Vollständige Version anzeigen : Schnelles Wanderkajak gesucht
Latebraker
08.07.2008, 21:49
Hallo verehrte Kanu-Gemeinde,
auf meiner letzten Kanu-Tour hat der Kanu-Virus auch bei mir zugeschlagen. Ich möchte mir nun ein eigenes Kajak anschaffen. Trotz umfangreicher Recherche im Internet und hier im Forum konnte ich mir noch kein abschließendes Urteil darüber bilden, welches Kajak das Richtige für mich ist.
Folgende Anwendungsbereiche schweben mir vor:
Tagestouren bis Mehrtagestouren (inkl. Gepäck)
stille Gewässer (Mecklenburger Seenplatte), Flüsse (Lahn (sehr still), Rhein, Sieg, etc.), leichtes WW (für die Zukunft)
Mal ein Wehr oder auch einen kleinen Wasserfall runterfahren können...
Diese Boote könnten meine Anforderungen meiner jetzigen Meinung nach (auch in monetärer Hinsicht) am ehesten abdecken:
Prijon Combi 359
Prijon Yukon Expedition
Mir ist durch die Recherche durchaus bewusst, dass es auch in diesem Metier keine eierlegenden Wollmilchsäue gibt. Daher ist mir Eure Einschätzung besonders wichtig.
Ich weiß allerdings nicht, ob die Boote meine Vorstellungen von Schnelligkeit, Geradeauslauf und (dazu widersprüchlicher) Wendigkeit erfüllen. Meine Pläne schließen gemeinsame Touren mit Freunden ein, die in einem 3er Pioneer Canadier sitzen. Ich möchte da auf keinen Fall hinterherpaddeln und Abends tot umfallen vor Erschöpfung.
Mit dem Material PE (HTP wie es Prijon so schön nennt - bin selbst in der Kunststoffbranche tätig und habe diese Bezeichnung für PE bisher noch nicht gehört) komme ich ganz gut zurecht, denke ich. Immerhin ist das Material unempfindlich gegenüber Grundberührungen etc. Lässt es sich reparieren, etwa durch Schweißen?
Noch einige Infos zu meiner Statur:
184 cm
78 kg
körperlich jut drupp
Im Folgenden habe ich noch einige generelle Fragen:
Sehe ich es richtig, dass Steueranlagen empfindlich sind? Ist eine solche Steueranlage im Allgemeinen bzw. im Speziellen für meine Vorhaben sinnvoll? Gerade beim Befahren von Wehren stelle ich mir das Leben einer solchen Einrichtung eher weniger lang anhaltend vor :rolleyes: .
Kann man Prallplatten nachträglich gegen Fußstützen austauschen?
Sollte man beim Combi die Prallplattenedition wählen? Derzeit tendiere ich dazu.
Wie macht sich die optionale Finne am Combi bemerkbar?
Ist die Gummikappe am Bug des Yukon sinnvoll und austauschbar?
Worauf sollte man beim Gebrauchtbootekauf achten (außer auf Beschädigungen der Hülle)?
Für die Beantwortung meiner (gelegentlich vielleicht noch sehr laienhaften) Fragen und eine (gerne auch subjektive) Einschätzung erfahrender Experten hinsichtlich der Eignung der oben genannten Bootstypen für meine Zwecke bedanke ich mich bereits vorab!
Es grüßt herzlichst,
Euer Latebraker
lambadaboot
08.07.2008, 22:17
Hallo Latebraker!
Ich fahre ein Prijon Millenium 2004. Von der Statur vergleichbar (1,85 m ;80 kg) fahre ich die Elbe abwärts auch über längere Strecken (30 km) einen 10 -er Schnitt. Im stehenden Wasser problemlos ein 7-er Schnitt. Bei meiner letzten Tour war ich in 4 Schleusen mit dem gleichen Motorboot. Für mein Geschmack hat es ein bisschen wenig Beinfreiheit und ist auch ziemlich kipplig. Dafür läuft es gut geradeaus. Ein Fußsteuer würde ich dir unbedingt empfehlen. Wasserrutschen wie an der Weser (z.B. Hameln) kannst du damit bedenkenlos fahren, Wasserfälle und Wehre umtrage ich generell. Ich kann es allein auf- und abladen und es ist etwa genauso lang, wie mein Passat Kombi. Genug Gepäck für 2 Wochen bekommt man auch unter.
Viel Spaß noch, Lambadaboot.
Hallo!
