Vollständige Version anzeigen : Marathon Rheine: warum so wenig Teilnehmer?
kuhnibert
24.04.2008, 13:29
Am 5. April fanden in Rheine die Westdeutschen Meisterschaften im Kanumarathon statt. Ich habe mal in die Ergebnislisten geschaut, und dabei ist mir die bejammernswert geringe Beteiligung bei den erwachsenen Sportler(innen) aufgefallen. Teilweise war es recht einfach zu gewinnen, weil es keine Konkurrenten in der Altersklasse gab.
Ich finde das ziemlich erschütternd. Eigentlich könnten Marathonveranstaltungen (vor allem, wenn man neben den Rennbooten auch Wanderbootklassen anbieten würde) doch ein Magnet für solche Kanusportler sein, die nicht nur Kilometer ansammeln wollen, sondern sich auch mal mit anderen direkt messen wollen. Stattdessen führt diese Disziplin ein absolutes Nischendasein.
Man könnte fast auf die Idee kommen, das sei so gewollt, aber ich stehe zum Glück nicht auf Verschwörungstheorien. Aber hat sich der Verband schon einmal überlegt, dass etwas breiter angelegte Marathonwettkämpfe doch sehr geeignet sein könnten, die im Kanusport in eklatanter Weise existierende Lücke zwischen Leistungs- und Freizeitsport sinnvoll zu verbinden?
Gruss, Kuhnibert
Chillosaurus
24.04.2008, 14:57
[...]Aber hat sich der Verband schon einmal überlegt, dass etwas breiter angelegte Marathonwettkämpfe doch sehr geeignet sein könnten, die im Kanusport in eklatanter Weise existierende Lücke zwischen Leistungs- und Freizeitsport sinnvoll zu verbinden?
Gruss, Kuhnibert
Soweit ich weiß, gibt es Überlegungen in entsprechenden Ausmaßen nicht. Mit Ausnahme der wenigen Ralleyfahrten wird kein Versuch unternommen in die Grauzone zwischen Leistungssport und Breitensport vorzudringen. Das Problem bei der Sache ist, dass es nicht selten einen deutlichen Mentalitätsunterschied zwischen Leistungssportlern und Breitensportlern gibt. Der Breitensportler (zwar Pauschalisierung, meint jedoch im Kontext nicht jeden) hat sich in der Regel bewusst gegen die Spannung und die körperliche Arbeit entschieden. Er genießt nicht den Kampf, er genießt die Ruhe und hegt keinen entsprechenden Ehrgeiz. Beim Leistungssportler ist dies andersherum: die Ruhe macht ihn nervös, er braucht den Kampf.
Besonders bei älteren Leuten werden Jedermannrennen folglich nur bei ehemaligen Leistungssportlern auf eine entsprechende Resonanz stoßen. Aber das sind immer noch nicht wenige und es gibt auch Ausnahmen. Ein Versuch kann auf keinen Fall schaden.
Für die Jugend hingegen wäre ein dicke-Boote-Rennen genau das Richtige, damit sie in diesen Sport hineinschnuppern können. Dies wäre ein möglicher Weg, um etwas für die Zukunft des Marathonrennsports zu tun. Hier ließen sich auch mal die guten alten Schülereinheitsboote herauskramen!
Die Lücke zwischen Leistungs und Breitensport kann sich nicht schließen. Dennoch kann durch eine intensivere wechselseiteige Beteiligung an Wettkämpfen und Unternehmungen eine enge Kommunikation entstehen. Wichtig dafür ist vor allem gegenseitiges Interesse und gegenseitigeAchtung.
