Vollständige Version anzeigen : Beginner-Kajak
Hallo, ich hatte vor mich mal etwas stärker sportlich zu betätigen und, da Laufen o.Ä. eindeutig zu langweilig ist, kam ich irgendwie auf Kayak-Fahren. Nun ziehe ich den Kauf eines der folgenden Boote in Erwägung:
1. Robson Balboa:
http://www.robsonpaddle.de/robsonpaddle/site08/boat.php?id=68&char=touring
2. Point 65 Nemo Expedition:
http://www.point65.com/Default.asp?page=kayaks&kayak=21
3. Prijon Cruiser 320:
http://www.prijon.com/prijonprodukte/freizeitkajaks/02b8d8988f1040b0c.html
4. Prijon Cruiser 430:
http://www.prijon.com/prijonprodukte/freizeitkajaks/02b8d8988f1075d1a.html
Ich bin aber auch für andere Vorschläge offen; vorzugsweise neu, da es möglichst günstig werden soll kommen aber auch Gebrauchtboote in Frage.
Geplant ist damit so circa einmal die Woche in Hamburg auf der Alster zu paddeln. Das Kayak sollte möglichst robust und für einen Anfänger geeignet, allerdings auch nach ein paar Jahren regelmäßiger Nutzung noch angemessen sein.
Ich wäre für Meinungen und Tipps dankbar,
MfG
Regenmacher
21.08.2009, 08:25
Bevor Du kaufst, probier doch bitte aus. Wenn Du dir das in einem Kanu-Club beibringen läst, lernst Du dabei auch nebenbei richtig paddeln.
In Hamburg gibt es eine Menge Vereine, so dass Du sicher den richtigen für Dich finden wirst. Dort bekommst Du auch die Info, welches Boot am besten für Dein Revier und für Dich geeignet ist. Die Kameraden kennen schließlich ihren Bach.
Bis bald auf dem Wasser.:D
Danke, hatte ich auch schon dran gedacht. Werde ich dann wohl auch mal machen, ich kann ja aber auch nicht sicher sein, dass ich da dann gerade ein Boot in dieser Preisklasse Probefahren kann. Welches Kajak würden sie den aus der Distanz des Internets heraus empfehlen?
Der Regenmacher hat erst mal recht. Ansonsten zur Kajakfrage, ich würde den Prijon Cruiser 430 nehmen, den gibt es auch gebraucht schon recht günstig,er hält was aus und ist auch für längere Touren geeignet; die irgendwann ja mal kommen werden.
Ausprobieren kannst du u.a. bei Globetrotter.
Gruß Gunter
Der Cruiser ist allerdings ein echtes Anfängerboot. Mit sich verbessender Technik wächst man sehr schnell über die Möglichkeiten dieses Bootes hinaus.
Ich schliesse mich Regenmachers Tipp an, doch mal Kontakt zu einem Verein zu suchen und dort das Kajakfahren zu erlernen. Irgendwann weiss man dann wirklich wo die eigenen Interessen liegen und welche Boote dafür dann infrage kommen. Zu früh gekauft heisst hier wirklich mindestens doppelt gekauft.
Paradoxxx
21.08.2009, 20:24
Hallo,
ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß der Prijon Cruiser 430 das perfekte Anfängerkajak ist. Selbst an Mitpaddler verliehen machten diese auf langen Touren neben den schnellen Einern keine schlechte Figur und wurden nicht sehr weit zurückgeworfen, wenn mal Gas gegeben wurde.
Wenn die Paddeltechnik voranschreitet und die Ansprüche steigen wird man aber bald nach einem längeren und schmäleren Wanderkajak mit Tagesluke, wasserdichten Stauräumen, Treidelleine etc. Ausschau halten.
Wenn ernsthafte und längerfristige Paddelabsicht besteht sollte man evtl. doch gleich in die Oberklasse investieren.
MfG
Christian
Hallo Kevin,
empfehlendswert ist auch das Alsek von Necky, genau 14' lang, gebraucht und neu erschwinglich. Der Vorteil, die Steueranlage ist gleich mit dabei und es ist nicht die schlechteste.
Es wird hier oft auf die Oberklasse verwiesen. Der Großteil von uns Paddlern fährt mit Durchschnittsbooten, sein Leben lang, und ist zufrieden damit!
Gruß Gunter
Hallo,
ich denke, dass der Cruiser 430 grundsätzlich schon ein tolles Anfängerboot ist. Weil Kevin aber in Hamburg paddeln möchte, würde ich ihm aber ein längeres, seetüchtigeres Kajak empfehlen.
Als Anfänger kam ich mit dem Touryak ganz gut klar. Vor einigen Jahren war der Touryak vom Kanumagazin als das beste Allroundkajak prämiert worden. Es ist m.E. gleichzeitig für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Für leichtere Paddler soll das Motion besser sein.
Am Besten alles einmal ausprobieren.
l' O
Vielen Dank für die Antworten soweit!
Necky Alsek sowie Prijon Touryak bzw. Motion wären mir neu allerdings zu teuer, sofern man mit dem Cruiser auch hinkäme. Gebraucht wäre das allerdings eine Option, denke ich mal. Des weiteren ist wohl der längere Cruiser dem kleineren 320 vorzuziehen, oder?
Was wäre noch zu dem Robson Balboa und dem Point 65 Nemo Expedition zu sagen, kommen die garnicht in Frage und wenn ja, warum?
Woran macht sich genau bemerkbar, dass man aus einem Anfängerkajak herausgewachsen ist? Zunächst geht es mir ja nur darum, mich auf der Alster sportlich zu betätigen und die Geschwindigkeit ist mir dabei zunächst einmal egal, solange es nicht so langsam ist, dass es keinen Spass (mehr) macht...