Die wohl schnellsten Wanderkajaks, die aber etwas Bootsbeherrschung verlangen, stellt sicherlich TM in Hamburg her. Es gibt da keine PE-boote. Im Wildwasser (von dem ich keine Ahnung habe) würde ich die nicht fahren wollen. Sehr gut bei deiner Größe ist die Beinfreiheit. Die Boote sind absolut ausgereift und wurden in den letzten 30 Jahren nur geringfügig verändert. Natürlich bieten auch Lettmann (ich habe selber einen älteren "Arctic" schnelle solide Boote an. Prijons Palette ist vom Preis und der Leistung sicher eine gute Alternative. - Das Problem der Steuerung wird oft überbewertet. Natürlich ist bei Deinen "Vorgaben" eine "Unterflursteuerung" Unsinn. Derzeit fahre ich den Looksha IV von Necky...aber wie gesagt ich bin nur selten auf kleineren Bächen unterwegs, dafür sind diese Boote zu lang. Der Clipper von TM hat mit ca 4,70m die max Länge für Deine Ansprüche. - Vielleicht können andere aus dem Forum meine Überlegungen ergänzen.....bei mir bleibt doch etwas der Eindruck, dass Du - wie die geschrieben hast - kein Boot finden wirst, das all Deinen Ansprüchen gerecht wird. Vorschlag: Fange mit einem Boot z.B. für Wildwasser und Kleinflüsse an, wie Die meisten von schaffst Du dir (wenn die Erbtante gestorben ist) ein weiteres Boot für größere Gewässer an!
Gruss
Schlumi
Latebraker
09.07.2008, 10:40
Hallo Schlumi, hallo lamdaboot,
vielen Dank für Eure Einschätzungen.
Ich fürchte, dass ich mit laminierten Booten in den meisten Fällen meines angedachten Anwendungsbereiches aufgrund potenzieller Grundkontakte keine lange Freude haben werde. Daher erscheinen mir PE-Bomber eher geeignet und die Forderung nach Geschwindigkeit ist tendenziell sekundär - wenn auch aus den eingangs geschilderten Gründen wichtig für mich. Da ich gelegentlich auch auf eher kleineren regionalen Flüssen (Nister im Westerwald, Sieg) unterwegs sein möchte (insbesondere bei etwas höheren Pegelständen), sollte die Gesamtlänge nicht ZU groß werden (ist zumindest mein laienhafter Eindruck).
Schlumi, Dein Einwand mit dem Zweitboot gefällt mir. Aber ich fange ja gerade erst an. Von daher könnte die Strategie in der Tat so aussehen, das ich mir erst mal eines der beiden eingangs aufgeführten Boote anschaffe, um mir dann für stille und große Gewässer wirklich mal ein laminiertes Zweitboot anzuschaffen (wenn mich der Virus dann so richtig dahingestreckt hat)...
Insgesamt finde ich das Hobby so spannend, weil ich seit Jahren viel fotografiere und ich bei der letzten Kanutour über die fehlenden Fluchtreflexe der Tiere echt erstaunt war. Die einen kaufen sich für tausende von Euro Teleobjektive, um formatfüllende Bilder zu schießen, die anderen kaufen sich einfach ein Kanu für ein Zehntel des Preises und kombinieren einfach zwei tolle Hobbies miteinander ;)!
...
Folgende Anwendungsbereiche schweben mir vor:
Tagestouren bis Mehrtagestouren (inkl. Gepäck)
stille Gewässer (Mecklenburger Seenplatte), Flüsse (Lahn (sehr still), Rhein, Sieg, etc.), leichtes WW (für die Zukunft)
Mal ein Wehr oder auch einen kleinen Wasserfall runterfahren können...
Diese Boote könnten meine Anforderungen meiner jetzigen Meinung nach (auch in monetärer Hinsicht) am ehesten abdecken:
Prijon Combi 359
Prijon Yukon Expedition
...
Hallo!
Die anderen haben es ja schon angesprochen: Vor einer Kaufentscheidung solltest Du Dir im Klaren sein, wo Du die meiste Zeit fährst. Deine Vorgabe von MV Seenplatte bis leichtes WW ist so weit auseinander, dass Du Kompromisse eingehen müsstest.
Wenn Du hauptsächlich Großgewässer und Seen befährst, würden Dir beide Boote auf die Dauer m.E. keinen Spaß machen. Ich würde mir dann ein Großgewässerkajak kaufen und für Kleingewässerfahrten ein geeignetes Kajak gelegentlich ausleihen und umgekehrt.
Die von Dir genannten Kajaks bewerte ich als Allroundboote bzw. Kompromisslösungen. Sie wären ideal, wenn in Deinem Heimatrevier häufig Großgewässer und WW-Gewässer vielleicht sogar auf einer Tour wechseln würden.
Den Yukon halte ich wegen der größeren Länge auf den von Dir genannten Gewässern für geeigneter.
l' O
Moorkajak
09.07.2008, 16:55
Hallo!
Also die Boote, die du dir ausgeguckt hast sind an sich für deine Ziele (vorallem die Fließgewässer) ganz gut geeignet. Auf Seen oder wenn du vor hast wirklich schnell vorwärts zu kommen wirst du dir was längeres wünschen, aber sonst...
Um mit einen Kanadier mitzuhalten sollten die Boote eigentlich beide genügen, hängt natürlich von der Kanadierbesatzung ab, aber die meisten Kanadier sind eh nicht soo schnell (Ausnahmen bestätigen die Regel!).