Leider gibt es nicht allzuviele marathonrennsportbetreibende Vereine in NRW. Dadurch lässt sich die mangelnde Beteiligung aber nur zum Teil erklären, da die Meisterschaften, doch auch für alle offen sind, wenn ich mich nicht irre. Dann lässt sich die Frage stellen, ob dies ein generelles Problem im Kanumarathonrennsport ist oder, ob es an dem Veranstaltungsort/-rahem/-Zeitpunkt liegt.
kuhnibert
24.04.2008, 15:57
Ich könnte mir denken, dass dieser geschilderte Gegensatz zwischen Leistungs- und Freizeitpaddlern nicht Ursache, sondern auch Ergebnis einer Verbandspolitik ist. Paddler, die einfach nur ein paar mal im Jahr sozusagen einen Volkskanumarathon mitmachen wollen, gucken in Deutschland weitgehend in die Röhre und suchen sich halt einen anderen Sport. Das ist in Skandinavien schon etwas anders, und in den USA vollkommen anders. Dort findet man haufenweise Kajak- und Kanadierrennen mit vergleichsweise riesigen Startfeldern. Und es gibt auch entsprechende brauchbare Klasseneinteilungen. Ich denke, dass es daran bei uns eben auch hapert.
Außerdem wird gerne darauf verwiesen, dass es nicht so einfach ist, geeignete Reviere zu finden. Aber es gibt auch selbst auferlegte Denkverbote, und wer vorschlägt, mal ein Rennen z.B. auf dem Rhein zu machen, stößt auf eine Phalanx von Bedenkenträgern. Dabei ist sowas eine Frage der Teilnehmerzahl. Wenn die groß genug ist, lassen sich viele organisatorische Hindernisse viel einfacher beseitigen, weil bei den Entscheidungsträgern dann der politische Anreiz da ist, ein großes Volksvergnügen zu 'beschirmherren'.
Ich bin mir sicher, dass der DKV durch diese extreme Trennung von Leistungs- und Freizeitsport Potenzial verschenkt. Da soll dann keiner über Nachwuchsprobleme jammern. Langstreckenwettkämpfe wären m.E. ein Weg, Werbung für den Kanusport zu machen und neue Interessenten zu finden ...
Das Problem ist, dass diese Jedermannsrennen einfach kaum angeboten werden! Die wenigen, die es gibt, existieren erst seit einer Handvoll Jahren. Dort starten ganz überwiegend Leute, die keine Ex-Rennsportler sind! Sondern Wanderpaddler, die's mal wissen wollen, und 'Neulinge', die aus anderen Sportarten kommen (ich komme vom Laufen) und mal etwas aufregenderes machen wollen. Und die Zahl der Interessenten ist noch viel größer. Aber wenn man das Ganze nicht fördert, kommt man nicht auf die kritische Masse, ab der ein Sport ein Selbstläufer wird.
tomruevel
24.04.2008, 17:24
Hallo zusammen,
vielleicht sollte man sich erst ein Mal über die Begriffe (Freizeitsport, Leistungssport, Hochleistungssport) einigen.
Auch Freizeitsport ohne gegenseitiges Kräftemessen, gegen die Uhr oder innerhalb einer Gruppe kann durchaus Leistungssport sein.
Oder wie soll man es denn sonst nennen, wenn jemand auf dem Rhein, der Weser oder der Elbe Entfernungen von z.B. mehr als 50km zurücklegt?
Oder 10h für die Befahrung einer bestimmten, sehr schweren Wildwasserstrecke benötigt??
Sind das etwas keine sportlichen Leistungen??
Nur weil es relativ kleine Gruppen sind, ohne Zeitmessung, ohne Regularien und Altersgruppen???
M.E sind die willkürlich genannten Beispiele sehr wohl Leistungssport.
Ansonsten hat es in der Vergangenheit jede Menge Marathon bzw. Regattaveranstaltungen für Freizeitssportler gegeben.
Z.B. Ruhrstaffel oder die Regatta auf der Nordsee im Rahmen der Woche des Kanusport in Norden.
