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Romy
25.02.2007, 20:34
Hallo erst mal, bevor ich meine Frage stelle möchte ich mich erst mal kurz vorstellen.
Ich heiße Romy, bin gebürtige Deutsche und habe ca 30 Jahre in Frankreich gelebt und lebe nun in Schweden. Im letzten Sommer habe ich zusammen mit meinem Partner einen Traum erfüllt und einen CP in Schweden gekauft, und hier kommt nun meine Frage.
Wir möchten gerne Kanus anbieten ( tun wir schon) aber es sollten die richtigen sein.
Die Kanus kämen auf einem ca 130 ha großen See mit Ausläufern zum Einsatz. Hauptnachfrage war im letzten Sommer von Familien oder Paare die mehr oder weniger noch nie Kanu gefahren sind. Nun meine konkrete Frage: welchen Typ Kanu müssten wir anbieten um dieser Klientel gerecht zu werden? Wir sind da ziemlich unsicher geworden, weil jeder Händler uns zu unterschiedlichen Produkten rät. Aus diesem Grunde möchte ich in diversen Kanu-Foren Meinungen von Kanufahrern sammeln und auswerten.
Bin dankbar für viele Anregungen

schwimmendeWerkzeugkiste
25.02.2007, 20:44
Hejsan,

wenn ich in Schweden ein Kanu mieten will rechne ich damit, ein Linder-Aluminiumkanu (http://www.linder.se/sidor/products.asp?catid=K) zu kriegen. Insbesondere auf Seen wo ihre Kiel-Leiste - anders als auf Flüssen - Sinn macht. Die Dinger sind zwar etwas schwer aber sie haben sehr gutmütige Fahreigenschaften und Ihr könnt sie bedenkenlos das ganze Jahr über im Freien lagern, was mit keinem anderen Kanu geht, weil die Kunsstoffe alle mehr oder weniger UV-empfindlich sind. Reparaturen sind mit Gummihammer und Niet-Zange relativ problemlos zu machen - werden aber nur bei massiv unsachgemäßem Umgang erforderlich.

Ich bin sonst nicht so patriotisch aber Kanufahren in Schweden sollte in schwedischen Kanus stattfinden.

Axel

PS: Ert sjö (http://www.hitta.se/LargeMap.aspx?ShowSatellite=true&pointX=1494150&pointY=6302020&cx=1494150&cy=6302020&z=3&name=Orrefors%20Camping%20AB) verkar ju vara mycket lovande för kanuter!

Werner Schmiedel
25.02.2007, 22:19
Hai,

ich bin der Meinung, wer nicht weiss, welche Kanus er sich anschaffen soll, hat auch sonst nicht viel Ahnung vom Kanusport und sollte es einfach bleiben lassen. Es wird schon viel zu viel Schaden angerichtet auf den Flüssen und Seen durch unfähige Kanuverleiher.

Der Werner

blendmystrokes
26.02.2007, 02:29
Hai,

ich bin der Meinung, wer nicht weiss, welche Kanus er sich anschaffen soll, hat auch sonst nicht viel Ahnung vom Kanusport und sollte es einfach bleiben lassen. Es wird schon viel zu viel Schaden angerichtet auf den Flüssen und Seen durch unfähige Kanuverleiher.

Der Werner

alle verleiher weltweit verbieten! Da koennen wir dann wenigsten fuer uns behalten wieviel Spass die Sache macht und muessen die Gewaesser nicht mit noch mehr Anfaengern teilen??!!
Es muss nicht immer gleich Kanusport sein: Kanuspass tut's auch (jedenfalls fuer die von Romy beschriebenen Clientel).
Und jemanden, der freundlich (und berechtigt) um Rat fragt, so vor den Kopf (Bug) zu stossen ueberschreitet schon fast die Grenze vom guten Ton- versuch mal, Deinen Text von Romy's Seite aus zu lesen, lieber Werner........
Die Schaeden, die Du da ansprichst, werden uebrigens von den (unaufgeklaerten) Kunden der Verleiher verursacht. Nicht von den Verleihern.
Da musst Du dann alles Moegliche andere auch verbieten zu verkaufen, verleihen, etc....

blendmystrokes
26.02.2007, 02:34
Hejsan,

wenn ich in Schweden ein Kanu mieten will rechne ich damit, ein Linder-Aluminiumkanu (http://www.linder.se/sidor/products.asp?catid=K) zu kriegen. Insbesondere auf Seen wo ihre Kiel-Leiste - anders als auf Flüssen - Sinn macht. Die Dinger sind zwar etwas schwer aber sie haben sehr gutmütige Fahreigenschaften und Ihr könnt sie bedenkenlos das ganze Jahr über im Freien lagern, was mit keinem anderen Kanu geht, weil die Kunsstoffe alle mehr oder weniger UV-empfindlich sind. Reparaturen sind mit Gummihammer und Niet-Zange relativ problemlos zu machen - werden aber nur bei massiv unsachgemäßem Umgang erforderlich.

