PDA

Vollständige Version anzeigen : Wasserdichte Digitalkameras


Udo Beier (DKV)
01.03.2007, 17:51
Ahoi!

Die Zeitschrift TEST stellt in ihrem Märzheft 2007 - www.test.de (http://www.test.de) - unter dem folgenden Titel einen vergleichenden Warentest vor, der über die Eigenschaften einiger neuerer Digitalkameras berichtet:

„Pixelwahn mit Folgen“

Insgesamt werden 25 Kameras vorgestellt. 2 davon sind wasserdicht:

Pentax Optio W20 (Preis: 249-299 Euro)
- wasserdicht bis 1,50 m
- Bildqualität: Note 3,0 (zum Vergleich: beste Note = 2,4 / schlechteste Note = 3,4)
- Sucher & Monitor: Note 2,9 (Vergleich: 2,1 bzw. 3,4)
- Kaltstart: 4,5 Sekunden (Vergleich: 1,6 bzw. 5,1 Sek.)
- Verwacklungsschutz: Note mangelhaft (Vergleich: gut bzw. mangelhaft)
- Auslöseverzögerung mit Autofokus: 0,8 Sek. (Vergleich: 0,3 bzw. 2,1 Sek.)

Olympus my 725SW (Preis: 350-430 Euro)
- wasserdicht bis 5,00 m)
- Bildqualität: Note 3,0
- Sucher & Monitor: Note 2,7
- Kaltstart: 2,9 Sekunden
- Verwacklungsschutz: Note mangelhaft
- Auslöseverzögerung mit Autofokus: 0,6 Sek.

In Anbetracht dessen, dass eine Armbanduhr, die bis 30 m wasserdicht ist, eigentlich gar nicht richtig gegen Wassereinbruch geschützt ist, ist eine Wasserdichtigkeit von bis 1,5 m, aber auch 5 m sehr, sehr wenig.

Und berücksichtigen wir, dass die Auslöseverzögerung bei beiden Kameras zwischen 0,6 und 0,8 Sekunden liegt, sollten wir mit beiden Kameras eigentlich keine Mitpaddler beim Paddeln fotografieren, außer wir sind in der Lage, den Bewegungsablauf beim Knipsen einzukalkulieren. Ob das „Kajak-to-Kajak“-Foto was wird, ist jedoch zu bezweifeln, zumindest nicht bei Seegang, wenn’s so richtig wackelt; denn der Verwacklungsschutz ist bei beiden Kameras „mangelhaft“.

Übrigens, der Autofokus arbeitet bei beiden Kameras „gut“. Ich bezweifele jedoch, ob das bei Schnappschüssen auf dem Wasser von Vorteil ist. Wird es uns doch bei Seegang nur zufällig gelingen, das Fokussierfeld der Kamera exakt auf den Kanuten bzw. sein Kajak zu halten.

Gruß aus Hamburg:

kajakbiker
01.03.2007, 20:20
Hallo Udo,

im gleichen Test wurde auch folgende Kamera getestet:

Canon Digital Ixus 850 IS (Preis: 370-450 Euro)
- wasserdicht mit optionalem Gehäuse Canon WP-DC 9 bis 40 m (Zusatzkosten ca. 200 Euro).
- Bildqualität Note 2,6
- Sucher & Monitor: 3,2
- Kaltstart: 1,6 Sekunden
- Verwacklungsschutz: Note gut
- Auslöseverzögerung mit Autofokus: 0,3 Sek.
Fazit: Bester Begleiter. Gute, weitwinklige Schnappschusskamera.

Bei einem Komplettpreis von rund 600 Euro für Kamera mit Unterwassergehäuse allerdings auch ein deutlich teureres Vergnügen. Meine Erfahrungen mit dem Set sind durchaus positiv. Auch im Wildwasser führe ich die Kamera mit; wobei das stabile Unterwassergehäuse auch schon mal einen Schlag verträgt:D .

Diese Fotos (http://www.kanuwanderungen.de/rur01/rur01.htm) habe ich mit dem Set im Januar 2007 bei regnerischem Wetter auf der Rur um Monschau gemacht. Sie sind natürlich für's Internet herunter gerechnet. Die Schlieren wurden durch Wasser auf der "Linse" verursacht:rolleyes: .