Die meisten sind aufgrund mangelnder Beteiligung friedlich entschlafen.
grüsse
tomruevel
Werner Schmiedel
24.04.2008, 18:01
Hai Loide,
es gibt doch einige "Marathons": Hiddensee- Marathon, Weser-Rallye, Bodensee-Marathon (der eine Änderung erfahren wird) und sicher auch noch einige andere, allerdings nicht unter der Ägide des DKV. Auch die TID ist eine Veranstaltung, die durchaus dem Leistungssport zugeordnet werden kann. Ich kenne übrigens einige, die in hohem Alter die TID komplett fuhren. Kein Leistungssport?
Diese alle sind zwar keine "Meisterschaften", berechtigen auch nicht zur Olympia-Teilname, zeigen aber, dass Freizeitsportler durchaus in der Lage sind, beachtliche Leistungen auch in ihrem "Wochenend-Sport" zu erbringen.
Muss es immer um Meisterehren gehen, kann es nicht auch einfach der Spass an der Freud sein, der uns zu hohen Leistungen motiviert?
der Werner
Chillosaurus
24.04.2008, 20:16
Ich könnte mir denken, dass dieser geschilderte Gegensatz zwischen Leistungs- und Freizeitpaddlern nicht Ursache, sondern auch Ergebnis einer Verbandspolitik ist. [...]
Ich bin mir sicher, dass der DKV durch diese extreme Trennung von Leistungs- und Freizeitsport Potenzial verschenkt. Da soll dann keiner über Nachwuchsprobleme jammern. Langstreckenwettkämpfe wären m.E. ein Weg, Werbung für den Kanusport zu machen und neue Interessenten zu finden ...
Das Problem ist, dass diese Jedermannsrennen einfach kaum angeboten werden! Die wenigen, die es gibt, existieren erst seit einer Handvoll Jahren. [...]
Nee, der Verband ist unschuldig. Der DKV verhindert nicht das Ausschreiben von Veranstaltung (Vorausgesetzt, sie sind terminlich unproblematisch). Bin mir sicher: mit ein wenig Geschick, schaffen die es in das Fahrtenprogramm oder noch besser in die Februarausgabe des Kanusport.
Wenn Interesse daran besteht, gilt es Rennen selber anzubieten. Schöner Nebeneffekt: bringt Geld in die Vereinskasse. Das mit dem Selbstläufer kannst du ganz getrost vergessen. Ohne Startgeld funktioniert da gar NIX.
Du hast recht. Es gibt nicht nur die Extreme. Gerade im Flachwassersport treten dort Probleme auf, einen Mittelweg zu finden. Denn welcher Wanderpaddler schaffft es schon mit 'nem 38 cm breiten Boot zu fahren, wenn er nur 2 bis 3 mal im Jahr in ein solches einsteigt? In allem Anderen wird er häufig nur belächelt.
Welche Förderung würdest du dir wünschen? Wer soll die bezahlen?
Chillosaurus
24.04.2008, 20:17
[...]Muss es immer um Meisterehren gehen, kann es nicht auch einfach der Spass an der Freud sein, der uns zu hohen Leistungen motiviert?
Das eine schließt das andere nicht aus!
es muss nicht immer marathon sein!!!! Für mich ist ein Musterbeispiel für leistungsbezogenes Paddeln die ICF-Spreewaldtour...aber trotz einer glänzenden Organisation ist die Teilnehmerzahl nicht so groß, dass man zufrieden sein kann. Auf dem Campingplatz im Lübbenau treffen ir immer wieder Kameraden, die entweder überhaupt nicht wissen, dass diese Veranstaltung gerade zu dem termin gibt...oder die einfach eine Scheu vor der Herausforderung haben. - Natürlich kann der Veranstalter nicht auf den Campingplatz um zu werben. - Viele teilnehmer - vor allem aus den alten Bundesländern - stösst aber auch der Fanatismus einiger Teilnehmer ab...da wird an den Kontrollstellen gedrängelt, da fahren einige mit GPS und andere können ihren Ehrgeiz nicht zügeln und werden nach Ansicht anderer Teilnehmer unsportlich...nur um den Kahnzu gewinnen. (wie war das mit den lieben Kollegen aus Erkner?). Ich fahre trotzdem wieder hin!
