auf's - oder noch besser in's Boote gepackte Teil nur noch um mich gegen Strafen abzusichern, aber nicht wirklich gegen's Ertrinken. Anziehen kann man die im Wasser praktisch nicht mehr. Und zum dran festhalten habe ich mein Boot.
Also: Entweder Weste, aber angezogen, oder freiwillig, aber keine reine Grundlage um die Steuern ein bischen aufzupolieren.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hi Ralf,
'hab nicht behauptet,dass ich die hiesige Regelung gutfinde:
Ich bin fuer Westenpflicht ohne wenn und aber.
PS: kleiner 'Blitzkurs' in english: blend-blender-wie mixer-mischer oder gemischt.....
wie 'ineinander uebergehend' sowas koennen Kayaker allerdings nicht lernen....:)
Ralf Schmidt
01.02.2007, 15:02
Hi Peter,
den Sinn deines Nicks hatte ich schon verstanden, ich hatte auch schon überlegt geblendeter Herzinfarkt zu schreiben ... ;) .
Ich bin übrigens gegen eine Westenpflicht, auch wenn ich sie häufiger trage als die meisten Paddelkollegen. Ich finde es gibt VIEL gefährlichere Dinge/Situationen, und - hey, wer sich gerne selbst umbringt? Was soll's? Ich halte es für viel wichtiger sich vernünftig zu verhalten, eine Schwimmweste ist nur eine Hilfe, vergleichbar mit dem Helm auf dem Fahrrad, aber nicht die endgültige Sicherheit.
Ist aber auch soweit egal was wir beide meinen, wir werden die Gesetzeslage kaum beeinflussen ;)
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hallo Ralf,
über kurz oder lang, wird es eh zu einer de facto Pflicht kommen. Überleg Dir mal folgenden Sachverhalt: Der DKV oder LKV gibt eine Empfehlung heraus, mit Weste zu fahren. Ein Übungsleiter oder Fahrtenleiter ist mit einer Gruppe ohne Westen unterwegs und es passiert etwas. Wenn er jetzt bei minderjährigen nicht darauf bestanden hat Westen zu tragen, wirds für Ihn schon recht brenzlig. Bei volljährigen wird es sicherlich nachweisen müssen, dass diese über die bestehende Empfehlung informiert wurden.
In NRW wurde auf der Sportwartetagung 2006 in Oberhausen explizit darauf hingewiesen, das während der Monate Oktober bis März/April es empfehlenswert ist, auch im Rennsport Schwimmwesten zu tragen. Es existiert leider kein Protokoll der Versammlung, aber alleine dieser Hinweis könnte im Falle eines Unfalls für den Übiungs-/Fahrtenleiter negativ ausgelegt werden.
Ganz abgesehen davon gibt es inzwischen ein reichhaltiges Angebot an Westen, die auch im Rennkajak nicht mehr stören. Ist sicherlich auch eine Gewöhnungssache, ich bin allerdings seit Oktober durchgängig mit Westze unterwegs (und ich sitze seit 1982 im Rennboot) .
Gruß
Kasi
Ralf Schmidt
02.02.2007, 07:00
Hallo Kasi,
so ähnlich hatte ich's ja auch eingangs geschrieben. Überall wo es um übergreifende Verantwortung geht, oder ein Jurist um die Ecke kommen könnte, macht es Sinn und wird wohl auch mal Pflicht werden. Analog Fahrradhelm, es gibt kaum mehr Veranstaltungen wo dieser nicht Pflicht ist, auch wenn der Gesetzgeber hier bisher keine allgemeine Pflicht daraus gemacht hat.
Nur: Für den Feierabendpaddler der alleine oder in einer lockeren Gruppe im nahen Bach seine Runde dreht halte ich es für übertrieben eine Pflicht einzuführen.
Zu den Westen: Ich habe mir gerade zusätzlich zu meiner Feststoffweste eine Halbautomatische geholt. Die spürt man wirklich nicht mehr.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hallo,
genau.
Stell Dir mal folgendes vor:
Bei den Kanu-Schülerspiele, die auf Wettkämpfen unter Sicherung von DLRG, Rotem Kreuz etc. statt finden, schreibt die Wettkampfordnung eine Schwimmweste vor. Im Training wird/wurde diese häufig nicht verwendet. Sollte jetzt im Training tatsächlich etwas passieren und die Staatsanwaltschaft ermittelt, was sie bei von Amts wegen machen wird, kommen schon echte Probleme auf.
Von daher kann ich nur jedem Übungsleiter/Fahrtenleiter raten, bei minderjährigen auf Westen zu bestehen und sich von Volljährigen schriftlich bestätigen zu lassen, das sie belehrt wurden, jedoch verzichteten bzw. sich weigerten.
Gruß
Kasi
KajakFun
03.02.2007, 00:02
Völliger Schwachsinn und überzogene Regelungswut eine Schwimmwestenpflicht einzuführen.
Vielleicht gibts dadurch im Sommer sogar ein paar Hitzschlagtote mehr.:D
Genausogut könnte ich eine Sonnenhutpflicht für Glatzenträger fordern und Sonnenbrillenzwang auf dem Wasser verordnen um Netzhautschäden und Bindehautentzündungen abzuwenden.
Leute, wollt ihr eigentlich noch ohne Erlaubnis atmen dürfen oder fühlt ihr euch auch schon ganz unsicher?
:p Hallo Leute,
Stellt euch doch erst mal die Frage für welche Sportler eine Schwimmhilfe Sinnvoll ist? Ihr Diskutiert hier wild ums Thema drum rum. Macht eine klare Abgrenzung von WW, Rennsport, Slalom und den anderen Kanusportarten.
Wie day bereits erwähnt hat der SKV eine Tragepflicht für Schwimmhilfen bei einer Wassertemperatur unter 8°C beschlossen - dies gilt für alle Alters- und Bootsklassen und ist im LKV bindend.:eek:
Ich denke mal von euch hat es bis jetzt noch keiner probiert sich 15 Min über Wasser zu halten. Wenn doch wisst ihr ja wie leicht es ist bei einer Wassertemperatur von 22/23°C - testet es mal bei einer Wassertemperatur von 8°C.
Jetzt mögen von euch welche denken woher die 15 Min. Ich glaube es steht sogar im Rennpass - schau ich aber nochmal nach.
Zum Thema - Nachwuchs trainiert mit Nationalmannschaft - die Jungs und Mädels sind alle 14 - 16 Jahre alt gewesen und paddeln im Schnitt seit 5 - 6 Jahren. Und bei jeder Trainingsgruppe ist mind. ein Begleitboot dabei gewesen welches sofort bei einer Kenterung dagewesen ist. Was bei Wanderfahrern und WW - Paddlern wohl nicht der Fall ist.
Und wenn jetzt noch einer von euch denkt es ist reiner Bürokratismus was in der Bertaallee verzapft wird sollte beim nächsten Fahrradausflug daran denken einen Helm aufzusetzen.
Ich denke, man sollte bei freiwilligem Westentragen bleiben. Im privaten Bereich.
Bei uns ist sogar kommerziell die Weste nicht zwingend notwendig (eine Frage der Versicherung). Im Paddelboot muss man, per Gesetz, 1 schwimmbaren Gegenstand dabei haben (also zum Beispiel eine Weste, die man nicht anziehen muss). Versicherungen sind da strenger als Gesetze.
Privat finde ich, liegt es im Ermessen jedes Einzelnen. Selber schuld wenn einer absäuft. Allerdings würde ich jetzt aber nicht mit jemandem ins Wildwasser gehen, der keine Weste anzieht.
Dass in der Jugendarbeit Schwimmwesten Pflicht sind, finde ich, ist eine selbstverständliche Sache. Ich möchte als Leitung nicht die Verantwortung übernehmen, bei einem Unfall ohne Weste. Und für die Betreuer ist es eine Frage der Vorbildfunktion. Ich kann es mir, gerade weil ich auch bei kommerziellen Anbietern Kurse gebe, nicht leisten, ohne Weste auf dem Wasser gesehen werden. Letzten Sommer wurde einem Kollegen gekündet, weil ein Foto von ihm in einem Zeitungsbericht erschienen ist: oben ohne, also auch ohne Weste (beim Surfen in einer Welle, als nicht einfach beim Baden). Bei den Mädels kommt das vielleicht gut an, aber gegenüber den Eltern kann man so was nicht vertreten.
Man muss so was ja nicht forcieren. Wenn so ein Gesetz kommt, kommt es, wenn nicht, dann kann man auch versuchen, zu einem vernünftigen Umgang zu erziehen.
@Georg
Eben deswegen, weil einer, der ohne Schwimmweste sich, aber auch andere in gefahr bringt, schätze ich eben selber ab, mit wem ich paddeln gehe. Ich hab keine Lust, Tote zu bergen, ob jetzt selbst verschuldet oder nicht. Wenn einer unbedingt ohne Weste fahren will, dann kann er das. Von daher soll sich keiner Verpflichtet fühlen. Aber ich werd dann einfach mit so jemandem nicht mitfahren.
Vielleicht weisst du, wie das bei Bergführern läuft. Die sind ausgebildet und können bei einem Unfall auch belangt werden, wenn sie zum Beispiel andere Gruppen nicht belehrt/ihnen geholfen haben, wenn die ohne Seil über den Gletscher spazieren. Die sagen dann jeweils: Ich habe niemanden gesehen. Das mach ich auf dem Wasser genau so. Wenn ich jemanden ohne Weste sehe und denke, das wäre dort nötig, dann weise ich die Person darauf hin. Ansonsten dreh ich mich um und geh weg, weil ich mit solchen Situationen nix zu tun haben will.
Ich denke, blöde Unfälle gibts genug, mit oder ohne Weste. Es kann immer was passieren. Wie weit man aber in die Entscheidungsfreiheit anderer eingreifen will sollte man sich immer gut überlegen. jeder soll selber entscheiden ob Weste Ja oder Nein. Und dementsprechend kannst du auch entscheiden ob du mit jemandem ohne Weste mitfährst oder nicht. So einfach ist das.
Das mit der Damenweste war ich. Ein Argument für die Problematik (keine Frauenmodelle) ist sicherlich, dass immer noch bedeutend weniger Frauen als Männer paddeln. Wobei das ein Tritt in den eigenen Hintern ist. Wie allgemein bekannt sind Frauen etwas anders als Männer. Schon rein körperlich. Welche Paddlerin hat sich nicht schon mal aufgeregt sich halb nackt ausziehen zu müssen, nur um mit Neoprenanzug kurz pinkeln zu gehen? Und gerade bei beispielsweise Paddlerjacken, wo bewegungsfreiheit und ein bequemer Sitz ein absolutes Muss sind, wären Damenmodelle ebenfalls gefragt.
Ein weiterer Punkt ist, dass Frauen nicht nur physisch anders sind. Frauen ist es zwar nicht peinlich in hautengen Neoprenanzügen mit kurzem Rock (Spritzdecke) rumzulaufen (das ist bei vielen Männern der Fall!). Aber ich denke die Hemmungen für eine Frau, sich mal in ein Boot zu setzen wären bedeutend kleiner, wenn sie dafür nicht Männerkleidung anziehen müsste.
Kleine Anmerkung zu der Beobachtung über Männer im Neopren: Auf eitle Männer wird sogar eingegangen, es gibt Neo-Hosen mit einer weiten Stoffhose drüber, damit keiner das peinlich hautanliegende sieht. Und für Frauen kann man nicht mal auf die kleinen körperlichen Unterschiede eingehen?
Aber das hat nur noch im weitesten Sinne mit den Schwimmwesten zu tun... Der vergleich Damenweste und Hundeweste finde ich aber äusserst interessant. Kürzlich hab ich sogar die Bemerkung bei einer Hundeweste gefunden: passt auch für Katzen!
Naja Georg, ich weiss nicht warum du dir das Leben schwer machst.
Ich denke nicht, dass ich damit gefühllos oder so bin. Es ist eine Art selbstschutz. Ich will nicht in die Situation kommen, dass ich jemanden rausziehen muss, weil er sich für superman hielt.
Ich denke, ich mache genug dafür, dass ich und andere Unfallfrei bleiben auf dem Wasser. In dem ich Leute z.b. in Kursen ausbilde und sie ja gegebenfalls auch darauf hinweise, dass sie sich besser schützen sollten.
Ich hab ja nicht gesagt, dass ich weglaufe, wenn einer am ertrinken ist. Da hast du mich falsch verstanden. Aber ich halte mich von Menschen fern, die sich meiner Meinung nach fahrlässig verhalten. So war das gemeint. Wenn ich einem sage, er soll doch bitte eine Weste anziehen, weil es die Situation erfordert, er sich dann weigert, ist das seine Sache. Aber dann geh ich von dieser Person so weit weg wie möglich (ich kann ihn ja nicht zwingen), damit ich ihn nicht fünf Minuten später retten muss.
Ralf Schmidt
03.02.2007, 20:59
Hi Stefi,
ich denke hier wird wie leider so oft ein sehr komplexer Zusammenhang (Sicherheit beim Paddeln) auf eine einfache technische Komponente reduziert.
Ist der erfahrene Paddler ohne Weste gefährdeter - oder gefährdender - als der super ausgerüstete Extrempaddler auf dem WW 5-6 Bach? Oder ohne Weste in Küstennähe gegenüber mit Weste auf dem Weg nach Helgoland?
Nach meiner Überzeugung ist für die Sicherheit des Paddlers zu 95% der Paddler verantwortlich und ausschlaggeben, der Rest ist Zufall - oder Glück ;)
In den verschiedenen Fahrradforen gibt's ein analoges Thema: Den Helm.
Wenn der erste das Reizwort benutzt kommt bestimmt bald der Aufruf "Popkorn".
Dann kann sich der Kenner geruhsam zurücklehnen, ne Tüte Popkorn aufmachen, und in Ruhe zusehen wie sich die Opponenten zerfleischen ;)
Bis dann,
Ralf Schmidt
Morgen mal wieder mit Weste im WW-Boot.
UND Helm :D
Ich stimme dir zu Ralf. Deshalb eben, find ich ist es jedem seine Sache. Der Paddler (oder -in) ist dafür verantwortlich. Ich fahre alles mögliche, Seakayak, Wildwasser, mal Kanadier auf dem See. Manchmal schützt ein Sonnenhut besser als ein Helm.
Und wer kann am besten einschätzen, wann es eine Weste braucht? Ich selbst. Ausnahme: ich bin absoluter Anfänger. Und dann gibts noch die, die denken, sie sind unverwundbar. Den Anfänger kann man aufklären und ihn auch schon mal bevormunden. Man übernimmt ihm gegenüber ja auch eine gewisse Verantwortung.
Die Unbelehrbaren muss man einfach ihre Fehler machen lassen. Ich mach mir wirklich keine Gedanken bei jemandem, der ohne Weste auf einem 4er Bach oder auf dem Meer ertrinkt. Die Kunst ist eher, solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Miterleben wie sie absaufen ist nämlich nicht gerade eine tolle Erfahrung.
Nebenbei: du amüsierst dich also mit Popkorn über die Beiträge? :eek:
Dafür ist das Forum doch da ;) Und es ist ja manchmal wirklich äusserst unterhaltsam. *nachLustigenBeiträgenHerumstöber*
Christoph_BHV
07.02.2007, 12:16
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ersteinmal hoffe ich, daß dieses neue Forum möglichst lange ohne große Kleinkriege auskommen möge.
Eine Pflicht im Freizeitbereich finde ich allgemein bedenklich, besser ist die Überzeugung zu vermitteln, das richtige zu tun. Zu einer Sportart gehört für mich auch immer das Wissen über das richtige Verhalten dabei, seien es Regeln beim Mannschaftssport oder Erkenntnisse über das Aufwärmen etc. Warum sollte dies beim (Wander)Paddeln anders sein. Jede Regulierung erfordert auch immer das Überprüfen der Einhaltung, wäre dies möglich? Auch die Grenzen der Regulierung müssen sinnig sein. Die Regelung des sächsischen LKV ist nicht schlecht, aber erst ab 8Grad Wassertemperatur eine Weste zu tragen, ist zu spät, die gefährliche Sofort-Reaktion durch einen Kälteschock erfolgt nach der Literatur (Golden/ Tipton) bereits ab 15 Grad.
Für mich bitte keine Pflicht, aber Information über das Warum, damit es jeder nachvollziehen kann. Zitat nach einem langjährigen Paddler: "Die Meere sind frei"
Der Tragekomfort einer Weste ist m. E. kein Gegenargument gegen das Tragen einer Weste, hier kann jeder aus dem Angebot jetzt schon etwas passendes finden (ausgenommen die Problematik Damenweste). Ich fahre grundsätzlich (OK, außer bei Badewassertemperatur) mit einer 275N-Weste-Halbautomatik. Der Grund ist für mich auf "Bächen" der Vorbildcharakter, auf Großgewässern mein Überlebenswillen. Ich habe sogar, daß Gefühl in meinem Verein denkt mancher ich könnte gar nicht schwimmen:D .
Für mich ist dieser Sicherheitsaspekt so selbstverständlich geworden, daß ich keine Sekunde über das Tragen nachdenken muß. Ich tue es einfach, so wie ein Vegetarier an der Fleischtheke vorbeigeht.
In allen Lebensbereichen spielt immer der Faktor Mensch mit den unzähligen Möglichkeiten der Nachlässigkeit eine Rolle, wenn es um die Vermeidung von Fehlern geht.
Als Kind bin ich mal ohne Weste mit einem Wildwasserböttchen in einer Gruppe nach Baltrum gepaddelt (Maximales Schönwetter) und retrospektiv bewerte ich diese Tour als "sicher". Dagegen werde ich heutzutage nie wieder auf irgendeinem Gewässer ohne Weste etc. rumpaddeln. Ein für mich bisher nicht zu klärender Widerspruch:rolleyes:
Was aber unbedingt aufhören muß ist negatives Gerede über die Verwendung von Sicherheitsausrüstung. Wer nicht will, soll seine Konsequenzen heldenhaft tragen, aber niemanden damit belasten (Ironie an: und leise um Hilfe schreien Ironie aus).
Schöne Grüße
Christoph
Hallo miteinander,
ich habe selbstverständlich nichts gegen das Tragen einer Schwimmweste, was mich aber ganz gewaltig ankotzt (um es `mal drastisch zu formulieren) ist, daß einige Befürworter des Tragens unbedingt meinen, Zwang ausüben zu müssen.
Ich halte mich durchaus für fähig für mich selber entscheiden zu können, ob ich eine Weste trage oder nicht.
Ich sehe es ein, daß Kinder eine Weste benutzen, auf See oder im WW trage ich sie ebenfalls, ich weiß aber immer noch nicht, wo der Handlungsbedarf sein soll, jeden Paddler auf jeder kleinen Pfütze zwingen zu wollen eine zu tragen.
Bei den paar, durch "Nichttragen einer Schwimmhilfe bei der Ausübung des Hobbies Kanusport" verunglückten Paddlern bei einer Gesamtzahl von 80000 organisierten Kanuten und bestimmt der 5-fachen Zahl freier Paddler, glaube ich doch, daß andere Dinge in unserer Gesellschaft Priorität haben sollten.
(Bevor jetzt wieder ausgerastet wird : auch ich bin der Meinung, daß jeder Ertrunkene einer zu viel ist)
Viele Grüße
Lutz
Niemand will, dass jemand ertrinkt. Wieviele ertrinken denn tatsächlich beim paddeln? Wieviele von den tödlich verunglückten Paddlern hatten nicht eher einen Kälteschock, Kreislaufzusammenbruch oder ähnliches?
Und wie steht die Zahl der Ertrunkenen (nicht alle Todesfälle) beim Paddeln gegenüber den Ertrunkenen beim Baden etc... ?
Ich denke, niemand kommt drum herum, sich beim Paddeln vernünftig zu verhalten. Dazu gehört je nach Situation auch eine Schwimmweste. Aber man sollte doch davon ausgehen, dass erwachsene Menschen mündig genug sind, um zu entscheiden, ob sie eine Weste tragen wollen oder nicht. Oder sind wir so weit, dass wir in einer demokratischen Welt die Menschen wieder bevormunden wollen?
Wolfgang
13.02.2007, 00:43
Dieses Wochenende kam die Meldung, daß ein Versuch zur Überquerung der Tasman-See im Kajak gescheitert ist. Kurz vor der Südinsel Neuseelands ist ein australischer Paddler verschollen, der schon fast die komplette Strecke hinter sich gebracht hatte und am Wochenende eigentlich im Milford Sound erwartet wurde... nun melden Zeitungen aus Australien und Neuseeland, daß sein Boot gekentert von Hubschrauber und Fischerboot gesichtet wurde, aber vom Paddler fehlt jede Spur
(link) (http://kvu.der-norden.de/news/1303.shtml)
Folgt nun aus der Schwimmwesten-Diskussion: Die Tour hätte verboten werden müssen ????
So ein Tot diskreditiert den Kanusport, denn dieses Wagnis war natürlich bodenloser Leichtsinn!!!
Oder?
(wenn es allerdings gut gegangen wäre. hätte keiner daran gekrittelt)
Sind wir nicht viel zu häufig Pharisäer?
(ich trink ihn lieber)
Wolfgang
Folgt nun aus der Schwimmwesten-Diskussion: Die Tour hätte verboten werden müssen ????
So ein Tot diskreditiert den Kanusport, denn dieses Wagnis war natürlich bodenloser Leichtsinn!!!
Oder?
Warum denn die Tour verbieten? Und weshalb war die Tour Leichtsinn?
Ich denke, jemand der so eine Tour plant und dann auch durchführt macht sich sehr gründlich Gedanken darüber. So etwas macht man nicht eben mal am Wochenende. Der McAuley ist ja auch beinahe angekommen, er hat also schon gewusst was er macht.
Ausserdem: das ist eben wieder mal ein Fall, wo man ohne schlechtes Gewissen sagen kann: selber schuld. Ich weiss nicht weshalb er unterwegs verloren ging (das Boot hat man ja gefunden). Er hinterlässt eine Familie. Aber ansonsten tut er keinem was. Er hat sich entschieden das zu tun und war sich sicher des Risikos bewusst.
Eine Befahrung der Rheinfälle finde ich bei weitem leichtsinniger. (es gibt wahrscheinlich Zuschauer [auch bei einem Unfall!] und so etwas nach zu machen ist viel einfacher [eben schnell am Wochenende])
Ich empfehle nur eins: lasst euren Kopf nicht zuhause, wenn ihr paddeln geht, und macht davon gebrauch! :D
Das ist doch der Neuseeländer, Stefi? Gibt es denn Nachrichten, dass die arme Sau abgeborgen wurde? Würde mich freuen.
Grüße - nach Bern, nehm ich an? Und dann gleich noch mehr Grüße an die andern,
Frank
Chillosaurus
13.02.2007, 14:59
Niemand will, dass jemand ertrinkt. Wieviele ertrinken denn tatsächlich beim paddeln? Wieviele von den tödlich verunglückten Paddlern hatten nicht eher einen Kälteschock, Kreislaufzusammenbruch oder ähnliches?
Und wie steht die Zahl der Ertrunkenen (nicht alle Todesfälle) beim Paddeln gegenüber den Ertrunkenen beim Baden etc... ?
Ich denke, niemand kommt drum herum, sich beim Paddeln vernünftig zu verhalten. Dazu gehört je nach Situation auch eine Schwimmweste. Aber man sollte doch davon ausgehen, dass erwachsene Menschen mündig genug sind, um zu entscheiden, ob sie eine Weste tragen wollen oder nicht. Oder sind wir so weit, dass wir in einer demokratischen Welt die Menschen wieder bevormunden wollen?
Schwimmwesten schützen auch vor Kälte.
Am Anfang dieses Threads habe ich eine Situation geschildert, die ich allzuoft bereits erlebt habe. Die Frage dazu war, ob man da von mündigen erwachsenen Menschen reden kann. Mich interessiert vielmehr, wie man soetwas vermeiden kann, wenn man keine allgemeine Pflicht einführt, bzw. was überhaupt die Gründe des DKV sind, wegen denen er in dieser Frage blockiert, warum er den Dingen nicht einfach ihren Lauf lässt. Wird die Schwimmwestenpflicht verlangt, ist es meiner Meinung nach auch notwendig, und ich bin ja selbst tagtäglich Zeuge, wie Leute ohne fahren; Trotz Schiffsverkehr etc.
[...] Ich halte mich durchaus für fähig für mich selber entscheiden zu können, ob ich eine Weste trage oder nicht.
Ich sehe es ein, daß Kinder eine Weste benutzen, auf See oder im WW trage ich sie ebenfalls, ich weiß aber immer noch nicht, wo der Handlungsbedarf sein soll, jeden Paddler auf jeder kleinen Pfütze zwingen zu wollen eine zu tragen.
[...]
Es geht nicht darum, ob man sich für fähig selbst zu entscheiden, ob man minimales oder maximales Risiko von Verletzungen wählt, sondern darum, ob man ein Bewusstsein dafür schaffen kann, dass Schwimmwesten unbedingt notwendig und auch hilfreich sind, dass es sich auch bis zur Anwendung der Westen durchringt und wie dies möglich wären. Ich denke, dass die meisten erkennen müssten, dass es so, wie es derzeit ist, nicht funktioniert (Siehe auch Eröffnung des Threads).
Das ist doch der Neuseeländer, Stefi? Gibt es denn Nachrichten, dass die arme Sau abgeborgen wurde? Würde mich freuen.
Meine aktuellste Information ist, dass man das Boot gefunden und als seins identifiziert hat, von ihm fehlt aber jede Spur... er dürfte also untergegangen sein... im Meer versunken. Vielleicht kein schlechtes Grab für einen Seakayaker, obwohl das ein schlechter Trost ist.
Schwimmwesten schützen auch vor Kälte.
Ich denke, es gibt wirksameren Kälteschutz, als eine Schwimmweste, und der Kälteschutz muss unbedingt zur Weste dazu kommen!!! Wir befinden uns nicht in Costa Rica wo die Wassertemperatur konstant 25 C beträgt...
ein Bewusstsein dafür schaffen kann, dass Schwimmwesten unbedingt notwendig und auch hilfreich sind, dass es sich auch bis zur Anwendung der Westen durchringt und wie dies möglich wären.
Es ist wie mit den Verboten: Eine Pflicht wird nicht wirklich etwas im Bewusstsein ändern.
Ich finde Ausbildung und Information sind da viel wichtiger und wirksamer, als von oben herab die Menschen zu bevormunden.
Mit einer Pflicht Bewusstsein schaffen läuft auf folgendes hinaus: Ich brauche gar kein Bewusstsein mehr, ich muss nur die Gesetze kennen. Somit erübrigt sich ein über das Thema nachdenken (Bewusstseinsbildung).
ich kenne auch Menschen, die oft, aber sehr bewusst ohne Schwimmweste fahren. Immerhin machen sich diese Menschen Gedanken darüber und wissen auch, wann sie bestimmt eine Weste brauchen. Das stört mich dann auch nicht so sehr. Es sei denn in Gruppen, da kann dann nur noch sagen: Kameradenschwein.
Wolfgang
13.02.2007, 17:07
gelöscht, da von falschen Informationen ausgegangen
Chillosaurus
13.02.2007, 17:14
[...] Es ist wie mit den Verboten: Eine Pflicht wird nicht wirklich etwas im Bewusstsein ändern.