Viele Grüße vom Niederrhein

Niklas

Rainer Soentgen
01.03.2007, 20:24
Hallo,

Um es nicht bei Udos Mutmaßungen zu belassen, hier mal Erfahrungen zumindest mit der Pentax, wobei die Olympus auch kurz zur Sprache kommt. Es handelt sich zwar "nur" um die Vorgängermodelle, aber gar so viel hat sich da nicht geändert: http://www.seekajakforum.de/forum/read.php?1,19486,19486#msg-19486
Von wegen wasserdicht. Hier mal so was man mit der Optio sonst noch so machen kann: http://www.seekajakforum.de/forum/read.php?1,26011,26011#msg-26011

Schöne Grüße

Rainer

KajakFun
01.03.2007, 20:55
Muß immer alles digital sein?
Risiko=0
http://img.idealo.de/folder/Product/317/6/317620/produktbild_gross.gif
Ich kann Negative auch einscannen.

paddelmaier
01.03.2007, 23:11
Hallo Forum,
meine Erfahrungen mit der Optio WPi sind positiv. Nach über 2000 Bildern, davon über 1000 im Boot und unter Wasser gibt es keine Probleme. Auch beim Schnorcheln in bis 3m Tiefe im Meerwasser ist alles ok. Nachteil: im Display ist bei greller Sonne kaum etwas zu sehen. Die Auslöseverzögerung durch Autofocus kann man umgehen durch eine Fixeinstellung der Entfernung (bei den Brennweiten kein Problem). Durch die handliche Form habe ich sie überall dabei.
Ich habe ebenfalls eine Canon mit Tauchgehäuse, das bis 40 m dicht ist. Das ist erstens unhandlich, und der Durchblick durch den Sucher ist durch den Objektivtubus gestört. Das Display muss man durch das Plexigehäuse betrachten, das mit der Zeit trüber wird.
Es gibt noch eine Olympus Mju 770WS, die ist bis 10m dicht und hat ein deutlich helleres Display. Außerdem ist sie stoßgeschützt und man kann mit bis 100 kg drauftreten.
Der Vergleich mit der Wasserdichtheit bei Uhren hinkt. 30 m bedeutet lediglich spritzwassergeschützt! Bei den Kameras wird garantiert nach Norm: 1/2 Stunde Dauerbetätigung in 1,5 m Tiefe ohne Schaden.

Viele bunte und nasse Grüße,

der Paddelmaier

Ralf Schmidt
02.03.2007, 07:18
Hi Rainer,
im Seekajakforum gab's dazu noch einige viele weitere Diskussionen.
Ich selbst hatte zu der Zeit des von Dir angegebenen Threads noch ein Eva-Marine Gehäuse für meine grosse Digikam. Leider im Einsatz im Kajak praktisch nicht brauchbar, viel zu gross und unhandlich, die Hände müssen reingestopft werden, man sieht schlecht durch die Schutzscheibe, wohin mit dem Monster beim Paddeln, etc.
Jetzt habe ich seit ca. 1 Jahr die "alte" WP (ohne i oder 10 oder so) und bin voll zufrieden, auch beim Schnorcheln, im Kajak immer dabei, Robust, etc. Die Bildqualität ist so unwesentlich schlechter als bei meiner grossen Fuji dass ich diese kaum noch verwende. Natürlich mache ich eher Situationsaufnahmen, keine anspruchsvoll arrangierten und künstlerisch anspruchsvollen Fotografien. Dafür passt die WP super in ein kleines Armholster, in die Hemdtasche oder sonstwohin. Und bisher ist meine Kamera dicht.

Bis dann,
Ralf Schmidt
p.s: Wie es mir ein Fachmann erklärt hat: Mit 1,5 gegen 30m Wasserdicht: Das eine ist die Tauchtiefe, bis 30min bei meiner Kamera, das andere ist 30m Luftdrucksäule, oder eben Spritzwasserschutz. Entsprechend wären ca. 100m Wasserdichtigkeit bei Uhren (zum Schwimmen/Schnorcheln geeignet) in etwa analog zu den 1,5m bei der Kamera.