Schlumi
Hallo!
Ich zähle mich eher zu den Freizeitpaddlern als zu den Leistungspaddlern. Einmal habe ich auch an einem Marathon teilgenommen, um meine Leistung überhaupt einschätzen zu können. Ich bin nämlich nicht einmal in einem Verein und habe mir das Paddeln quasi autodidaktisch beigebracht. Ein Mitorganisator sprach mich direkt an, weil wenige Tage vor dem Start nur sehr wenige Anmeldungen vorlagen. Sonst hätte ich gar nicht erst gewusst, dass es diese Veranstaltung überhaupt gibt.
Meine Teilnahme war insoweit erfolgreich als dass ich als Letzter von 8 Startern lernte, welche Leistungen auf dieser Strecke möglich sind. Natürlich war ich frustriert und habe auch seitdem nicht mehr an solchen Veranstaltungen teilgenommen.
Wo ich wohne gibt es meines Erachtens zahlreiche Paddler, die direkt am Wasser wohnen, ihr Boot in der Garage zu liegen haben und am Vereinsleben eigentlich kaum Interesse haben. Um solche Leute, die gerne paddeln, zu motivieren, an Veranstaltungen teilzunehmen, müsste m.E. überhaupt bekannt gemacht werden, welche Fahrten vereinsübergreifend angeboten werden. Mundpropaganda ist da nicht ausreichend.
Sicherlich werde ich als nächstes an Gruppenfahrten teilnehmen. Eine vom DKV organisierte Mehrtagesfahrt schien mir dieses Jahr zu anspruchsvoll. Mal sehen welche Veranstaltungen hier in der Gegend noch so angeboten werden.
l' O
Hallo,
Das mit den Marathon für alle Leistungsklassen und Jedermann ist immer schwierig in Deutschland.
Teilweise muss man sich schon selbst an die Nase greifen, wenn man die wenigen Veranstaltungen die es gibt nicht mitmacht. Da nutzt auch nicht immer der Verband. (Obwohl dieser in manchen Dingen schon mehr Interesse zeigen könnte).
Nehmen wir doch als Bsp. mal den Isarmarathon oder die European Marathontour auf der Isar. Dies sind Veranstaltungen wo auch hier im DKV Forum die Werbetrommel gerührt wurde. Es gibt Wertungen für alle Bootsklassen. Aber Schaut in die Ergebnisliste. Es war fast eine Tschech. Meisterschaft, weil die die ganze Tour mitgemacht haben.
Von den Deutschen kam mal wieder keiner. Aber auf die Ardeche fahren alle wieder hin.
Darüber sollte man sich auch mal Gedanken machen, diese Veranstaltungen auch zu nutzen. Jeder der so eine Veranstaltung mal ausgerichtet hat und nur 20 Starter vor sich hat, wird schon bald ein Frust haben das nicht mehr zu organisieren.
Dann ist das Geschrei wieder groß, das es zu wenig Veranstaltungen gibt wo alle daran teilnehmen können.
Jeder kann immer etwas zu der Problematik beitragen.
Gruß
Pascal
Chillosaurus
25.04.2008, 13:39
[...] Um solche Leute, die gerne paddeln, zu motivieren, an Veranstaltungen teilzunehmen, müsste m.E. überhaupt bekannt gemacht werden, welche Fahrten vereinsübergreifend angeboten werden. Mundpropaganda ist da nicht ausreichend. [...]
Wird doch auch: Schaue in das amtliche Organ des DKV (Kanusport) und du wirst monatlich informiert über: Aubildungen, Wettkämpfe, Vereinsübergreifende Fahrten. Was willst du mehr?
Natürlich geht mehr: Vereinshomepage des nächsten Kanuvereins verrät deren Sommerprogramm (da kann man fast immer auch als Nichtmitglied mitfahren oder findet Gleichgesinnte), spontanes Treffen oder Fahrgemeinschaften, die sich wunderbar in der Kanubox oder in 'nem Fachforum finden lassen.