Ich finde Ausbildung und Information sind da viel wichtiger und wirksamer, als von oben herab die Menschen zu bevormunden.
Mit einer Pflicht Bewusstsein schaffen läuft auf folgendes hinaus: Ich brauche gar kein Bewusstsein mehr, ich muss nur die Gesetze kennen. Somit erübrigt sich ein über das Thema nachdenken (Bewusstseinsbildung).
Oh, ich glaube, da wurde ich nicht richtig verstanden. Ich meinte nicht, dass eine Pflicht ein Bewusstsein schafft, sondern bin der Meinung, dass sie nötig ist, wenn man kein Bewusstsein schaffen kann für den Nutzen der Schwimmweste.
Jediritter
13.02.2007, 17:53
Ja, Jens Dieter interessiert sich auch für Schwimmwesten, aber keine Pflicht zum Tragen.
Entspanntender (?) Saurier:
Oh, ich glaube, da wurde ich nicht richtig verstanden. Ich meinte nicht, dass eine Pflicht ein Bewusstsein schafft, sondern bin der Meinung, dass sie nötig ist, wenn man kein Bewusstsein schaffen kann für den Nutzen der Schwimmweste.
Oh, keineswegs bist du falsch verstanden worden. Stefi hat Dich genau bestätigt, nur mittels etwas anderem Deutsch. :)
Ich finde den Satz von Stefi übrigens sehr gut:
Mit einer Pflicht Bewusstsein schaffen läuft auf folgendes hinaus: Ich brauche gar kein Bewusstsein mehr, ich muss nur die Gesetze kennen. Somit erübrigt sich ein über das Thema nachdenken (Bewusstseinsbildung).
Thema Nachdenken - mehr habe ich auch nicht getan, als ich Udo Beier kritisiert habe. Ich habe nachgedacht, die Widersprüche erkannt und ich weise darauf hin. Seltsam nun, dass Stefi dort zu anderen Schlüssen meine Motivation betreffend, gelangt. Vielleicht liegt es daran, dass Bewußtseinsbildung ein steter Prozess ist und auch wer gut paddeln kann, muss sich nicht unbedingt in allen Aspekten des Paddeln gleich gut auskennen. Keinesfalls sollte man davon ausgehen, alles zu wissen, oder alles (immer) richtig zu wissen. Stimmt man mir da zu? Wenn ja, dann möchte ich auf dem Wege um Verständnis werben, für meine vielfältigen Kritiken, die ich so schreibe.
Seid doch einfach auch zu Euch selber so kritisch, wie ihr es zu anderen seid. Damit fängt man eigentlich an. Dann klappt es auch besser mit der Kritik anderen gegenüber.
Das mit den Schwimmwesten ist wirklich so eine Sache.
Wer gut schwimmen kann, oder eben gut paddelt, kommt sich schnell bevormundet vor und reagiert trotzig und gerät gerade dadurch schnell in dumme Situationen. Und wenn man gar nichts sagt, oder durch sanften Druck vermittelt, geraten diejenigen schnell in dumme Situationen, die mit einer Schwimmweste eben weniger dumm dran wären.
Wie man es macht, es wird immer einige "dumm" treffen. Es sei denn die Frage "Schwimmweste - Ja oder Nein?" ist keine, weil es eben von Anfang an zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Genauso wie das man sich erst anschnallt, ehe man den Automotor startet, oder erst den Helm aufsetzt, ehe man aufs Rad, oder Motorrad steigt. Man denkt darüber nicht nach, man tut es einfach und auch wenn diese Selbstverständlichkeit dann kein aktiver Beitrag zur Bewußtseinsbildund mehr wäre, so wäre es doch kein Rückschritt.
Da dieser Idealzustand aber nie erreicht wird, ist der beste Weg eben selber ein gutes und v.a. kompromissloses und gutes Vorbild sein und progressiv an der Bewußtseinsbildung mitzuwirken.
Und der Verband wäre dabei eine Hilfe, wenn er mal eine etwas geschlossenere Meinung dazu hätte und dabei auch mit echtem Vorbildcharakter voran gehen würde. Was derzeit aber nicht der Fall ist.
Hallo Stefi!
Ich finde Ausbildung und Information sind da viel wichtiger und wirksamer, als von oben herab die Menschen zu bevormunden.
Ein klein wenig habe ich den Eindruck, daß Du Dir selbst widersprichst - einerseits schreibst Du, daß Ausbildung (wegen Schwimmwesten) wichtig ist, andererseits bist Du aber mehr oder weniger gegen Ausbildung (bei Canadiern allgemein).
Das paßt doch irgendwie nicht zusammen?!? :confused:
MfG
Reinhard
Ein klein wenig habe ich den Eindruck, daß Du Dir selbst widersprichst - einerseits schreibst Du, daß Ausbildung (wegen Schwimmwesten) wichtig ist, andererseits bist Du aber mehr oder weniger gegen Ausbildung (bei Canadiern allgemein).
Das paßt doch irgendwie nicht zusammen?!? :confused:
Hallo Reinhard
Wenn du der Diskussion um die Paddelausbildung (ich beziehe mich da nicht nur auf Canadier) folgst, dann kannst du dort auch mehrmals nachlesen, dass ich explizit! dafür bin, im Sicherheitsbereich Kurse zu machen. (Aus der Erfahrung Tod kann man nicht viel lernen).
Im übrigen bin ich auch nicht gegen Ausbildung allgemein, sonst würd ich ja wohl kaum selbst Kurse leiten, oder?
Ich denke, bei der Schwimmwestenfrage sind Kurse sicher eine gute Plattform. Ich hatte bisher auch nie Probleme zu dem Thema, den meisten Menschen leuchtet das tragen einer Weste ein. Härtefälle gibt es auch. Aber das ist auch praktisch, so hab ich ein schlechtes Beispiel :D
Ausserdem sollten Vereine und Verbände dazu ganz klar Stellung nehmen. Für mich gibt's da nur eine Lösung: Auch ein Verein muss für das tragen von Westen sein. Wenn etwas passiert ist man rechtlich und versicherungstechnisch am A... wenn auf einer Vereinsfahrt keine Westen getragen werden. Ganz abzusehen von den Folgen für die Verantwortlichen der Fahrt.
Hallo Hauke,
tolle Vergleiche mit den KFZ-Ausstattungen. Nur leider etwas daneben. Vielleicht solltest du das Tragen einer Schwimmweste mit der Anschallpflicht vergleichen. Sieht heute mittlerweile auch die Mehrheit ein und es wahr zu Anfang auch einfach nur lästig, sich anzuschnallen. Warum bei Schwimmwesten nicht aus bestehenden Erkenntnissen lernen und umgehend das anlegen von selbigen vorschreiben? Auch wenn´s hier und da mal unbequem ist - es nutzt unterm Strich auf jeden Fall mehr als es schadet.
Christoph_BHV
14.02.2007, 10:22
[QUOTE=stefi;1296]Wieviele ertrinken denn tatsächlich beim paddeln? Wieviele von den tödlich verunglückten Paddlern hatten nicht eher einen Kälteschock, Kreislaufzusammenbruch oder ähnliches?
Und wie steht die Zahl der Ertrunkenen (nicht alle Todesfälle) beim Paddeln gegenüber den Ertrunkenen beim Baden etc... ?QUOTE]
Hallo Forum,
der Kälteschock (die Sofort-Reaktion) führt über mehrere Mechanismen zur Unfähigkeit zu schwimmen, die Unterkühlung benötigt längere Zeit um sich zu entwickeln. Vorher sind die Betroffenen in der Regel ertrunken. Absolute Zahlen sind nicht einfach zu erhalten, aber ein Blick in andere Bereich des Wassersports zeigt deutlich die Problematik: In UK ertrinken 55% ca. 3m von Ufer/ Boot entfernt; ca. 40% der Ertrunkenen wurden als GUTE Schwimmer bezeichnet :eek: . Beim Paddeln gibt es eine Reihe von Einzelfällen, die die Problematik aber sehr deutlich beleuchten (Z.B. der Tod der kanadischen Leistungskanutin in Hamm).
Der Hinweis von Lutz (s.o.) im Sinne von "bei Kindern Westen ja, aber ...." verleugnet leider die Tatsache, daß die Kältereaktion unabhängig vom Lebensalter verläuft. Dieses Killerargument läßt sich beispielsweise dann im nachhinein in Untersuchungsberichten von Yachtunfällen lesen, "... die Angehörigen gaben an, das die vorhandenen Westen im Beisein von Kindern getragen wurden, zum Unfallzeitpunkt trug der Ertrunkenen keine ..."
Eine Schwimmweste erhält auch Körperwärme, da z.B. die sonst notwendigen Schwimmbewegungen die Wärme schneller abführt. (Weiterer Wärmeschutz ist natürlich sinnig). Eine Ursache für das Ertrinken ist die Steigerung der Atemfrequenz und das Atemvolumen (Den Effekt kennt jeder vom kalten Duschen: das tiefe Einatmen), die nicht mehr mit Schwimmbewegungen synchronisiert werden kann. Dieser Körpervorgang ist unabhängig von der Schwimmleistung.
Ein wirklich logisches Gegenargument gibt es nicht, oder :D
Schöne Grüße
Christoph
Na also, da hätten wir's:
Wer kann denn wirklich ehrlich behaupten, er fahre nur in Wasser, das über 20 C warm ist? (ab da hält man es ohne Kälteschutz auch längere Zeit im Wasser aus)
Ich hab übrigens auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich einem Kunden beim ins Wasser steigen zugesehen habe. Er hat sich langsam (!!!) vom Raft ins Wasser gleiten lassen (min. 18 C). Er machte im Wasser ein Gesicht, als hätte er einen Herzinfarkt (Kälteschock). Nach ca. 20 Sekunden hatte er sich wieder erholt.
Was hilft gegen den Kälteschock: Ich denke wirksam ist eine Gewöhnung (regelmässig im kalten Wasser schwimmen gehen, auch freiwillig) und nicht überhitzt paddeln gehen (bei hohen Lufttemperaturen z.b. Nacken mit Wasser befeuchten). Und wenn man doch einen Kälteschock hat, dann hilft dir nur noch eins: In dem Moment eine Schwimmweste an haben...
Ach, und noch was: Je mehr Masse (also umso dicker du bist) je weniger frierst du im kalten Wasser (Volumen-Oberflächen-Verhältnis). ;) Ist wirklich wahr.
Flitzefroesch
14.02.2007, 12:14
Hi Stefi,
ist das wirklich wahr? Dicke frieren weniger bzw. nicht so schnell im kälteren Wasser? Wäre ja klasse, dann brauch ich ja nicht mehr abnehen. :D
Aber vielleicht sollte man dann statt der Schwimmweste ein Mindestgewicht der Paddler vorschreiben. (Bitte den Kommentar nicht zu ernst sehen) :cool:
Grüße Jörg
Hi Stefi,
ist das wirklich wahr? Dicke frieren weniger bzw. nicht so schnell im kälteren Wasser? Wäre ja klasse, dann brauch ich ja nicht mehr abnehen. :D
Ist ein Erfahrungswert. Gut gebaute Menschen halten es manchmal mehr als doppelt so lang im Wasser aus wie dünne.
Und macht Sinn durch das Volumen-Oberflächen-Verhältnis: Je "dicker" ein Mensch ist, umso mehr Masse produziert Wärme, im Vergleich zu einer kleiner Oberfläche, die durch das Wasser gekühlt wird.
Ein schlanker Mensch hat im Vergleich zum Volumen eine sehr grosse Körperoberfläche, die gekühlt wird. Dementsprechend schnell friert so ein Mensch "bis auf die Knochen".
Wie "Fett" als Isolation zu bewerten ist weiss ich nicht. Aber Muskeln, rsp Bewegung produziert Wärme. Je mehr Muskeln, umso wärmer. Du musst nicht abhnehmen, aber Fett in Muskeln umwandeln wäre wahrscheinlich die beste Variante...
(ich denke das ist mit ein Grund, warum Frauen immer/schneller frieren: Sie haben natürlicherweise ca. 8% mehr Fett als Männer. Energie, die also "angelegt" wird. Ich nehme an, bei den Männern wird diese Energie in Wärme umgewandelt. Ganz einfach verbrannt.)
Kalle (WF)
14.02.2007, 19:51
Wieso wird denn hier auf einmal das Totschlag-Argument "Unterkühlung" gebracht?
Es geht hier um die absolute Helm- und Schwimmwesten-Pflicht, unabhängig von Temperatur, Gewässergröße -Tiefe oder Können.
Ich kapiere übrigens noch immer nicht, was mir eine Schwimmweste in Bootsgassen oder bei Schiffsverkehr nützen soll, wäre es da nicht sinnvoller, gleich eine Vollautomatik-Rettungsweste vorzuschreiben, nur so für den Fall, daß man KO geht?
Wieviele von den paar Toten auf Wander- und Kleinflüssen ohne Wildwasser wären denn eigentlich nicht ertrunken? Eins muß ich allerdings zugeben, eine Schwimmweste erleichtert zumindest das Auffinden Von Wasserleichen.
Ich finde die ganze Diskussion hier so bizarr und lächerlich, daß ich fast glaube, daß uns Chillo als Troll auf Trab hält.
Viele Grüße,
Kalle
Hi Kalle
Ich finde das Argument Unterkühlung sehr wichtig in der Schwimmwesten-Diskussion. (Helm steht hier ja nicht zur Debatte, der ist manchmal auch durch eine Wollmütze oder Sonnenhut zu ersetzen).
In Europa ist die Situation, trotz Klimaerwärmung, immer noch so, dass wir kalte Wassertemperaturen haben. Da kannst du beim Paddeln etliche Probleme haben, bei der eine Schwimmweste mehr als hilfreich sein kann.
Kälteschock
Unterkühlung
Bewusstlosigkeit (wobei da die Schwimmweste nur beschränkt hilft)
Weiter hast du beim Paddeln immer auch Material, Boot, Paddel, ... da bist du froh hast du nicht schon beide Hände mit Schwimmen zu tun...
wenn du nachdenkst findest du sicher noch andere Situationen.
Wie dem auch sei, du sprichst von absoluter Schwimmwesten-Pflicht. Ich denke, es lohnt sich darüber zu diskutieren, ob denn wirklich "absolut" sein muss. Deshalb spielen Kritierien wie Temperatur, Gewässer etc eine Rolle. Und deshalb reden wir hier auch über das "Killerargument" Unterkühlung.
Trotz aller Vernunft die für die Schwimmweste spricht, ich bin gegen eine allgemeine Pflicht.
1. man kann auch mit Schwimmweste ertrinken
2. eine Pflicht reizt die Gegner gerade aus Trotz keine zu Tragen
3. es nimmt jedem die Entscheidung ab. Dadurch macht man sich keine Gedanken mehr über Sinn oder Unsinn des Westentragens.
4. wie stellt ihr euch das Durchsetzen dieser Pflicht vor? Soll die Seepolizei in Zukunft Schwimmwestenkontrollen machen und an Kanuten Bussen verteilen??? (Gerade auf Kleinflüssen ein sehr durchdachtes Konzept)
Was tut ihr für das Schwimmwestentragen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die meisten Menschen sehr gut "bekehren" lassen. Jene, die sich auch nach einer Aufklärung noch weigern machen sich in der Regel eingehend Gedanken darüber, wann sie eine Weste tragen und wann nicht und aus welchem Grund. Das sind also Paddler, die eine Situation einschätzen (können) und entsprechend handeln.
Häufiger sehe ich, dass die Befürworter ziemlich agressiv auf Paddler ohne Weste zugehen. Manchmal hilft schon, jemandem zu erklären, dass man einen Kurs mit Kindern durchführt, und es deshalb angebracht wäre, dass die Grossen auch eine Weste tragen. Es hilft auch, jemandem zu sagen, dass man nicht gemeinsam mit ihnen paddelt, wenn er/sie keine Weste trägt (dann muss man auch die Konsequenzen tragen und mal darauf verzichten).
Und dann gibt es noch ganz viele Situationen wo es einfach jedem seine eigene Verantwortung ist (wenn nicht andere gefährdet werden).
also: paddelt verantwortungsbewusst!
Also, ich finde solche Regelungen total ätzend. Dauernd muß hier in Deutschland alles gesetzlich geregelt werden. Wenn irgendwo ein Schild steht: Verlassen Sie hier die Autobahn und stürzen Sie sich den Abgrund hinunter!, dann machen das auch noch alle. Am besten dann noch Bußgelder verhängen bei Nichtbeachtung und im Verletzungsfall die Versicherung lachen lassen... Typisch deutsch sag ich nur...Selber denken Fehlanzeige. Da muß Staat für Dumm denken...
:mad:
Moin, moin,
was haltet ihr von einer Helmpflicht - nicht nur beim Paddeln - sondern immer
und überall?
Ich sehe immer wieder unbelehrbare Menschen die nicht allzeit einen
Sicherheitshelm tragen. Aufgrund dieser schlechten Erfahrung plädiere ich für eine
allgemeine Helmpflicht für alle.
Es gibt so viele Situationen im Alltag, bei der ein Helm vor schweren Verletzungen
geschützt, oder sogar den Tod verhindert hätte. Beim Sturz vom Fahrrad oder auf
einer Baustelle. Wieviele menschen sind schon in der Dusche oder
im Badezimmer ausgerutscht? In diesem Fall ergibt sich natürlich ein kleiner
Interessenkonflickt, wenn man sich die Haare
waschen will, müsste man den Helm abnehmen. Aber gerade beim Ausspülen der
Seifenreste ist die Rutschgefahr besonders groß.
Auch der berühmte Sturz von der Leiter, oder das Kopfstoßen beim Aufräumen kommt
vieltausendfach im Jahr in Deutschland vor. Der Fußgänger im Wald wäre mit Helmpflicht
in jeder Situation vor herabstürtzenden Ästen gefeiht. Man denke
nur an die toten Spaziergänger der letzten Stürme. Im Straßenverkehr hilft der Helm
bei KFZ - Fußgängerunfällen das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Auch der fall aus dem Bett würde durch ein Helm weniger schlimm verlaufen.
Oder denken wir doch nur mal ans paddeln. Im Wildwasser hat sich der Helm schon etabliert.
Aber auf Kleinflüssen haben sich schon so viele an Baumhindernissen oder unter flachen Brücken
den Kopf gestoßen, das der Helm zur unbedingten Pflichtausstattung gehören sollte. Auch beim
Küstenpaddeln hilft der Helm, wenn mann beim Brandungspaddeln kentert und mit dem Kopf im
Schlick aufschlägt oder ungünstig gegen eine Tonne oder Pricke fährt.
Wie wohl allgemein bekannt ist gehen 20-30% der Körperwärme über den Kopf veloren, so das
ein Helm das überleben in kaltem Wasser sichern kann. Außerdem mildert er den Kälteschock.
Im Sommer schützt er vor vorm Sonnenstich.
Es ist also sinnvoll eine allgemeine Helmpflicht einzuführen. Dadurch könnten
Weltweit viele Verletzungen gemindert, und Todesfälle verhindert werden.
Auch würden diese unverantwortlichen Menschen ohne Helm nicht mehr die ganzen Rettungskräfte
in gefahr bringen, die ein Rettungseinsatz - ausgelöst durch das nichttragen des Helms - mit sich
bringt. Dadurch würden Kosten im Rettungswesen eingespart.
Auch die Krankenkassenbeiträge könnten sinken, da weniger Geld für Behandlung und Rehamaßnamen
ausgegeben werden müssten, wodurch die deutsch Wirtschaft weider leistungsfähiger würde.
Ich vergleiche einfach mal das Tragen eines Helms mit der Anschallpflicht. Sieht heute mittlerweile
auch die Mehrheit ein und es wahr zu Anfang auch einfach nur lästig, sich anzuschnallen. Warum
bei Helmen nicht aus bestehenden Erkenntnissen lernen und umgehend das aufsetzen von selbigen
vorschreiben? Auch wenn´s hier und da mal unbequem ist - es nutzt unterm Strich auf jeden Fall mehr
als es schadet.
Außerdem gibt es heute Helme in so vielen Varianten, das es für jeden einen passenden gibt.
Vereine und Verbände müssen dazu ganz klar Stellung nehmen. Für mich gibt's da nur eine Lösung:
Auch ein Verein muss für das tragen von Helmen sein. Wenn etwas passiert ist man rechtlich und versicherungstechnisch am A... wenn auf einer Vereinsfahrt keine Helme getragen werden. Ganz
abzusehen von den Folgen für die Verantwortlichen der Fahrt.
Und der Verband wäre dabei eine Hilfe, wenn er mal eine etwas geschlossenere Meinung dazu hätte
und dabei auch mit echtem Vorbildcharakter voran gehen würde. Was derzeit aber nicht der Fall ist.
Also her mit der allgemeinen Helmpflicht - rund um die Uhr.
Gruß an alle,
Hauke
PS: Wann war noch Aschermitwoch?:)
Moin Martina, Moin Hauke
mir gehen die Vorschläge noch längst nicht weit genug.
Betten sollten verboten werden, schließlich sterben jährlich zigtausende darin.
Aber sonst habt Ihr recht.
Alles redet vom mündigen Bürger, aber gleichzeitig wird man permanent gegängelt, drangsaliert und darf nur noch fremdbestimmt handeln.
Viele Grüße
Lutz
Chillosaurus
15.02.2007, 14:25
Wieso wird denn hier auf einmal das Totschlag-Argument "Unterkühlung" gebracht?
Es geht hier um die absolute Helm- und Schwimmwesten-Pflicht, unabhängig von Temperatur, Gewässergröße -Tiefe oder Können.
Ich kapiere übrigens noch immer nicht, was mir eine Schwimmweste in Bootsgassen oder bei Schiffsverkehr nützen soll, wäre es da nicht sinnvoller, gleich eine Vollautomatik-Rettungsweste vorzuschreiben, nur so für den Fall, daß man KO geht?
Wieviele von den paar Toten auf Wander- und Kleinflüssen ohne Wildwasser wären denn eigentlich nicht ertrunken? Eins muß ich allerdings zugeben, eine Schwimmweste erleichtert zumindest das Auffinden Von Wasserleichen.
Ich finde die ganze Diskussion hier so bizarr und lächerlich, daß ich fast glaube, daß uns Chillo als Troll auf Trab hält.
Viele Grüße,
Kalle
Bootsgassen sind in etwa gleich zu setzen mit WW und nicht selten deutlich gefährlicher. Schwimmwesten nutzen hier in der Hinsicht, dass sie Schutz vor mechanischen Angriffen auf den Körper bieten, was meines Erachtens eines ihrer Hauptfunktionen ist.
Bei Kenterungen im Schiffsverkehr kann die Weste hilfreich sein, damit man 1. besser herausgezogen werden kann (wie schon häufig gesagt wurde bei Kälteschock, gibt es Beispielsweise kaum eine ander Möglichkeit gerettet zu werden) und 2. nicht von dem Sog der Schiffe nach unten in Richtung Schiffsschraube gezogen wird.
Faktisch gibt es kaum Kleinflüsse ohne Wildwasser. ABer, was die Statistiken angeht, so gibt es dort keine verlässlichen Anhaltspunkte, vor allem nicht über mehr oder weniger große Verletzungen.
Es geht NICHT ausschließlich darum, ob der DKV einer allgemeinen Schwimmwestenpflicht etwas entgegensetzen soll, sondern auch darum, ob eine eingeschränkte Schwimmwestenpflicht eine Alternative bietet und wie eine solche umgesetzt werden könnte. Der Thread ist mit Schwimmwestenpflicht und nicht mit "Schwimmwestenpflicht und Helmpflicht" überschrieben.
Vielleicht werdet ihr mal merken, ob ich wirklich der Dovre Alte oder sonst ein Fabelwesen bin.
NASS GUUUUT!!!!!!
Chillosaurus
15.02.2007, 14:34
[...]
2. eine Pflicht reizt die Gegner gerade aus Trotz keine zu Tragen
3. es nimmt jedem die Entscheidung ab. Dadurch macht man sich keine Gedanken mehr über Sinn oder Unsinn des Westentragens.
4. wie stellt ihr euch das Durchsetzen dieser Pflicht vor? Soll die Seepolizei in Zukunft Schwimmwestenkontrollen machen und an Kanuten Bussen verteilen?
Was tut ihr für das Schwimmwestentragen?
[...]
zu 2. wäre die Anzahl der Schwimmwestenträger, selbst wenn es nicht alle einsehen durch eine Pflicht nicht höher? Ohne Pflicht tragen die Gegner nicht aus Trotz keine, sondern aus Selbstverständlichkeit - ist das Besser? Außerdem könnte durch die Westenpflicht im Idealfall eine Selbstverständlichkeit entstehen, die die Schwimmweste einfach modern macht: Sowie im WW-Sport, wo man auch schon längst nicht mehr meckert Schwimmweste und Helm zu tragen. Der Wanderpaddler ist auch nicht wirklich in einer anderen Situation, als einer auf bewegtem Wasser.
zu 3. Sind solche Gedanken notwendig? Macht der WW-Paddler sich darum Gedanken? Wichtig ist, dass es funktioniert.
zu 4. das liegt daran, wie die Offiziellen es vorgesehen haben. Das sich die Versicherungen 'rausklinken, wenn man keine Weste anhatte, wäre schonmal ein erster Schritt.
Nass Gut.
Moin Chillo,
bitte kläre mich mal auf, was bedeutet Dovre? Kenne das Wort/Bedeutung
leider nicht.
Bootsgassen sind in etwa gleich zu setzen mit WW und nicht selten deutlich gefährlicher. Schwimmwesten nutzen hier in der Hinsicht, dass sie Schutz vor mechanischen Angriffen auf den Körper bieten, was meines Erachtens eines ihrer Hauptfunktionen ist.
Bei Kenterungen im Schiffsverkehr kann die Weste hilfreich sein, damit man 1. besser herausgezogen werden kann (wie schon häufig gesagt wurde bei Kälteschock, gibt es Beispielsweise kaum eine ander Möglichkeit gerettet zu werden) und 2. nicht von dem Sog der Schiffe nach unten in Richtung Schiffsschraube gezogen wird.
Faktisch gibt es kaum Kleinflüsse ohne Wildwasser. ABer, was die Statistiken angeht, so gibt es dort keine verlässlichen Anhaltspunkte, vor allem nicht über mehr oder weniger große Verletzungen.
Es geht NICHT ausschließlich darum, ob der DKV einer allgemeinen Schwimmwestenpflicht etwas entgegensetzen soll, sondern auch darum, ob eine eingeschränkte Schwimmwestenpflicht eine Alternative bietet und wie eine solche umgesetzt werden könnte. Der Thread ist mit Schwimmwestenpflicht und nicht mit "Schwimmwestenpflicht und Helmpflicht" überschrieben.
Ich stimme mit Dir überein, Schwimmwesten können mechanische Angriffe auf
den Körper mildern oder unterbinden.
Schwimmwesten helfen leider oft nicht bei der Bergung, da sie durch ihr
steifes, wasserabweisendes Material teilweise schlecht zu greifen sind.
Die meisten Kleinflüsse in norddeuten Tiefland haben kein Wildwasser!
