Vollständige Version anzeigen : Rennkajak - Welche Hersteller ?
poweruser
28.01.2007, 21:06
Hallo, kann jemand ein Einsteiger (Rennkajak) empfehlen - gutes Preis-/Leistungsverhältnis ? Ich finde das Boot Fly 85 oder KI Figther interessant (Willy Neumann) kennt jemand noch andere Hersteller oder hat eine Empfehlung ?
Hi
ich denke das ist ein Thema wo es in erster Linie auf dein Gefühl ankommt wenn du im Boot sitzt. Aber ich kann ja mal schreiben was mir zu einigen Booten so einfällt:
Fly von Willy ist mit Sicherheit das Boot mit dem besten Preisleistungsverhältnis was du im Moment so bekommen kannst, es ist jedoch nach meiner Erfahrung nicht ganz so robust (bes. die Einbauten) wie Boote manch anderer Hersteller.
Mit die höchst Qualität in Fahreigenschaften und Verarbeitung bietet meiner Meinung nach Nelo, wobei man hier natürlich auch ganz einfach das doppelte oder dreifache Bezahlt.
Dazwischen gibt es noch unzählige andere Firmen, die mehr oder weniger bekannt sind und bei denen man pauschal nur schlecht ein Urteil fällen kann.
Eine der Firmen die besonders von großen Vereinen in Deutschland viel gefahren wird ist Plastex. Einige weitere sind Vajda, Zedtech, Bako, Regatta2000 usw.
Das wichtigste bleibt aber testen, testen, testen ich würde auf keinen Fall ein Boot kaufen in dem ich noch nicht ein paar Kilometer gefahren bin.
Gelegenheit zu testen gibt es immer auf Gruppenregatten oder der DM, oder evtl bei anderen Vereinen die ein solches Boot besitzen.
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen...... Gruß Johann
Ralf Schmidt
29.01.2007, 08:16
Hallo,
die aktuellen Boote geben sich, was den Speed betrifft, nur noch etwas im 1/10 Promille Bereich, also für Topfahrer. Als "Einsteigerboote" sind die Neumänner einfach preislich kaum zu toppen. Es gibt zwar verschiedene vergleichbar günstige Boote, dafür aber mit Hersteller im Ausland, und dünnem Händlernetz in Deutschland.
Was meinst Du mit Einsteiger? Noch nie im Boot gesessen? Da ist natürlich ein gebrauchtes Rennkajak älterer Bauart geeigneter als die radikalen Rennteile die Du genannt hast. In die wirst Du ohne Hilfe aus einem Verein kaum reinkommen, bzw. sehr viel Zeit vertun bis Du auch nur 1/2 wegs damit zurecht kommst. Wenn's einfach etwas schnelles sein soll gibt's z.B. die Touringboote, hinten etwas breiter, aber komplette Rennboottechnik/Sitz/Steuer, etc. Die kann man auch noch auf etwas bewegterem Wasser fahren. Oder den Neumann "Speed".
Bis dann,
Ralf Schmidt
poweruser
29.01.2007, 18:21
Hallo, vielen Dank erst einmal für Eure Antworten ....weitere Erfahrungen sind natürlich erwünscht.
Ich selbst habe ein Yukon "Schönwetter Boot" (da nicht abgeschottet) und möchte jetzt schneller unterwegs sein, saß auch schon mal im Rennkajak und weiß das es eine wackelige Angelegenheit ist...:D .
Wie gesagt es geht mir um ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und es muss auch nicht das Neuste sein. Die Beschreibungen helfen mir schon mal ein bisschen weiter.
Jetzt habe ich auch mal eine Liste von Herstellern gefunden :
http://www.kanurennsport-web.de/ - unter Links.
Viele Grüße aus Hamburg:cool:
Hallo PowerUser,
wenn Du eh in HH wohnst, solltest Du vielleicht mal wirklich bei einem der Rennsportvereine wie ACC, Alstereck, Hamb.KC, Har.KC, BKC, WSAP oder so vorbeischauen und vielleicht mal das eine oder andere Boot ausprobieren und Dich beraten lassen, was man da so für Erfahrungen mit den verschiedenen Bootsherstellern gemacht hat, das lohnt sich auf jeden Fall.
Eventuell hat ja auch der eine odere andere Verein ein Boot zum Verkauf?!
Besten Gruß, Tiemo
Hallo und moin,
grds. stellt sich erst einmal die Frage nach Deinem Gewicht und Deinem Können, um das passende Boot zu finden. Fly 85 deutet darauf hin, dass Du Dich gewichtsmäßig um die 85 KG herum bewegst. Gut, Dann kommt die Frage nach dem wieviel und wie oft paddelst Du, also kurz, was kannst Du.
Grds. ist es natürlich kein Hexenwerk in den aktuelllen Rennbooten klar zu kommen... es gehört nur ein gewisse Portion Übung dazu. Der Fly 85 ist von der Form her mit dem Nelo Vaquish 1 (im Unterschiff) sowie dem Zedtech- Modell in derselben Gewichtsklasse (bis auf die größere Luke) identisch. Ist von der Form her also ein echtes Rennkajak.
Der Fighter lag durch sein rundes Unterschiff sehr Anfangsstabil im Wasser. Ist aber eigentlich in diesem Jahr nicht mehr im Programm.