Noch mehr?
Einfach zur Ardéche fahren, da kriegste jede Woche 'ne vereinsübergreifende Fahrt hin :D .
Und das Wichtigste:
DKV-Fahrtenprogramm und DKV-Ausbildungsprogramm enthält sämtliche Vereinsübergreifende Veranstaltungen.
kuhnibert
25.04.2008, 17:22
nein, es ist nicht so toll. Der wesermarathon ist keine Wettkampfveranstaltung, sondern eine Wanderfahrt. Es gibt nur drei echte Jedermannsrennen in D, Bodenseemarathon, Hiddenseemarathon, 1000-seen-Marathon. Das war's.
Dafür gibt es haufenweise gestandene Kanuten, die jeden über 25 für geisteskrank erklären, wenn er um die Wette fahren will. Aus dem Laufsport sind mir solche moralischen Probleme mit dem Wettkampfgedanken vollkommen unbekannt. Niemand verfällt in Depressionen, weil er bei einem Citymarathon zwei Stunden hinter dem ersten Kenianer ins Ziel kommt.
Aber ich höre schon die Leute, die jetzt sagen: aber dieser Kenianer ist bestimmt gedopt und läuft für Geld, igitt! Aber was kümmert mich das? Ich laufe oder paddle doch vor allem gegen mich selbst oder meine Kumpel und bleibe so bei mir selbst, statt bei den anderen nach Verfehlungen oder der falschen Lebenseinstellung zu suchen, nur weil sie gerade mal nen besseren Tag haben oder mehr Trainingsfleiß und Talent oder halt auch Ehrgeiz.
Der Hiddenseemarathon, hat mir seine Organisatorin erzählt, wurde initiiert von den Jugendlichen des Stralsunder KC, weil die keinen Bock mehr auf nur Wanderfahrten hatten. Das sollte uns zu denken geben. Seitdem reißen sich die Stralsunder jedes Jahr sechs Monate den Arsch auf, um dieses einmalige Rennen zu ermöglichen. Mit rapide wachendem Erfolg!
Schönes WE
tomruevel
25.04.2008, 18:19
Hallo zusammen,
es gibt zwar beim Wesermarathon keine Ergebnisliste o.ä.
Aber eine reine Wanderfahrt ist es wg. dem Zeitlimit trotzdem nicht.
Wer das überschreitet erhält eben kein Abzeichen. Also schon eine Fahrt mit der Uhr.
Und dann gibt es z.B. die Rhein-Leistungsfahrt, 133km an einem Tag.
Oder
Die Internationale Kanufahrt Iffezheim-Geisenheim, nur 200km über 3 Tage verteilt.
Oder
Rheinsh. Kanumarathon am 31.5.-1.6.2008 Iffezheim-Rheinsheim, 52km
Oder
Postdamer Kanumarathon, 5.7.2008
Oder
Neiße Oder Marathon, 16.08.2008
Oder
Brandenburger Kanu Marathon, 27.9.2008
Oder
Weser Tidenrallye, 24.5.2008, mit Zeitlimit
Oder
Bremer Kanumarathon, 6.9.2008
Oder
5 Flüsse Marathon, 20.-22.6.2008
Oder
Aller Hochwasser Rallye, mit Zeitlimit
Oder
Rhein Langstreckenfahrt, Karlsruhe-Emmerich, 11.-20.9.2008, ohne Ruhetag
Oder
Dresdener Winter Elbe Marathon, 3.2.2008
Oder
Elbe Mammut Marathon, 6.-8.6.2008, Meißen-Magdeburg
Zusätzlich gibt dann noch Kanu Mehrkämpfe und den Kanutouristischen Mehrkampf.
Also kuhnibert, alle diese Fahrten (13 Stück) habe ich im Verantsaltungkalender gefunden, sicherlich gibt es noch mehr.
Wahrscheinlich gibt es allerdings bei den meisten keine Ergebnislisten, so wie bei Laufmarathons üblich.