Der Youkon ist denke ich das Boot mit mehr Stauraum für Mehrtagestouren, der Combi ist dafür kürzer und wendiger. In leichten (offenen) WW sind beide als Wanderboot noch zu gebrauchen, zum anspruchsvolleren WW-Paddeln eher nicht.
Wenn du den Combi nimmst entscheide dich für die Prallplatte, die Fusstützen, die ich von Prijon kenne sind nicht so der Knüller (auch in Ordnung, aber wenn man schon die Wahl hat...)
Über das Prijonmaterial brauchst du dir eigentlich keine Gedanken machen, das hält ewig, dürfte das beste sein, was auf dem Markt erhältlich ist.
Latebraker
09.07.2008, 17:37
Hi Folks,
l'O und Moorkajak, vielen Dank für Eure Einschätzungen, Ihr bringt mich damit wesentlich weiter!
Noch eine blöde Frage am Rande: wie ist eigentlich das Yukon ausgestattet? Hat es eine Prallplatte oder Fußstützen? Das wird aus dem Internetauftritt von Prijon nicht ganz klar.
Gruß Latebraker
Das Yukon ist wie alle Wander- und Seekajaks von Prijon mit Fußstützen ausgestattet, Die WW Boote mit Prallplatten, das Combi eben als Boot zwischen den beiden Welten mit Fußstützen oder Prallplatte.
Chillosaurus
09.07.2008, 19:03
[...]
Ich fürchte, dass ich mit laminierten Booten in den meisten Fällen meines angedachten Anwendungsbereiches aufgrund potenzieller Grundkontakte keine lange Freude haben werde. Daher erscheinen mir PE-Bomber eher geeignet und die Forderung nach Geschwindigkeit ist tendenziell sekundär - wenn auch aus den eingangs geschilderten Gründen wichtig für mich. Da ich gelegentlich auch auf eher kleineren regionalen Flüssen (Nister im Westerwald, Sieg) unterwegs sein möchte (insbesondere bei etwas höheren Pegelständen), sollte die Gesamtlänge nicht ZU groß werden (ist zumindest mein laienhafter Eindruck).
[...]
Ich schätze, ein PE-Boot ist vor allem für den Einstieg die günstigere Alternative. Wenn du dich nach ein/zwei Jahren zurechtgefunden hast und dir bewusst ist, ob Klein-/Wildfluss oder doch lieber Seenplatte dein Revier werden sollen, kannst du dir dann noch ein ordentliches zulegen.
Falls noch keiner geschrieben hab (Zeitmangel): PE kann man schweißen, wird aber in der Regel nicht gemacht, da sich der Aufwand kaum lohnt. Die Boote sind so oder so nicht allzu langlebig. Bei Kunststoff (ich meine Laminiergelege) kannst du selber Hand anlegen, falls du dich traust.
Die Prallplatten werden von Prijon mit Hilfe von 4 SChrauben gehalten. Es ist kein Problem sie gegen Fußstützen auszuwechseln, selbst wenn das Boot ursprünglich mit Prallplatte gekauft wurde. Wahrscheinlich ist dazu aber noch eine weitere Halterung nötig, die weiter vorne im Boot angebracht wird, damit das ganze Ding nicht wackelt.
Mit deiner Statur kannst du nahezu jedes Boot fahren, vorausgesetzt du hast nciht Schuhgröße 53 oder so ähnlich.
Steueranlagen sind eigentlich relativ unproblematisch und halten auch einiges aus. Für Wehrfahrten sollten sie aber dennoch auf Deck geholt werden, genauso wie beim Anlanden.
Beim Gebrauchtbootkauf sollte man vor allem erfragen:
1. Verkaufsgrund
2. bisherige Lagerung (bei Lagerung im Freien Finger davon lassen!)
3. Baujahr (würde keine PE- Boote kaufen die älter als 5-6 Jahre sind, bei GFK max. 18-20)
4. Verformungen
5. Eignung (ein Boot niemals kaufen, weil es ein Schnäppchen ist, sondern nur weil man es gebrauchen kann)
6. wenn möglich Probefahrt um wirklich abzuchecken, ob das Boot was für dich ist.
Die Gummikappe am Yukon ist nicht serienmäßig, sondern wird auf Bestellung befestigt. Ihre Aufgabe ist es Stöße abzufangen. Sie erhöht aber auch den Wasserwiderstand des Bootes. Darum würde ich darauf verzichten. Sie lässt sich soweit ich weiß durch starkes erhitzen lösen und austauschen.
Die Finne soll das schlingern des Bootes minimieren, da es relativ kurz ist. Ich frage mich allerdings ob ein Aluminiumskeg oder ein Steuer nicht besser geeignet wären, auf Grund des Wasserwiderstandes.
THE-DUKE
09.07.2008, 19:06
Hallo, habe bis zum Winter einen Yukon besessen, tolles Wanderboot mit viel Platz. Habe dann als Ersatz einen Combi und einen Barracuda gekauft. Den Combi aber unbedingt mit Prallplatte nehmen, Fußstützen machen nur mit Steuer sinn das es ja aber für den Combi nicht gibt.