Sie haben Schwälle, Wehre, Baum und Brückenhindernisse. Das hat aber
nichts mit WW zu tun. Lässt mann mal die Strecken vor einem Wehr und das Tosbecken ausser Acht, dann ist man auf vielen Bächen froh, etwas mehr als
eine Hand breit Wasser unterm Kiel zu haben.
Wo hast Du dass denn mit dem Sog der Schiffe her??? Entweder Du wirst
aufgrund der Bootsform unter den Rumpf gedrückt und landest in der Schraube,
oder wenn der Sog so stark ist, dann hilft Dir auch die Schwimmweste nicht.
Alles Andere ist Illusion.
Deshalb bleibe ich dabei. Auf kleinflüssen braucht man keine Schwimmweste
und vor allen Dingen braucht man keine allgemeine Schwimmwestenpflicht!
Aber jeder darf eine tragen, wo er sie für nötig hält.
Das Leben ist und bleibt eins der gefährlichsten.
Hauke
Chillosaurus
15.02.2007, 16:13
Moin Chillo,
bitte kläre mich mal auf, was bedeutet Dovre? Kenne das Wort/Bedeutung
leider nicht.
[...]
Die meisten Kleinflüsse in norddeuten Tiefland haben kein Wildwasser!
Sie haben Schwälle, Wehre, Baum und Brückenhindernisse. Das hat aber
nichts mit WW zu tun. Lässt mann mal die Strecken vor einem Wehr und das Tosbecken ausser Acht, dann ist man auf vielen Bächen froh, etwas mehr als
eine Hand breit Wasser unterm Kiel zu haben.
[...]
Dovre Alter= Trollkönig in Ibsens Peer Gynt, auch Brose genannt.
Was die Kleinflüsse angeht bin ich der Ansicht, dass es weniger um die Menge des Wassers geht, sondern um die Hindernisse, die die Größte Gefahr für den Paddler bilden.
Sie haben allerdings in der Tat etwas mit Wildwasser zu tun, da Wildwasser bei "schnell fließendem Wasser" (WW 1) anfängt und die Gefahren an Stufen, Wehren, Schwellen durchaus vergleichbar sind mit denen eines Wildflüsschens bei Niedrigwasser.
Wird einem beim Ökolehrgang nicht beigebracht, dass man bei 'ner Hand breit Wasser unter dem Kiel hat nicht paddeln soll???http://forum.kanu.de/images/icons/icon12.gif
Blinzeln
(mir ist klar, dass das nur SWymbolisch war)
Christoph_BHV
16.02.2007, 13:53
Hallo Forum,
Was tut ihr für das Schwimmwestentragen?
Ich versuche als Vorbild zu dienen, trage die Weste ständig und kläre hier und dort objektiv über die Reaktion des Körpers auf. Eine direkte Ansprache finde ich nicht so erfolgreich (und für mich nervig), langfristig wirksamer ist der "stete Tropfen".
Ein kleines Experiment kann auch mit jedem durchgeführt werden, der meint, er könne in kaltem Wasser gut schwimmen: Nehmt eine Schüssel mit Eiswasser und laßt eine Hand einige Minuten darin einweichen. Nehmt sie danach heraus und versucht mit den Fingern eine Aufgabe zu bewältigen, z.B. irgendeinen kleinen Gegenstand bedienen. Dadurch wird die Situation schon deutlich.
Beispiel: Eine trainierter Kampschwimmer bekam in den USA die Aufgabe nach einer gewissen Zeit im Wasser mit Neoprenanzug sitzend, einer Signalrakete in Kusntstofffolie zu bedienen. Im trockenen Zustand dauert dies 9 sec. Nach dem Bad dauert allein das Aufreißen der Packung zwei min!
Schöne Grüße
Christoph
Die Kaltwasser-Situation kenn ich auch. Wir haben bei der Guide-Prüfung einen Schwimmteil absolviert im ca. 8 Grad kalten Wasser und mussten unmittelbar danach einen Zielwurf mit Wurfsack auf ca. 10m machen. Ist doch leicht, denkt man da. "nur" 10m am trockenen, nix bewegt.
ich glaub fast jeder durfte bei der übung auch gleich demonstrieren, dass er/sie auch mit offenem Wurfsack werfen kann, weil praktisch alle daneben geworfen haben. Die Säcke sind allesamt in die Luft geflogen. Durch die Kälte ist die Reaktion langsamer. man lässt den Sack also einen Augenblick zu spät los und durch die Schwungbewegung saust er in die Höhe.
Dieselbe Situation: Schwimmübung. Besichtigung des Schwalls, zwischen zwei Steinen hindurch in ein Rückwasser schwimmen. Im Rückwasser befindet sich ein Pfahl, unter Wasser, genau auf der Linie, den man umschimmen muss.
Einmal im Wasser ist man durch die Kälte so gestresst, dass es sehr sehr sehr viel Willen braucht, einen Umweg um ein unsichtbares Hindernis zu schwimmen, weil das Hirn nur noch den Impuls gibt: auf direktem Weg ans Ufer!
Solche Dinge werden oft sogar von erfahrenen Paddlern unterschätzt!
Christoph_BHV
19.02.2007, 09:38
Hallo Forum,
muß meine Beitrag korrigieren: habe von einer Kanutin geschrieben, sie war aber Ruderin.
PS: Gibt es in der Forums-SW eine Funktion bereits geschriebenen Texte zu verbessern?
Schöne Grüße
Christoph
Ja gibt es, diese wurde aber von dem "Admin Olaf" mit der Begründung, dass diese Funktion Missbraucht würde abgeschaltet. Nun kann man nur noch eine bestimmte Zeit (ich glaube die Standardmäßig eingestellte Zeit von 30 Min) seinen Text bearbeiten.
Grundsätzlich eine entscheidung, die die Admins treffen müssen, wobei der Zusammenhang, bei dem der "Admin Olaf" diesen Schritt erklärt hatte, mehr als merkwürdig war, so dass es mich immer noch ärgert. Aber sie selbst: http://forum.kanu.de/showthread.php?p=555#post555
Auch die Postings vorher, die zu dieser "Ankündigung geführt haben lesen! Das zum Thema Forenkultur :(
thorstenb
28.02.2007, 16:07
hi,
also gegen eine schwimmwestenpflicht (schwimmhilfe) hätte ich persönlich ncihts einzuwenden.
Ich trainiere generell immer mit Schwinnmweste.
Da sie neben der "sicherheit" bei einer kenterung noch einen gewissen kälteschutz beim paddeln gibt, kannich jedem anraten eine schwimmweste zu tragen. und es gibt mehrere schwimmwesten die sehr angenehm zu tragen sind. bsp. langer, sandiline, galasport - und es gibt sicherlich noch viel mehr
KajakFun
02.03.2007, 18:56
Glück gehabt!
Ohne Schwimmweste wären die Beiden abgesoffen. (http://www.ibn-online.de/news2007/02/26.html)
Niemand kann etwas gegen den Sinn, Nutzen und Sicherheit von Schwimmwesten sagen.
+ geben Auftrieb bei Kennterung, man hat die Hände frei zum Agieren
+ geben einen gewissen Kälteschutz (auch im Boot z.B. bei Wind)
+ ermöglichen überhaupt erst, Rettemanöver durchzuführen
+ geben einen gewissen mechanischen Schutz des Oberkörpers
Statt wieder mal mit einer Gesetzeskeule von Oben etwas zu erzwingen, sollte man Paddler sensibilisieren, so ein Ding zu tragen, weil es Sinn macht.
Ich bin gegen eine Pflicht aber für mehr Aufklärung - nicht nur bei Einsteigern.
leider sind auch genügend "Alte Hasen" ohne Schwimmweste unterwegs, auf irgendeiner Vereinswebsite gab es genügend erschreckende Fotos, selbst zwischen Eisschollen brauchte niemand eine Schwimmweste. Vorbildlich!
Kein Wunder, wenn dann eine Schwimmweste ein vermeintliches Aushängeschild für Anfänger ist - und das Ding wenn schon im Boot dabei, doch eher als Sitzunterlage genommen wird.
Es braucht hier AUFKLÄRUNG, wer kapiert, warum eine Weste gut ist, trägt sie auch.
Frank
Moin Frank,
lese doch bitte einfach mal den Artikel in der Kanusport 12/2006
über den Unfall auf der Elbe. Wenn ich mich recht erinnere steht
darin fast wortwörtlich, wenn die beiden Schwimmwesten getragen
hätten, wären wahrscheinlich beide ertrunken.
So einfach ist es nämlich nicht: Schwimmweste an = alles gut!
Aber Du hast recht: Überzeugungsarbeit bringt mehr als Gesetze.
Dann kann man nämlich die Schwimmhilfe dort tragen, wo es sinnvoll
ist und die akzeptanz ist entsprechend groß.
Hauke
Hallo Hauke,
es gibt bestimmt auch belegbare Fälle, bei denen Sicherheitsgurte im Auto zu Verletzungen führten. Sollte man beim Autofahren auch differenzieren?
Ich denke, so funktioniert das nicht.
Eine Schwimmweste ersetzt nicht Kenntnisse und Erfahrung.
Bei den beiden Elbe-Paddlerinnen waren nicht getragene oder ungetragene Schwimmwesten ausschlaggebend, sondern Unkenntnis und Unerfahrenheit der Paddlerinnen gepaart mit einem Fehlverhalten des Vermieters.
(Soweit ich mich da recht erinnere)
Nur mal so ... wo ist eigentlich das Tragen einer Schwimmweste nicht sinnvoll oder nicht empfehlenswert? mir fällt nix ein ..........
Frank
Hallo Frank,
in dem Bericht stand, das die armen Mädels mit Schwimmweste wahrscheinlich aufgrund des Auftriebs unter dem Hotellschiff hängen geblieben wären.
So hat es wenigstens ( bzw. leider) nur eine geschafft zu überleben.
Habe im Thread weiter oben schon beschrieben, wann und wo ich
Schwimm- und Rettungswesten gut finde.
Wie auch Du wende ich mich gegen eine allgemeine Pflicht.
Möchte mir das Recht behalten selber zu entscheiden, wann ich eine
trage.
Mal eine allgemeine Frage: Wieviele Menschen in Deutschland ertrinken
den in einem Jahr beim Paddeln aufgrund fehlender Schwimmweste?
Und wieviele machen den Fehler schon vorher bei der Planung?
In Deutschland sterben jährlich über 1500 Menschen an Hautkrebs,
wäre es da nicht besser Sonnenbaden zu verbieten und eine allgemeine
Bekleidungspflicht zu fordern? Nur mal zum Nachdenken.
Hauke
Irgendwie wird das Tragen einer Schwimmweste immer nur von einem Aspekt aus betrachtet: der Eigenrettung.
Aber meines Erachtens ist der Aspekt der Fremdrettung mindestens genauso wichtig - jemand, der im Wasser treibt und Schwimmweste trägt, ist wesentlich besser und sicherer zu packen als jemand, der nur T-Shirt anhat....
MfG
Reinhard
Moin Reihard,
leider ist Deine Behauptung nicht ganz richtig. Gerade in der Wasserrettung ist
bekannt, das eine Swimmweste aufgrund ihres "glitschigen", schlecht
griffigen Materials eine Fremdbergung offt erschwert. Ein Drehgriff in die
normale Kleidung ist manchmal einfacher.
Man kann vieles fordern, was irgendwie, irgendwann sinnvoll ist. Aber man
sollte auch die Verhältnismäßigkeit beachten. Sonnst muß mann zum schluß
ein allgemeines Paddelverbot fordern, weil Paddeln "gefährlich" ist.
Jeder kann und sollte Schwimmwesten/Rettungswesten tragen,
wo er sie für nötig hält. Aber keine allgemeine Schwimmwestenpflicht.
Sicheres und verantwortungsbewustes Paddeln wünscht,
Hauke
Ralf Schmidt
06.03.2007, 12:22
Hi Reinhard,
ja, und: Man kann auch jemanden leichter aus dem Wasser ziehen/halten wenn man selbst eine Weste trägt. Ansonsten ist man mehr unter denn über Wasser. Als Nicht-Rettungsschwimmer stösst man da selbst mit einem Kind schnell an seine Grenzen.
Bis dann,
Ralf Schmidt
playboat
06.03.2007, 12:55
Gerade in der Wasserrettung ist
bekannt, das eine Swimmweste aufgrund ihres "glitschigen", schlecht
griffigen Materials eine Fremdbergung offt erschwert. Ein Drehgriff in die
normale Kleidung ist manchmal einfacher.
Hallo Hauke,
meinst du nicht auch, das du bei einer guten Schwimmweste mit einen beherzten Griff die leblose Person sicherer halten kannst, evtl. kann man den Wurfsack einhaken (ich weiß, nicht direkt in die Weste).
Gruß
Ralf Schmidt
06.03.2007, 13:40
Hi Hauke,
reden wir hier von den selben Schwimmwesten?
Die im Kajaksport üblichen Schwimmwesten sind ja nicht "glitschig" sondern haben Gurte, Schulterriemen, und im WW-Bereich auch oft Bergevorrichtungen/Haken/Ösen oder sogar richtige Geschirre, stabil genug um den Paddler per Flaschenzug oder auch Hubschrauber bergen zu können. Diese Art Westen bieten m.E. viel bessere Griffmöglichkeiten als z.B. eine schwere Wildwasserjacke, oder ein wirklich glitschiger Trockenanzug.
Vorstellen kann ich's mir bei den billigen Gummischwimmwesten für'n Baggersee und ggf. auch bei verschiedenen Rettungswesten im aufgeblasenen Zustand, aber auch diese haben feste Bauch- und Rückengurte, und ich kann damit den Verunfallten ohne Kraftaufwand auf dem Wasser bewegen.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Moin Playboat,
wir verlieren uns hier immer mehr in Details und Einzelheiten.
Ob das bei der Fragestellung: Allgemeine Schwimmwestenpflicht?
weiterhilft?
Hallo Hauke,
meinst du nicht auch, das du bei einer guten Schwimmweste mit einen beherzten Griff die leblose Person sicherer halten kannst, evtl. kann man den Wurfsack einhaken (ich weiß, nicht direkt in die Weste).
Gruß
Was meist Du mit lebloser Person? Bei ohnmächtigen Personen hilft erstmal
eine Schwimmweste nicht vor dem Ertrinken, weshalb ich auch auf den
Großgewässen (Atlantik/ Nord und Ostsee sowie Bodensee oder auch Unterelbe und Unterweser) selber eine ohnmachtssichere Rettungsweste trage.
Für den Rettungssack müssen die Schwimmwesten entsprechend mit Bergegurt/
Bergeösen ausgestattet sein. D.h. wie du es schon selber geschrieben hast, es
muss eine gute Schwimmweste sein. Viele haben leider eher ein
Schwimmhilfsmittel, was auch noch schlecht/falsch angelegt ist.
Je nach dem, wo und wie ich die Person zu fassen bekomme, kann eine Schwimm-
weste bei der Bergung hilfreich, oder hinderlich sein. Wenn nämlich die
Schwimmweste so fest am Körper sitzt, wie es eigentlich vorgesehen ist, habe
ich Schwierigkeiten irgendwo unter oder hinter zu haken. Andererseits tragen
viele ihre Schwimmhilfe so locker, das die Gefahr besteht, das sie aus der Weste
rutschen.
Auf WW wo Schwimmweste und Rettungssack standardmäßig eingesetzt werden,
habe ich leider keine Erfahrungen.
Wo ich das gegenseitige Verständnissproblen sehe, ist das viele ihren Standpunkt
aber nur aus ihren Erfahrungen betrachten, ohne über den Tellerand zu blicken.
Deshalb betrachte ich mich als Mahner vor (meines erachtens) übertriebenen Forderungen.
Wenn Du den kompletten Thread gelesen hast wirst Du bemerkt haben das ich
ich die Meinung vertrete das auf vielen (nordeutschen) Kleinflüssen oder Seen und Teichen eine allgemeine Schwimmwestenpflicht absurd ist, wenn ich nach
der Kenterung schon mit der Nase durch den Schlick schubber, oder ich mangels
Bewegungsfreiheit durch die Schwimmweste im Geäst hängen bleibe, bzw nicht ins Boot krabbeln kann um mich unter einer Brücke/Baum durch zu schieben.
Was aber natürlich niemanden davon abhalten soll dort eine Schwimmweste zu
tragen, wenn er es für richtig hält.
Dagegen gibt es eben auch Gewässer wie WW/ Meer wo Schwimm und Rettungs-
westen ihre wohlbegründete Berechtigung haben.
Dieser Thread ging darum, ob es eine allgemeine Schwimmwestenpflicht geben
sollte. Und da sage ich aufgrund meines Erfahrungshorrizonts NEIN!!!
Aber jeder kann und sollte eine Schwimmweste dort tragen,
wo er sie für richtig hält. Und dafür ein Bewustsein schaffen ist wichtiger,
als überzogene Allgemeinforderungen.
Hauke
KajakFun
06.03.2007, 14:11
Hi Playboat
Einhaken nicht in der Schwimmweste...wo denn sonst?
Für einen ersten guten Griff nehme ich alles was ich nur in die Finger bekommen kann! Der beste Halt der von oben erreicht werden kann ist nun mal der Griff in den Schultergurt der Schwimmweste. Man kann den Schwimmer zumindest mal provisorisch sichern ( oder zum Flußufer schleppen) und dann komplett bergen wenn man geeignetere Mittel oder Hilfe hat. Hauptsache der Schwimmer treibt erst mal nicht ab und verschwindet aus dem Blickfeld!
Leider sind die meistenSchwimmwesten an der Schulter von der Materialstärke sehr dürftig oder haben durch Nähte Schwachstellen. Ob die Nähte halten sieht man leider erst dann wenns nötig ist. Integrierte Gurte im Schulter&Brustbereich ermöglichen es hier einen Schwimmer mit einem am Schulter- oder Brustgurt eingehakten Karabiner komplett aus dem Wasser zu ziehen.
Eine Schwimmweste mit integrierten Bergegurten hat schon gewisse Vorteile ... nicht nur im WW Bereich.
Ansonsten bin ich auch gegen eine allgemeine Schwimmwestenpflicht.
Man trägt eine dort wo es angebracht ist und sonst fährt man eben mit etwas mehr Restrisiko...gibt 3 EPP Minuspunkte in Flensburg :D
Chillosaurus
06.03.2007, 14:38
Wie schon häufig hier beklagt, wird die Aufklärung die Schwimmweste betrefend nicht wirksam betrieben und muss an Qualität (nicht an Quantität, davon haben wir genug) zunehmen, da sie im Moment nicht fruchtet.
Aber WIE soll das geschehen?
Habe mir Gedanken gemacht, aber keine Ideen gefunden. Vielleicht sind viele Paddler auch einfach zu blöde um die Aufklärung zu verstehen.
Hi Chillo,
Du kannst die menschen nicht zwingen glücklich zu sein, auch wenn es in
vielen Lebenslagen daduch einfacher ist.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn Du meinst das jemand in dieser oder jener Lage eine Weste tagen sollte, dann sag es ihm. Wenn er sich einsichtig zeigt,
hast Du dein Ziel erreicht. Wenn er nicht einsichtig ist, dann reagiert er vielleicht
beim nächsten mal.
Eine Entscheidung, ob jemand blöd ist oder nicht, ist natürlich immer vom Standpunkt abhängig.
Dazu eine kleine Geschichte. Vor etlichen Jahren waren wir auf schottischen
Gewässern unterwegs (Loch Ness/Oich, Caledonian Canal, Loch Lommond,
Loch Tay) meistens bei gutem Wetter und vielfach mit Rettungsweste.
Eines Tages sind wir dann auch den River Tay gefahren, bei heißestem Wetter,
fast absolutem Niedrigwasser ( 10-40cm) mit geringer Strömungsgeschwindigkeit.
Im Flußführer war die Strecke mit WW1-WW3 angegeben. Wir also da runter mit
unseren (heute würde man dazu Seekajak sagen) Eskies und Klippern
(4,5 bis 5,2m länge), mit offner Spritzdecke und freiem Oberkörper und in
Badehose. Ohne Schwimmweste (hatten keine) und Rettungsweste (hätte hier
nicht geholfen).
Bei diesen Bedingungen überhaupt kein Problem, obwohl in den Bäumen das
eine oder andere Kajakfragment hing. Auf halben weg trafen wir dann auf eine
Kajakschule. Alle voll aufgerödelt mit kurzem WW-Boot, Helm, Schwimmweste,
Neo, Spritsdecke, etc.
Der Kajaklehrer schaute uns an, als wenn er uns fressen wollte. Aus seiner Sicht
verständlich, da wir ein schlechtes Beispiel lieferten, und er die anderen Wasserbedingungen des Flusses kannte. Für die waren wir blöde, uneinsichtige
Padddler.
Aber wir waren nun mal nur an diesem Tag, zu diesen Bedingungen unterwegs.
Das schlimmste, was uns hätte passieren können wäre ein nasser Arsch gewesen
dann wären wir wieder aufgestanden und ins Boot eingestiegen und weiter.
Aus unserer Sicht, war deren Ausrüstung übertrieben.
Es hängt also vieles vom Standpunkt ab. Es gibt keine allgemeine Glückseligkeit für alle.
Eine bestimmte Meinung zu vertreten ist anstrengend,
aber das wichtige ist ein Bewusstsein zu schaffen.
Steter Tropfen .....
Hauke
Ralf Schmidt
06.03.2007, 15:50
Hi Hauke,
der sicherste Weg jemanden von der Weste abzuhalten ist ihn/sie pauschal als "blöd" zu bezeichnen wenn er sie nicht trägt.
Für mich macht zu 90% immer noch der Paddler die Sicherheit, der Rest ist dann nur Mittel zum Zweck.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Moin Ralf,
habe inzwischen gelernt das im Forum nicht alle Worte so heiß gegessen werden
dürfen, wie sie gekocht werden. Manches drückt man auch drastischer aus, um
Wirkung zu erzielen. Ich glaube Chlillo wollte die Paddler selbst nicht als blöd
bezeichen, sondern nur wunsch nachdruck verleihen, das die Aufkärung schneller
geht.
Hauke
Hubs: Bin jetzt Benutzer. Also steht stramm ;)
playboat
06.03.2007, 17:48
Hi Playboat
Einhaken nicht in der Schwimmweste...wo denn sonst?
Für einen ersten guten Griff nehme ich alles was ich nur in die Finger bekommen kann! Der beste Halt der von oben erreicht werden kann ist nun mal der Griff in den Schultergurt der Schwimmweste. Man kann den Schwimmer zumindest mal provisorisch sichern ( oder zum Flußufer schleppen) und dann komplett bergen wenn man geeignetere Mittel oder Hilfe hat. Hauptsache der Schwimmer treibt erst mal nicht ab und verschwindet aus dem Blickfeld!
Leider sind die meistenSchwimmwesten an der Schulter von der Materialstärke sehr dürftig oder haben durch Nähte Schwachstellen. Ob die Nähte halten sieht man leider erst dann wenns nötig ist. Integrierte Gurte im Schulter&Brustbereich ermöglichen es hier einen Schwimmer mit einem am Schulter- oder Brustgurt eingehakten Karabiner komplett aus dem Wasser zu ziehen.
Eine Schwimmweste mit integrierten Bergegurten hat schon gewisse Vorteile ... nicht nur im WW Bereich.
Ich gebe dir Recht. Nur wenn ich ich den Zusatz nicht geschrieben hätte. wäre wieder der Satz gekommen: Wurfsäcke werden nicht in die Weste eingeklingt! Oder?
Ach ja, die Nähte meiner Schwimmweste halten, ich habe schon im Boot sitzend an der Decke einer Messehalle (über einem Wasserbecken) gehangen.
KajakFun
06.03.2007, 18:13
Was und wem soll denn so ein Schwimmwestenzwang bitteschön nützen?
Es gibt keinerlei Handlungsbedarf. Die Zahl der Ertrinkungsfälle im Kanusport durch fehlende Schwimmweste ist vernachlässigbar gering. Das Verletzungsrisiko ebenso.
Ich schätze mal daß über 70% aller Paddeltouren entweder in den Sommermonaten bei "Badewetter" oder in unmittelbarer Ufernähe stattfinden.
Das Unfall- oder Verletzungsrisiko durch "Paddeln ohne Schwimmweste" ist also minimal.
Wieso sollte man alle Paddler knechten und dazu verdonnern eine "sinnlose" weil unter "Standardbedingungen" nicht erforderliche Schwimmweste zu tragen?
Wo und wann brauche ich denn überhaupt eine Schwimmweste? Immer???
Eigentlich doch nur wenn Schwimmen nach einer Kenterung "ungemütlich" werden könnte.
Kenterung (Wahrscheinlichkeit für Geübte klein) plus zusätzlich
widrige Aussenbedingungen (Wahrscheinlichkeit für Schönwetterpaddler gering).
Was dem Schönwetterpaddler da an Erfahrung fehlt gleicht der Könner durch Fahren bei Schlechtwetterbedingungen aus ;)
Gesundes Risikomanagement eben :D
Abschätzen Können versus objektive Gefahren.
Wenn die Ausrüstung "benötigt" wird, wird sie in der Regel auch angezogen.
Ist wie beim Radfahren ohne Helm+Rückenprotektoren+Kniesschützer etc.....
Minis bekommen einen Helm verpasst obwohl die Knochen noch elastischer sind, sie nicht so hoch vom Rad fallen wie die ungeübten Erwachsenen die zu 99% nur noch mit dem Auto unterwegs sind. Die Erwachsenen dürfen ohne Helm fahren deren Lebenserwartung (Restrisiko) ist ja wesentlich geringer. :D ;)
Schwimmweste macht Sinn wenn Können und objektive Gefahren sich nicht mehr im vernünftigen Rahmen ausgleichen oder objektive Gefahren sich aufsummieren und dominieren.
Anfängerbereich (hohe Kentergefahr+ mangelndes Können, mangelnde Kondition...).
Im WW-Bereich (Schwimmunfähigkeit infolge von Verletzung) + niedrige Wassertemperaturen.
Fahrten über offene Gewässer (lange Schwimmdistanzen+ niedrige Wassertemperatur).
Hier fahren aber in der Regel auch keine Anfänger und das Können und die notwendige Schutzausrüstung ist auch vorhanden.
Wie Hauke schon erwähnt hat macht es auch für manche geübte WW Fahrer wenig Sinn im Sommer bei Badetemperaturen einen WW1-2 Bach den man auch mit einer Luftmatratze problemlos bewältigen kann overdressed mit Schwimmweste Neo und Vollintegralhelm zu befahren. Auch wenn man dabei mal ein "schlechtes Beispiel" abgibt. Solange nichts dabei passiert...
Der mündige Paddler wird je nach individuellem Könnenstand und äusseren Bedingungen schon die für sich richtigen Entscheidungen treffen können. Schwimmweste da wo es individuell Sinn macht und die individuellen Schwimm- und Bootfahrkünste sind nun mal grundverschieden.
Wer "überzieht" dem hilft die Schwimmweste meistens auch nicht mehr viel weiter.
(Im WW gehts dann ab über die Steine, man wird verklemmt, unterkühlt, erschöpft sich, macht nen Dauerwaschgang in Wehranlagen oder wird an der Küste durch ablandigen Wind/Strömung aufs Meer rausgetrieben.....man kann es sich schon fast aussuchen.) Nicht die fehlende Schwimmweste ist dabei die Unfallursache.