Es ging ja auch eher um das mangelnde Angebot. Im Prinzip hätte m,an theoretisch jeden Monat ein Fahrt. Das ist doch reichlich, weil man bei solchen AUsdauerveranstaltungen auch genügend Ruhephasen einplanen muss.
Grüsse
tomruevel
da melde ich mich noch einmal, bestimmt haben einige schon von der "Tour de Gudena"...besser Tortur, gehört. Warum können die Dänen so viele Kanuten motivieren und diese Veranstaltung hat Kultcharakter. Paddler können und wollen sich quälen und Leistungsgrenzen austesten; das Etikett für eine Leistungsveranstaltung ist eigentlich egal. Kanu-Marathon kann nur ein Abklatsch der Laufveranstaltungen sein....aber eine "Aller-Hochwasser-Rallye" oder das Dauersitzen beim "Weser-Marathon"stellen fast noch höhere körperliche Anforderungen an die Kondition als ein klassischer Marathon....und man staune, bei einem guten Konzept und einer guten Betreuung machen viele mit. Leistungsveranstaltungen ja...aber warum Marathon?
Schlumi
Chillosaurus
26.04.2008, 13:11
[...]Leistungsveranstaltungen ja...aber warum Marathon?
Schlumi
Weil:
1. das der Marathonteil des Forums ist.
2. es davon zu wenige gibt.
3. der Kanumarathon anscheinend Starter und somit auch Nachwuchsprobleme hat.
wenn es da Probleme gibt, löst die...oder löst das etikett von den Veranstaltungen. Beim laufen ist jeder Marathon gleich lang und alle müssen die gleiche Leistung erbringen...wir sollten kreativ sein und andere Begriffe verwenden. Laufen wir doch nicht den Läufern hinterher!
Schlumi
Chillosaurus
27.04.2008, 11:50
wenn es da Probleme gibt, löst die...oder löst das etikett von den Veranstaltungen. Beim laufen ist jeder Marathon gleich lang und alle müssen die gleiche Leistung erbringen...wir sollten kreativ sein und andere Begriffe verwenden. Laufen wir doch nicht den Läufern hinterher!
Schlumi
Warum das Etikett lösen? Warum nicht den Läufern hinterherlaufen? Deren Teilnehmerzahlen wollen wir doch auch haben! Warum mit der Tradition brechen? Warum eine Sportart auflösen und neu gründen? Der Name ist nicht das Problem.
Im Kanusport ist nicht jeder Marathon gleich lang. Das hat seinen Grund, da die Gewässerbedingungen zumal recht unterschiedlich sind. Die klassische Marathondistanz beträgt rund 25 km + Portagen. Der Marathonrennsport ist international als solcher anerkannt. Mitlerweile kann sich jeder via Internet über die Veranstaltung ausreichend informieren, sodass der Name in keinsterweise irreführend oder abweisend ist. Zumal die Meisten Wanderpaddler keine Probleme haben mehr als 40 km zu paddeln und von daher nicht von vornherein abgeschreckt sind.
Folgich sind die anderen Veranstaltungen, die hier angeführt wurden in keinster Weise mit einem Marathon zu vergleichen!
Marathon als Synonym für "lange Strecke" hat sich mitlerweile etabliert. Dass diese Strecke für den Wanderveranstaltungen dann entsprechend länger ist als für Rennen versteht sich dadurch von selbst.
ein tolles argument: der kanu-marathon ist nun einmal eine anerkannte disziplin...zu der keiner geht? oder? - Ich bin 27 Marathons gelaufen (New York, London, Berlin) aber die Aller zb. die hat auch ein Alleinstellungsmerkmal und ihre "Kunde" ohne "Marathon" aber mit einem Leistungsanspruch, der es mit jedem Marathon aufnehmen kann. Läufer laufen, paddler paddeln...Spiridon ist gelaufen...wir paddeln und sollten unser eigenen "Duftmarken" setzen.
Schlumi
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