Latebraker
09.07.2008, 19:14
Das Yukon ist wie alle Wander- und Seekajaks von Prijon mit Fußstützen ausgestattet, Die WW Boote mit Prallplatten, das Combi eben als Boot zwischen den beiden Welten mit Fußstützen oder Prallplatte.
Wie sieht es denn dann mit der Sicherheit im "leichten Wildwasser" aus? Während meiner Recherchen habe ich gelesen, dass es dort ohne Prallplatte zu unangenehmen und/oder gefährlichen Ereignissen - etwa Einklemmen im Bug - kommen kann. Diese Frage stellt sich mir insbesondere unter Berücksichtigung des Ratschlags von Moorkajak, der ja der Ansicht ist, die Fußstützen von Prijon seien nicht so der "Knüller".
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich diese Thematik nicht wirklich abschätzen, entschuldigt also bitte die Frage, sollte sie für Euch keinen Sinn ergeben ;)
Chillosaurus
09.07.2008, 20:23
Wir haben auch Prijonfußstützen. Kein Problem. Wackeln manchmal ein Bisschen, und biegen sich hin und her. Halterung ist ein wenig kompliziert und nicht sehr langlebig. Haben schon welche nachbestellen müssen. (Aber das Material war genauso kacke. Naja, jetzt soll ja Nowak für Prijon basteln und die Qualität akzeptabler sein. Trotzdem: nie wieder.)
Im Slalom haben wir auch keine Prallplatten und da wird WW 4 gefahren.
Das Problem bei den Prijon- teilen is'; dass sie nur eine sehr geringe aber rutschige, da runde, Auflagefläche bieten. Die dann nicht so viel Halt geben. Dieser kann durch entsprechend guten Halt im Cockpit aber kompensiert werden. Deswegen umbedingt Sitzanlagen testen und ideale auswählen. Im Spielboot kann ich auch auf der Spitze stehen, ohne vorne reinzurutschen, obwohl ich keine Fußstützen /Schaum /Prallplatte drin habe.
PS: Es ist einfacher 'nen Sitz, 'ne Fußstütze, 2 Abschottungen und 3 Luken, sowie 2 SChenkelstützen zu tauschen, als die Bootsform ;-)
Wie sieht es denn dann mit der Sicherheit im "leichten Wildwasser" aus? Während meiner Recherchen habe ich gelesen, dass es dort ohne Prallplatte zu unangenehmen und/oder gefährlichen Ereignissen - etwa Einklemmen im Bug - kommen kann. Diese Frage stellt sich mir insbesondere unter Berücksichtigung des Ratschlags von Moorkajak, der ja der Ansicht ist, die Fußstützen von Prijon seien nicht so der "Knüller".
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich diese Thematik nicht wirklich abschätzen, entschuldigt also bitte die Frage, sollte sie für Euch keinen Sinn ergeben ;)
Latebraker, es gibt gerade für Anfänger keine dummen Fragen.
Das Einklemmen im Bug ist, soweit man sich im Bereich WW I bewegt, keine so wirklich große Gefahr. Ansonsten finde ich diesen Hinweis auf die Einklemmgefahr sehr wichtig und gut. Die Prallplatte verbessert allerdings auch den festen Sitz im Boot ganz erheblich, so dass es viel besser mit der Hüfte zu bewegen ist. So kannst du das Boot wesentlich besser ankanten, eine Technik die gerade auch im WW sehr wichtig ist.
Du hast bei der Ausführung mit Prallplatte einfach mehr Möglichkeiten als bei der mit Fußrasten.
Außerdem, weiß man nie in welche Richtung man sich entwickelt. Bleibt man bei ruhigen Fahrten auf möglichst wenig bewegten Wasser, umträgt jedes Wehr? Oder macht einem dann doch wildes Wasser, Kehrwasserfahren, im Schwall spielen immer mehr Spass? Wenn dann ärgert man sich sehr über eine Entscheidung gegen eine Prallplatte. Möglich das du in dieser Phase, so wie ich dein Combi wieder verkaufst, ich fahre jetzt ein Touryak und einen Hercules, um für meine beiden Interessenbereichen passendere Boote zu fahren. Dann hast du bei der Ausführung mit Prallplatte wahrscheinlich einen höheren Wiederverkaufswert.
Latebraker
10.07.2008, 11:29
Latebraker, es gibt gerade für Anfänger keine dummen Fragen.
Dessen bin ich mir generell bewusst, allerdings gibt es in manchen Foren eben schnell mal eine Rüge für Fragen dieser Art. Erfreulicherweise herrscht in diesem Forum ein ganz toller Umgang unter den Forenteilnehmern, wofür ich Euch allen ein großes Kompliment aussprechen möchte. Habe mich selten spontan so wohl gefühlt wie hier.
Das Einklemmen im Bug ist, soweit man sich im Bereich WW I bewegt, keine so wirklich große Gefahr. Ansonsten finde ich diesen Hinweis auf die Einklemmgefahr sehr wichtig und gut. Die Prallplatte verbessert allerdings auch den festen Sitz im Boot ganz erheblich, so dass es viel besser mit der Hüfte zu bewegen ist. So kannst du das Boot wesentlich besser ankanten, eine Technik die gerade auch im WW sehr wichtig ist.