Die Fehlentscheidungen passierten immer schon vorher.
Ein Nichtschwimmer ist ja auch kein Fall für die Schwimmweste.
Er gehört einfach nicht ins Kanu.
Der kann sich meinetwegen zur Marine melden, die haben unsinkbare Minenjagdboote (http://www.thesun.co.uk/article/0,,2-2007080667,00.html). :D
Chillosaurus
06.03.2007, 18:39
Was und wem soll denn so ein Schwimmwestenzwang bitteschön nützen?
Es gibt keinerlei Handlungsbedarf. Die Zahl der Ertrinkungsfälle im Kanusport durch fehlende Schwimmweste ist vernachlässigbar gering. Das Verletzungsrisiko ebenso.
Ich schätze mal daß über 70% aller Paddeltouren entweder in den Sommermonaten bei "Badewetter" oder in unmittelbarer Ufernähe stattfinden.
Das Unfall- oder Verletzungsrisiko durch "Paddeln ohne Schwimmweste" ist also minimal.
Wieso sollte man alle Paddler knechten und dazu verdonnern eine "sinnlose" weil unter "Standardbedingungen" nicht erforderliche Schwimmweste zu tragen?
Wo und wann brauche ich denn überhaupt eine Schwimmweste? Immer???
Eigentlich doch nur wenn Schwimmen nach einer Kenterung "ungemütlich" werden könnte.
Kenterung (Wahrscheinlichkeit für Geübte klein) plus zusätzlich
widrige Aussenbedingungen (Wahrscheinlichkeit für Schönwetterpaddler gering).
Was dem Schönwetterpaddler da an Erfahrung fehlt gleicht der Könner durch Fahren bei Schlechtwetterbedingungen aus ;)
Gesundes Risikomanagement eben :D
Abschätzen Können versus objektive Gefahren.
Wenn die Ausrüstung "benötigt" wird, wird sie in der Regel auch angezogen.
Ist wie beim Radfahren ohne Helm+Rückenprotektoren+Kniesschützer etc.....
[...]
Es gibt keine verlässlichen Daten über die Ertrinkungsunfälle und schon gar nicht über beim Kanu-/Kajakfahren entstandene Verletzungen. :confused: Mit dem Handlungsbedarf stimme ich dir voll zu: der DKV muss sich da nicht querstellen, was kommt ist fast immer auch notwendig (ok, habe ich ein wenig umgedreht). Schwimmweste ist in all' den Gebieten sinnvoll, die ich schon vorher aufgezählt habe und nicht nochmals anführen will, also fast überall. Was soll die Frage? oder war das 'ne Rhetorische? :confused: Habe bereits d'rum gebeten soetwas wie "Standartbedingugen" zu definieren. Wir sind in Deutschland, da kann man höchsten 5% der Kanuturen bei Sommerwetter unternehmen- entweder es regnet oder man verbrüht. :mad: Das Beispiel mit dem Radfahren finde ich irgendwie total daneben, wenn man 'nen Unfall hat, hat man entweder 'nen Helm auf oder nicht, auch wenn man ihn benötigt. Mein Eingangsbeispiel sollte verdeutlichen, dass es eben NICHT der Fall ist, das Ausrüstung angezogen wird, wenn sie benötigt wird. Wenn das nicht aus jenem Beispiel hervorgeht ist das äußerst traurig, weil die Aufklärungsarbeit des DKVs erneut nichts gebracht hat.:eek:
KajakFun
06.03.2007, 20:14
Hi Chillosaurus
es gibt schon Statistiken zu Unfällen im Kanusport. Der Sicherheitskreis Kanusport beim DKV veröffentlicht meistens einmal/Jahr solche Statistiken im KanuSport Heft.
Es gibt auch Meldeformulare für Kanu Unfälle.
Sonstige Sicherheitsinfos findest du z.B. auch auf U.B's Downloadbereich (http://www.kanu.de/nuke/index.php?CNVtheme=kanu_freizeitsport&CNVop=freizeitsport/article&CNVsection=seekajak_sicherheit)
Vielleicht kann man die aktuellen Statistiken auch irgendwo beim DKV downloaden.
Fazit: Die Mehrzahl aller Unfällen im Kanusport sind eindeutig Unfälle an Wehranlagen gefolgt von Schwimmunfällen und Unterkühlung. Der Rest verläuft meistens atypisch oder ist Folge unglücklicher Umstände die vorher kaum vorhersehbar waren (siehe Elbe- Hotelboot (Kopfverletzung), Blitzschlag, Sturz, stumpfe Verletzungen, Infektionen, Verklemmung Kreislaufprobleme etc. ) Im WW Extrembereich wo das Risiko eigentlich am höchsten sein sollte passiert am wenigsten. (Besseres Risikomanagement??? + Ausrüstung??? vermutlich nur die statistisch geringere Paddleranzahl).
Dein Einwand "wenn man 'nen Unfall hat, hat man entweder 'nen Helm auf oder nicht, auch wenn man ihn benötigt" klingt zwar logisch aber trifft auch nicht den Kern der Sache.
Die Ausrüstung ist doch immer nur Mittel zum Zweck.
Wenn ich den Personenschutz durch Protektoren, Helme etc. vergrößere, wird eben genau dieses Plus an Sicherheit gleich wieder dadurch zunichte gemacht, daß man mit der besseren Ausrüstung auch wieder höhere Risiken eingehen kann.
(Wenn ich auf dem Fahrrad einen Helm aufziehe kann ich ja auch Downhill fahren.
Wem das Wasser bis April sonst noch zu kalt war fährt dann mit Neo auch im Januar in den Brandungswellen etc....)
Du wirst es also auch mit einem Schwimmwestenzwang nicht schaffen mehr Sicherheit zu erzeugen. Das ist zwar ein schöner Gedanke aber vermutlich eine Illusion. Die Leute werden dann bei schlechteren Bedingungen aufs Wasser gehen und auf ihre bessere Ausrüstung statt in ihr gleichgebliebenes Können vertrauen.
Dito...könnte ich genausogut mehr Sicherheit erzeugen indem ich fordere alle doch so "gefährlichen" Wehranlagen konsequent zu umtragen? Vielleicht.
Aber wo bleibt da der Spaß? ;)
Dann umträgt man eben konsequent und spielt hinterher wieder mit dem Rodeoboot im Rücksog....bis zum Abwinken.
KajakFun
06.03.2007, 21:03
Typisches Beispiel (http://salam.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/video_archiv5300.jsp?rubrik=3324&r=7&y=2006&t=20060803&key=standard_document_24769470&mediakey=fs/hessenschau/20060803_kanu&type=v&jm=3&jmpage=1) eines Wehrunfalles.
KajakFun
06.03.2007, 21:58
Oder so wie hier (http://www.kajak-channel.de/kajaknews184.htm) geht es meistens ab.
Ungenügende Kenntnis der Gefahr von Wehranlagen.
Ungenügende Manövrierfähigkeiten (Anfänger & Wehrbefahrung mit 10er Canadier!)
Zu nahes ranfahren, man wird von der Strömung erfasst, es ist kein Rückzug mehr möglich, panischer Wendeversuch & querstellen des Bootes und man nimmt das Wehr und den Rücksog anschliessend quer.
Es gibt natürlich auch genügend mißglückte und bewußte Wehrbefahrungen.
Beispiel: 9 Tote beim Raftingunglück (http://www.volksstimme.ch/Online-Ausgabe.68+M5f199d5b1c5.0.php) im Engadin beim Kraftwerk Pradella.
Höhe der Stufe am unteren Ende des offenen Schleusentores ca. 1 m
Rücksog ca. 5-10 m, links & rechts flankiert von betonierten Wänden. Die Retter hatten keine Möglichkeit an die im Rücksog Schwimmenden heranzukommen.
Die Schwimmer wurden zum Teil per Heli aus dem Rücksog geborgen.
1 m Stufe sieht doch harmlos aus.....
Ralf Schmidt
07.03.2007, 09:07
Hi KFun,
in beiden Fällen haben/hätten die Westen NICHTS geholfen, das ist genau das was ich meine.
Helm auf, Weste an, und dann steht auch der Befahrung eines als gefährlich gekennzeichneten Wehrs nichts im Weg, oder Canyoning bei Gewitter.
Helm, Weste und sonstige Hilfsmittel können eben nur das Zünglein an der Waage sein, sie sind aber kein Garant für die absolute Sicherheit. Die Entscheidung welches Sicherheitsequipment benötigt wird muss der Paddler tragen können - oder er ist einfach nicht in der Lage die Situation einzuschätzen in die er sich begibt, Helm und Weste wiegen ihn in falscher Sicherheit und schwupps - wech isser. Mitsamt Helm und Weste.
Für mich schliesst sich damit wieder der Kreis, der Veranstalter ist aus der Pflicht, er schubst seine Kunden vorschriftsmässig ausgestattet den Bach runter und keinem ist mit dieser Massnahme auch nur im Geringsten geholfen. Diese ganze Ruferei nach Gesetzen und Vorschriften ist für mich ein grosses Stück weit kopfloser Aktionismus, ein Paddler ertrinkt, alles schreit, gefährlicher Sport, und schwupps paddeln wir alle auf 50cm tiefen Bächen mit Weste und auf dem offenen Meer mit Helm rum.
In der Zwischenzeit ertrinken etwa 100mal so viele Menschen im nahen Badesee - wann wird für die die Schwimmwestenpflich gelten? ;)
Bis dann,
Ralf Schmidt
KajakFun
07.03.2007, 10:36
Hi Ralf,
daß die Westen NICHTS gebracht haben kann man so auch nicht sagen.
Mit Weste sind von 26 nur 9 ertrunken. Ohne Weste....vielleicht 26???
Vielleicht wären auch einige die mit Weste im Rücklauf ertrunken sind ohne Weste mit der Unterströmung rausgespült worden?. Alles Spekulation!
Ich würde deswegen trotzdem niemandem raten auf WW ohne Weste rumzufahren. Unfälle passieren als Folge von kleinen Unachtsamkeiten oder durch groben Leichtsinn. Nur auf das Letztere können wir eigentlich wirklich Einfluß nehmen.
Kann ich es wirklich vorhersehen wenn sich z.B. ein Gewitter in einem Seitental entlädt und bei erneutem Sonnenschein wenn ich in den Bach steige die Flutwelle erst mit 3 hr Verzögerung heranrauscht? :O
Doch nur wenn ich sensibilisiert bin und viel Erfahrung mitbringe. (Dito regelmässige und ungewöhnliche Wasserstandsschwankungen durch Kraftwerksbetrieb, Bachbettspülungen, tageszeitliche Schmelzwasserschwankungen Gezeiten).
Ein Profi sieht einer 1 m Stufe die 5 m Rücklauf an. Er braucht sich nur anzuschauen wo die Pilze hochkommen. Bei Anfängern kann man solche Kenntnisse nicht voraussetzen. Dieselbe Stufe ist vielleicht bei etwas weniger oder sogar bei mehr Wasser gut fahrbar.
Es hilft nur eine gute Ausbildung und Erfahrung um auch mit unerwarteten Situationen klar zu kommen. Manchmal hilft auch das nicht mehr weiter aber eines ist sicher...hinterher kommen die Besserwisser und alle sind sie schlauer. :D
Chillosaurus
07.03.2007, 15:13
Hi Chillosaurus
es gibt schon Statistiken zu Unfällen im Kanusport. Der Sicherheitskreis Kanusport beim DKV veröffentlicht meistens einmal/Jahr solche Statistiken im KanuSport Heft.
Es gibt auch Meldeformulare für Kanu Unfälle.
[...] Wenn ich den Personenschutz durch Protektoren, Helme etc. vergrößere, wird eben genau dieses Plus an Sicherheit gleich wieder dadurch zunichte gemacht, daß man mit der besseren Ausrüstung auch wieder höhere Risiken eingehen kann.
(Wenn ich auf dem Fahrrad einen Helm aufziehe kann ich ja auch Downhill fahren.
Wem das Wasser bis April sonst noch zu kalt war fährt dann mit Neo auch im Januar in den Brandungswellen etc....)[...]
Es ist mir wohl bekannt, dass es diese Statistiken des DKVs gibt. Ich zweifele aber stark daran, ob sie repräsentativ sind. Wie der DKV auch selbst verkündet, enthalten diese nur die gemeldeten Unfälle (Hauptsächlich die krasseren).
Beim zweiten Teil kann ich dir nicht zustimmen. Ich trage beim Radfahren 'nen Helm, beim Paddeln auch noch 'ne Schwimmweste und beim Autofahren nutze ich den Gurt. Dadurch gehe ich allerdings nicht vermehrt Risiko ein.
Chillosaurus
07.03.2007, 15:30
Hi KFun,
[...] Helm auf, Weste an, und dann steht auch der Befahrung eines als gefährlich gekennzeichneten Wehrs nichts im Weg, oder Canyoning bei Gewitter.
[...] Diese ganze Ruferei nach Gesetzen und Vorschriften ist für mich ein grosses Stück weit kopfloser Aktionismus, ein Paddler ertrinkt, alles schreit, gefährlicher Sport, und schwupps paddeln wir alle auf 50cm tiefen Bächen mit Weste und auf dem offenen Meer mit Helm rum.
In der Zwischenzeit ertrinken etwa 100mal so viele Menschen im nahen Badesee - wann wird für die die Schwimmwestenpflich gelten? ;)
Bis dann,
Ralf Schmidt
Wer macht den soetwas? Da wäre doch eine Schwimmwestenpflicht eher sinnvoll, da so das Wehr auch mit Schwimmhilfe als gefährlich gilt oder nicht?
Außerdem wer ruft nach Gesetzen? Aktionismus: welche Aktionen?? Krasse Formulierungen und so ok, doch bitte bei den Tatsachen bleiben.
Bislang hat noch niemand "gefährlicher Sport" geschrien, obwohl schon hunderte Paddler ertrunken sind. (Wird auch nicht passieren, solange es Turnen und Kampfsport gibt.) Aber unnötige Risiken muss man trotzdem nicht eingehen. Auf 'nem 50 cm tiefen Bach 1. nicht paddeln, 2. wenn doch ist Schwimmweste wichtiger als auf'm Baggersee.
Dass die Situation auf dem Baggersee eine ganz andere ist, ist doch eindeutig: tiefes Wasser, gute Schwimmfähigkeiten, ständiger Zugang für Retter, etc. und Prozentual verletzen sich einfach weniger Leute im Baggersee.
KajakFun
07.03.2007, 15:32
und mit dem PE Boot fährtst du auch nur dort wo Faltboote auch noch runterkommen ;)
Chillosaurus
07.03.2007, 18:11
und mit dem PE Boot fährtst du auch nur dort wo Faltboote auch noch runterkommen ;)
Nein, dann tritt 2. in Kraft.
Bin gegen alles
08.03.2007, 16:43
Hallo an alle: die Erde ist rund. Ob eine SW Pflicht wird oder nicht wird HIER bestimmt nicht entschieden. Egal ob hier noch 100 Seiten diskutiert werden oder nicht. Die Sinnhaftigkeit oder Richtigkeit dieser Pflicht ( mit Helm oder ohne, oder mit Dingens ....oder ohne Bummens.... oder ...... oder..... oder.....) kann hier gar nicht objektiv diskutiert werden, weil dieses Forum hier gar keine objektive Meinung hat.:mad:
Hier wird fast alles zerredet. Nehmt es euch zu Herzen.
M. :mad:
Werner Schmiedel
08.03.2007, 17:06
Hai,
aber auch ein "bin gegen alles" ist nicht die letzte Entscheidung. Gott sei Dank.
Ich verstehe übrigens dein Posting nicht.
Aber nachdem ich es dutzendweise gelesen habe, frage ich: Verstehst du es?
der Werner
Chillosaurus
08.03.2007, 20:16
Hallo an alle: die Erde ist rund. Ob eine SW Pflicht wird oder nicht wird HIER bestimmt nicht entschieden. Egal ob hier noch 100 Seiten diskutiert werden oder nicht. Die Sinnhaftigkeit oder Richtigkeit dieser Pflicht ( mit Helm oder ohne, oder mit Dingens ....oder ohne Bummens.... oder ...... oder..... oder.....) kann hier gar nicht objektiv diskutiert werden, weil dieses Forum hier gar keine objektive Meinung hat.:mad:
Hier wird fast alles zerredet. Nehmt es euch zu Herzen.
M. :mad:
Ich darf einmal über die Sinnhaftigkeit eines Forums aufklären?
Bitte sehr:
Es ist dafür da, Neuigkeiten bekannt zu geben, sich seine Meinung zu bilden. Diese entsteht allerdings erst aufgrund einer Diskussion und der Austausch von Worten ist ebenfalls Zweck dieser vielseitigen Einrichtung. Eine Meinung, Einstellung ist nie Objektiv, soll es auch nicht sein, es wird nirgends verlangt, dass alle die gleiche Meinung haben, nur weil man ein Streitgespräch führt.
Achso, wo kann den bitte etwas objektiv entschieden werden?
Wenn dich 100 Seiten Diskussion nerven, warum trägst du denn dazu bei?
Moin,
nun will ich mich auch mal mit einmischen. Ich bin geteilter Meinung zur Schwimmwesten pflicht. Ich sage ja für Jugendliche. Ich habe bei mir im Verein eine interne Schwimmwestenpflicht. Alle Jugendlichen bis 18 Jahre sind verpflichtet eine Schwimmweste zu tragen, sonst dürfen sie an Veranstalltungen wie Training etc. nicht teilnehmen. Nach dem 18. Lebensjahr dürfen sie selber frei entscheiden ob sie eine Tragen wollen oder nicht und die meisten dragen trotzdem eine. Trotzdem gibt es auch mal ausnahmen, denn bei zu warmen Wetter besteht die Gefahr eines Hitzestaus durch das tragen der Schwimmwesten. Aber diese Entscheidung liegt bei mir als Übungsleiter.
Ich würde nein Sagen für eine Schwimmwestenplicht für Erwachsene. Denn ich weiß es von mir selbst, wenn ich unterwegs bin trage ich selten eine Schwimmweste. Ich trage sie eigentlich nur Gewässer entsprechen.
Aber bevor ihrt jetzt kommt wegen gutem Beispiel und so für Jugendliche. Beim Training trage ich selbstverständlich auch eine Schwimmweste.
Mfg
Zitter
Chillosaurus
09.03.2007, 15:56
Ich finde eine solch' konsequente Umsetzung des Schwimmwestentragens bei Jugendlichen äußerst Lobenswert. Ich versuche es ebenso konsequent durchzusetzen. Leider machen die anderen Übungsleiter meines Vereins das nicht so. Die Schüler gewöhnen sich an die Weste und werden sie, wie du auch geschildert hast, später auch öfter tragen.
Ich halte dies für viel effektiver als jegliche Versuche der Aufklärung, die bisher unternommen wurden. Zumindest solange man den Schüler auch ordentliche Schwimmwesten gibt, durch die sie nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, ansonsten würden sie bloß froh sein, wenn sie die Dinger endlich loswerden können.
Ich glaube, dass das Schwimmwestentragen bei den Jugendlichen teilweise deutlich besser angelangt ist, als bei den alten Hasen, die aktiv gepaddelt haben, als man selbst auf WW noch ohne Sicherheitsausrüstung unterwegs war.
Gerhard Falk
10.03.2007, 15:22
Hallo!
Das geregelte Sicherheitsbedürfnis nimmt dem Einzelnen irgendwann auch noch die letzte Verantwortung zum denken ab. Bei allen Sportarten gibt es Risiken so wie auch im restlichen Leben. Wie wir letztlich mit den sportlichen und den sonstigen Lebensrisiken umgehen, sollte in die Verantwortung jedes Einzelnen gestellt bleiben, solange er nicht andere damit erheblich gefährdet (Passivrauchen z. B.). Ich bin gegen solche Reglementierungen (Westen- oder Helmpflicht), die uns letztendlich unmündig machen würden. Aufklärung und persönliche Ansprache sind da sicher der bessere Weg.
Mit sportlichen Grüßen
Gerhard
Bin gegen alles
10.03.2007, 18:55
Hai,
aber auch ein "bin gegen alles" ist nicht die letzte Entscheidung. Gott sei Dank.
Ich verstehe übrigens dein Posting nicht.
Aber nachdem ich es dutzendweise gelesen habe, frage ich: Verstehst du es?
der Werner
Hallo Werner,
du bist gerdade mit dieser Antwort das beste Beispiel warum bzw. woran dieses Forum leidet. Die Überschrift des Postings deutet schon mal vage etwas an. Dann die Bewertung meinerseits - ein "bin gegen alles" - zeigt schon mal eine geringschätzige Meinung mir gegenüber. Dann die direkte Unterstellung ich würde mein Posting selbst nicht verstehen. Dies ist hier leider das "gute":mad: Beispiel wie viele Leute nicht die Antworten bekommen welche sie suchen. Jetzt darfst du gerne wieder dutzendweise (leichte Übertreibung?) dieses Posting lesen. Ob du
es dann verstanden hast, ...... dies werde ich hier nicht diskutieren.
MfG M.
P.S. an Chillo, warum glaubst du dass mich 100 Seiten Diskussion nerven? Ich finde es hier ziemlich amüsant.:D
Dann die Bewertung meinerseits - ein "bin gegen alles" - zeigt schon mal eine geringschätzige Meinung mir gegenüber.
Nun - wenn Du schon solch Nicknamen verwendest, mußt Du auch damit leben können, daß man ihn auch als Deine allgemeine Lebenseinstellung 'bewertet'... <xeg>
Gruß
Reinhard
Werner Schmiedel
10.03.2007, 20:15
Hallo Werner,
du bist gerdade mit dieser Antwort das beste Beispiel warum bzw. woran dieses Forum leidet. Die Überschrift des Postings deutet schon mal vage etwas an. Dann die Bewertung meinerseits - ein "bin gegen alles" - zeigt schon mal eine geringschätzige Meinung mir gegenüber. Dann die direkte Unterstellung ich würde mein Posting selbst nicht verstehen. Dies ist hier leider das "gute":mad: Beispiel wie viele Leute nicht die Antworten bekommen welche sie suchen. Jetzt darfst du gerne wieder dutzendweise (leichte Übertreibung?) dieses Posting lesen. Ob du
es dann verstanden hast, ...... dies werde ich hier nicht diskutieren.
MfG M.
P.S. an Chillo, warum glaubst du dass mich 100 Seiten Diskussion nerven? Ich finde es hier ziemlich amüsant.:D
Du tätest mir einen Gefallen, wenn du genau definieren würdest, was du meinst. Meinereiner hat leider null Ahnung.
Ich selbst bin nie gegen alles.
Hai, der Werner
Werner Schmiedel
10.03.2007, 20:21
gegen solche A...lö..her bin ich!
Chillosaurus
10.03.2007, 21:54
@bin gegen alles:
Deine Antwort ließ sich (für mich nur) so deuten, dass du die Diskussion für Sinnlos hältst, weil sie nichts bewegt und deswegen überflüssig wäre.
@alle
Aber genug, der bürgerlichen Kleinkriege, der ständigen Rechtfertigungen, der Missverständnisse und der persönlichen Probleme. Ich darf doch bitten wieder auf das Thema zurückzukehren und private Auseinandersetzungen demnächst per PM oder Mail auszutragen.
Bin gegen alles
11.03.2007, 16:07
gegen solche A...lö..her bin ich!
Ohne Worte.:D
@Chillo, genau dies wollte ich erreichen. Eine sinnvolle Diskussion. Ohne Kleinkriege, besonders ohne Rechthaberei. Mit ein wenig mehr Grips vor dem posten. Du hast mich verstanden. Danke.
MfG M.
Hallo Sportfreunde,
zum Thema Schwimmhilfenpflicht hat der Deutsche Kanutag einen Beschluß gefasst. Dieser ist auf der DKV- HP nachzulesen. Ich hoffe das damit ein wenig Ruhe in die Diskusion kommt und sich jeder Landesverband Gedanken über die Umsetzung macht.
Gruß
carsten
Hallo Carsten,
ich bin da wohl etwas schwer von begriff, aber ich verstehe Deine Äußerung nicht ganz:
...zum Thema Schwimmhilfenpflicht hat der Deutsche Kanutag einen Beschluss gefasst.[...]und sich jeder Landesverband Gedanken über die Umsetzung macht.
Umsetzung?
Also erst mal lese ich nichts von einem Beschluss, sondern nur von Empfehlungen, sowie Anregungen.
Was ich auch in Ordnung finde, da die Vereinsstruktur keine Hirachie ist, auch vwenn der Verband dies öfters vergisst. Vielleicht erläuterst Du mal, was Du da meinst, weil ja schon die Überschrift des entsp. Abschnittes deinem Posting entgegen spricht:
Sicherheit: Keine verbindliche Festlegung zum Tragen von Schwimmhilfen
Hier noch mal den entsp. Abschnitt dazu:
Bereits im Vorfeld der Tagungen in Dresden führten verschiedene Anträge zum Tragen von Schwimmhilfen zu kontroversen Diskussionen. Einstimmigkeit bestand darin, das Gefahrenbewusstsein bei allen Kanusportlern zu schärfen. Aus diesem Grunde wurde auf Antrag des DKV-Präsidiums eine für alle Wettkampfsportarten gültige Empfehlung vom Verbandsausschuss angenommen. Ein Antrag der Kanujugend, eine grundsätzliche Verpflichtung zum Tragen von Schwimmhilfen für Kanufahrer unter 18 Jahren einzuführen, wurde vom DKV-Vizepräsident Jugend nach intensiver Erörterung zurückgenommen. Hier soll noch eine weitergehende interne Beratung unter Berücksichtigung der verschiedenen Vorschläge stattfinden.
Hallo Georg,
du gibst mir sicher recht, dass das Präsidium auf dem Kanutag den Beschluß gefasst hat die empfehlung vom Verbandsausschuß anzunehmen, wie du richtig ins forum reinkopiert hast. Und auf diese empfehlung aufbauend sollte sich jeder Landesverband mal Gedanken machen wie er diese umsetzt. Empfehlung zur Sicherheit im Wettkampfsport( ich würde diese Empfehlung auf alle Disziplinen ausdehnen) Siehe Link Seite 4 - 7.http://www.kanu.de/nuke/downloads/Uebersicht_wichtigste_Beschluesse_des_Deutschen_Ka nutages_2007.pdf
sparkman
20.07.2007, 14:16
Warum muss man aus jeden Mist einen Gesetz machen?!
-Dar Verbooten!
-Hier nicht betretten!
-Schwimmweste anlegen!
Was soll das?
Wenn einer dumm genug ist die Schwimmweste nicht anzulegen ist er sebst dran schuld, falls er es schwer hat sich über wasser zu halten.
Hier muss doch keine Gesetzliche Regelung her.
:cool:
Jung-Paddler
28.08.2007, 15:12
.... nicht, dass eine Pflicht für Schwimmwesten sinnvoll wäre.
Natürlich, verknünftig ist es, eine zu tragen, aber wenn es Leute aus UNvernunft nicht tun, so ist das deren Sache, sie werden es dann auch weiterhin nicht tun...
Ich denke mal, dass es jedem selbst überlassen sein sollte und wünschen allen ein frohes und gesundes Kentern^^
lg
Zu diesem zwar alten, aber nach wie vor aktuellen Thema empfehle ich ein intensives Studium der Berichterstattung über das Unglück, das am Wochenende bei einer Ruderregatta in Leipzig passiert ist.