Ich bin sonst nicht so patriotisch aber Kanufahren in Schweden sollte in schwedischen Kanus stattfinden.

Axel

PS: Ert sjö (http://www.hitta.se/LargeMap.aspx?ShowSatellite=true&pointX=1494150&pointY=6302020&cx=1494150&cy=6302020&z=3&name=Orrefors%20Camping%20AB) verkar ju vara mycket lovande för kanuter!

..auch so, Axel..
Ich kenne die schwedischen Steuerregeln nicht, aber ich hab' das seinerzeit so gehandhabt:
Ein paar preiswerte canoes fuer die Kunden und gleichzeitig ein/zwei gute bis sehr gute fuer die Familie (aehem...mich...). Gute (professionelle canoe-) Kunden durften dann auch meine Kevlar canoes ausleihen......(wenn ich nicht grad selber drin war....)

Werner Schmiedel
26.02.2007, 07:19
Ich habe nichts gegen Verleiher an sich, ich habe aber etwas gegen die vielendie ihre Kunden unaufgeklärt mit einem Kasten Bier und teils ohne Schwimmwesten in die Boote setzen, weil sie selbst nicht aufklären können oder wollen.

Kleiner Hinweis auf den Todesfall an der Elbe, als ein junges Mädchen vom angestellten eines Verleihers unters Schiff geschickt wurde. Noch ein Hinweis auf die Verleiher, die ihre Kunden auf Bächen fahren lassen, selbst wenn die wegen zu niedrigen Wasserstandes gesperrt sind.

Hier könnte dann der EPP für Verleiher ins Spiel kommen. Allerdings eher nicht von Seiten des DKV.

Ein Kanuforum ist wohl kaum der richtige Platz, wo einem Verleiher technische Ratschläge gegeben werden können, die sollte er sich in Kursen holen in der Praxis!

Hai, der Werner

Romy
26.02.2007, 09:57
Hej Werner,
ich verstehe deine Bedenken nicht ganz. Welche Schäden meinst du , die die Paddler verursachen ?
Umweltverschmutzung? Störung der Tierwelt? Da klären wir selbstverständlich auf, wo man nicht paddeln darf, und das man keinen Müll in den See wirft, um das zu erklären braucht man doch keinen Kurs zu besuchen. Und was die Schwimmwesten angeht, da stehen jede Menge zur Verfügung (Kinderwesten für jede Gewichtsklasse und auch Erwachsenenwesten) und was die Kiste Bier angeht, die kann sich kein Schwede leisten :-) Was hast du nur für Erfahrungen mit Kanuvermietern gemacht?

Romy

Werner Schmiedel
26.02.2007, 11:27
Hai Romy,

mein posting richtet sich wahrhaftig nicht gegen dich als Person, sondern gegen unbedarfte Kanuvermieter im allgemeinen, denen es im Grunde gleichgültig ist, was ihre Kunden anrichten.

Dein Eingangsposting liess mich vermuten, dass du nicht viel oder keine Ahnung hast, aber (was legitim ist) mit dem Verleih von Booten Geld verdienen willst.

Ich schrieb, dass durch unfähige Kanuverleiher schon genug Schaden angerichtet wird und habe das in meinem zweiten Posting an zwei Fällen erklärt, es gäbe noch viele Beispiele (Spreewald, Mecklenburger Seenplatte, wo noch die Hausboote dazu kommen, obere Donau, Küstrinchen und und und.

Ich bin der Meinung, dass professionelle Verleiher einen Fähigkeitsnachweis ablegen müssten, bevor sie ein solches Geschäft anfangen dürfen.

Unsere Umwelt, die zerstörten Seerosenfelder, die Uferböschungen, in die unfähige Paddler, die über nichts aufgeklärt werden hineinbrettern, die schimpfen nicht so wie ich, die reden aber eine sehr beredte Sprache.

@ Peter, du hast mit deinen "Vorwürfen" an mich zum Teil Recht, es sind nicht die Verleiher, die die Schäden direkt verursachen, aber die fehlende Aufklärung an die Kunden, sei es aus Gleichgültigkeit oder Unwissenheit, trägt mit dazu bei. Und, Peter, für mich hört der Spass dort auf, wo andere oder die Umwelt geschädigt werden.