Den Hinweis auf die Einklemmgefahr erachte ich ebenfalls als sehr wichtig und gut, zumal ich mir die Konsequenzen m. E. recht gut vorstellen kann. Daher stellt sich für mich eben die Frage, inwieweit das Yukon wirklich WW-tauglich ist. Wenn man einen Blick aus entwicklungstechnischer Sicht auf diesen Sachverhalt wirft, kann man dem Yukon nach dem bisher gesagten nicht uneingeschränkt die Eigenschaften einer "Fail-Safe"- Konstruktion nachsagen ("Fail Safe" bedeutet, dass im Versagensfall dennoch eine gewisse Sicherheit besteht). Während es also im Combi in einer brenzligen Situation aufgrund der Prallplatte im Idealfall nicht zu dummen Ereignissen kommt, kann diese im (ebenfalls WW-tauglichen) Yukon durchaus unschön enden.
Generell gefällt mir das Yukon aufgrund der etwas längeren Bugamessungen hinsichtlich der zu erwartenden Geschwindigkeit besser als das Combi. Auch die höhere Zuladungskapazität und das größere Gepäckvolumen sprechen für das Yukon. Ob man die Zuladung dann vollständig ausnutzt, sei mal dahingestellt. Man hat jedenfalls die Möglichkeit dazu.
Für das Combi spricht zum einen die Prallplatte, andererseits gestaltet mir die kürzere Buglänge die Lagerung wesentlich angenehmer ;) . Weniger günstig erachte ich die geringere Zuladung und das kleinere Gepäckvolumen. Ist der vordere Behälter mit dem Drehverschluss eigentlich richtig wasserdicht? Man findet diesbezüglich unterschiedliche Aussagen. Und was bewirkt die optional anzubringende Finne? Verändert sie das Fahrverhalten maßgeblich hinsichtlich einer höheren Spurstabilität? Eine Variabilität in Punkto Wendigkeit wäre schon toll.
Es ist jetzt die Gretchenfrage, ob Spurstabilität und Geschwindigkeit des Yukon erheblich besser sind als die des Combis.
Du hast bei der Ausführung mit Prallplatte einfach mehr Möglichkeiten als bei der mit Fußrasten.
Außerdem, weiß man nie in welche Richtung man sich entwickelt. Bleibt man bei ruhigen Fahrten auf möglichst wenig bewegten Wasser, umträgt jedes Wehr? Oder macht einem dann doch wildes Wasser, Kehrwasserfahren, im Schwall spielen immer mehr Spass? Wenn dann ärgert man sich sehr über eine Entscheidung gegen eine Prallplatte. Möglich das du in dieser Phase, so wie ich dein Combi wieder verkaufst, ich fahre jetzt ein Touryak und einen Hercules, um für meine beiden Interessenbereichen passendere Boote zu fahren. Dann hast du bei der Ausführung mit Prallplatte wahrscheinlich einen höheren Wiederverkaufswert.
Bei einer Kaufentscheidung für das Combi kommt für mich ohnehin nur die Version mit Prallplatte in Frage. Diese Option ist beim Yukon leider nicht gegeben.
Wenn ich mein langjähriges Hobby Mountainbike und die dortige Entwicklung auf den Wassersport projiziere, dann werde ich großen Spaß daran haben, auch einmal ein Wehr herunterzufahren und etwas wilderes Wasser zu befahren. Insbesondere die Tatsache, dass ich hier im Westerwald eher kleine Flüsse vorfinde und höchstens einmal pro Jahr nach Meck-Pom fahren könnte, spricht eher für den etwas rauheren Einsatz. Ein häufiger zu befahrendes Revier könnte zudem der Rhein werden, da einer meiner Kameraden Verbindungen zur Binnenschiffahrt hat und von daher eine gewisse "Affinität" zu diesem Gewässer besteht. Was sollte man hier eigentlich - insbesondere als "Anfänger" - beachten (außer den Binnenschiffen und den Wasser-Verkehrszeichen (Stichworte Querströmung, Unterströmung (?), Strudel)?
Am Wochenende werde ich mich aller Voraussicht nach nach Köln begeben, um mir die Boote mal in einem Geschäft in Natura anzuschauen und mit den dortigen Beratern zu sprechen. Eine Sitzprobe ist dabei natürlich Pflicht ;) ...
Das was du da schreibst spricht sehr für zwei Boote :D eines für Rhein und Co. eines für die kleinen Bäche.
Meine eigene Erfahrung war, dass das Wanderboot bei mir ein Touryak für mich sehr schnell klar war, reichte damals auch für alltägliche Fahrten auf der Ruhr aus. Die Entscheidung für dieses Boot habe ich nie bedauert.