Ralf Schmidt
02.03.2007, 07:30
Hi KFun,
da darf man aber wirklich überhaupt keine Ansprüche an die Bilder stellen. So'n Ding hatte ich mal meiner damals 5 Jährigen Tochter gekauft.
Und die paar Bilder sind ebenfalls schnell verschossen, von/in/unterm Kajak gehen je nach Umstand mind. 50% in die Hose, mit der Digicam einfach wegdrücken, hier heisst's dann wegwerfen.
Nee, analog hat schon noch seine Bedeutung, aber eher im High-End Bereich. Da sind analoge noch bezahlbarer als die Digitalen zumal z.B. eine gute/sehr gute Nikon durch die Digitalschwemme schon zu Spottpreisen zu haben sind.

Bis dann,
Ralf Schmidt

Rainer Soentgen
02.03.2007, 07:48
Hallo Ralf,

im Seekajakforum gab's dazu noch einige viele weitere Diskussionen.

ich weiß, danke. Mir ging es primär darum, die von Udo geäußerten abqualifizierenden Mutmaßungen zu relativieren. Ich habe die Kamera als WP mit nix seit fast zwei Jahren im Gebrauch und bin in dem gegebenen Rahmen damit sehr zufrieden. Doch bevor ich da jetzt lange Ergüsse los lasse, hatte ich mir gedacht, dass der Link auf den thread, in dem auch die Tests angegeben sind, der einfachere Weg ist. Und die Geschichte mit der aufgeschnallten WP find ich nur gut.
Im übrigen habe ich den Eindruck, dass sich die WP wirklich als "Paddlers Universalknipse" durchzusetzen scheint. Zumindest in mir bekannten Faltbootfahrerkreisen. Auf den letzten Treffen jedenfalls hatte fast jeder so ein Ding dabei und große Kritik- bezog sich meist auf den fehlenden Sucher und das lichtempfindliche Display - war da nicht zu hören. Eher das Gegenteil.

Schöne Grüße

Rainer

kolibrianer
02.03.2007, 09:33
http://www.uhratelier.ch/publikation/Glasbrunnen.jpg

Geht auch mit nahezu jeder Kamera und Aquapac :)

Wenn mann denn auch Sorge trägt

Ralf Schmidt
02.03.2007, 09:40
Hi Thorn,
geht - ja, leider sehr eingeschränkt. Habe ich auch mal probiert. Man sieht das Display noch schlechter, Handling ist fürchterlich und Einstellungen lassen sich mit der Kamera im Beutel kaum vornehmen. Bei irgendwelche Multifunktions- und/oder Kippschalterchen verzweifelt man gänzlich. Das Ganze geht noch beim Tauchen/an Land etc., im Meer oder fliessenden Gewässern aus dem Kajak raus wird das aber zur Nervenprobe :o
Für "mal", oder entspannt im Kanadier oder im Zweier aber wirklich eine extrem günstige Möglichkeit.

Bis dann,
Ralf Schmidt

McLane
02.03.2007, 10:35
Meine Erfahrungen mit der Optio WP sind sehr positiv, meist gelingen mir recht gute Fotos, verwackeln kommt zwar vor aber schließlich bewegen sich ja schließlich auch Fotograf und Motiv. Der Dichtigkeitvergleich mit einer Uhr ist übrigens falsch, mit der Optio kann man bis 1,5 m unter Wasser fotografieren

Bilder von unseren Vereintouren eben mit dieser Kamera gemacht sind hier http://www.r-lenz.de/kanufotos.htm zu finden.

Martina
02.03.2007, 10:35
Bin glückliche Eigentümerin der Pentax. Kann diese schlechte Bewertung nicht nachvollziehen. Würde gerne Fotos präsentieren, aber das einzige, das klein genug zum Hochladen ist, hat nix mit dem Paddeln zu tun. Ist aber ohne Blitz und ohne Aufstützen oder Stativ fotografiert. Die Kamera transportiere ich in einer Neo-Hülle in der Tasche meiner Schwimmweste und sie ist mehrfach beim Rollen unter Wasser gelandet - kein Problem. An die Auslöseverzögerung kann man sich leicht anpassen und das mit dem Verwacklungsschutz finde ich wirklich lächerlich. Wenn man nicht gerade total besoffen ist und deswegen den Zitterich hat oder extrem dunkle Verhältnisse herrschen, hat man null Problemo die Bilder scharf zu bekommen. Viele Grüße, Martina

Freek
02.03.2007, 12:17
Neu;
Pentax optio W30
http://www.pentax.de/_de/photo/products/index.php?gruppe=digital compact&produkt=19275&id=uebersicht&year=2007

Udo Beier (DKV)
02.03.2007, 15:24
Ahoi!