Wer viel in Deutschland unterwegs ist, auch zur Ferienzeit wo gerade die Bäche undd Flüsse wenig Wasser führen und trotzdem ohne Einschränkung Boote ausgeliehen werden, ich denke, der weiss was ich meinte.

Übrigens: Paddler mit eigenen Booten werden häufig kontingentiert und müssen vorher anfragen und eine Gebühr bezahlen, siehe Obere Donau, die unbedarften Leihkanadierfahrer fahren ohne Einschränkung.

Viele Grüsse vom Werner

Chillosaurus
26.02.2007, 11:46
Zur Erinnerung:
Es geht nicht darum, ob Verleiher böse oder liebe Menschen sind oder ähnliches. Könnt dafür ja 'ne neue Rubrik eröffnen. Da hat jemand angefragt wegen Kanus, die zum Verleih geeignet sind.

In Deutschland bewähren sich die Trapper von Lettmann sehr gut, da sie extrem stabil sind. Haben im Gegensatz zu den Aluminiumkanus natürlich den Nachteil, dass man sie besser nicht im Freien lagert. Im Preis dürfte hingegen ihre Überlegenheit liegen.

stefi
26.02.2007, 13:45
gute oder böse Kanuverleiher hin oder her.
Ein guter Kanuverleiher ist nett und vermietet gute Kanus, deshalb wohl auch die nachfrage hier...

Für Anfänger, Familien, etc. sind Boote mit guter Stabilität wichtig. Sie sollen also einen flachen, breiten Boden haben. Kielleiste nicht unbedingt notwendig, v.a. wenn sie genug gross, rsp. lang sind.
Soll man damit baden können: Darauf achten, dass die Boote keinen eingezogenen Rand haben , sonst lassen sie sich nur schlecht entleeren und es bleibt immer ein Rest Wasser im Boot. (z.b. Grabner Kanadier, sehen wie "richtige Indianerkanus" aus, sind aber im Handling sehr mühsam).
Finger weg von schmalen Kanus, V-förmigen, sowie solche mit sehr niedrigem Freibord (bei Unsicherheiten läuft schnell Wasser ins Boot, wenig Zulademöglichkeit).

Das wichtigste: Die Kunden richtig instruieren, sowohl über die Grundschläge wie das Verhalten in der Natur.
Und noch wichtiger: Sich an jedem Kunden freuen, der schon beim Einsteigen ins Wasser fällt ;) :D

spreewaldkanu
27.02.2007, 08:53
hi romy ...

... na hier hast du ja ne diskussion losgetreten ... ^^ ...

aber grundsätzlich schließe ich mich dem an, was da stefi über verleihboote geschrieben hat. nur denke ich, ist im moment nicht der günstigste zeitpunkt, ein gutes gebrauchtboot (vgl. dein beitrag im canadierforum) zu ergattern, weil die verleiher, die ihre boote "durch den winter gebracht haben" diese meist auch in der (sommer-) saison schwimmen lassen wollen. günstig gibt es manchmal was am saisonende. falls du da konkrete anregungen möchtest, mail mich mal an, ich habe in den letzten jahren einige links gesammelt, die dir weiterhelfen könnten, leider aber nur in deutschland. wenn du aber nur den "verleihmarkt" an deinem see mal austesten möchtes, reichen für den anfang auch einfachere bootsmodelle aus pe oder gfk der unteren preiskategorie aus. die crack´s bringen eh ihre zauberboote mit ...

und für werner:

nicht dass missverständnisse aufkommen: ich habe im spreewald noch kein hausboot gesehen und ich bin hier schon über 30 jahre auf dem wasser unterwegs

und

es kommen auch paddler durch unfälle zu schaden, die nicht im verleihkanadier unterwegs sind, daran wird ein epp oder eine schulung für paddelbootverleiher nix ändern ...

grützle vom wo.

Werner Schmiedel
27.02.2007, 08:59
Deinerseits.

Ich habe ganz klar geschrieben: Spreewald Komma! Mecklenburger Seenplatte, wo noch ...

Dass im Spreewald keine Hausboote fahren ist sogar mir klar!

Hai

Romy
27.02.2007, 10:01
hätt ich garnicht gedacht , daß mit meiner Anfrage sooo eine Diskussion ausgelöst wird.
@ Stefi , deine Hinweise sind mir sehr hilfreich (im Grunde das, was ich eigendlich wissen wollte)

@Spreewaldkanu , danke für das Angebot, aber ich glaube der Transport der Kanus von D nach SE ist da nicht wirklich lohnend. Wir sind ja nur ein Kleinstunternehmen die ihren Gästen ein paar Kanus zur Verfügung stellen wollen wenn sie mal paddeln wollen.