Dann kam mit dem Vereinsbeitritt der Bereich der Kleinflüsse, später auch der leichtere WW Bereich hinzu. Da hatte ich dann wesentlich größere Probleme das richtige Boot für mich zu finden. Es begann mit dem Combi, dann kam ein Robson Charger nun das Prijon Hercules. Für einfache Fahrten auf kleinen Flüssen hätte ich gerne noch ein Boot wie das Eskimo Cerro, ist einfach länger und damit in der Gruppe bei diesen Touren angehmer. Aber man kann nicht alles haben.
Das Combi war zu seiner Zeit das genau richtige Boot für mich, mit einem reinen WW Boot wäre ich damals überfordert gewesen. Im Laufe meiner persönlichen Entwicklung gings dann weiter, heute fühle ich mich im Hercules sehr wohl.
Schwer zu sagen was nun im WW Bereich richtiger ist, erst mal nur Vereinsboote nutzen, oder erstmal ein älteres billiges Boot kaufen, sich dann entwickeln. Oder kaufen und verkaufen bis man beim richtigen Boot angekommen ist.
Zum Rhein noch, was must du da beachten? Die Berufsschifffahrt hat absoluten Vorrang, also immer aufmerksam sein. Halte dich von Bojen und Tonnen fern, bei der Fließgeschwindigkeit des Rheins ist man schneller damit kollidiert als man glaubt und das kann gefährlich werden. Besser zu mehreren als alleine fahren, vor allem solange die eigene Erfahrung noch nicht so groß ist.
Latebraker
10.07.2008, 14:36
Ja ja, immer diese hohen Ansprüche, die sofort den Erwerb von 2 Booten erfordern :rolleyes: ...
Das Cerro habe ich auch schon im Auge gehabt, zumal Eskimo bei mir um die Ecke ansässig ist.
Sehr zu meiner Verwunderung habe ich - zumindest über die Suchmaschine des dkv - keinen Verein in meiner näheren Umgebung gefunden. Von daher sehe ich mich derzeit nicht in der Lage, auf Vereinsboote zurückzugreifen. Den Kontakt zu einem Verein würde ich grundsätzlich sehr begrüßen, da man hier erfahrende Leute treffen und idealerweise sofort sympatische Gleichgesinnte kennen lernen kann. Ich muß diesbezüglich noch ein wenig recherchieren, denn ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es hier keine Vereine gibt. Immerhin ist der Westerwald umgeben von Wasserstraßen (Rhein, Sieg, Lahn) und selbst mittendrin gibt es einige angeblich befahrbare Flüsse (Nister, Wied, etc.).
Auf dem Rhein werde ich auf alle Fälle ausschließlich in der Gruppe fahren. Aufgrund meiner Binnenschifferfahrungen glaube ich sehr gerne, dass sich eine Kollision mit Bojen und Tonnen sehr schnell ereignen könnte. Welche Distanz kann man eigentlich an einem Tag (5 - 8 h) zurücklegen (z. B. im Abschnitt zwischen Germersheim und Koblenz)? Einer meiner Kumpels hat eine mehrtätige Tour im Auge und ich wüsste ganz gerne, ob sein Streckenziel realisierbar ist...
Hat jemand einen direkten Vergleich zwischen Yukon und Combi? Mich würde wirklich interessieren, wie sehr sich die beiden Boote hinsichtlich der Fahreigenschaften unterscheiden.
Vielleicht solltet du statt dieser beiden Boote, doch nach einem Wanderkajak wie Touryak, Motion, Seayak und deren Konkkurennten von Lettmann und Co. schauen. Ein solches reinrassiges Wanderboot wirst du dann wohl lange fahren. Dann eben später erst mal ein gebrauchtes älteres Cerro oder ähnlich dazu.
Kein Verein in der Nähe? Wo kommst du denn her?
Moorkajak
10.07.2008, 17:08
Hallo nochmal!
Ich denke, ein Prijon-Gebrauchtboot darf auch deutlich älter als 5-8 Jahre sein, vorraussgesetzt es macht einen nicht allzusehr mitgenommene Eindruck und der Preis stimmt.
Das Prijon Material ist sehr robust und viele Vereine und Schulen haben Boote, die noch immer (relativ) gut in Schuss sind, obwohl sie schon deutlich länger im Dauereinsatz sind.
Latebraker
10.07.2008, 17:38
Vielleicht solltet du statt dieser beiden Boote, doch nach einem Wanderkajak wie Touryak, Motion, Seayak und deren Konkkurennten von Lettmann und Co. schauen. Ein solches reinrassiges Wanderboot wirst du dann wohl lange fahren. Dann eben später erst mal ein gebrauchtes älteres Cerro oder ähnlich dazu.
Das Motion gefällt mir zugegebenermaßen auch gut. Ich habe aber gelesen, es sei eher für leichtere Fahrer?! Also ich wiege 78 kg bei 184 cm Länge. Reicht der Auftrieb des Motion dafür oder nicht?