Eigentlich haben mich nur die Fotos, die Niklas (Posting #2) hier ins Netz gestellt hat und die er mit einer Canon Digital Ixus 850 IS (plus wasserdichtes Gehäuse) fotografiert hat, überzeugt, nämlich weil die abgebildeten Paddler fast immer scharf (gemeint ist nicht: sexy) waren. Dass hier & da Wassertropfen auf den Fotos waren, lässt sich nicht ganz auf dem Wasser vermeiden, wenn es auch sehr lästig ist. Aber dafür kann die Kamera nichts.

Beeindruckt hat mich bei der Canon auch die Auslöseverzögerung von nur 0,3 Sek. Ob die Folgemodelle von Pentax (Optio W30) und Olympus (Mju: 770 SW) diesbezüglich besser als die Vorgängermodelle sind, konnte ich jedoch nicht herausbekommen. Und ob das wasserdichte Gehäuse von Canon (es gibt zwei Varianten: bis 3 m und bis 40 m) nicht zu klobig, zu unhandlich und zu unpraktisch (erschwert die Monitordurchsicht?) ist, müsste jeder selber vor dem Kauf prüfen.

Gruß aus Hamburg:

KajakFun
02.03.2007, 16:08
@Ralf
Wenn die Wassertropfen auf dem Objektiv kleben oder die ganze Kamera absäuft ist es mit der Qualität aber auch vorbei.

Ralf Schmidt
02.03.2007, 20:12
Hi Udo,
die Auslöseverzögerung ist ja nur ein kleiner Teil der laaangen Zeit bis zum Bild. Einschaltdauer, Fokussierung kommen ja noch dazu, insbesondere zweitere wird sehr lange bei Wasser auf der Kamera. Hilfe bringt hier einfach auf Festfokus unendlich zu gehen.
Die Ixus-Bilder sind aber zugegebenermassen sehr gut, leider mit 600 Euro für das Set auch fast dreimal so teuer wie mein WP-Knippserle. Die WP macht ebenfalls gute Bilder, allerdings nur wenn ausreichend Licht vorhanden ist, bei schlechtem Wetter geht sie sehr schnell nach unten.
Für Schnappschüsse vom Schlammrutschen oder Winterpaddeln im strömenden Regen ist das ok.

Bis dann,
Ralf Schmidt

T.S.
03.03.2007, 04:46
[/IMG]

Geht auch mit nahezu jeder Kamera und Aquapac :)


Fehlt da noch ein Nachsatz.....:confused:

Die "Tüte" ist wirklich nur zur allergrößten Not für den Kanusport einsetzbar.
Bei Sonne und Temperaturunterschieden werden alle Bilder sehr blaustichig.
Schlimmer ist jedoch, das die Tüte sehr schnell an den Kanten verschleisst und die Cam dann absäuft :mad:
Auch sind einige Cam's durch das, besonders bei Kälte, steife Material nicht oder sehrschlecht bedienbar. Unbedingt vorher testen, ob überhaupt alle Knöpfe/Schalter bedient werden können

------------------

Bei allen wasserdichten Cams stört ein befriedigendes Zoom, denn immer sind die Paddler auf der anderen Flussseite :eek:
Und eine gute Powershot oder Ixus im Gehäuse, ist neben dem sehr hohen Gehäusepreis, wieder zu unhandlich.

Die Entcheidung fällt schwer :eek:
Gruß Thomas

webkayaker
03.03.2007, 06:56
Hallo

Habe die Pentax WP 10 seit einiger Zeit. EIn paar Bilderchen findet Ihr hier:

http://www.liquidmedicine.de/html_data/pic_of_day_htmls/homelakes_pic_of/CuC_seb_ploener1.07/cuc_sebl1.07.06.htm

Die Kritikpunkte sind natürlich richtig, im vergleich zu besseren nicht wasserdichten Kameras. Durch die geringe Lichtstärke ist es oft schwer im bewegten Element Wasser scharfe Bilder zu machen. Spritzwasser bleibt gern am unteren Rand des Objetivfensters hängen. Ausserdem ist es bei Windigen Bedingungen schwer zu hören ob die Kamera an ist oder nicht. Das Dilsplay ist so schlecht dass man oft die Kamera ungefähr auf das Zeil halten muss.