Vielen Dank nochmal für die vielen Tips

Romy

Siegmund
27.02.2007, 10:56
Hallo,
viele Verleiher hier benutzen Coleman-Boote. Werden heute glaube ich, unter dem Namen "Pelican" verkauft.
z.B. der hier:
http://www.ekue-sport-celle.de/content/produkte/canadier/pelican_touring.html

Die Dinger sind robust und kosten nicht so viel und es wird sie auch in Schweden geben. Ist natürlich kein HiTech, aber auch kein Billig-Schrott. Die richtige Lagerung ist wichtig, z.B. nicht auf Balken, das gibt auf Dauer Dellen im Boden. Möglichst überdacht lagern, kein Boot mag dauerhaft UV-Licht.
Und tut euch und eueren Kunden unbedingt einen Riesengefallen: macht einen (oder mehrere) Canadierkurse, falls ihr nicht wirklich fit im Canadierpaddeln seid! Es erleichtert euren Kunden das Paddeln ganz erheblich, ihr könnt eure Kunden glücklich machen, wenn die einigermaßen wissen, was sie tun und nicht über den See eiern!
Gruß
Siegmund

hajen
28.02.2007, 17:13
Hej,
jag tror att Lindner kanoter är okej.
Als Dauergast in Schweden kann ich nur immer wieder feststellen, das die Deutschen sich oft unmöglich in der schwedischen Natur bewegen. Sie behandeln die Leihkanus wirklicht schlecht und die Natur oft auch. Wichtig sind gute Schwimmesten, da werden den Paddlern oft minderwertige Dinger mitgegeben.
Eine angemessenen Einweisung in die Technik sollte auch nicht fehlen.
Hejdå
Hajen

McLane
01.03.2007, 06:53
Auch ich muss immer wieder feststellen, das seitens der Verleiher oft nicht die geringste Einweisung erfolgt. Den Leuten wird nicht mal im Ansatz erklärt wie man ein Boot steuert. So gehts ständig rechts und links hinein in die Ufer. Letztlich wird das zu einer weiteren Sperrung von Gewässern führen :mad: . Auch von mir an den TE der Rat, erst einmal selbst das paddeln zu lernen und erst dann Boote an andere zu verleihen.

harpface
01.03.2007, 07:29
Moin
Obwohl ich eher passiver Mitleser bin, möchte ich mich hier mal zu Wort melden. Verstehe die Einwände nur zu gut, was den Gewässerschutz angeht und auch eine technische Einweisung von Kanuneulingen kann ich nur befürworten....trotzdem verfehlen die Antworten Einiger hier völlig das Thema.
Romy`s Fragestellung ging eindeutig in Richtung Bootauswahl und Materialkunde und trotzdem bekommt sie hier von vielen nur den erhobenen Finger zu lesen, wie sie ihren Job zu machen hat auch wenn es von vielen nur als guter Rat gemeint war. Empfinde das gewissermaßen als etwas anmaßend.
Nun mein unbedeutender kleiner Beitrag zum Thema.
Paddle hier und da auch in Südschweden und kann einigen Vorrednern im Bezug auf die Linder Alluminiumkanus nur zustimmen. Als gutmütig, robust und pflegeleicht habe ich diese Boote kennengelernt und sie haben sich dort oben wohl eindeutig als Verleihboote durchgesetzt, trotz der höheren Anschaffungskosten. Mit der "Kälte" des Materials kann ich als Leihkunde recht gut leben. Als Privatboot dagegen, würde meine Wahl sicher auf einen Holzcanadier fallen, aber das ist hier nicht gefragt :rolleyes:

Gruß
Harpface

McLane
01.03.2007, 08:08
....trotzdem verfehlen die Antworten Einiger hier völlig das Thema.
Romy`s Fragestellung ging eindeutig in Richtung Bootauswahl und Materialkunde und trotzdem bekommt sie hier von vielen nur den erhobenen Finger zu lesen, wie sie ihren Job zu machen hat auch wenn es von vielen nur als guter Rat gemeint war. Empfinde das gewissermaßen als etwas anmaßend.