Die Tatsache, dass ich mich ziemlich gut kenne, hält mich davon ab, diese Boote in die engere Auswahl zu nehmen. Ich weiß ziemlich genau, dass ich gerne auch mal kleinere Flüsse befahren möchte und da sind die langen Einer m. E. dann schnell schon wieder zu lang, oder?
Kein Verein in der Nähe? Wo kommst du denn her?
Ich komme aus Hachenburg mitten im Westerwald.
@ Moorkajak,
vielen Dank für Deine Info. Mir ist zwischenzeitlich aufgefallen, dass die Prijon-Produkte ziemlich wertstabil und auch gebraucht oftmals nicht wesentlich günstiger zu haben sind, als neue Boote. Schaue ich etwa auf den falschen Plattformen? In der Bucht ist ja hier und da ein interessantes Boot drin, aber auch heiß umboten ;)...
Gerade Wanderkajakssind sehr werthaltig :)
Dein Gewicht und Größe passen genau zwischen Motion und Touryak, vor einem Kauf ausprobieren solltest du in jedem Fall.
Klar sind die langen Boote für kleine Bäche zu lang, aber nachdem was du so schreibst wirst du ohnehin bald eine kleine Flotte dein eigen nennen :D denn die eierlegende Wollmichsau gibt es nicht so wirklch.
Du musst dich jetzt entscheiden was du zunächst mehr machen willst, Rhein und Co. oder kleine Bäche und dann den passenden Bootstyp für diese Entscheidung kaufen müssen. Der zweite Bereich muss halt warten. Aus meiner paddlerischen Entwicklung heraus neige ich dazu, dir zunächst das lange Boot zu empfehlen. Gründe dazu schrieb ich ja bereits.
Moorkajak
10.07.2008, 22:28
Die "Bucht" eignet sich meiner Meinung nach höchstens zum Boote verkaufen, zum Kaufen sind die Preise ganz schön hoch...
Ältere, preiswerte Boote (optimal um eine Flotte aufzustellen) lassen sich häufig auch über den regionalen Kleinanzeiger finden oder über selber geschaltete Suchanzeigen z.B. hier im Forum.
Sehr interessant sind die Gebrauchtbootemärkte die insbesondere bei Kanuhändlern stattfinden.
Eine Aufstellung findest du bei http://www.kajak-channel.de/kajaknews629.htm
walfreund
11.07.2008, 07:42
Hallo,
habe die Diskussion verfolgt und denke auch, dass ein längeres Boot eine grösseren Einsatzbereich hat und somit die bessere Wahl für Touren auf Flüssen und Seen ist. Der einzige Kompromiss zwischen WW- und Tourenboot sind solche Kombiboote - ab 3m lang, ordentlich Platz. PE - mit denen kann man aber Mehrtagestouren auf grossen Flüssen oder Seen ziemlich vergessen.
Der Yukon ist eigentlich auch so ein Boot, sehr gemütlich, stabil, viel Platz und langsam - auf einem 5 m breiten Bach aber ein Kehrwasser gezielt anzusteuern halte ich für sehr schwierig.
Einklemmgefahr im Bug wird hier glaube ich etwas überschätzt - das spielt meiner Meinung nach im unteren WW-Bereich keine Rolle. Ich kann mir gerade keine Situation in WW unter 3 vorstellen, wo man sich so brutal im Boot verklemmen könnte... Bei richtigen Wasserfällen und Katarakten spielt das sicher eine Rolle, aber die sind meistens WW IV+ und da will man mit einem Yukon auch nicht Paddeln.
Thema Westerwald:
Ich komme ursprünglich auch aus dem Westerwald und kann daher sagen warum es keine Vereine dort gibt: Im Sommer führen die Bäche zu wenig Wasser zum Paddeln und im Winter sind sie für Ungeübte zu gefährlich. Es sind zwar meist einfache Wald-/Wiesenflüsse mit wenig Gefälle und leichten Ein-/Ausstiegsmöglichkeiten, durch Baumhindernisse und bei Hochwasser auftretende Schwierigkeiten aber auf jeden Fall eher für sportliche Fahrer zum empfehlen. An der Sieg gibt es einige Vereine, ansonsten bleibt nur der Weg in Rheintal - wo es ohne Ende Kanuclubs gibt.
Ich kann Dir nur empfehlen über das Forum vielleicht jemanden zu finden, dessen Yukon Du testen kannst - das erspart eine Menge Frust.
gruß,
walfreund
Hallo Latebraker,
wir selber haben Kajaks von Prijon, Lettmann und seit kurzem auch einen Gatz.
Sind dir schon mal Boote von Willy Neumann aufgefallen?
Wenn ja - dann wahrscheinlich weil es extrem schnelle Wanderkajaks sind.
Ich fahre mit meiner Frau den Eski-Fjord und sind damit super glücklich auf großen Flüssen und Seen. Für Wildwasser sind diese Boote aus Kohle/Kevlar nicht so gut geeignet.
Wenn du sportlich schnell unterwegs sein willst, findest du in dieser Preisklasse kaum etwas vergleichbares bei den großen Herstellern.
Sieh dich doch mal unter www.willyneumann.de um...