10 Grad kaltes Wasser, Hochwasser, ein nur mit Kindern besetztes Boot. KEINE Schwimmwesten. 1 Kind vermisst, 1 im Koma.
redneb
Die Diskussion ist ein "Witz", schaut einmal nach Skandinavien...kein Däne käme auf den Gedanken, ohne Schwimmweste zu paddeln!!! Wer Off-shore unterwegs ist, braucht kein Schwimmweste, für ihn ist eine Rettungsweste unabdingbar!! Der DKV sollte aus Fürsorge für alle Veranstaltungen eine Schwimm/RettungswestenPflicht einführen. (na gut ich schäme mich, denn ich wähle oft auch lieber die Bequemlichkeit....aber nie auf Großgewässern!!)
Gruß
Schlumi
fritzbernd
17.04.2008, 14:38
Die Diskussion ist ein "Witz", schaut einmal nach Skandinavien...kein Däne käme auf den Gedanken, ohne Schwimmweste zu paddeln!!! Wer Off-shore unterwegs ist, braucht kein Schwimmweste, für ihn ist eine Rettungsweste unabdingbar!!
Schlumi, du sagst es. :)
Statt sich mit der Einführung eines EPP zu beschäftigen, der so überflüssig ist wie ein Kropf, sollte sich der DKV darüber Gedanken machen, wie er seinen Mitgliedern und Sympathisanten das Tragen einer Schwimmweste nahelegen kann.
Ich halte das Tragen einer Schwimmweste, trotz der damit verbundenen Unbequemlichkeiten, für unerlässlich. Mich werdet ihr beim Paddeln nur mit diesem Teil antreffen, genau wie beim Fahrradfahren und Abfahrtslauf mit Helm oder beim Skaten mit entsprechenden Schützern.
Wer´s nicht macht - selbst schuld. Aber dann bitte nicht beschweren, wenn "das Kind in den Brunnen (den Fluss, den See, das Meer...) gefallen ist" und nie wieder auftaucht...:eek:
Gruß fritzbernd
Das beste und einfachste ist immer wider ein Vorbild zu sein.
Es liegt an jedem selbst diese Rolle zu übernehmen.
Wenn ihr mit Kindern aus Wasser geht Schwimmweste an, wenn gerade wir älteren dieses immer und immer wieder leben, dann kommt automatisch die Jugend mit. Bitte aber nicht wie beim Radfahren den Kindern den Helm aufsetzen und selber keinen tragen.
Auch bei uns ist es eine Selbstverständlichkeit Schwimmwesten zu tragen. Die Kids kommen so überhaupt nicht auf dei Idee ohne aufs Wasser zu gehen.
Kurz, Vorbild geht vor Vorschrift.
Meine Güte, dieses Thema schon wieder...
Zum Glück kann einen - bis jetzt - keiner dazu zwingen, ein Vorbild abzugeben.
Von mir aus können das die Eltern/Omas und Opas etc. machen, aber ich sehe mich da als Fremde/Unbeteiligte nicht in der Pflicht.
Wenn ich auf der Rur von Linnich bis Hilfahrt nach der Arbeit sozusagen im Boot abhänge, trage ich keinen Helm und meistens - vor allem, wenn es richtig warm ist - auch keine Schwimmweste. Auf WW I finde ich sowas auch extrem unnötig. Wer sich da den Kopf stoßen oder ertrinken will, muß sich schon richtig anstrengen.
Man sollte diese Sicherheitsgeschichten doch immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Einsatz sehen, oder?
Flitzefroesch
18.04.2008, 08:33
hallo martina,
seh ich genauso, nur leider gibt es immer mehr paddler und auch ausbilder/ausbildende vereine, die so sehr auf das thema pochen, dass anfänger irgendwann glauben, mit schwimmweste und helm kann gar nichts mehr passieren, und werden dann unvorsichtiger, und es passiert etwas.
leider.
es gibt natürlich unabdingbare situationen, wo eine schwimmweste nicht fehlen sollte, z.b. bei unsicheren neuen oder anfängern und nichtschwimmern. ansonsten finde ich,....... jeden selber überlassen....
grüße jörg
opencanoe
18.04.2008, 11:45
Ich bin auch gegen eine generelle Schwimmwesten - geschweige den Helmpflicht.
Es ist schon genug reglementiert.
Aber bei meinen Kursen und Touren fährt niemand ohne Weste mit, auch auf Flachwasser.
Ich hab ja schließlich die Verantwortung und Arbeit wenn ich jemanden raus ziehen muß.
Selbst fahre ich immer mit Schwimmweste und wenn ich spielen gehe (auch wenn es nur im Zahmwasser ist) dann bin ich auch mit Helm unterwegs.
Grüße
Gerhard
Jörg Wagner
21.04.2008, 18:01
Hallo Martina,
bitte veröffentliche doch bitte ein Bild und eine Beschreibung Deines Bootes, damit man Dich im Ernstfall und bei bedarf nicht versehentlich rettet.
Viel Spaß auf Deinem Egotrip
Jörg Wagner
Werner Schmiedel
21.04.2008, 18:13
Hai Martina,
was die Rur ab Linnich betrifft, gebe ich dir Recht, ich alleine führe dort auch oben ohne, aber wenn ich mit meinen oder andern Kids führe, trügen alle, auch ich eine Weste.
Es kommt eben immer drauf an.
Ich erinnere mich an ein schönes Wehr oberhalb Linnich, da würde ich dich gerne mal sehen ohne Helm und Weste (also oben ohne)! Ist es noch fahrbar? Sind ja immerhin zwei Meter Fallhöhe, wenn ich mich recht erinnere.
der Werner
Flitzefroesch
21.04.2008, 18:18
Hallo Martina,
bitte veröffentliche doch bitte ein Bild und eine Beschreibung Deines Bootes, damit man Dich im Ernstfall und bei bedarf nicht versehentlich rettet.
Viel Spaß auf Deinem Egotrip
Jörg Wagner
Hallo Jörg!
Wer ist denn hier auf dem Egotrip?
Ich denke Martina und alle die anderen können alle verschiedene Meinungen haben. Das hat wohl kaum was damit zu tun, ob man gerettet werden will oder nicht....
Ich zumindest finde deinen Kommentar ein wenig daneben.
Aber davon abgesehen, es wird ständig nach Schwimmwesten etc. geschrien. ich vermute mal, dass von euch einige auf der Aller Hochwasser Rally dieses Jahr waren.
Der Wind und die Wassertemperaturen waren nicht wirklich besonders schön, und trotzdem hab ich dort weit über die Hälfte aller Paddler OHNE Schwimmweste gesehen, obwohl sie da nun wirklich gerechtfertigt gewesen wäre.
Die Anzahl derer, die ich auf dem Wasser sehe ist für mich eine objektivere Meinung als die paar, die hier hereinschreiben. Ganz gleich, wlche Meinung sie vertreten.
Grüße Jörg
Chillosaurus
21.04.2008, 19:37
Hai Martina,
was die Rur ab Linnich betrifft, gebe ich dir Recht, ich alleine führe dort auch oben ohne, aber wenn ich mit meinen oder andern Kids führe, trügen alle, auch ich eine Weste.
Es kommt eben immer drauf an.
Ich erinnere mich an ein schönes Wehr oberhalb Linnich, da würde ich dich gerne mal sehen ohne Helm und Weste (also oben ohne)! Ist es noch fahrbar? Sind ja immerhin zwei Meter Fallhöhe, wenn ich mich recht erinnere.
der Werner
Also bedeutet junge Begleitung das gleiche zusätzliche Risiko, wie eine Wehrbefahrung?
Sry. aber ob mit oder ohne Kinder: der Fluss bleibt der selbe. Wenn du ohne ohne fährst, warum dann nicht mit auch ohne? Warum denn dieses falsche gehabe? Den Kindern, die ernsthaft und korrekt paddeln lernen wollen machst du vergeblich etwas vor, um ein Vorbild abzuliefern, aber diejenigen, die die Gefahren nicht richtig einschätzen können und es wahrscheinlich nicht richtig lernen - seien es Passanten oder Leihboote - die kriegen von dir ein schlechtes Beispiel vorgegeben und meinen es gleichtun zu müssen. Müsste es dann nicht eher andersherum sein?
Werner Schmiedel
21.04.2008, 20:35
Chillosaurus, ich verstehe deinen Einwurf nicht.
Ein Wehr, wenn ich es denn beführe, beführe ich mit entsprechender Ausrüstung, eben auch das oberhalb Linnich, wenn es noch so ist, wie ich es in Erinnerung habe.
Einen Wanderfluss, wenn ich ihn alleine befahre, befahre ich so wie ich es für erforderlich halte. Zum Beispiel fuhren wir gestern mit einer kleinen Gruppe erfahrener Paddler den Rhein bis Schaffhausen, alle mit Schwimmweste.
Mit Kiddis fahre ich auch im Sommer auf dem Bodensee nur mit Schwimmweste, fahre ich alleine auf dem See rum, richte ich mich nach der Witterung, habe aber die Schwimmweste immer dabei. Paddle ich im Sommer im Spreewald, dann halte ich eine Schwimmweste für overdressed.
Ist das so weit akzeptabel?
der Werner
Den Kindern, die ernsthaft und korrekt paddeln lernen wollen machst du vergeblich etwas vor, um ein Vorbild abzuliefern
Ich als Vater weiß wie wichtig die Vorbildfunktion von Erwachsenen und älteren Jugendlichen, insbesondere von Eltern und Trainer/Fahrtenleitern, gut fahrenden älteren Jugendlichen ist.
Deshalb appelliere ich an alle potentiellen Vorbilder, ihre Ausrüstung mit Schwimmweste und ggf. Helm nicht an den eigenen Fähigkeiten sondern an denen der schwächsten Fahrtenteilnehmer auszurichten.
Chillosaurus
22.04.2008, 17:02
[...]Deshalb appelliere ich an alle potentiellen Vorbilder, ihre Ausrüstung mit Schwimmweste und ggf. Helm nicht an den eigenen Fähigkeiten sondern an denen der schwächsten Fahrtenteilnehmer auszurichten.
Korrekt, aber das Vorbild sollte nicht gespielt sein. Ehrlichkeit ist eine viel wichtigere Vorbildfunktion, gerade bei den Jüngsten, die wenn sie richtig eingeführt werden das Tragen der Weste so oder so als Selbstverständlichkeit ansehen werden, egal, wie die anderen gucken. Dies muss aber auch geschehen, damit die nächste Paddlergeneration gewissenhafter und aufgeklärter handelt (vgl. Aller Hochwasser-Ralley). Wichtiger ist die Vorbildfunktion gegenüber den potentiellen Fahrtenteilnehmern, auch wenn es nicht die eigen Fahrt betrifft.
Vielleicht ein Beispiel um dies zu verdeutlichen:
Einige Paddler fahren Jugendkanal Augsburg ohne Helm. Es ist völlig egal ob sie eine Trainingsgruppe haben oder nicht: Sie sind ein schlechtes Vorbild und ihr Verhalten ist zu verurteilen. seen?
Jörg Wagner
23.04.2008, 09:33
Hallo Namensvetter,
zugegebenerweise habe ich meinen Beitrag etwas zugespitzt formuliert, dies aber auch mit Absicht.
Nachdem nach wie vor das Archimedische Gesetz noch gültig ist ("Der Auftrieb ist gleich dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeitsmenge") und auf diesem Gebiet auch ansonsten nichts bahnbrechend Neues an die Öffentlichkeit gelangt ist, sehe ich keinen vernünftigen Grund für die Ablehnung von Schwimmwesten. Wenn eine Leichtfertige Mehrheit sich dennoch ohne Schwimmweste auf derm Wasser zeigt, bedeutet dies noch lange nicht, daß sie Recht hat, nach dem Motto "Milliarden Fliegen fressen Sch..., sie können sich nicht irren". Für Retter ist es im Übrigen recht mühsam, jemanden zu bergen, der mangels Schwimmweste gar nicht recht zu packen ist.
Jörg Wagner
Hallo Kanugemeinde,
ohne viele Worte:
Ich bin gegen eine Pflicht und für Empfehlungen.
Pflichten müssen kontrolliert werden, damit sie funktionieren (oder warum gibt es "Blitzer"). Auf Bundeswasserstraßen mag das ja noch angehen aber auf einem Wald- und Wiesenbach... :confused:
Ansonsten bin ich der Meinung, dass die Selbstkontrolle durch die Verantwortlichen (ÜL, Vereine) gut funktioniert - zumindest kenne ich es nicht anders.
Daher Veto
Munter bleiben ;)
Le-dauphin
25.04.2008, 05:22
Hallo
Aus meinen Erfahrungen, sehe ich das es schwer ist Erwachsene zu einer Schwimmweste zu bewegen.
Doch alle Kids die bei mir im Verein paddeln haben eine Schwimmweste anzulegen.Denn bis zur Volljährigkeit geht es auch um meinen Kopf, wenn denen was passiert.
Selbst wenn sie denken sie müßten nach dem paddeln noch einmal in den Fluss springen zum baden hat die Schwimmweste an zu sein.
Auch bestehe ich aufgrund des Vorbild AKtion darauf, das bei Jugendfreizeiten die begleitenden Erwachsenen als Vorbild agieren und eine Schwimmweste tragen.
Ich trage meine auch immer, egal ob mit Kids oder ohne unterwegs,ob Wald oder Wildbach, selbst der Bootshund ist vorbild und trägt seine.
Im Winter machen wir im Schwimmbad immer besonderes Training.
Wie schwimme ich denn mit Schwimmweste da sich das Schwimmen doch was anders anfühlt.
Retten von Schwimmwestenträgern.
Wie hake ich einen Wurfsack in meiner Schwimmweste ein, um als Springer jemanden rauszuholen.
Wie schleppe ich jemanden am besten ab mit Schwimmweste und Bergeseil?
Dann aber auch da es ja auch für Sicherheit wichtig ist.
Ausziehen der Weste im Wasser denn es kann auch der Fall eintreten ich kentere und bleibe mit der Weste an einem Baum oder was auch immer hängen. Dann muss man in der Lage sein die Westen auszuziehen.
Genauso das anziehen einer Ersatzweste wenn man seine ausziehen musste.
Wo sich empfiehlt das Kids Reisverschlusswesten mit einem Gurt tragen, anstatt Schlupfwesten, denn welches Kind hat ein Messer zum Auftrennen dabei im Notfall.
Lieben Gruß
Sonja
conni0873
05.06.2008, 13:36
Upsa, jetzt bin ich auch endlich mal an dieser "Umfrage" vorbeigekommen.
Meine Antwort: Ein ganz klares NEIN zu einer Schwimmwestenpflicht.
Ganz abgesehen von handfesten Praxisargumenten wie Kosten und Bequemlichkeit beim Paddeln - vor jedem Bevormundungsvorschlag sollte man sich ernsthaft fragen, wie die Menschheit nur die ganze Zeit auch ohne solche Bevormundungen überlebt hat. :confused:
Erzähl doch mal jemand einem Paddler, der den Sport schon seit 30 Jahren betreibt, dass er jetzt auf einmal eine Schwimmweste zu tragen hat... Die Entgegnung wäre sicherlich ein herzliches Lachen, für das ich volles Verständnis hätte.
Ich KÖNNTE mir auch für meinen 50-ccm-Motorroller eine komplette Leder-Motorradkombi kaufen. Mache ich aber nicht, es wäre schlicht und einfach lächerlich. Und als genauso lächerlich empfände ich eine generelle Schwimmwestenpflicht - gerade wenn ich mir bildlich vorstelle, wie ich auf Lahn oder Niers mit einer Weste unterwegs wäre... :D :mad: :D
Werner Schmiedel
05.06.2008, 14:20
Hai,
hast du auch ein vernünftiges Argument gegen Schwimmwestenpflicht?
Ich bräuchte eines für die Schweiz.:cool:
der Werner
Chillosaurus
05.06.2008, 17:56
[...]Ganz abgesehen von handfesten Praxisargumenten wie Kosten und Bequemlichkeit beim Paddeln [...]
Gerade deswegen sollte es eine Schwimmwestenpflicht geben. Das Problem zeigt sich zum Teil darin, dass manch' ein Wanderpaddler keine Schwimmweste besitzt, die er anlegen könnte, und diejenigen, die eine anlegen könnten dazu zu bequem sind. Eine Schwimmwestenpflicht wäre in dieser Hinsicht ein absoluter Kaufmotivator. Wen soll man denn zum Tragen einer Weste ermutigen, wenn er gar keine besitzt?
Die ganze Diskussion würde es wohl gar nicht geben, wenn alle dann wenn es nötig ist auch weine Weste tragen würden. Klar, auf der Lahn oder Ruhr trage ich im Langboot auch keine Weste, warum ich aber bei der NRW Rallye auch auf dem Rhein viele insbesondere ältere Kanuten ohne Weste sehen muste ist mir sehr unverständlich.
Flitzefroesch
05.06.2008, 22:54
Hai,
hast du auch ein vernünftiges Argument gegen Schwimmwestenpflicht?
Ich bräuchte eines für die Schweiz.:cool:
der Werner
Hi,
Ja, versuch mal im Winter auf einem mittelgroßen Fluss, sagen wir bei einer Querung der Weser, bei einer Kenterung in der mitte des Flusses, mit Weste an Land zu schwimmen. Mit Weste ist man erheblich langsamer und wenn man es dann tatsächlich schaft, hat man nicht unbedingt die Möglichkeit sich noch an Land zu schleppen, da der Körper ausgekühlt ist. Ohne hat man natürlich keine Garantie, evtl. doch noch an Land zu treiben.
Ein weiteres Punkt ein größerer Fluss, sagen wir Elbe, ich kenter in der Mitte, hab ich sowieso kaum noch eine Chance (im Winter) bringt eine Weste also nur den Vorteil, dass ich schneller gefunden und mein Sohn meine Lebensversicherung schneller bekommt :)
Ein Kleinfluss, der dicht bewachsen ist: Naja auch hier kann man sich bei einer Kenterung sehr gut mit der Weste unter Wasser am Ast verhaken. (ist bedauerlicher Weise bei uns im Verein vorgekommen. Obwohl die Rettungskräfte sehr schnell vor Ort waren und die Mitfahrer ebenfalls ausgebildete Rettungskräfte waren verstarb unser Vereinsmitglied.)
Schon mal versucht im unkontrollierten Zustand mit einer Weste zu rollen? Ist nich wirklich einfach, aber vielleicht sollte die Rolle mal Pflichteingeführt werden. :) Würde ich für sinnvoller halten.
Die obigen Beispiele sind Beispiele gegen eine Weste, was nicht heisst, dass man ohne Weste mehr Chancen hat. Es kommt immer auf die jeweilige Situation an, ist wohl aber bei jedem Unfall so.
Wie McLane schon erwähnte, es ist nicht zwingend auf jeden Fluss wichtig eine zu tragen. Der eine würde nie auf einem Kleinfluss ohne, der nächste nie auf Großgewässern etc. Alles OK, ich halte niemanden davon ab eine zu tragen, aber bitte zwingt mich nicht irgendwann eine tragen zu müssen, wenn ich es nicht möchte.
Ich denke mal die Mehrheit wird dieses ähnlich sehen, wenn auch nicht zugeben, aber wie MCLane ebenfalls schon auf dem Rhein bei der NRW Rallye erkannt hat, konnte ich beim Wesermarathon dieses Jahr feststellen, dass kaum Paddler mit Weste unterwegs waren. Ich war gegen 11:45 in Holzmindnen, anders als sonst hatte ich keine Lust weiter zu fahren und hab mich ans Ufer gesetzt. Um 13:15 Uhr bin ich zum Aufladen gegangen, bis dahin kam nicht einnmal eine Hand voll mit Weste durch. Die Zahl spricht wohl für sich.
Und noch einmal zum nachsetzten. Derzeit haben wir draußen über 30Grad, in der Sonne erheblich mehr, wer nun mit einer Feststoffweste fährt - oder gar wie letzte Woche auf dem Rhein gesehen im Neo - bringt sich auf Grund eines Hitzeschocks noch mehr in Gefahr als bei 19 Grad Wassertemperatur hoffentlich nicht weit zum Ufer zu schwimmen.
Habt ihr beim Paddeln an den schönen Sandstränden schon einmal die bösen Badegäste gesehen? Pfui, alle ohne Weste, und das bei den ganzen gefährlichen Wasser. Sogar die Kinder platschen ohne. Naja, wenns gefällt......
Also, zieht euch eine über, oder lasst es sein, aber zumindest akzeptiert die Meinung derer, die nicht eurer Meinung sind. Bitte bedenkt auch, dass das Tragen einer Weste nciht das Wunderheilmitter schlecht hin ist. Auch mit kann eine Menge passieren, das scheinen aber einige gerne zu verdrängen.
Grüße Jörg
conni0873
06.06.2008, 08:27
Gerade deswegen sollte es eine Schwimmwestenpflicht geben. Das Problem zeigt sich zum Teil darin, dass manch' ein Wanderpaddler keine Schwimmweste besitzt, die er anlegen könnte, und diejenigen, die eine anlegen könnten dazu zu bequem sind. Eine Schwimmwestenpflicht wäre in dieser Hinsicht ein absoluter Kaufmotivator. Wen soll man denn zum Tragen einer Weste ermutigen, wenn er gar keine besitzt?
Du hast vollkommen recht - auch ich besitze keine Schwimmweste (allerdings haben wir im Verein welche, die man jederzeit benutzen könnte, wenn es denn wirklich einmal notwendig sein sollte)!
Und ich fahre überwiegend auf dem Rhein. Gerade letzten Sonntag 42 km Rheinmarathon, ganz ohne Schwimmweste! Wenn ich so manchen Beitrag lese, frage ich mich tatsächlich, wie ich das bloß schadlos überstehen konnte, zumal ich seit sechs Jahren fahre und außer bei meiner allerersten Schnupperfahrt nie eine Schwimmweste getragen habe.
Und ich brauche auch keinen "Kaufmotivator" (was für ein Euphemismus für die Pflicht, viel Geld für etwas auszugeben, was ich überhaupt nicht haben will!), sondern bin ein mündiger Bürger, der selbst entscheidet, ob und wann er sich eine Schwimmweste kauft und sie anlegt.
Ich bin weiß Gott kein "Laissez-faire"-Ideologe und habe Verständnis für das Vorschreiben von Sicherheitsmaßnahmen, wenn dadurch bewirkt wird, dass jemand andere nicht gefährdet. Aber was meine ganz persönliche Sicherheit angeht, entscheide nur ich allein, was ich für sinnvoll erachte und was nicht.
Aber vielleicht reden wir auch einfach nur ein bisschen aneinander vorbei, weil wir vor unseren geistigen Augen vielleicht unterschiedliche Arten von Gewässern haben. Auf Großgewässern oder im Wildwasser wäre eine Weste auch für mich selbstverständlich ein absolutes Muss.
Auf Flüssen, bei denen man ständig ein Ufer in der Nähe hat, KANN man sie natürlich tragen. Daraus aber eine Vorschrift zu machen, wäre ein Eingriff in die persönliche Freiheit, gegen den ich mich mit aller Entschiedenheit verwahre.
conni0873
06.06.2008, 08:33
[
Alles OK, ich halte niemanden davon ab eine zu tragen, aber bitte zwingt mich nicht irgendwann eine tragen zu müssen, wenn ich es nicht möchte.
Also, zieht euch eine über, oder lasst es sein, aber zumindest akzeptiert die Meinung derer, die nicht eurer Meinung sind. Bitte bedenkt auch, dass das Tragen einer Weste nciht das Wunderheilmitter schlecht hin ist. Auch mit kann eine Menge passieren, das scheinen aber einige gerne zu verdrängen.
Grüße Jörg
DANKE - das spricht mir aus der Seele! ;)
Ehrlich - ich habe bei besagtem Rheinmarathon am letzten Sonntag zum ersten Mal davon gehört, dass eine generelle Schwimmwestenpflicht in der Diskussion wäre - und ich habe gedacht, ich höre nicht richtig.
Die NRW Rallye war aber nicht am letzten Sonntag :confused:
Ich finde es schade, dass es in solchen Diskussionen immer wieder nur ein dafür oder ein total dagegen gibt. Die Gegner argumentieren dann häufug auch noch mit einer Reihe von sachfremden Argumenten, was hat die persönliche Freiheit z.B. mit einer Schwimmweste zu tun. Sowas würdigt die Menschenrechte doch nebenbei gesagt auch noch ziemlich ab.
Klar kann es auch Situationen geben in denen die Schwimmweste sogar Nachteile bringt, ist beim Gurt im KFZ ganz genauso. Interessant, dass dann gerade die extremen Ausnahmefälle als Argument herhalten müssen, die vielen Fälle in denen Sicherungsmittel Leben gerettet haben aber ignoriert werden.
Gegen ein Pflicht bin ich trotzdem, der Kontrollaufwand wäre viel zu groß. Die Unvernunft eine Schwimmweste auch dann nicht zu tragen wenn sie notwendig ist, wird aber bei Versicherungs- und Rechtsfragen eine ímmer stärkere Rolle spielen, allein schon deshalb sollten wir uns genau überlegen wann wir es vertreten können auf eine Schwimmweste zu verzichten.
Das mit der Hitzeschlaggefahr bei Neo und Schwimmweste, Flitzefrosch, das halte ich für puren Unsinn. Wohl kaum jemand käme auf einem gletschergespeisten Alpenbach auf die Idee auf beides zu verzichten. Da ist wohl auch noch keiner am Hitzeschlag gestorben. Warum dann anderswo?
Conny, die Nichtnotwendigkeit damit zu begründen, das einem ja noch nichts passiert ist *kopfschüttel* ist auch ein seltsames Argument. Auf dem Rhein halte ich eben bei der Fließgeschwindigkeit und der Schifffahrt eine Schwimmweste gerade für notwendig, auf Ruhr und ähnlichen Flüssen trage ich sie auch nur im Kurzboot wenn dann auch Spielen und Kehrwasserfahren angesagt ist und auch wenn Kinder dabei sind, man kann ihnen sonst nicht so wirklich klar machen warum denn sie eine tragen müssen.
conni0873
06.06.2008, 10:02
Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht, mich wirklich durch jeden einzelnen Beitrag dieser umfangreichen Diskussion zu kämpfen.
Und für eine Schwimmwestenpflicht habe ich ehrlich gesagt kein einziges vernünftiges Argument gefunden. Dafür aber viel Abstruses. Ein Diskussionsteilnehmer schrieb etwas vom "Herstellen eines Bewusstseins für die Wichtigkeit von Schwimmwesten". Das ist nichts weiter als Volkspädagogik für (oder eher gegen) mündige Bürger - also abgehakt und weggelegt!
An anderer Stelle heißt es nur, "die meisten" müssten "erkennen, dass es so, wie es derzeit ist, nicht funktioniert". Solange ein solcher Allgemeinplatz nicht mit konkreten Beispielen untermauert wird, wiegt das genau umgekehrte Argument, nämlich "es geht seit Jahrzehnten auch ohne Pflicht gut" ungleich schwerer!
Geradezu abgedreht wird es, wenn das Argument des Schiffsverkehrs in die Diskussion gebracht wird.