Von der Verarbeitung her kann ich nicht klagen, ob mir beim Plastex nach drei Jahren die Bretter für die Sitzhalterung durchfaulen oder ob ich bei Neumann vielleicht mal ne Sitzschiene nachverkleben muss, ist ziemlich (mir zumindest) schnuppe. Fakt ist, dass ich für die 3-400 € Preisunterschied ne Menge UHU-Plus zum Neuverkleben kriege ;-)))
Allerdings würde ich vielleicht auch andere Modelle in Betracht ziehen, z:B. Neumann Spirit, den Du auch in einer Renverion bekommen kannst. Soweit ich gehört habe, hat sich R. Schmidt den in komplett Carbon geordert. Von daher verweise ich mal auf Ihn, was Erfahrungen mit dem Boot betrifft.
Dann gibt es auch noch einige Touringmodelle, wie Rasmus oder Speed, die sicher auch eine Alternative sind.
Ich weiss nicht, wo genau Du im Norden wohnst, aber vielleicht ist es für Dich auch eine Idee, sich mit Dennis Möller in Preetz in Verbindung zu setzen. Der hat einige von den Booten zum testen dort liegen.
Du erreichst Ihn unter 0174-1907137.
Hope it helps.
Viele Grüße
Kasi
Ralf Schmidt
01.02.2007, 07:56
Hi Kasi,
Du nu auch hier!? ;)
Meine Erfahrung mit dem Spirit: Schön.
Reinsetzen werde ich mich erst am kommenden Wochenende.
Als entschärfter Rennbootersatz dürfte aber der Speed geeigneter sein. Mein Spirit ist zwar mit Rennboottechnik ausgestattet, hat aber ein Seecockpit.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Bis dann,
Ralf Schmidt
Ralf Schmidt
01.02.2007, 20:37
Hallo,
also doch noch (ein bischen) vor dem Wochenende:
Nachdem's heute Abend wieder später wurde als geplant wollte ich den Spirit nun doch zumindest am Steg mal Probesitzen - im Mondschein.
Das Ganze nachdem ich ja nun eine ganze Weile im Outrigger unterwegs war, mit einem 45cm Boot, im Dunkeln, mit entsprechend mulmigem Gefühl im Magen.
Also in das Teil reingeschlüpft (kleine 73er Luke), Stemmbrett zu dicht, nochmal raus, zwei Rasten vor, "saugend" in Cockpit und Sitz gerutscht, passt, wie angegossen. Und dann die Überraschung: Die Stabilität ist vergleichbar mit dem Kap Horn, also hoch/sehr hoch, bei trotzdem noch guter Agilität. Diese kommt natürlich auch durch den sehr gut passenden Sitz, das enge Cockpit, und den daraus resultierenden guten Kontakt.
Gewöhnungsbedürftig ist das Rennsteuer in dem sehr engen Cockpit, die Bedienung ist nicht ganz ohne.
Dafür die nächste Überraschung: Trotz kleinem Cockpit kann man die Knie eng zusammen bringen, das Boot wird dadurch noch ein bischen stabiler und ein effizienter Rennschlag ist gut fahrbar. Und: In der Stellung ist das Steuer einwandfrei bedienbar.
Zum Speedpotential - keine Ahnug, es war ja stockdunkel http://www.seekajakforum.de/forum/smileys/smilie5.gif
Mehr dazu nach dem Wochenende, dann kommen auch die Bilder.
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hallo Ralf,
beizeiten, wenn ich einen da habe, werde ich Ihn auch mal ausprobieren. Im Moment bin ich wieder mehr im Rennboot unterwegs.... macht zur Zeit wieder Spass.
Übrigens, im Dunkeln paddeln ist IMHO ne feine Sache. Du entwickelst mit der Zeit ein viel besseres Boots- und Blattgefühl. Nur machs nicht auf ner Wasserstraße... könnte sonst sein, dass Du mal nicht mit nem Bußgeld weg kommst, sondern per pedes heim geschickt wirst ;-))))
Viele Grüße
Kasi
Ralf Schmidt
02.02.2007, 06:42
Hi Kasi,
bist Du Händler?
Die Wasserstrasse vor meiner Haustür heisst "Rhein" und da halte ich mich normalerweise schööön am Rand. Nachts ist zwar prinzipiell nicht verboten - bei geeignetem Licht, aber im Zappendusteren muss das nicht sein. Bei Vollmond sehe ich da allerdings keinerlei Probleme.
Rennboot - klar, ist ja fast Sommer da draussen :)
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hallo Ralf,
ähem, IMHO ist der Rhein eine Bundeswasserstraße..... das ist dann eigentlich im dunkeln nur mit entsprechender Beleuchtung erlaubt.... und zwar ab Sonnenuntergang im Kalender bis Sonnenaufgang im Kalender. Hab ich auch nicht, auf "meinem" Ruhrarm, der zwar offiziell Bundeswasserstraße ist, ist eh kein Schiffsverkehr. Aber auf dem Rhein .... . Ich kenne auch den einen oder anderen, der im Winter um 17.30h schon mal bei 2 Grad plus den Rhein-herne-Kanal verlassen musste und nach Hause laufen durfte ;-))
Also, immer schön freundlich zu den Jungs mit den blauen Booten ;-)))
Zu Deiner ersten Frage, meine Frau so nebenbei.
Viele Grüße
Kasi
vBulletin® v3.6.4, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.