Aber , für "so wenig Geld" gibt es noch nix besseres. Immerhin kann man mit der Kamera Bilder machen an welligen Tagen, im Wildwasser, oder unter Wasser bilder schießen, wo man die nicht wasserdichte Kamera nicht einmal rausholen würde. Mit etwas Übung bekommt man schon ganz nette Ergebnisse. Das Teil verschwindet in der Schwimmwestentasche und kann sogar Videos drehen. Nicht so dolle qualität aber man erkennt was!
Das die Bilder nicht für das Titelblatt vom Kanumagazin ausreichen ist wegen der Megapixel ist eh klar.

Also habt Spass mit dem Teilchen

Udo Beier (DKV)
03.03.2007, 18:54
Ahoi!

Ich finde webkayaker hat mit der folgenden Aussage ein treffendes Schlusswort zum Thema "wasserdichte Digitalkameras" geschrieben und sein Foto-Link bestätigt dabei seine Aussage.

"Aber , für "so wenig Geld" gibt es noch nix besseres. Immerhin kann man mit der Kamera Bilder machen an welligen Tagen, im Wildwasser, oder unter Wasser bilder schießen, wo man die nicht wasserdichte Kamera nicht einmal rausholen würde. Mit etwas Übung bekommt man schon ganz nette Ergebnisse. Das Teil verschwindet in der Schwimmwestentasche und kann sogar Videos drehen. Nicht so dolle qualität aber man erkennt was!
Das die Bilder nicht für das Titelblatt vom Kanumagazin ausreichen ist wegen der Megapixel ist eh klar. "

http://www.liquidmedicine.de/html_data/pic_of_day_htmls/homelakes_pic_of/CuC_seb_ploener1.07/cuc_sebl1.07.06.htm

Bis zum nächsten Küsten-Thread.

Gruß aus Hamburg:

Olaf Dzwiza
04.03.2007, 15:32
Ahoi!

Pentax Optio W20 (Preis: 249-299 Euro)

Olympus my 725SW (Preis: 350-430 Euro)

...Wasserdichtigkeit von bis 1,5 m, aber auch 5 m sehr, sehr wenig.

...denn der Verwacklungsschutz ist bei beiden Kameras „mangelhaft“.

Gruß aus Hamburg:


Bei der Wasserdichtigkeit ist, das wurde ja schon in einem anderen Beitrag genannt, die zugrundeliegende Norm entscheidend. Der Schutz bei diesne Kameras ist im Regelfall völlig ausreichend. Diese Modelle oder ihre Vorgänger sind wohl auch deshalb so beliebt, weil sie eben ohne Unterwassergehäuse auskommen und damit in jede Tasche einer Paddlerjacke passen oder sehr einfach ohne nennenswert aufzutragen an oder in die Schwimmweste passen.

Wobei Pentax da meines Erachtens die Nase tewas vorne hat, da Olympus immer noch auf die eigene und ansonsten zu allem anderen inkompatible XD-Card-Technik setzt.

Das Problem des Verwacklungschutzes ist ein hausgemachtes: Immer mehr Pixel werden auf immer kleinere CCD gebannt. Da die Kameras alle der 7MP-Klasse entstammen und im Gegensatz zu den Vorjahresmodellen deutlich geschrumfte CCDs haben (1/2,5" anstelle 1/1,8") muss die Kamerasoftware Verwacklungen lösen. In älteren Modellen war das nicht erforderlich. Neu ist nicht immer gut. Insofern hinkt der Vergleich mit einer Canon Ixus 850 IS etwas, die einen optischen Verwacklungsschutz mitbringt. Zudem ist hier ein Unterwassergehäuse, das eigentlich weniger zum Paddeln denn eher zum Tauchen konstruiert ist, erforderlich.

Abschließend bleibt bei der Kritik an den Geräten die Frage des Maßstabes: Diese Kameras sind in erster Linie und für die meisten Anwender als Schnappschutzkameras konsturiert, um den abwertenden begriff der Knipskisten zu vermeiden. Zum (anspruchsvollen) fotografieren braucht man andere Geräte als jene der Preisklasse 200-400 Euro. Diesen Maßstab darf man hier aber auch nicht anlegen.