Das erinnert mich an einen alten "WERNER"-Comic, bei dem ein Bauleiter, der gerade seine Männer über die Bauhelmpflicht belehrt hat, von einem Riesen-Steinquader erschlagen wird, der vom Kran gefallen ist - und die anderen stehen daneben und bemerken: "Also echt nicht schlecht, so ein Helm". :o
Gegenüber der Berufsschifffahrt bringt eine Schwimmweste absolut nichts, narda, rien, nothing! Eine Kollision mit einem Schiff (ich mag gar nicht dran denken) wäre eine Extremsituation, in der Helm und Weste so hilfreich wären wie ein Cocktailschirmchen beim Sprung vom Hochhausdach.
Bei der Schifffahrt hilft nur eines: AUGEN AUF UND ABSTAND HALTEN!!!
Und für das bessere Gesehenwerden braucht's ohnehin keinen Helm und keine Weste, sondern gut sichtbare Farben bei Boot und Bekleidung.
Ansonsten gibt es selbstverständlich viele gute bis sehr gute Argumente für das Tragen von Schwimmwesten - aber m. E. keines für eine entsprechende Pflicht.
Jörg Wagner
06.06.2008, 10:04
Sobald die Krankenkassen die Frage stellen würden, ob man eine Risikosportart betreibt (Paddeln gilt als solche) und bei Verneinen der Frage nach Schwimmwestengebrauch die Prämie erhöht, würde sich gar Mancher bekehren. Mir kommt es so vor, als sei das wichtigste menschliche Körperteil nicht das Gehirn (der Sitz des Verstandes) , sondern die Geldbörse.
Jörg Wagner
conni0873
06.06.2008, 10:13
und auch wenn Kinder dabei sind, man kann ihnen sonst nicht so wirklich klar machen warum denn sie eine tragen müssen.
Sorry, aber das Argument ist für mich keins. Du schnallst Dir im Auto ja auch keinen Kindersitz unter, nur damit die Kinder ein schönes Vorbild haben.
Es ist eine Frage von Autorität und Erziehung, dass Kinder nicht nur das machen, was auch wirklich ALLE anderen machen, sondern auch einfach mal das, was sie von Erwachsenen gesagt bekommen (aber da gleitet die Diskussion jetzt natürlich schon ziemlich ins Pädagogische ab... ;) )
Gegenüber der Berufsschifffahrt bringt eine Schwimmweste absolut nichts, narda, rien, nothing! Eine Kollision mit einem Schiff (ich mag gar nicht dran denken) wäre eine Extremsituation, in der Helm und Weste so sinnvoll wären wie ein Cocktailschirmchen beim Sprung vom Hochhausdach.
Bei der Schifffahrt hilft nur eines: AUGEN AUF UND ABSTAND HALTEN!!!
Und für das bessere Gesehenwerden braucht's ohnehin keinen Helm und keine Weste, sondern gut sichtbare Farben bei Boot und Bekleidung.
Ansonsten gibt es selbstverständlich viele gute bis sehr gute Argumente für das Tragen von Schwimmwesten - aber m. E. keines für eine entsprechende Pflicht.
Es gibt doch nicht nur die Kollison *kopfschüttel* So mancher ist schon durch die Wellenbildung, die von den Schiffen ausgeht gekentert, weit weg vom Schiff. Soll auch schon erfahrenen Kanuten passiert sein, einfach mal gepennt :D
Sorry, aber das Argument ist für mich keins. Du schnallst Dir im Auto ja auch keinen Kindersitz unter, nur damit die Kinder ein schönes Vorbild haben.
Es ist eine Frage von Autorität und Erziehung, dass Kinder nicht nur das machen, was auch wirklich ALLE anderen machen, sondern auch einfach mal das, was sie von Erwachsenen gesagt bekommen (aber da gleitet die Diskussion jetzt natürlich schon ziemlich ins Pädagogische ab... ;) )
Das ich keinen Kindersitz brauche ist für jedes Kind verständlich. Wenn ich mich nicht anschnalle, es aber von ihm verlange, dann ist es ihm unverständlich.
In Sicherheitsfragen vom Kind etwas verlangen und mit Autorität durchzusetzen, was nicht derart offensichtlich ist (ich kann aber besser schwimmen als du, bäh) das kann nur schiefgehen.
Chillosaurus
06.06.2008, 10:27
[...]"die meisten" müssten "erkennen, dass es so, wie es derzeit ist, nicht funktioniert". Solange ein solcher Allgemeinplatz nicht mit konkreten Beispielen untermauert wird, wiegt das genau umgekehrte Argument, nämlich "es geht seit Jahrzehnten auch ohne Pflicht gut" ungleich schwerer!
[...]
Beispiele finden sich genug in der Diskussion.
Es geht nicht seit Jahrzehnten ohne Pflicht gut. Zähl doch einfach mal auf der Weserberglandralley nach, wie viele Teilnehmer ü 20 eine Schwimmweste tragen! Wahrscheinlich wirst du mit deinen Fingern auskommen!
Chillosaurus
06.06.2008, 10:30
[...]allerdings haben wir im Verein welche, die man jederzeit benutzen könnte, wenn es denn wirklich einmal notwendig sein sollte)[...]
Ja im Verein... trauriger Weise bleiben die häufig dort, wenn es auf Fahrt geht.
Chillosaurus
06.06.2008, 10:42
[...]
[V]ersuch mal im Winter auf einem mittelgroßen Fluss, sagen wir bei einer Querung der Weser, bei einer Kenterung in der mitte des Flusses, mit Weste an Land zu schwimmen. Mit Weste ist man erheblich langsamer und wenn man es dann tatsächlich schaft, hat man nicht unbedingt die Möglichkeit sich noch an Land zu schleppen, da der Körper ausgekühlt ist. Ohne hat man natürlich keine Garantie, evtl. doch noch an Land zu treiben.
Das ist nicht ganz korrekt. Mit Weste ist man in der Regel nicht merkbar langsamer, da sie den Effekt, dass die Kleidung einen nach unten zieht wieder rückgängig macht. Außerdem kann sie als zusätzlicher Wärmeschutz betrachtet werden und erleichstert die Bergung. Und das mir bitte keiner auf die Idee kommt wirklich eine Querung via Schwimmen im Winter bei 3 ° Wassertemperatur durchzuführen!
Ein weiteres Punkt ein größerer Fluss, sagen wir Elbe, ich kenter in der Mitte, hab ich sowieso kaum noch eine Chance (im Winter) bringt eine Weste also nur den Vorteil, dass ich schneller gefunden und mein Sohn meine Lebensversicherung schneller bekommt :)
Gerade bei großen Flüssen mit viel Strömung und panischen Schwimmern, zeigt die Schwimmweste ihre Stärken! Wenn nämlich die Kräfte nachlassen.
[...]
Schon mal versucht im unkontrollierten Zustand mit einer Weste zu rollen? Ist nich wirklich einfach, aber vielleicht sollte die Rolle mal Pflichteingeführt werden. :) Würde ich für sinnvoller halten.[...]
Sicher, steigst du immer aus?? Wegen des Auftriebs geht das etwas einfacher. Aber bei Auftrieb, der nicht dem Körpergewicht entspricht, kann das Wechseln der Seite erschwert werden.
Wer aussteigt muss dann neben der Kenterrunde auch noch 200 Euren an die Bullen blechen, wegen verbotenen nichtrollens oder wie???
Rolle ist aber eine andere Sache: nicht jeder ist in der Lage die Rolle zu erlernen. Es gibt Leute die es schon seit Jahren versuchen. Eine Schwimmweste anziehen kann jeder. Darüber hinaus gehört die Rolle zum Repertoire eines jeden Paddlers. Die Kurse der Vereine werden entsprechend angenommen.
conni0873
06.06.2008, 11:37
Zähl doch einfach mal auf der Weserberglandralley nach, wie viele Teilnehmer ü 20 eine Schwimmweste tragen! Wahrscheinlich wirst du mit deinen Fingern auskommen!
EBEN!
Das zeigt wohl mehr als deutlich, dass eine große Mehrheit diese Weste nicht tragen möchte. Und all diesen Leuten willst Du also vorschreiben, dass sie das gefälligst zu tun haben. Das ist das, was ich mit Volkspädagogik meine. Und das ist eine Art von Ideologie, aber kein Argument.
conni0873
06.06.2008, 11:40
Das ich keinen Kindersitz brauche ist für jedes Kind verständlich. Wenn ich mich nicht anschnalle, es aber von ihm verlange, dann ist es ihm unverständlich.
Und wenn es um die Schwimmweste geht, dann wird dem Kind gesagt "Das ist wie beim Kindersitz" und fertig.
Wie gesagt - es wird an dieser Stelle schon pädagogisch, aber gerade in solchen Fragen sollten sich Eltern und Trainer mehr bewusst machen, dass sie gegenüber Kindern die Funktion eines "Vorgesetzten" haben - und nicht die eines Diskussionspartners!
conni0873
06.06.2008, 11:50
Es gibt doch nicht nur die Kollison *kopfschüttel* So mancher ist schon durch die Wellenbildung, die von den Schiffen ausgeht gekentert, weit weg vom Schiff. Soll auch schon erfahrenen Kanuten passiert sein, einfach mal gepennt :D
Aufs Autofahren übertragen müsste ich dann am besten einen "Hummer" fahren und ihn mit dicken Bullenfängern ringsum ausstatten (und selbstverständlich beim Fahren einen Helm tragen und vielleicht sicherheitshalber schon mal die Airbags aufpumpen). Könnte ja sein, dass ich beim Fahren mal "penne" und aus Versehen irgendwo gegendotze. Soll auch schon erfahrenen Autofahrern passiert sein... :D
Ich kann doch nicht für jedes eventuell mögliche Fehlverhalten des Menschen eine dreifache Sicherung einbauen. Vor allem aber kann ich nicht wegen möglichen Fehlverhaltens einzelner eine ganze Gruppe zu bestimmten Dingen zwingen. Auf den Punkt gebracht: Man kann nicht die größtmögliche Dummheit und Unachtsamkeit zum Maßstab aller Dinge und allen Handelns machen.
Und es geht doch einzig und allein um den Zwang. Hier wird an manchen Stellen so getan, als würde jeder, der gegen eine Westenpflicht ist, geradezu ein Westenverbot fordern.
Wer eine Weste tragen möchte, kann das gerne machen, aber er soll schlicht und einfach nicht penetrant diejenigen missionieren (am besten über gesetzlichen Zwang), die sich anders entscheiden.
Du hast wohl keine Kinder, sonst würdest du Kinder nicht für so dumm halten. Die Funktion des Vorgesetzen hat nichts aber auch gar nichts mit einem BASTA zu tun, sondern viel mit Vorbildfunktion und Überzeugungskraft.
Und es geht doch einzig und allein um den Zwang. Hier wird an manchen Stellen so getan, als würde jeder, der gegen eine Westenpflicht ist, geradezu ein Westenverbot fordern.
Wer eine Weste tragen möchte, kann das gerne machen, aber er soll schlicht und einfach nicht penetrant diejenigen missionieren (am besten über gesetzlichen Zwang), die sich anders entscheiden.
Nein hier in diesem Thread geht es gerade nicht um Zwang, niemand hat hier ein Pflicht gefordert, solltest vielleicht noch mal ohne deinen zwanghaften Reflex alles noch mal in Ruhe lesen.
Flitzefroesch
06.06.2008, 11:56
Das mit der Hitzeschlaggefahr bei Neo und Schwimmweste, Flitzefrosch, das halte ich für puren Unsinn. Wohl kaum jemand käme auf einem gletschergespeisten Alpenbach auf die Idee auf beides zu verzichten. Da ist wohl auch noch keiner am Hitzeschlag gestorben. Warum dann anderswo?
Hi, Unsinn ist deine Meinung, deine Argumentation ziemlich billig.
Ein Gletscherfluss ist meines erachtens meist kälter als die hiesiegen Flüsse, meist auch Wildwasser und man bekommt Schwälle ins Gesicht, somit also eine Abkühlung, gell. DU sagtest doch in deinem Beitrag, nicht immer das Extreme Beispiel nennen.
Daher hab ich extra den Rhein als Beispiel genannt. ich kann aber genauso einen kleinen Wiesenfluss mit kaum Strömung, hinter Deichen, also im Windschatten erwähnen, die Leute haben keine Lust sich gegenseitig naß zu spritzen und, und, und. Und jetzt erzähl mir noch einmal einen von wegen kein Hitzeschlag und so....
Vergesst nicht, es sind nicht alle Paddler 35 und Olympiafit, das Durchschnittsalter im DKV liegt bei fast 50 Jahren, kann man bei den jährlichen Zahlen gut herauslesen, und nciht alle in dem alter sind Herz- Kreislausfmäßig noch völlig gesund oder belastbar.
Ich kenne zudem mehr Leute, die einen Sonnenstich hatten (punktuelle Form eines kleinen Hitzeschlags), als Personen, die auf Grund des nichttragens einer Weste fast ersoffen wären.
Mal so nebenbei gefragt, wenn auf einem heimischen kleinen Fluss ein Wehr kommt, mit einer Walze, und die Personen sich ja alle auf Grund der tollen Ausbildung und der Schwimmweste in Sicherheit wiegen, das Wehr fahren und kentern? Wie kommen die denn aus der Walze raus? Nach unten tauchen ist ja mit einem Auftriebskörper um den Hals ziemlich erschwerend.
Nun noch etwas zum Nachdenken, Ich denke mal Ihr alle (fast alle) tragt oder habt eine Schwimmweste..... Oder? Vielleicht doch eher eine Schwimmhilfe? Verwirrt? Macht nichts, kann man ja neu kaufen, wenn ich jetzt jemanden verwirrt habe :D
Schwimmwesten sind im Kanusport eher ungewöhnlich, aber das wisst ihr ja bestimmt schon.
Und wer nun meint, das war ja gemeint, irrt. Es geht um die Frage Schwimmwestenpflicht, nicht Schwimmhilfenpflicht. Ist nun mal Bürokratenquatsch.
Grüße Jörg
conni0873
06.06.2008, 11:56
Nein hier in diesem Thread geht es gerade nicht um Zwang, niemand hat hier ein Pflicht gefordert, solltest vielleicht noch mal ohne deinen zwanghaften Reflex alles noch mal in Ruhe lesen.
Hallo?
Wie lautet die Überschrift dieser Diskussion?
Und worum geht es hier inzwischen schon 19 Seiten lang?
Flitzefroesch
06.06.2008, 12:08
Das ist nicht ganz korrekt. Mit Weste ist man in der Regel nicht merkbar langsamer, da sie den Effekt, dass die Kleidung einen nach unten zieht wieder rückgängig macht. Außerdem kann sie als zusätzlicher Wärmeschutz betrachtet werden und erleichstert die Bergung. Und das mir bitte keiner auf die Idee kommt wirklich eine Querung via Schwimmen im Winter bei 3 ° Wassertemperatur durchzuführen!
Ich komm auf Grund des größeren Wasserwiderstandes nicht wirklich vom Fleck. Zumindest bilde ich mir das ein. Kommt wohl erschwerend hinzu, dass ich die falschen Klamotten im Wasser anhabe, die wohl nicht unbeding aufsaugfähig sind. Eine Laufhose und 1-2 Quarks im Winter, je nach Wetterlage.
--- Nein,mir ist nicht kalt, ich paddel dafür etwas schneller ---
Gerade bei großen Flüssen mit viel Strömung und panischen Schwimmern, zeigt die Schwimmweste ihre Stärken! Wenn nämlich die Kräfte nachlassen.
Ja, es aber es muss auch jemanden geben, der dich dann mal irgendwann rauszieht, sonst dauerts eben nur n bissl länger. Sonst na klar, geb ich dir recht.
Sicher, steigst du immer aus?? Wegen des Auftriebs geht das etwas einfacher. Aber bei Auftrieb, der nicht dem Körpergewicht entspricht, kann das Wechseln der Seite erschwert werden.
Ich hatte das Vergnügen seit den letzten 17 Jahren nur zweimal aussteigen zu müssen, einmal in Hildesheim auf n Übungslehrgang, als ich mir das Handgelenk kaputt gemacht habe und einmal als mein sch... Paddel abgebrochen ist, und ich daher nicht Rollen konnte.
zudem kommt hinzu, dass nicht alle Paddler auf beiden Seiten rollen können. Und wenn die Weste dich nun auf die falschen Seite hochhält?
Ansonsten zähle ich mich schon zu den Personen, die manchmal zu viel Riskieren, weil sie meinen es passiert auf Grund des Könnens nichts. Werde wohl anders denken, wenn ich mal länger schwimmen muss.
Und so lange möchte ich nicht wirklich irgendwann gezwungen oder erzogen werden.
Ich geh nun paddeln, auf der Elbe - ohne Weste, wenn ich mich nicht mehr melde, hattet ihr recht ;)
Grüße
Hallo?
Wie lautet die Überschrift dieser Diskussion?
Und worum geht es hier inzwischen schon 19 Seiten lang?
Und wer ist hier für eine Pflicht?
Nein, hier gibt es eine Diskussion der Gegner von Schwimmwesten (klar das es eigentlich Schwimmhilfen heißen muss, ist aber nun mal ein eingeführter Begriff) und derjenigen, die eine Schwimmweste in vielen Situation für richtig halten, die appellieren diese Sicherheitsreserve auch zu nutzen, aber ein Tragepflicht ablehnen.
Chillosaurus
06.06.2008, 12:47
[...]
Das zeigt wohl mehr als deutlich, dass eine große Mehrheit diese Weste nicht tragen möchte. [..]
Das zeigt, dass die Aufklärungsarbeit des DKV total versagt hat, weil eine Mehrheit den Sinn von Westen nicht verstanden haben. In diesem Sinne ist es auch nötig hie und da Vorschriften zu machen und für mich unverständlich, warum der DKV die versucht zu blocken. Die sind ja fast so schlimm, wie Porsche und Co. in Sachen Geschwindigkeitsbeschränkungen...
Irgendwo stand hier würde es um puren Zwang gehen. Das ist nicht richtig, auch wenn es teilweise den Anschein macht. Ich habe das Thema eröffnet und meine klar dargelegt zu haben, dass es darum geht, ob es alternativen zu einem Zwang gibt, bzw. warum sich der DKV querstellt, obwohl die Forderungen ja nicht aus der Luft gegriffen wurden um die Paddler zu ärgern.
Chillosaurus
06.06.2008, 12:55
Ich komm auf Grund des größeren Wasserwiderstandes nicht wirklich vom Fleck. Zumindest bilde ich mir das ein.
Die Menge des verdrängten Wassers entspricht immer dem Gewicht des Schwimmenden. Ob jemand mit oder ohne Weste unterwegs ist spielt dabei keine Rolle, es sei denn es geht nach dem Ausatmen ums untertauchen. Dabei muss man sich erstmal an das Schwimmen mit Weste gewöhnen.
[...]
zudem kommt hinzu, dass nicht alle Paddler auf beiden Seiten rollen können. Und wenn die Weste dich nun auf die falschen Seite hochhält?
[...]
Wie gesagt: eine Kaufen, die auch wirklich deinem Gewicht entspricht oder ein wenig Geduld an den Tag legen. Mit Oberkörper dicht am Boot und am Paddel rumwriggen ist ein Seitenwechsel nahezu immer möglich.
Chillosaurus
06.06.2008, 13:06
[...] Mal so nebenbei gefragt, wenn auf einem heimischen kleinen Fluss ein Wehr kommt, mit einer Walze, und die Personen sich ja alle auf Grund der tollen Ausbildung und der Schwimmweste in Sicherheit wiegen, das Wehr fahren und kentern? Wie kommen die denn aus der Walze raus? Nach unten tauchen ist ja mit einem Auftriebskörper um den Hals ziemlich erschwerend.
[...]
KERZE!!!!!!
Dank toller Ausbildung wäre auch ein Wurfsack, oder ein angeseilter Rettungsschwimmer 'ne nette Alternative (Nachteil: geht nur mit Westen!).
Wenn es so eine Walze ist, woher soll er dann überhaupt wissen wo unten ist?
Wie soll man 'nen Schwimmer wiederfinden, um ihm helfen zu können, wenn er nicht ab und zu mal aufschwimmt? Wie soll er zwischendrin Luft holen?
Ich glaube nicht, dass eine Schwimmweste falsche Sicherheit vortäuscht. Jedem ist bekannt, dass sie lediglich dazu hilfreich sein kann Stürze aufzufangen und uns beim Schwimmen zu unterstützen, sowie als Ansatzpunkt für die Rettungstechniken dient, sodass es einfacher wird einen 'rauszufischen. Deshalb steht denke ich außer Frage, dass eine Weste im Wildwasser, sei es ein ganzer Fluss oder "nur" ein Wehr, eine Schwimmweste unerlässlich ist.
conni0873
06.06.2008, 13:19
Das zeigt, dass die Aufklärungsarbeit des DKV total versagt hat, weil eine Mehrheit den Sinn von Westen nicht verstanden haben.
Woher nimmst Du eigentlich die Gewissheit (um mal ein weniger schönes Wort zu vermeiden), dass alle, die auf Westen verzichten, einfach nur zu doof sind, deren Sinn zu verstehen?
Dass es Menschen gibt, die sich bewusst und aus freiem Willen gegen das Westentragen entscheiden, scheint für Dich nicht vorstellbar zu sein...?!?
In diesem Sinne ist es auch nötig hie und da Vorschriften zu machen und für mich unverständlich, warum der DKV die versucht zu blocken.
Vielleicht weil der DKV die Interessen seiner Mitglieder vertritt und möglicherweise eine Mehrheit gegen eine Schwimmwestenpflicht ist???
Und Demokratie funktioniert nun mal so, dass Mehrheiten entscheiden - und das ist insbesondere dann gut, wenn Minderheiten versuchen, Mehrheiten ihren Willen aufzuzwingen.
Irgendwo stand hier würde es um puren Zwang gehen. Das ist nicht richtig, auch wenn es teilweise den Anschein macht. Ich habe das Thema eröffnet und meine klar dargelegt zu haben, dass es darum geht, ob es alternativen zu einem Zwang gibt, bzw. warum sich der DKV querstellt, obwohl die Forderungen ja nicht aus der Luft gegriffen wurden um die Paddler zu ärgern.
Die Frage, ob es "Alternativen zu einem Zwang gibt", ist aber schon von sich aus verkehrt, weil sie die Gegner eines solchen Zwangs per se in die Defensive drängt. Und nach meiner Auffassung hat nicht der sich zu rechtfertigen, der etwas so lassen will, wie es seit Jahrzehnten funktioniert, sondern der, der unbedingt etwas ändern will.
Die Frage müsste also lauten: Ist der Zwang tatsächlich eine ernsthafte Alternative zum Status Quo?
Als DKV-Mitglied bin ich jedenfalls froh, wenn sich "mein" Verband gegen eine Pflicht querstellt.
Die Frage, ob es "Alternativen zu einem Zwang gibt", ist aber schon von sich aus verkehrt, weil sie die Gegner eines solchen Zwangs per se in die Defensive drängt. Und nach meiner Auffassung hat nicht der sich zu rechtfertigen, der etwas so lassen will, wie es seit Jahrzehnten funktioniert, sondern der, der unbedingt etwas ändern will.
Aha, wer eine differenzierte Meinung vertritt, zwingt dich also in die Defensive. Traurig, traurig.
Außerdem wir deine ständig wiederholte Behauptung hier wollten Leute eine Tragepflicht durch eben diese ständige Wiederholung nicht richtiger.
conni0873
06.06.2008, 13:39
Aha, wer eine differenzierte Meinung vertritt, zwingt dich also in die Defensive. Traurig, traurig.
Wer einen Vorschlag macht und gleich von vornherein so tut, als wäre dieser Vorschlag alternativlos, der zwingt alle, die den Vorschlag nicht frenetisch bejubeln, in die Defensive! Und gerade wenn man dann noch mit dem Stichwort Sicherheit kommt, hat man natürlich den moralischen Joker vermeintlich auf seiner Seite.
Außerdem wir deine ständig wiederholte Behauptung hier wollten Leute eine Tragepflicht durch eben diese ständige Wiederholung nicht richtiger.
Eine ganz große Bitte - auch wenn die Eröffnung des Threads schon fast andertalb Jahre her ist: Erst lesen, dann schreiben. Und im Zweifelsfall auch nochmal Beiträge anschauen, deren Erstellung etwas zurückliegt.
Hier nur mal auszugweise ein paar der ersten Beiträge in diesem Thread:
Beitrag #1 von Chillosaurus:
"Ich würde also eine solche Regelung für notwendig halten..."
Beitrag #2 von ogf
"Ich halte eine generelle Schwimmwestenpflicht für sinnvoll."
Beitrag #3 von Monday
"Ich auch - ..."
Beitrag #19 von day
"find es aber super, dass mein verband den schritt zu pflicht gewagt hat."
Und so taucht das immer und immer wieder in der Diskussion auf.
Kann es sein, dass du allein ein Langboot auf Zahmwasser fährst? So sieht es zumindest nach deinem Profil aus. Dann wird es verständlich, das du eine ganze andere Sichtweise hast als die, die auch Kurzboote auch auf bewegtem Wasser fahren.
Die Diskussion hat sich übrigens nach ihren ersten Anfängen differenziert weiterentwickelt.
conni0873
06.06.2008, 13:55
Kann es sein, dass du allein ein Langboot auf Zahmwasser fährst? So sieht es zumindest nach deinem Profil aus. Dann wird es verständlich, das du eine ganze andere Sichtweise hast als die, die auch Kurzboote auch auf bewegtem Wasser fahren.
Die Diskussion hat sich übrigens nach ihren ersten Anfängen differenziert weiterentwickelt.
Das schrieb ich ja in meinem ersten (oder war's der zweite?) Beitrag - dass es möglicherweise zwischen Chillosaurus und mir das Missverständnis geben könnte, dass wir unterschiedliche Gewässer meinen.
Ich bin Wanderfahrer, meist auf dem Rhein unterwegs, und fahre ein entsprechendes Wanderkajak.
Bei Wildwasser oder Seefahrten sieht die Schwimmwestenthematik sicherlich schon ganz, ganz anders aus... Da will ich mir aber auch kein Urteil erlauben, weil ich WW gar nicht und "See" höchstens mal auf der Ostsee in Küstennähe fahre.
Sollte sich die Forderung nach einer generellen Schwimmwestenpflicht also rein auf diese Bereiche bezogen haben, dann wäre es hilfreich gewesen, wenn die Unterstützer dieser Forderung das auch so geschrieben hätten. Den Eindruck hatte ich aber während der ganzen Diskussion leider nicht - da war halt immer wieder explizit von Wanderfahrern und Flüssen die Rede.
Und zwischem Rhein und Niers, vielleicht auch im Sommerhalbjahr bei gutem Wetter auf der einen Seite und Seekajak und Wildwasser gibt es noch viel mehr. Kleinflüsse mit Wehren, das üben und Spielen in Schwällen. Auch in und vor allem nach den Bootsrutschen auf so manchem Fluss soll es schon zu auch problematischen Kenterungen gekommen sind.