Wenn hier schon mal die Gelegenheit besteht, einem potentiellen Verleiher der offensichtlich nicht an das Thema eigene Kenntnisse und gute Einweisung gedacht hat auf eben diesen wichtigen Punkt hinzuweisen, ist das für mich keinesfalls anmaßend, sondern zeigt das es hier viele gibt, die in der Lage sind über eine isolierte Fragestellung hinaus denken können.

harpface
01.03.2007, 08:14
Wenn hier schon mal die Gelegenheit besteht, einem potentiellen Verleiher der offensichtlich nicht an das Thema eigene Kenntnisse und gute Einweisung gedacht hat auf eben diesen wichtigen Punkt hinzuweisen, ist das für mich keinesfalls anmaßend, sondern zeigt das es hier viele gibt, die in der Lage sind über eine isolierte Fragestellung hinaus denken können.

Wobei du beim "Drüberhinausdenken" ihre eigentlich Fragestellung ja völlig ignoriert hast.......

McLane
01.03.2007, 09:19
Wobei du beim "Drüberhinausdenken" ihre eigentlich Fragestellung ja völlig ignoriert hast.......

Gab es da nicht schon die richtigen Empfehlungen?! Und im Gegensatz zu dem anderen Thema wäre dabei dann die Wiederholung nicht empfehlungsverstärkend.

henri
14.03.2007, 14:21
Hallo,ich betreue seit 10 Jahren ein Kanuprojekt in einem Kirchenkreis und wir sind mit Aluminiumkanus bisher sehr gut gefahren. Lindner war uns aber von den Transportkosten zu teuer, Osagian aus den USA war da erstaunlicherweise ein ganzes Stück preiswerter. Die Kanus liegen das ganze Jahr über draußen auf einer Holzstellage (seit 10 Jahren!) und wenn keiner damit so richtig Mist baut, dann halten die auch noch problemlos die nächsten 20-30 Jahre. Das macht kein Kunststoffkanu mit, und wenn sie wirklich mal kaputt sein sollten, dann wandern sie zum Schrotthändler und ich krieg noch Geld dafür. Die Kanus aus Verbundwerkstoffen wie GFK sind dann nur noch Sondermüll!!!
Reparieren lassen sie sich im Regelfall mit einem Gummihammer und wenn wirklich ein Loch drinn sein sollte (hab ich noch nicht erlebt, auch nicht in von mir in Schweden geliehenen) dann kann man sie immer noch schweißen (MIG oder WIG).
Vom Fahrverhalten sind auch die Lindner sehr gutmütig und stabil im geradeauslauf, geeignet für viel Zuladung (mehrwöchige Touren mit 100Kg Gepäck sind überhaupt kein Problem). Kalten Füßen hilft man mit einem Stück Isomatte ab; und wer mit einem Alukanu eine Menge Krach macht, der kann nicht paddeln!
Zur Kritik einiger anderer:
wenn sie Kanus verleihen wollen, dann sollten sie das Paddeln auch sicher beherschen und auch in der Lage sein dieses Wissen weiterzugeben (und es auch tun). 5 Min. reichen da nicht, bei mir dauert eine Einweisung mindestens eine Stunde und für Multiplikatoren dauert so ein Lehrgang mindestens ein Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Henri

Franwar
01.05.2007, 12:53
Von GFK sollte man im professionellen Einsatz die Finger lassen, die Kunden gehen mit gemietetem Material ziemlich grob um. Da ist Bruch an der Tagesordnung. PE, auch die modernen sind UV- empfindlich, auch wenn die Hersteller immer wieder das Gegenteil beteuern. Alukanus sind tatsächlich das beste. Zwar wesentlich teurer in der Anschaffung, dafür aber unverwüstlich, und formstabil. Bei Linder ist auch die Verarbeitung ziemlich gut, d.h. Sitze bleiben drin und gerade, Süllränder lösen sich nicht, usw. Das Gewicht ist übrigens leichter, nicht schwerer, wie hier jemand gemeint hat. Ein 5 Meter 25 Kanadier von Linder mit einer Tragkraft von 420 kg kommmt auf ca. 38 kg, der Trapper von Lettmann bei 5 Meter 20 und rund 400 kg Tragkraft auf ca. 50 kg Eigengewicht. Coleman und Prijon sind natürlich leichter, aber sind bei weitem nicht so robust und verwindungsfrei und sie können nicht so schwer beladen werden. Die Kielleiste bei den Alukanadiern ist ebenfalls nicht nur auf Seen ein Vorteil, damit lässt sich ziemlich exakt Spur halten. Einziger Nachteil der Linder Kanus ist die relativ hohe Sitzposition. Man paddelt zwar effektiver, aber der hohe Schwerpunkt ist für Beginner anfangs etwas ungewohnt. Aber dann kann man sich ja immer noch hinknien, bis man`s raushat.Also mein Tip für`n Verleih: : Aluboote, und wenn`s Geld dafür nicht reicht, Lettmann Trapper.