Udo Beier (DKV)
24.03.2007, 20:26
Ahoi!

Übrigens, von COLOR FOTO wurden im aktuellen Heft 4/07 ebenfalls die beiden im Ausgangsthread genannten Kameras getestet. Die Ergebnisse sind auch nicht überzeugender als die von test (3/07)

* Pentax Optio W20 (Preis: ca. 290 Euro) (lt. COLOR FOTO)
- wasserdicht bis 1,50 m, und zwar für 30 Minuten (nach IP58);
- Monitor: 2,5 Zoll mit nur 115.000 Pixel Auflösung (zum Vergl.: max. 235.000 Pixel);
- Belichtung: Korrektur per Hand möglich;
- Auflösung: schlechter als beim Modell W10, welches statt 7 nur 6 Megapixel hat;
- Rauschen: schon bei ISO-100 mit 2,5 Visual Noise nur Mittelmaß, bei ISO-400 verstärkt sich das merklich;
- Verschlusszeiten: 4 – 1/2.000 Sek.;
- Kaltstart: 2,8 Sekunden (Einschaltverzögerung);
- Auslöseverzögerung mit Autofokus: 0,83 Sek.;
- Bildqualität bei ISO 100/400: 41,5 / 27,5 Punkte (zum Vergleich: Sony Cybershot DSC-R1 = 54,5 / 49 Punkte);
- Gesamtpunktzahl: 47 Punkte (zum Vergleich: Sony Cybershot DSC-R1 = 71 Punkte);

* Olympus mü 725SW (Preis: 350-430 Euro) (lt. COLOR FOTO)
- wasserdicht bis 3,00 m;
- stoßfest;
- Monitor: 2,5 Zoll mit nur 115.000 Pixel Auflösung (zum Vergl.: max. 235.000 Pixel);
- Rauschen: schon bei ISO-100 mit 2,6 VN nur Mittelmaß und geht bei ISO-400 deutlich in die Knie;
- Verschlusszeiten: 4 – 1/1.000 Sek.;
- Kaltstart: 1,4 Sekunden (Einschaltverzögerung);
- Auslöseverzögerung mit Autofokus: 1,1 Sek.;
- Bildqualität bei ISO 100/400: 46,5 / 29,5 Punkte (zum Vergleich: Sony Cybershot DSC-R1 = 54,5 / 49 Punkte);
- Gesamtpunktzahl: 44 Punkte (zum Vergleich: Sony Cybershot DSC-R1 = 71 Punkte);

Bemerkenswert ist in Sachen „Nachfolgemodelle“ und Qualitätsniveau, dass COLOR FOTO (Nr.4/07) empfiehlt, lieber auf das Vorgängermodell „Pentax Optio W10“ zurückzugreifen statt das Modell „W20“ zu wählen, da bei dem Nachfolgemodell „W20“ sowohl die Auflösung als auch die Auslöseverzögerung (0,83 s statt 0,6 s) verschlimmbessert wurde.

Weiterhin macht die Testbewertung bzgl. Bildqualität und Gesamturteil (hier: Punktzahl) doch sehr deutlich, dass – was hier schon ein anderer Poster (Olaf D.) andeutete –, dass sich bei diesen Kameras ganz eindeutig – wenn auch recht praktische – Knipskameras handelt, die von der Bildqualität und sonstigen Leistungsfähigkeit weit abgeschlagen ganz hinten landet. Dabei ist die hier zum Vergleich herangezogene Sony Cybershot DSC-R1 eigentlich auch nur „Mittelklasse“.

Ja, Preis bürgt nicht immer für Qualität, aber bei den Preisen dieser beiden wasserdichten Kameras können wir wirklich kaum Qualität verlangen. Dafür können wir mit ihnen je Menge Schnappschüsse machen, die ab & an trotz der Auslöseverzögerung um die 1 Sekunde auch sehr beeindruckend sein können.