Und weiter viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Boot!
Ralf-Michael
Hallo,
wir (Kumpel: 1,90m/90kg; ich: 1,70/70kg) standen vor einem Jahr vor der gleichen Wahl und hatten den Touryak, Yukon und Calabria getestet. Anforderungen: geeignet für Seen und Flüsse, wendig und flott sollten die Boote sein.
Der Yukon war wendig, aber der mit Abstand am langsamste. Den haben wir gleich beiseite gestellt. Mein Kumpel kam mit dem Touryak gut klar, ich fand den Calabria am passensten.
Auch wenn ich jetzt ins Seekajak-Lager wechsel, habe ich meine Entscheidung für den Calabria nach div. Touren um Lübeck, Eutin & Plön nicht bereut. Die Wendigkeit reicht mir komplett für den Einsatzort komplett aus und das Boot ist flott.
Gruss, Hartmut
Hallo !
Kann Hartmut nur beipflichten, dazu meine Erfahrungen: Nachdem mein 2-er Faltboot RZ 85 (neu gekauft 1974) ziemlich am Ende war und ich lieber 1er-fahre, kaufte ich vor ca. 8 Jahren den Prijon "ALZ" (Vorläufer vom jetzigen Yukon, ohne Luken u. Schott), dazu:
Sicheres, "braves" Boot, dreht ohne Steuer bei Wind und auf offenen Flächen stark, ist auch recht langsam (in der Gruppe mußt immer ziemlich "Anschlag" fahren), aber sehr gut auf Kleinflüssen, geht gut ins Kehrwasser, ist stabil und sicher.
Mangels "Speed" dann nach 2 Saisonen verkauft, nach Vergleichs-Probefahrt TOURJAK-CALABRIA, dann denn Calabria gekauft, warum:
Der Tourjak passte zwar bez. meiner Grösse und Gewicht (193cm, 95 kg) zwar besser, ist aber deutlich schwerer und vom Volumen her eher "Transportschiff", will heissen, Fahrer soll schon etwas "gewichtiger" sein und er sollte auch mit Gepäck gefahren werden, sonst schwimmt er obenauf dem Wasser, fährt sich dann nicht wirklich gut (kenne einige "leichgewichtige" Fahrer, die dadurch echte Probleme haben). Also ist in diesem Zusammenhang (außer dem Einsatzzweck) auch sehr entscheidend, das Körpergewicht des Paddlers und was er zuladen möchte (Stichwort "Trimm").
Da ich zu diesem Zeitpunkt eher Ein-Zwei-Tagestouren (Wochenende) gefahren bin, habe ich mich damals für den CALABRIA entschieden, den ich noch heute habe, Grund:
Wirklich ausgewogenes Boot, mit dem ich schon "ziemlich alles" gefahren bin, von TID, Enns (bis WW2), Mur, Donau, Küste in Kroatien, Vogalonga (auch bei Starkwind, Wellen, Bora..) Das Boot läuft super geradeaus (habe das Steuer abmontiert, wird nicht benötigt), beim Drehen auf Flüssen ins Kehrwasser, geht noch, etwas schlechter als Yukon, aber auf Großgewässern komme ich auch mit längeren Booten (wie z.B. Seajak, etc) gut mit. Nachteil:
Durch Fehlen der vorderen Lade-Luke ist das Verstauen der Ausrüstung etwas umständlich. Da ich nun kein Steuer mehr brauche, hänge ich ein Pedal aus und packe vorn die wasserdicht verpackte Zeltausrüstung (bis auf den Schlafsack !!) rein, hinten den Rest. Also von dem Boot trenne ich mich nicht mehr, da für "kleinere Touren", Wochenende bestens !
Seit 3 Jahren fahre ich vermehrt Touren auf dem Mittelmeer (Kroatien, Italien, Vogalonga... ) dadurch gesellte sich ein KODIAK (das letztere Modell mit Schraubluke vor der Einstiegsluke) zu mir. Für meine Einsatzzwecke, wochenlange Gepäcktouren auf Großgewässern das BESTE (allerdings vielleicht etwas subjektiv, da ich auch einige entgegengesetzte Meinungen darüber gelesen habe, die ich auch akzeptiere). Natürlich kann dieses "Schiff" nicht mit "reinrassigen" Seekajaks mithalten, aber es fährt sich wirklich sicher und gut, auch vollgepackt und bei schwierigem Kabbel-Wasser (zuletzt voriges Jahr im Marcus-Becken nach der Vogalonga, Richtung Fusina, wo einige "abgesoffen" sind).
Bin nun etwas vom Thema abgekommen, möchte noch anfügen, daß das PE an dem ca. 6 Jahre alten Calabria völlig o.k. ist, bis auf einige leichte Kratzer. Also keine Verformungen, Risse oder ähnliches.
Herzlichen Gruß, Ahoi!
49kajak
PS: Den COMBI würde ich nicht kaufen, das Boot ist weder zum Wanderfahren noch für "echtes" Wildwasser zu gebrauchen, aber am besten immer vorher testen!
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