Auf der Niers würde ich sicher auch keine Schwimmweste tragen, auf dem Rhein schon, schließlich macht das Spielen in den Wellen der Frachter auch mit dem Langboot Spass. Bei kaltem Wasser im Winter und Frühjahr immer eine Schwimmweste und auch ein Neo, im WW-Boot auch auf der Ruhr ne Schwimmweste und wenn Kehrwasser fahren, im Schwall spielen und rutschen angesagt sind auch ein Helm.
Nur auf Zahmwasser I fahren wahrscheinlich die wenigsten.
conni0873
06.06.2008, 14:11
Auf der Niers würde ich sicher auch keine Schwimmweste tragen, auf dem Rhein schon, schließlich macht das Spielen in den Wellen der Frachter auch mit dem Langboot Spass.
Das ist allerdings wahr, dass die Wellen Spaß machen. ;)
Hallo Jörg, Hallo Conni,
Ihr schreibt mir aus der Seele.
Die Befürworter eines ständigen Tragens irgendwelcher Schwimmhilfen sollten die Dinger am besten schon als zusätzlichen Protektor beim gefährlichsten Teil einer Kanutour, nämlich der An- und Abreise tragen; nicht nur Fahrradstürze werden gemildert, sondern auch Prellungen bei Autounfällen könnten dann im Oberkörperbereich vermindert werden.
Aber mal im Ernst - schnappt Euch mal die Kanusport 5/08, schaut in die Unfallstatistik des Jahres 2007 und überlegt Euch, welcher der tödlichen Unfälle durch eine DKV-Schwimmwestenpflicht vermieden worden wäre.
So gut wie gar keiner.
Der Großteil der Todesfälle waren Gelegenheitspaddler die keinem Verein oder Verband angehörten und wahrscheinlich noch nicht einmal mit Gewalt in eine Schwimmweste zu stecken gewesen wären.
Leider kann eine Schwimmweste im Gegensatz zu einer Zwangsjacke nicht vor schwachsinnigem Verhalten schützen, aber dafür erleichtert sie wenigstens das Auffinden und Bergen der Leiche.
Das Totschlagargument auch nur ein vermiedener Toter rechtfertigt eine Schwimmwestentragepflicht für über 100000 organisierte Kanusportler kann keiner gelten lassen.
Viele Grüße
Lutz
Wolfgang
06.06.2008, 15:38
Der Seakayaker hat in seinem Online-Angebot gerade die 3. Folge: warum welche Weste:
schau hier: http://www.seakayakermag.com/2008/08e-newsletters/June/pdf-questions.htm
Hier kommt man zu den vorherigen Folgen:
http://www.seakayakermag.com/articles_REVIEW-E.htm
Vielleicht hilft es ja Euch Streithähne mit etwas anderem Futter abzulenken - man muß beim Lesen der Seakayaker-Diskussion übrigens wissen, daß in Nordamerika halbautomatische Schwimmwesten und gar Automaten für Sportbootler lange Zeit gar nicht zugelassen waren. Die Coastguard meinte, zum ordentlichen Nutzen solcher komplexer Systeme ist der ungebildete Sportbootler nicht professionell genug - der kann nur mit ner Feststoffweste nix verkehrt machen. Soll sich inzwischen bzgl Coast Guard etwas geändert haben, aber in Kayaker-Kreisen werden immer noch nur Feststoffschwimmhilfen getragen.
playboat
06.06.2008, 16:42
Habt ihr mal darauf geachtet das die Angestellten der WSA bzw. Binnenschiffer Schwimmhilfen tragen. Als ich, ist schon ein paar Tage her, beim Bund war wurde unser Panzer mit Schwimmwesten ausgerüstet obwohl dieser garnicht schwimmen konnte :-)). Warum wohl?
Ein schönes sonniges, kenterfreies Wochenende auf dem Wasser wünsche ich allen.
Chillosaurus
06.06.2008, 19:22
[...]Aber mal im Ernst - schnappt Euch mal die Kanusport 5/08, schaut in die Unfallstatistik des Jahres 2007 und überlegt Euch, welcher der tödlichen Unfälle durch eine DKV-Schwimmwestenpflicht vermieden worden wäre.
So gut wie gar keiner.[...]
a) die Unfallstatistik des DKV ist nicht gerade eine repräsentative Größe, da sie nur die gemeldeten Unfälle beinhaltet.
b) sie erwähnt EXPLIZIT bei einem der Fälle, dass die Rettung misslungen ist, weil keine SChwimmweste getragen wurde. In der Statistik von 2007 wird die Problematik noch deutlicher:mad: :mad:
Chillosaurus
06.06.2008, 19:34
Woher nimmst Du eigentlich die Gewissheit (um mal ein weniger schönes Wort zu vermeiden), dass alle, die auf Westen verzichten, einfach nur zu doof sind, deren Sinn zu verstehen?
Dass es Menschen gibt, die sich bewusst und aus freiem Willen gegen das Westentragen entscheiden, scheint für Dich nicht vorstellbar zu sein...?!?
Was ist ein weniger schönes Wort für Gewissheit? Schick mir 'ne PM.
Ziel der Aufklärungsarbeit ist es zum Tragen von SChwimmwesten zu motivieren. Da dies nicht klappt, versagt sie. SEen?
Es gibt auch Menschen, die bewusst und aus freiem Willen vor'n Zug, vor'n Auto oder einfach von'ner Brücke jumpen. Ja, leider gibt es auch solche Menschen und es liegt selten an einem Mangel von Verstand.
Die Frage, ob es "Alternativen zu einem Zwang gibt", ist aber schon von sich aus verkehrt, weil sie die Gegner eines solchen Zwangs per se in die Defensive drängt. Und nach meiner Auffassung hat nicht der sich zu rechtfertigen, der etwas so lassen will, wie es seit Jahrzehnten funktioniert, sondern der, der unbedingt etwas ändern will. [...]
Nein die Frage ist schon richtig gestellt, auch wenn die Antwort je nach Standpunkt unterschiedlich erscheinen mag. Eine solche Frage ist nicht verkehrt und nicht verboten. Im Gegenteil ich finde solche Problemstellungen sehr hilfreich, da sie zu konstruktiven Vorschlägen und Überlegungen anregen können. Desweiteren will keiner etwas ändern, da der Impuls nicht vom Gemeinpaddler ausgeht. Wenn sich derjenige nicht mehr rechtfertigen müsste, der etwas so lassen will, wie es ist, könnte er ja seinen Verstand komplett ausschalten. In unserer fortschrittlichen Zeit ist es gerade Überlebensnotwendig sich ständig die Frage zu stellen, was zeitgemäß ist.
Aber genug Philosophiert!
Für mich ist die Beste Möglichkeit eine Ehrziehung zur Weste von Kindesalter an. Auch der Erwachsene Anfänger, der an den Kanuklub kommt, hat eine Weste zu tragen. Durch die Gewöhnung wird sie selbstverständlich. Das wäre der Idealfall. Aber es gibt dort noch diejenigen, aus den Zeiten, als Wildwasser noch mit Papierhelmen gefahren wurde, die sich schwer überzeugen lassen, weil die Macht der Gewohnheit zu groß ist.
Werner Schmiedel
06.06.2008, 19:57
Hai Loide,
die "Argumente" gegen die Schwimmwestenpflicht erinnern wirklich an die gegen die Pflicht, in Autos Gurte zu tragen.
Ich äussere mich dazu nicht weiter, nur Folgendes: Niemand, der ein Boot von mir ausleiht, fährt ohne Schwimmweste! Was er später damit tut, ist nicht mehr mein Problem. Wenn ich mit Kindern fahre, fahren wir alle mit Verhüterli, auch ich (grundsätzlich:rolleyes: ).
Allerdings, auf dem Untersee, wenn kein Wetter zu erwarten ist und ich allein oder mit Erwachsenen fahre, lasse ich meine Weste auch zu Hause. Also, konsequent bin ich auch nicht.
Zumindest in einigen Kantonen der Schweiz gilt Schwimmwestenpflicht, allerdings nicht sie zu tragen, sondern sie im Boot mitzuführen. Der Sinn dieser Vorschrift möge sich dem Einen oder Andern erschliessen, mir nicht.
Ich sehe allerdings auch keinen Grund, sich wegen dieser Frage zu streiten, schliesslich trifft man sich irgendwann einmal auf dem Wasser, mit oder ohne.
Ich freue mich auf die Meisten von Euch, z.B. demnächst auf der Ostsee,
der Werner
Nachschrift: "Freie Fahrt für Freie Bürger" ist für mich das dümmste Scheinargument, das es gibt.
Chillosaurus
07.06.2008, 11:07
[...]
Zumindest in einigen Kantonen der Schweiz gilt Schwimmwestenpflicht, allerdings nicht sie zu tragen, sondern sie im Boot mitzuführen. Der Sinn dieser Vorschrift möge sich dem Einen oder Andern erschliessen, mir nicht.
[...]
Der Sinn der Vorschrift liegt anscheinend darin, dass man die Bestimmungen für alle Bootsklassen, ob muskelbetrieben oder nicht, einheitlich regeln wollte.
Darüber hinaus bietet eine solche Mitführpflicht einen Anreiz dazu eine Schwimmweste überhaupt zu besitzen und sie gegebenenfalls nach eigener Einschätzung und Erfahrung anzuwenden. (Ist im Prinzip das, wovon ich des Anfangs wegen Helm und einigen Bächen parliert habe.) Sie sichert, dass die Schwimmweste nicht aus Faulheit zu Hause gelassen werden kann und ist vielleicht ein Kompromiss zwischen den Forderungen der Behörden nach einer generellen Schwimmwestenpflicht für Kleinstfahrzeuge und den sich dessen erwehrenden Kleinbootfahrern und-Verbänden.
Hoi Zusammen,
ich würde es begrüßen, wenn es hierzu eine Umfrage geben würde, bei der man abstimmen kann, sodass einmal ein übersichtliches Meinungsbild entstehen kann. Ich weiß, dass es in dem Forum Umfragen gibt, jedoch weiß ich nicht, wie ich eine solche erstellen kann.
Die Diskussion sollte aber in diesem Thread bleiben.
Munter bleiben :)
HH_jansen
13.08.2008, 22:33
Meine bescheidene Meinung: Eine Pflicht halte ich für den Personenkreis sinnvoll? Ja, für wen eigentlich? Kleine Kinder im Wildwasser noch am ehesten. Wenn sie gut schwimmen können und auf einem ruhigen See bei schönem Wetter unterwegs sind, nicht. Leute, die einen Kurs machen ja, weil andernfalls der Ausbilder beim eventuellen Unfall den größeren Ärger bekommen kann. Anfänger, die noch nie mit einem Boot auf dem Wasser waren und ohne Kenntnisse auf stärkeren Flüßen losheizen: Nur wenn absehbar ist, daß Retter benötigt werden könnten. Also nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten.
Eine uneingeschränkte Pflicht sagt mir nicht zu. Die deutliche Ermahnung, sie zu tragen und die Risiken durch eine erfahrenen Institution aufzuzeigen ist absolut sinnvoll aber auch hier halte ich eine Pflicht allenfalls bei Kindern notwendig, da sie noch nicht die volle Tragweite ihrer Entscheidungen kennen und ihr Können nicht richtig einschätzen.
Jugendliche und Erwachsene sind da gereifter und sollten Gelegenheit haben, selbst eine Entscheidung zu treffen. Wer meint, er braucht das nicht oder es behindert ihn, sollte nicht dafür bestraft werden. Das Leben ist nicht ohne Risiken und jeder ab einem gewissen Grad der Reife sollte es selbst bestimmen dürfen, welchen Risiken er sich aussetzt.
Beim Radfahren ist es nichts anderes. Ich fahre schon immer ohne Helm und will das solange machen, wie mir das paßt. Ich weiß um das Risiko, aber ist immerhin meine Birne, auch wenn es eigentlich unvernünftig ist. Noch fühle ich mich sicher genug. Mit dem Kajak habe ich deutlich später angefangen; meine Sicherheitsbedürfnis ist ein anderes. Ich trage hier sehr häufig eine Weste, etwa auf der Isar oder auf größeren Seen. Im Spreewald hingegen nicht.
Ja, das einfachste wäre es, eine Pflicht einzuführen und möglicherweise wären dann eine handvoll Todesfälle weniger zu verzeichnen. Ich fühle mich aber wieder ein kleines Stück mehr eingeengt in meiner Entscheidungsfreiheit und diese ist mir wichtig. Ich bin nicht Willens, mir alles vorschreiben zu lassen, auch wenn es häufig nur zu meinem Besten wäre.
Solange meine Entscheidung niemand anders betrifft, soll es auch nicht geregelt sein. Wenn bei mir im Kajak jemand sitzt, der komplett von mir abhängig ist, werde ich aber meinen Willen der Sicherheit unterordnen. Rücksicht auf andere nehmen, und wo es nichts ausmacht, selbst bestimmen.
Fühle mich auch zunehmend von allen Seiten in meiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Das geht ja nicht nur um die Schwimmwestenpflicht, sondern es wird ja allenthalben auch über eine Helmpflicht (nicht nur beim Paddeln, sondern auch beim Klettern und Rennradfahren) gesprochen. Das Ganze geht mir reichlich auf den Keks. Letzten Endes bleibt einem aber ja gar nichts anderes übrig, als abzuwarten, was sich die Entscheider einfallen lassen und dann im Zweifel halt als schwarzes Schaf gegen das Gesetz zu verstoßen... :D
.Ich bin nicht Willens, mir alles vorschreiben zu lassen, auch wenn es häufig nur zu meinem Besten wäre.
Es ist nicht einfach, hier eine allgemein akzeptabele Lösung zu finden.
Allerdings sollte eine Vorgabe gegeben werden, das wenn jemand bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nicht einsetzt, die Folgen als selbstverschuldeter Vorgang oder grob Fahrlässig zu werten. Also auch die Konsequezen daraus ( Arzt, Krankenhaus etc. etc. )
So kann jeder selbst entscheiden, ob es die "Freiheit" wert ist, über den Baldeney See ohne S-Weste zu paddeln ( oder zu schwimmen ;) )
Ich sage meinen Paddelkollegen bei einer Rheintour immer:
...wenn du alleine paddelst, kannst du absaufen wie du willst.
Wenn du aber mit uns paddelst, denke an die Retter und trage eine S-Weste......
Gruß vom Westenträger
Thomas
Eine generelle Schwimmwesten/ Helmpflicht ist unsinn. Aber sich vor dem aufs Wasser gehen deutlich Gedanken machen, halte ich für durchaus sinnvoll.
Ich selbst bin letztens sogar als Fahrtenleiter als einziger mit Helm gefahren, weil ich das so für sinnvoll gehalten habe. Bei der Gruppe war es einfach nicht Notwendig.
Diese Diskussion bringt aber wenigstens etwas. Diejenigen, die der Fraktion Helm/Schwimmweste immer angehören, haben ihren Helm/Schwimmweste jetzt immer auf. und diejenigen die Helm/Schwimmweste niemals sagen sind eine nicht relevante Minderheit. Und der Rest macht sich jetzt Gedanken darum!
Chillosaurus
14.08.2008, 20:22
E[...]Ich selbst bin letztens sogar als Fahrtenleiter als einziger mit Helm gefahren, weil ich das so für sinnvoll gehalten habe. Bei der Gruppe war es einfach nicht Notwendig.
Diese Diskussion bringt aber wenigstens etwas. Diejenigen, die der Fraktion Helm/Schwimmweste immer angehören, haben ihren Helm/Schwimmweste jetzt immer auf. und diejenigen die Helm/Schwimmweste niemals sagen sind eine nicht relevante Minderheit. Und der Rest macht sich jetzt Gedanken darum!
Wieso war es für die Gruppe nicht notwendig, für dich als erfahrener Paddler jedoch schon?
Ich glaube da hast du die Diskussion eindeutig übergewertet. Zahlreiche Feldversuche, wie hier schon zitiert zeigen ja eindeutig: die Fraktion Schwimmweste nie ist keine Minderheit. Der geringe Personenkreis, der diese Diskussion liest ist nichts im Vergleich zu der Masse der Paddler, die tagtäglich den Bach runterdüsen.
jetz erstmal nur auf den Bereich Wildwasser, Wander/ Freizeitsport oder Kanurennsport? Ich denke wir sollte diese ganze Diskusion hier mal trennen und gegebenenfalls in die einzelnen Sportarten unterteilen.
Wie in Sachsen gibt es auch in Sachsen- Anhalt eine eindeutige Regelung. Siehe hier auch die Mitteilung des LKV Sachsen-Anhalt (http://www.kanu-sachsen-anhalt.de/) .
Ansonnsten euch noch ein schönes Wochenende
Also alle die meinen man müsste auf WW 0 oder 1 einen Helm oder eine Weste tragen, sollten das auch tun.:rolleyes: Aber ich will mich nicht unnötiger weise auf Flüssen wie z.B. der Wiesent mich unnötigerweise einengen. Und wer jetzt mit dem Argument von wegen Sicherheit... und kann auch auf solchen Flüssen geschehen, mir kommen will, soll doch mal zwei Wochen immer tagtäglich mit Helm und Schützern auf der Straße rum laufen.:p Den auch auf der Straße kann auch immer... Ich halte das alles für Käse. Und wer darf dann entscheiden Wer nicht so selbstständig ist , und Was der richigen Quallität entspricht.:mad: Auserdem Kajakfahren erst ab 21 Lebensjahr, und Kein Brillenträger.:eek:
Vor wenigen Wochen fuhr ich auf der Lippe, es war gut Wasser drauf und so gab es eine nette Spielstelle, die ich da mit dem Kurzboot unterwegs nutzen konnte :) .
Wie bei uns üblich trug ich während des Spielens einen Helm. Irgendwann mal einen Moment unaufmerksam und blupp, gekentert. Da das Wasser nicht sehr tief war stieß ich mit dem Kopf an einem unter liegendem Stein. Dank Helm ist nichts passiert.
Was möglich gewesen wäre, wenn ich ohne Helm und alleine gespielt hätte, das mag jeder für sich beurteilen.
.....immer tagtäglich mit Helm und Schützern auf der Straße rum laufen. Den auch auf der Straße kann auch immer... Ich halte das alles für Käse.....
Wer Heute bei einem Bike-Unfall ohne Helm verletzt wird, bekommt eine Mitschuld.
So sollte es auch beim Paddeln sein -
ohne entsprechende Schutzausrüstung = Schaden anteilig mittragen ( wenn man's dann noch kann :eek: )
Gruß Thomas
Chillosaurus
18.08.2008, 19:09
Wer Heute bei einem Bike-Unfall ohne Helm verletzt wird, bekommt eine Mitschuld.
So sollte es auch beim Paddeln sein -
ohne entsprechende Schutzausrüstung = Schaden anteilig mittragen ( wenn man's dann noch kann :eek: )
Gruß Thomas
Nur müsste noch dafür gesorgt werden, dass dies in das Bewusstsein aller rückt, die sich auf den Bach / oder auf die Straße bzw. ins Gelände begeben!
Da sind wir wieder bei einer zentralen Fragestellung. Wie geschieht dies am besten?
Da sind wir wieder bei einer zentralen Fragestellung. Wie geschieht dies am besten?
Durch Vorbildfunktion und ständiges Schulen / Hinweisen.
Allerdings wird das 1 - 2 Generationen dauern - egal bei welcher Sportart.
Es müssen erst die alten Sturrköpfe ( ich pauschalisiere hier mal extra :D )
nicht mehr in der 1. Reihe stehen.
Neue Sportler nehmen nämlich solche Dinge schnell auf und halten sich auch daran.
...ist und war bei mir nicht anders...
Grzuß Thomas
paddel-freak
19.05.2009, 20:31
Gibt es zu den Thema eigentlich etwas neues?
Nein, es gibt nichts Neues.
Hi Leute
ihr habt es ja schon ausgiebig diskutiert :)
Könnt ihr mir helfen, wo ich mich diesbezüglich informieren kann wie weit der Stand ist, und wo ich für eine Pflicht für Erwachsene kämpfen kann?
Ich komme zu dem Schluß als selbst Betroffene und will gerne dafür kämpfen.
freu mich über neutrale Antworten
be blessed
paikea
Welches Ereignis bringt dich denn zur Bereitschaft für eine Pflicht zu kämpfen?
meine freundin ist daran gestorben, weil sie keine hatte
klar wäre sie vllt. auch mit gestorben - kann man ja nicht def. sagen. Dennoch wären die Überlebenschancen def. höher gewesen.
und kannste mir weiterhelfen? :)
gruß pai
nur_thomas
25.06.2009, 14:04
Moin Pai,
o.k. schlaue Leute trage eh immer eine. Das war aber wohl nicht deine Frage.
Du möchtest wohl eher eine Gesetztesinitiative sehen. Hier sind bei uns die Verbände gefragt. Aus Paddlersicht der DKV bzw. als erster Schritt Dein LKV. Die bisherige Einstellung wahr in userem Verand (wenn ich das richtig verstaden habe). Jeder soll doch tun was er will - eine Pflicht wird abgelehnt. Hier müsstest Du also anfangen und Überzeugungsarbeit leisten. Ich fürchte nur das wird schwer, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Alternativ könntest Du Dich auch an ander Verbände wenden, Segler, Motorbootfahrer, Angler. Ich fürchte nur, die sind noch nicht halb soweit wie die Paddler. Na gut, zum Schluss gibt es dann noch europäisches Recht. Das kann aber dauern.
In diese Sache etwas in Bewegung zu setzen ist also langsam und schwerfällig. Fang doch mal mit ner Unterschiftenliste an. Meine Unterschrift hast Du sofort.
Kopf hoch irgentwas geht immer ...
Thomas
fritzbernd
25.06.2009, 14:44
Hallo Pai!
So ist es in Berlin geregelt - ich kann das nur begrüßen:
... Sicherheit im Berliner Kanusport – Winterpaddeln
Der Vorstand des LKV Berlin hat auf seiner Sitzung am 15. Oktober 2008 Folgendes beschlossen:
„Vom 15.10. eines jeden Jahres bis zum 15.4. des nächsten Jahres besteht für den Bereich des LKV Berlins für alle Mitglieder die Pflicht, bei der Ausübung des Kanusports Schwimmwesten zu tragen.
Bei wärmeren oder kälteren Wetterperioden kann der Zeitraum durch das Präsidium verlängert oder verkürzt werden, was im Internet auf der LKV-Seite bekannt gegeben wird.“
Anmerkung
Die zunehmende Ausübung des Kanusports im Winter macht auch eine Veränderung des Sicherheitsbewusstseins des einzelnen Kanuten notwendig.
Ungeachtet aller juristischen und besserwisserischen Argumentationen zur Umsetzbarkeit eines solchen Beschlusses möchte der Vorstand damit ein Zeichen setzen, dieses Thema ernst zunehmen.
Wer keine Schwimmweste trägt gefährdet nicht nur sich selbst, sondern handelt damit auch vorsätzlich grob unsportlich: Jeder Kanute hat eine innere und eine äußere Vorbildfunktion, deren Verletzung bei Unfällen immer auf den Kanusport insgesamt zurück fällt.
Jedem, der sich nun in die Diskussion einschalten möchte, empfehle ich zunächst, Mitte/Ende November einfach mal an eine Badestelle zu gehen und zu versuchen, einige Minuten zu schwimmen (eine heiße Dusche sollte aber in der Nähe sein). ...
Gruß fritzbernd :)
(Pro Schwimmweste!)
danke
also zeit hab ich *g*
Wieviele Unterschriften braucht man denn um was zu bewegen?
Ich will ja auch pflicht für das ganze Jahr, nicht wie in Berlin nur im Winter!
Denn die meisten ertrinken im Sommer....
grüßle
pai
fritzbernd
25.06.2009, 15:04
Hallo Pai,
wieviele Unterschriften weiß ich nicht.
Aber ohne dir den Optimismus nehmen zu wollen, du wirst dich wundern, wieviele Schwimmwestengegner es hier gibt.
Wir sind hier in Deutschland!
In Skandinavien ist es eine Selbstverständlichkeit - aber hier...:(
Trotzdem - Viel Erfolg!
fb:)
ja ich weiß....
ich überlege es ja schon nicht seit gestern....
eher seit knapp 3 Jahren.
Und nun denk ich, dass es wieder ein Sommer geben wird und viele Paddler und viele die z.Bsp. aus Unwissenheit und mangelnder Einweisung ertrinken werden.
Davon hab ich einfach genug.
Ich versteh nicht, warum es nicht verpflichtend ist. In manchen Fällen kann es schaden - ja. Aber meistens eher helfen.
Hm, ich weiß auch nicht, wie ich das am besten anfange...
alleine wirds eh schwer....
seufz
pai
plumperquatsch
28.06.2009, 13:02
Die zunehmende Ausübung des Kanusports im Winter macht auch eine Veränderung des Sicherheitsbewusstseins des einzelnen Kanuten notwendig.
Dass die Berliner ein bischen anders sind, das habe ich schon länger begriffen. aber das Winterpaddeln als Anlass zu nehmen, an die Sicherheit zu apellieren ist schon dumm.
Als wenn im Sommer die Gefahren geringer sind.
Trotzdem bin ich nicht dafür, die nicht träger von Schwimmwesten als kleine Verbrecher hinzustellen. Wichtiger ist eine vernünftige Aufklährung zu leisten, so dass die Masse freiwillig Schwimmwesten trägt.
Radfahrer sind noch nicht verpflichtet Helme zu tragen, man versuch aber auch hier an der Vernunft aller zu arbeiten und fängt bei den Jüngsten an. Entsprechend wichtig ist auch im Kanusport im Jugendtraining das Tragen von Schwimmwesten zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Ich kenne keinen Verein, der sein Jugendtraining ohne Schwimmwestenpflicht für die Teilnehmer durchführt. Wenn dann die Schwimmweste zur Standartausrüstung wird, die wie Boot und Paddel von jedem automatisch mitgenommen wird, hat man mehr erreicht als durch eine Pflichtnutzung.
Tut ir leid, dass ich die Pflicht für eine große Dummheit halte, aber freiwillig sicher sein ist besser!
Gruß P.
Gerhard Falk
30.06.2009, 09:37
Es soll einmal Missionare gegeben haben, die ihre Schäfchen erschlugen, wenn sie sich nicht missionieren ließen.
Richtig, das hier ist doch etwas ganz Anderes!
Trotzdem sollte man mal nachdenken, welche Pflichten wir alle gesetzlich machen müssten, wollte man dieser Pflicht-Schwimmwesten-Logik hier folgen.
Wenn wir dann "alles" geregelt haben, dann können wir ja darüber stöhnen, dass es so viele Verbote und Gebote gibt und streiten dann wieder für etwas mehr Freiheit und Selbstverantwortung.
Der "Selber-schuld-Gedanke" übrigens macht den Grundgedanken der Solidarität endgültig kaputt. Ein paar Doofe ohne Schwimmweste werden doch noch zu ertragen sein?
Ahoi!
Gerhard (mit und ohne):D
fritzbernd
30.06.2009, 11:13
...aber das Winterpaddeln als Anlass zu nehmen, an die Sicherheit zu apellieren ist schon dumm...
Was ist daran dumm? Der Anlass ist doch egal, Hauptsache man apelliert überhaupt...:confused: :confused: :confused:
Ich persönlich halte es so - bei niedrigen Temperaturen trage ich beim Paddeln immer meine Schwimmweste, wenn es wärmer ist nur auf größeren Gewässern oder wenn ich ganz allein unterwegs bin.