Gruß aus Hamburg:

kaflen
25.03.2007, 13:17
... Mensch Udo. Nicht nur nörgeln. Benutze einen Vorgänger der Pentax, die WP, schon seit längerer Zeit. Das ist sicher keine super Kamera, aber eine wasserdichte allemal. Und wenn man ihre Nachteile kennt, kriegt man damit durchaus zufriedenstellende Bilder hin, ohne das Risiko in Kauf nehmen zu müssen, die gute, teure Kamera der Feuchtigkeit auszusetzen. Ich habe sie immere in meiner Schwimmweste und abgetaucht ist sie auch schon. Normalerweise geht es doch mehr um Spritzwasser als um Tauchgänge! Erfahrungen sind wichtiger als Befürchtungen.

rainer207
25.03.2007, 18:09
..Udo Beier hat eigentlich nur berichtet und eine Schlußfolgerung gezogen;den Eindruck,er habe genörgelt oder Befürchtungen geäußert,bekam ich eigentlich nicht.
kaflen, Gruß und Willkommen, bin auch recht neu hier
Rainer/Hagsfeld

Olaf Dzwiza
26.03.2007, 06:38
- Monitor: 2,5 Zoll mit nur 115.000 Pixel Auflösung (zum Vergl.: max. 235.000 Pixel);
- Monitor: 2,5 Zoll mit nur 115.000 Pixel Auflösung (zum Vergl.: max. 235.000 Pixel);


Vor kurzem auf einr Tauchbasis, als man mal wieder über Kameras mit Unterwassergehäuse diskutierte: Jemand zeigte seine Knipskiste begeistert herum und betonte, dass er sei altes Modell gegen einen Nachfolger "eingetauscht" habe, weil das neue Modell ja ein so schönes großes Display habe.

Nicht aufgefallen war dem Käufer dabei, dass zwar die Nominalgröße des Displays größer wurde, die Auflösung (Pixelzahl) jedoch deutlich verringert wurde. Das Bild sah größer aus, wurde aber erheblich gröber.

Es ist - leider - auch weiter Realität. Mit Größe und Superlativen (Display, Megapixel, Zoom, sogar Digital(!)zoom) wird das Geschäft gemacht. Weitere Verschlimmbesserungen werden auch mit künftigen Modellgenerationen zu erwarten sein.

kaflen
26.03.2007, 07:54
den Eindruck,er habe genörgelt oder Befürchtungen geäußert,bekam ich eigentlich nicht.

... was das "Nörgeln" angeht, meinet ich mehr den Kommentar von Udo am 01.03.
Sorry für Missverständnisse!

paddelmaier
26.03.2007, 20:14
Hallo Leute,
bleibt doch bitte mal sachlich und überlegt mal genau, was Ihr mit einem "wasserdichten" "Fotoapparat" auf oder im Wasser vorhabt. Was haben wir denn vor 10 Jahren gemacht? Supergute, superteure Canon-Spiegelreflex im Unterwassergehäuse beim Wildwasserfahren dabei (richtig dick und schwer), trotzdem gefahren und tausende von Bildern gemacht. Dann wasserdichte Nikon Kleinbildkamera, mit der man sogar im Kehrwassereinschwingen schnell mal fotografieren konnte, Ausschussquote sehr , sehr hoch. Dann: Canon Ixus im Unterwassergehäuse aus Plexi, Bilder sind rel. gut, Durchblick schlecht! Und nun? Pentax Wpi, Einstellung auf kurze Zeit und Serienbilder! Opt. Zoom 3-fach, und dann Bilder vom WW-fahren, Slalom, Eskifahren bei hohem Wellengang machenund dabei viele scharfe Bilder nach Hause bringen, das schaffen diese kleine Apparate. Hier gehen keine Filme verloren, da kann man Speicherplatz ohne Ende mitnehmen und wieder löschen. (allerdinds ist das Display wirklich schwach bei Sonnenlicht)
Übrigens: Ein Testbericht von Color Foto ist natürlich ehrenwert, aber welche Klientel wird hier angesprochen? Mit welchen Apparaten wollen wir diese kleinen handlichen Geräte eigentlich vergleichen? Sehen wir uns die Bilder auf dem Computer an, machen wir Poster? Das Bildrauschen können wir reduzeieren indem wir statt mit 7 Mp mit z.B. 4 Mp knipsen usw., usw.
Lasst die Kirche im Dorf und akzeptiert ganz einfach, dass es hier Geräte gibt, die für uns Paddler einfach ideal sind.
So long, und vielleicht sehen wir uns mal auf dem Wasser,
z.B vom 1.-7.4 in der Lagune von Venedig
der paddelmaier