Mag sein, dass ich in den Augen der Schwimmwestengegner als ängstliches Weichei erscheine und bei den militanten Befürwortern als unverantwortlich fahrlässig - das ist mir aber so ziemlich egal. :rolleyes:
Übrigens - ich trage beim Fahrradfahren auch Fahrradhelm, beim Rollschuhlaufen Knie- und Ellenbogenschützer, beim Autofahren lege ich den Gurt an - auch auf kurzen Strecken, ich telefoniere im Auto - wenn überhaupt - nur mit Freisprechanlage ... freiwillig, versteht sich...;)
...Dass die Berliner ein bischen anders sind...
Gruß P.
Ach so - nehmt euch einfach ein Beispiel an den Berlinern!
Denn:
Wir sind eure HAUPTSTADT ihr Bauern!!!;)
Gruß fb:)
mir ist schon klar das ich eine Pflicht nicht erzwingen kann.
Dann wäre es aber gut, wenigstens AUFZUKLÄREN, bevor man in ein Boot steigt.
Es gibt viele Leute, die über die Gefahren nicht aufgeklärt sind, weil sie davon ausgehen, dass der Verleiher sie darüber aufklären würden.
Wieviele Leute sind deshalb schon gestorben??
Etliche....
Das stört mich einfach. Wenn man es weiß, und dennoch nicht trägt: ok, dann is derjenige selbst schuld: ja ok!
Aber aus Unwissenheit?
Das man einen Helm tragen sollte, wenn man Fahrrad fährt wird auch nicht "verpflichtend" aber es wird aufgeklärt - werbung gemacht etc.
Wenn man dies auch mit Schwimmwesten VERSTÄRKT machen würde, wäre es bestimmt sinnvoll.
Ihr solltet euren Gedankengang nicht auf Freizeitsportler eingrenzen die dies öfters machen (paddeln etc), sondern auf die Touristen die oft im Sommer auf Elbe, Rhein & Co Touren machen und einfach Laien sind!
:eek:
gruß paikea
Gerhard Falk
01.07.2009, 07:18
Ihr solltet euren Gedankengang nicht auf Freizeitsportler eingrenzen die dies öfters machen (paddeln etc), sondern auf die Touristen die oft im Sommer auf Elbe, Rhein & Co Touren machen und einfach Laien sind!
:eek:
gruß paikea
Danke für die "Denkhilfe". Du wolltest aber doch wegen der überall vorhandenen "unwissenden" Idioten für alle eine Pflicht einführen. Dieses Prinzip ist aber nicht durchgängig zu realisieren. Darüber solltest Du nachdenken, ob Deine Forderung wirklich sinnvoll ist.
Die Liste solcher Gelegenheitstouris ist beliebig lang. Frage mal z. B. die Bergwacht, wie die Leutchen so auf Klettersteigen und ähnlichem unterwegs sind. Da reichen die Sicherheitsprobleme vom Kopf bis zu den Füßen.
Ich kann Dir bei allem zustimmen, nur nicht bei den bevormundenden Pflichten, die dann vielleicht auch noch strafsanktioniert daherkämen.
Übrigens:
Ganz sicher wird man Verleihern in einem Haftungsprozess den Nachweis der Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten (z. B. auch der hinreichenden Aufklärung) abverlangen müssen. Wenn da die Beweislast bei den Verleihern läge, dann sollte das hilfreich sein.
Ahoi!
Gerhard
fritzbernd
01.07.2009, 08:03
Hallo Pai,
aus Deinen Beiträgen spricht ein starker Leidensdruck, aktiv zu werden – in Bezug auf Schwimmwestenpflicht oder zumindest auf dringliche Empfehlung zum Tragen der Schwimmweste beim Ausführen des Kanusports.
Ich kann Dein Ansinnen gut verstehen.
Nur, ob dieses Forum der richtige Platz und Deine Appelle die Erfolg versprechende Herangehensweise sind, wage ich - ganz stark - zu bezweifeln.:(
Wenn Du solch eine Initiative ins Leben rufen und bis zur Erreichung Deiner Ziele am Laufen halten willst, musst Du das professioneller aufziehen, viel Kraft aufwenden und Dich auf einen langen, Kräfte zehrenden Weg mit kleinen Schritten, großen Widerständen und herben Rückschlägen einstellen. Wenn Du meinst, Du hast die Power dazu, dann solltest Du Dein Projekt in etwa folgendermaßen angehen:
1. Informationen sammeln
Hiermit kannst Du erstmal beginnen. Du solltest alles sammeln, was Du zu diesem Thema in der Literatur, im Internet, in Dokumenten der Kanuverbände, in Vereinen, in der Rechtssprechung, bei anderen Anwendern von Schwimmwesten (z.B. in der Seefahrt), bei Herstellern von Schwimmwesten, vielleicht in wissenschaftlichen Arbeiten und Aufsätzen usw. finden und auftreiben kannst.
Diese Informationen musst Du sichten, sortieren, bewerten, gewichten…
2. Ziel formulieren
Du solltest genau formulieren, was Du erreichen willst. Vielleicht abstufen, was das Maximalziel ist (beispielsweise „Schwimmwestenpflicht für alle“) und was Du mindestens erreichen willst. (beispielsweise „Schwimmwestenpflicht beim Verleih und Verbandsweite Empfehlung und Aufklärung“)
Gib Deinem Projekt einen Namen!
3. Konzept erstellen
Jetzt solltest Du Dir Gedanken machen, wie Du die Initiative aufziehen willst und dazu ein ordentliches Konzept erstellen. Das muss neben der Zielstellung beinhalten, mit welchen Mitteln und auf welchem Weg Du dieses erreichen willst und so genannte Meilensteine enthalten, die in einer logischen Reihenfolge abgearbeitet bzw. erreicht werden müssen. Die folgenden Punkte sollten dabei in Deinem Konzept Berücksichtigung finden:
4. „Marktsituation“ prüfen
Aufgrund Deiner Informationssammlung solltest Du einschätzen, was zu diesem Thema auf dem „Markt“ schon alles vorhanden ist, was aus Deiner Sicht fehlt, was Erfolg versprechend ist und was absolut nicht geht.
5. Partner finden
Du wirst diese Aufgaben nie und nimmer allein bewältigen können. Suche Dir also starke Partner, Verbündete, die Deine Idee teilen und Dich über den gesamten Zeitraum oder für die Teilaufgaben unterstützen können und wollen. Überlege, wer Interesse an Deiner Idee hat.
Ich könnte mir vorstellen, bei Kanuverbänden Unterstützung zu finden, bei den Herstellern von Schwimmwesten oder aber auch in völlig „artfremden“ Bereichen. Hier musst Du kreativ sein und mit Argumenten in alle möglichen Richtungen überzeugen können. Wenn Dir das selbst nicht liegt, such Dir jemanden, der das für Dich machen kann. Klinkenputzen ist ein harter Job!
Verteile Aufgaben und delegiere Verantwortlichkeiten. Halte aber am Ende immer die Fäden in der Hand!
6. Sponsoren finden
Natürlich wird ab einem bestimmten Punkt der ganze Spaß auch Geld kosten, was Du vielleicht nicht hast oder auch nicht unbedingt aus der eigenen Tasche aufbringen willst. Hier gilt sinngemäß dasselbe wie beim vorigen Punkt. Manchmal gibt es aber auch Leute oder Einrichtungen, die einfach nur das Geld zur Verfügung stellen, weil ihnen die Idee gut gefällt oder aus anderen unerfindlichen Gründen. Prüfe, ob es irgendwelche Fördermittel gibt, wer kann statt Geld andere benötigte Sachmittel zur Verfügung stellen usw. usw.
7. Öffentlichkeitsarbeit planen
Überlege, mit welchen Mitteln Du an die Öffentlichkeit gehen kannst. Medienarbeit ist einer der wichtigsten Punkte und unverzichtbar. Wen willst Du mit Deinem Thema erreichen? Wie erreichst Du möglichst Viele bzw. – was noch wichtiger ist – wie erreichst Du die Richtigen? Beschränke Dich nicht auf ein bestimmtes Medium - beispielsweise ist dieses Forum für Dein Ansinnen sicher nicht das am meisten geeignete - sondern nutze die Vielfalt der Medienlandschaft, die sich heute bietet und nicht unbedingt viel kosten muss.
8. Zeitplan aufstellen
Mache Dir einen ehrgeizigen Zeitplan und versuche, Dich daran zu halten. Du musst versuchen, immer einen gewissen Druck aufzubauen und zu halten, sonst verebbt das Projekt irgendwann im Nirwana.
Termin des Beginns. Termine zur Erreichung von Meilensteinen und Zwischenzielen. Endtermin.
9. Budgetkalkulation erstellen
Gleichzeitig mit dem Zeitplan solltest Du eine Budgetkalkulation erstellen. Geldgeber möchten wissen, was mit ihrer Kohle passiert – überlege also, was alles Geld kostet in Deinem Projekt, informiere Dich über Preise und Konditionen und fasse das alles in einer möglichst Detaillierten Aufstellung aller Kosten, die im Laufe des Projekts anfallen, zusammen.
Unterscheide dabei nach Ausgaben und Einnahmen.
Die wichtigsten Kategorien für Kosten sind:
Ausgaben – Sachkosten (Geschäftsbedarf, Öffentlichkeitsarbeit, Ausstattung, Sonstiges), Personalkosten (z.B. Anwalt, externe Berater etc.), Mobilitätskosten (Reise und Unterkunft), Sonstige Kosten (Gebühren, Gutachten etc.)
Einnahmen – Sponsoring, Eigenmittel, Fördermittel, Sonstige Einnahmen
10. Nachhaltigkeit sichern
Du hast jetzt ein Konzept, einen Zeitplan und eine Budgetplanung.
Solch ein Projekt „lebt“ aber und verändert sich ständig.
Um den Fortbestand des Projektes zu sichern und zur Zielerreichung solltest Du Dir auch Sicherheiten schaffen. Dazu gehören:
- Verträge oder verbindliche Vereinbarungen mit den Partnern und Sponsoren erstellen.
- Erkundige Dich, welche rechtlichen Rahmenbedingungen Du einhalten musst – lass Dich dazu professionell (Anwalt) beraten. Der Paragrafendschungel hält jede Menge Stolperfallen bereit…
- Lege Dir verschiedene Strategien für unterschiedliche Szenarien zurecht, wenn sich das Projekt in bestimmten Teilabschnitten nicht so entwickelt, wie Du es geplant hattest.
- Mache Dir Checklisten und Offene-Punkte-Listen mit Deinen Teilaufgaben, die Du immer wieder durchgehst – bis sie abgearbeitet sind.
- Überlege Dir, welche Risiken bestehen, die Dein Projekt in Frage stellen oder gefährden könnten. Wie kannst Du diese Risiken minimieren und ihnen entgegenwirken.
- Schließlich und endlich – überlege Dir auch schon von Beginn an Ausstiegsszenarien. Sprich: Zieh die Reißleine, wenn Dir das Projekt über den Kopf zu wachsen droht oder wenn die Zielerreichung in unerreichbare Ferne rückt. Dann sollte man ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorziehen.
Das ist natürlich nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten der Herangehensweise. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Erfolgsgarantie.
Trotzdem hoffe ich, dass ich Dir ein Wenig weiterhelfen konnte und Dich nicht zu sehr verunsichert habe .
Solltest Du eine entsprechende Initiative ins Leben rufen, wünsche ich Dir viel Kraft und Erfolg!
Und lass Dich nicht von den Zweiflern und Besserwissern runterziehen!
Toi Toi Toi !!!
fb:)
Du wolltest aber doch wegen der überall vorhandenen "unwissenden" Idioten für alle eine Pflicht einführen. Dieses Prinzip ist aber nicht durchgängig zu realisieren. Darüber solltest Du nachdenken, ob Deine Forderung wirklich sinnvoll ist.
siehe meinen ersten Satz in meinem Beitrag!
Das hatte ich ja bereits geschrieben
fp:
dankeschön.
Ich habe bereits letzte Woche schon schritte unternommen zur Aufklärung.
Ich bin gespannt, was ich in den nächsten Jahren noch erreichen kann.
Danke für deine Unterstzützung.
(Die Schwimmwestenpflicht hab ich schon letzte Woche abgehackt. Aber das sagte ich ja schon mehr oder weniger).
Hallo Paika,
Ich finde dein Ansinnen richtig gut. Allerdings ist eine Pflicht nur schwer durchsetzbar.
Vieleicht ist dir in vielen Schwimmbädern aufgefallen, das die DLRG und dar DRK Plakate entwickelt haben, um vor den Gefahren im Wasser zu warnen.
Der DKV hat auch einige Flyer entwickelt, die vieleicht nicht ganz "Laientauglich" sind.
vieleicht ist genau das ein Ziel, das sich zu verfolgen lohnt!
PS:
Die Polizei hat bei uns letztes Jahr seeeehr eindrücklich gesagt, das bei der nächsten Kenterung ohne Rettungswesten (im Boot) auch gegen den Vorstand des Vereines ermittelt wird!
Und siehe da, die Anzahl der Toten ging zurück.:)
plumperquatsch
01.07.2009, 19:47
Schwimmwestenpflicht bei Freizeitsportlern.
Versucht das nun mal bei den Ruderern durchzusetzen, die gehören doch wol mit ins Boot. Die zeigen euch den Vogel und lassen euch dann einweisen.
Wo? Ich bin Paddler, nicht Akademiker.
Niemand hat vorgeschrieben, das die Westen angezogen sind. Meist gehen die Boote unter und die Ruderer standen ohne jeden Auftriebskörper da.
Das mitführen reicht.
Viele Ruderer sind im Winter übrigens mit Automatikweste unterwegs.
plumperquatsch
03.07.2009, 04:40
Viele Ruderer sind im Winter übrigens mit Automatikweste unterwegs.
Wo?
Hier Nicht!
Aussage eines Paddlers, den ich dieses Jahr traf:
"Ich komme eigentlich vom Rudern. Da hat man angefangen nach einem Unfall Schwimmwesten zu tragen, das lässt aber auch schon wieder stark nach. Man sieht kaum noch jemanden mit Schwimmweste"
Wenn es regional noch Vernunft gibt, dann ist zu hoffen, dass sich diese Krankheit noch ausbreitet.
Mandalay
09.07.2009, 14:55
In Skandinavien ist es eine Selbstverständlichkeit - aber hier...
schon gewusst dass die Pflicht in Schweden eingeführt wurde weil zuviele Deutsche dort ertrunken sind?
Spricht doch Bände ;-)
Für Grossgewässer, Verleiher! sollte die Pflich auf alle Fälle eingeführt werden.
Für sommerliche Badeseen, knietiefe Bäche- wohl eher unnötig.
Ma
Sodele
ich hatte ja bereits erwähnt dass ich andere Schritte unternommen hatte: Und zwar zur Prävention :)
Hatte an das MDR Fernsehen geschrieben und um Prävention gebeten.
heute kam folgende Email zurück:
11.07.2009
Sehr geehrte Frau ( :) ),
Wir möchten uns erneut auf Ihr Schreiben beziehen. In unserer heutigen
Sendung des SACHSENSPIEGEL ist ein Beitrag zu neuerlichen Bootsunfällen
geplant. Sie finden die Sendung auch 7 Tage im Internet unter
http://www.mdr.de/mediathek/ .
Wir hoffen Sie weiterhin beim SACHSENSPIEGEL zu begrüßen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Berko Thürmer
Freier Mitarbeiter
MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Landesfunkhaus Sachsen
Programmbereich Fernsehen
Königsbrücker Straße 88
01099 Dresden
Na wenn das kein erster Erfolg ist :) Auch wenns es nur ein kleiner Schritt ist - es ist einer! Und das ist gut so :)
*freu*
lg
be blessed
Pai
paddel-freak
14.08.2009, 13:35
Also ich finde den Vergleich zur Anschnallpflicht im Auto einfach albern. Wenn ich mit dem Auto einen Unfall habe, kann ich das was nach den Aufprall passiert nicht mehr beeinflussen (James Bond ausgenommen). Wenn ich mit dem Kanu umkippe, passiert mir zunächst einmal gar nichts, außer das ich nass werde. Sofern es nicht gerade besonders kalt ist oder es starke Strömung gibt, kann ich problemlos an Land schwimmen. Wenn es zu einer allgemeinen Pflicht kommt, bin ich auch für eine Helmpflicht für Spaziergänger, schließlich kann praktisch überall etwas herunterfallen, Kinder könnten mit Steinen in der Gegend herum werfen und es wurde wohl auch schon einmal ein Mensch von einer Sternschnuppe erschlagen.
Wer hat denn den Vergleich mit der Anschnallpflicht in diesem Thread gemacht. Ich habe mir jetzt zwar nicht noch einmal den ganzen lagen Thread durchgelesen, aber die SuFu fand da nur deinen Beitrag.
Was ist denn für dich besonders kalt oder eine starke Strömung. Auf dem Rhein sind in den letzten Wochen 6 Badende ertrunken. Reicht dir diese Strömung für eine Schwimmweste? Was ist ab WW I, was ist auf Großgewässern, was ist wenn Techniken trainiert werden und so das Kenterrisiko größer wird?
Man muss bei diesem Thema sehr differenzieren, aber ich trage nur im Langboot auf der Ruhr bei 20° Wassertemperatur keine Weste.
Chillosaurus
14.08.2009, 18:39
[...]. Wenn es zu einer allgemeinen Pflicht kommt, bin ich auch für eine Helmpflicht für Spaziergänger, schließlich kann praktisch überall etwas herunterfallen, Kinder könnten mit Steinen in der Gegend herum werfen und es wurde wohl auch schon einmal ein Mensch von einer Sternschnuppe erschlagen.
Das mit dem Steinen habe ich bislang nur auf dem Bach erlebt. Andere Paddler berichteten auch von Steine- oder Holzwerfen von einigen Brücken. Sicherheitshalber fahre ich meist etwas diagonal darunter durch. Von Spaziergängern habe ich soetwas bislang nicht erfahren.
Helmpflicht für Spaziergänger und Ritterrüstung für alle!
KEINE Schwimmwestenpflicht, jeder sollte das für sich selbst entscheiden, wann und wo er mit Schwimmweste fährt (hängt von vielen Faktoren ab, die aufzuzählen würde den Rahmen sprengen).
Ich verwende eine Automatikweste (kurzer Schnitt, für Kajakfahren), die nur mit Handauslösung zu betätigen ist. Diese befindet sich immer griffbereit im hinteren Decksnetz in einem wasserdichten Beutel (damit ich sie bei Nichtgebrauch nicht ständig trocknen muß). Somit kann ich, z.B: bei aufkommenden Sturm oder Gewitter schnell reagieren, denn bei Badetemperaturen und ruhigem Wasser fahre ich ohne, nur ab Herbst oder im Winter sowie WW trage ich sie ständig.
An die Schwimmwestenpflichtbefürworter:
Mir ist aufgefallen, dass häufig nicht passende Schwimmwesten (zu lang, nicht richtig fest, etc.) verwendet werden, damit wird fälschlicherweise suggeriert, daß bei einer Kenterung alles bestens sei. Daß das bei solchen Dingern nicht immer so ist, sollte jeder im Sommer auf einem geeineten ruhigen Wasser selbst ausprobieren und dann versuchen, mit der Schwimmweste zu schwimmen, um ans Ufer oder wieder ins Boot zu kommen. Denke, daß da einige ein sogenanntes "AHA-Erlebnis" haben werden (habe das in meiner Jugend im Zuge eines Rettungsschwimmerkurses geübt, war interessannt, deshalb verwende ich eine Weste, mit der ich auch noch gut Schwimmen kann).
......... (habe das in meiner Jugend im Zuge eines Rettungsschwimmerkurses geübt, war interessannt, deshalb verwende ich eine Weste, mit der ich auch noch gut Schwimmen kann).....
Guter Ansatz und im Prizip hast du recht mit der passenden Weste !!!
Trotzdem ein "Aber":
Hast du mal versucht, jemanden zu Retten/Bergen, der in Panik im Wasser unterwegs ist ...............
......................und jetzt noch ohne Weste ??
Dann lieber jemanden,der wie ein Korken auf dem Wasser herumtreibt,
aber noch gerettet werden kann, weil die Nasenspitze über Wasser bleibt :D :D
Wie ich oben schon mal geschrieben habe:
Ich sage meinen Paddelkollegen bei einer Rheintour immer:
...wenn du alleine paddelst, kannst du absaufen wie du willst.
Wenn du aber mit uns paddelst, denke an die Retter und trage eine S-Weste......
Gruß Thomas
paddel-freak
14.08.2009, 21:58
Auf dem Rhein sind in den letzten Wochen 6 Badende ertrunken. ...
Dann sollte man die Schwimmwestenpflicht doch wohl besser für Schwimmer einführen.
Ansonsten muß es jeder selbst wissen. Auf einem Tümpel wo ich problemlos bis auf die andere Seite und wider zurück Schwimmen kann finde ich es für mich jedenfalls überflüssig. Auf dem Rhein sieht das ganze dann wider anders aus.
@T.S.
Hallo !
Die Post war meine private Meinung, möchte nicht für Andere entscheiden, wann und wo sie eine Weste anlegen oder nicht, zum ABER folgendes:
Wenn jemand nach einer Wasserung in PANIK gerät, hat er/sie sich nicht mit so einer Situation auseinandergesetzt, d.h. in einem gemütlichen Badeteich-See bei warmen Wetter einen Ausstieg geübt (mit Gewand mit/ohne Weste). Denn nur durch so eine Erfahrung kann man im Ernstfall Stress vermeiden.
Da ich öfters allein unterwegs bin, möchte ich nicht wie ein Korken im Fluß treiben und auf Hilfe warten, sondern versuchen ins Boot oder ans Ufer zu kommen bzw. Hindernissen (wie Bojen z.B. auf der Donau...) auszuweichen. Passiert mir zwar ganz selten, mußte heuer im April im Kamp (WW2) ins Wasser, hatte Weste natürlich an, löste sie nicht aus, sondern schwamm mit Boot ans Ufer, Boot ausleeren, weiterfahren (Neo-Long-John, Paddeljacke, Neo-Stiefel, hatte dadurch genug Auftrieb).
Gruß
fourty-niner !
Dann sollte man die Schwimmwestenpflicht doch wohl besser für Schwimmer einführen.
Was ist denn ein gekenterter Paddler :)
Was ist denn ein gekenterter Paddler :)
Ein suchender und fluchender?? :)
Aber zum Thema,
mangels Mitpaddler bin ich meißt alleine unterwegs und hab die Weste immer dabei.
Je nach Strecke und Gewässer wird die dann getragen oder verstaut, wobei ich eher die Weste anhab.
Grüße
Robert
Da ich öfters allein unterwegs bin, möchte ich nicht wie ein Korken im Fluß treiben und auf Hilfe warten, sondern versuchen ins Boot oder ans Ufer zu kommen bzw.
Gruß
fourty-niner !
Zum ersten Absatz gibt es volle Zustimmung.
Ich fahre sowohl leichtes Wildwasser, als auch viele Wander-Strecken mit meinem Tourenboot oder Vereins-Zweier.
Für die jeweilige "Fluss-Form" habe ich auch eine entsprechende Scvhwimmweste.
Von der HF-Wildwasserweste bis zur manuelle Sekumatic ( schön bequem ) :D
Und ich fühle mich damit auch nicht wie ein Korken und kann mich, auch hier am Niederrhein, auf jedem Flussabschnitt sicher fühlen.
Und auch wenn die Rolle man nicht klappen sollte ( toi toi toi - schnell auf Holz klopfen ), würde ich auf jeden Badespass entspannt reagieren. ;)
Gruß Thomas
miriamsh
16.08.2009, 04:34
Sofern es nicht gerade besonders kalt ist oder es starke Strömung gibt, kann ich problemlos an Land schwimmen.
Da ich öfters allein unterwegs bin, möchte ich nicht wie ein Korken im Fluß treiben und auf Hilfe warten, sondern versuchen ins Boot oder ans Ufer zu kommen
Etwas off-topic, aber ich frage mich das schon länger: Ich lese immer wieder den Verweis darauf, im Falle einer Kenterung an Land zu schwimmen. Was macht ihr in Flussabschnitten oder Seen mit Uferbetretungverbot (in Naturschutzgebieten, Militärstützpunkten usw.)? Ist dann die Kenterung Notfall genug, dass man das Verbot übertritt oder wird dann auf dem Wasser gerettet?
Etwas off-topic, aber ich frage mich das schon länger: Ich lese immer wieder den Verweis darauf, im Falle einer Kenterung an Land zu schwimmen. Was macht ihr in Flussabschnitten oder Seen mit Uferbetretungsverbot (in Naturschutzgebieten, Militärstützpunkten usw.)? Ist dann die Kenterung Notfall genug, dass man das Verbot übertritt oder wird dann auf dem Wasser gerettet?
Klar, dann setzt der Notfall (Rettung von Menschenleben) den Umweltschutz ausser kraft.
Im militärischen Sperrgebiet würde ich aber äusserst Vorsichtig sein, denn es könnte sich um einen Schiessplatz handeln.
Gruß Thomas
der meint: Notdurft zählt nicht zu einem Notfall :D
Paradoxxx
18.08.2009, 01:48
Im Wildwasser ist eine Schwimmweste unausweichlich - ebenso bei Großgewässern. Bei Wanderfahrten auf bekannten Ententeichen bei 30 Grad Außentemperatur ist eine Schwimmweste für geübte Schwimmer wiederrum "Blödsinn" (eigentlich sollten sich m.M.n. nur geübte Schwimmer in ein Kajak setzen).
Aber im Grunde genommen zeugt das ständige Tragen einer Schwimmweste von Verantwortungsbewußtsein. Als DKV-Mitglied sollte man hier mit gutem Beispiel vorangehen und möglichst immer die Schwimmweste anlegen. Gerade jüngere Paddler und alle anderen Interessierten und Zuschauer werden so in Puncto Sicherheit auf den richtigen Weg gebracht (man läuft ja auch nicht vor Kindern schnell über die rote Fußgängerampel oder fährt unangeschnallt Auto).
Deswegen gilt für mich persönlich: Die Schwimmweste wird zu 99% immer angelegt.
Eine Schwimmwestenpflicht halte ich für unnötig. Eigeninitiative anstatt immer mehr Vorschriften im Paragraphen-Dschungel ist da der bessere Weg!
MfG
Christian
ich empfinde, dass diesen Sommer wieder einige zu viel ertrunken sind, weil sie keine SW trugen - aber das ist jeden Sommer so. Das wissen wir.
Das eine Einführung nicht möglich ist - das wissen wir alle. Und ich hab dazu meine Meinung auch schon öfters gepostet.
Aber dennoch diskutieren wir - ob es was bringt?
Vielleicht den leuten, die es lesen - die, die ka haben. Nur glaub ich kaum, dass die hier online kommen und dies hier lesen :)
SW können Leben retten, aber auch eine SW kann Leben zerstören.
nur noch eine sache zu dem Post: Spaziergänger und Helme...
man sollte hier unterscheiden, dass eine Pflicht für Touristen sehr sinnvoll wäre, weil sie einfach KEINE AHNUNG haben.
Ein Spaziergänger dagegen weiß, wie man Spazieren geht und was einem erwarten kann ;)
grüßle
die paikea
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