Paradoxxx
22.08.2009, 15:44
Hallo Kevin,
wenn Du dich zwischen den beiden Cruiser-Modellen entscheiden willst wäre der 430 definitv die besser Wahl. Die Laufeigenschaften übertreffen den 320 bei Weitem.
Der Unterschied zwischen dem Anfängerkajak und dem für Fortgeschrittene liegt in der Breite. Die hohe Kippstabilität durch ein breiteres Kajak verhindert die vielleicht steilere Paddeltechnik, die man sich mit einem schmäleren Kajak evtl. aneignen würde.
Lass Dich vom Begriff Oberklasse nicht täuschen. Ein Kajak muss nicht aus GFK oder Carbon-Aramid gefertigt sein und mehrere tausend Euro kosten. Ein schönes HTP erfüllt seinen Zweck und ist zudem fast unzerstörbar, was sich aber durch höheres Gewicht bemerkbar macht. Für Tagestouren sind die gehobenen Ausstattungsmerkmale nicht zwingend notwendig, jedoch ist es schon sehr komfortabel, wenn man in Griffweite z.B. die kleine verschraubbare Tagesluke hat.
MfG
Christian
Werner Schmiedel
22.08.2009, 18:58
Hai Kevin,
schau doch mal in Internetmärkten, zum Bleistift hier http://www.seekajakforum.de/forum/list.php?3 oder auch in der Eletronikbucht.
Ich würde an Deiner Stelle übrigens kein sog. "Anfängerboot" nehmen, sondern gleich ein "Richtiges", Du hast deutlich länger mehr Freude daran.
Mein Tipp geht in Richtung eines Necky "elaho", Rainbow "Laser", Hasle "Explorer", nur um einige Beispiele zu nennen. Sehr interessant auch das "Ysak" von Rotomod, aber bei uns nur selten als Gebrauchtboot zu erhalten.
der Werner
Hallo,
also ich fahre seit fast zwei Jahren das Robson Balboa. Das Kajak ist ein absolutes Einsteiger-Boot und wird in Foren gerne als bessere Luftmatratze schlecht gemacht. Zu Unrecht, wie ich finde. Es ist sehr kippstabil, hat einen guten Geradeauslauf und ist auf Grund der Länge auch sehr wendig und für kleine Flüsse geeignet. Es geht auch viel rein, so dass auch mal eine Wochenendtour mit Zelt möglich ist. Natürlich kann es auf Grund der Breite und Länge nicht so leicht und flott laufen wir ein langes und schmales Seekajak oder High-End Boot. Aber das ist sicher auch nicht der Anspruch. Mit dem Balboa kauft man günstig ein robustes, sicheres Kajak, um einfach mal ein wenig zu paddeln und in der Natur abzuschalten.
Ich habe es auf eine Empfehlung im Internet ohne Test gekauft und es bisher nicht bereut. Im Internet gibt es einen kleinen Kreis überzeugter Balboa Fahrer. Schau einfach mal bei Youtube nach Videos oder bei Flickr nach Fotos vom Balboa. Da gibt es ein paar Sachen. Gebraucht und gut erhalten gibt es das Balboa bei Ebay zum Teil mit Paddel und Zubehör für 350-400 EUR.
Was ich hier und in anderen Foren absolut nicht verstehen kann, ist die Empfehlung sich gleich ein High-End-Kajak zu kaufen, weil das Können sich steigert und man dann eventuell zweimal kauft! Würdet ihr auch einem Fahranfänger raten sich gleich einen Porsche statt eines Polo zu kaufen, da man sich ja zu schnell fahrtechnisch weiterentwickelt und dann auch zweimal kaufen muss?
Gruß
Harm
Werner Schmiedel
23.08.2009, 09:30
Hai Harm,
erkläre mir mal, bitte, den Begriff "High-End-Kajak".
Wenn es denn so etwas geben sollte, wären das wohl Spitzenprodukte einer bestimmten Kategorie, meinetwegen ein 6,20 m langes und 45 cm breites Kevlar-Karbon-Boot, Rundspanter, mit eingebautem GPS und...:D
Zu dieser Kategorie gehören die von mir genannten wohl eher nicht, sondern es sind leicht beherschbare Boote - auch für Anfänger nach spätestens fünf Minuten - mit hoher Anfangs- und Endstabilität. Mir ist noch niemand untergekommen, der nach einer kurzen Erklärung, wie man in das Boot einsteigt, baden gegangen wäre.
Abgesehen vielleicht vom Ysak sind das für mich wirklich Anfängerboote, die man auch mit viel Spass noch als "Könner" fährt.
der Werner
Hallo,
also gerade in Hamburg kann ich nur empfehlen, sich nach einem Verein umzuschauen (Es findet sich garantiert einer in der Nähe und die Frage der Bootslagerung ist auch bei einem eigenen Boot geklärt). Hier hat wohl jeder Verein Tourenboote als Vereinsboote, mit denen man als Anfänger schnell klarkommt und die auf der Alster alle mehr Spaß machen als ein Cruiser etc. Gerade wenn es ein wenig in Richtung sportliches Training gehen soll, darf es doch mindestens ein schnelles Wanderboot sein. Alles andere macht bei den Gewässerbedingungen der Alster meiner Erfahrung nach recht schnell keinen Spaß mehr. Mein Verein hat jedenfalls genug verschiedene Boote und Bootstypen, um herauszufinden, was einem liegt.
Ach so: Die Preise für ein HTP-Boot liegen ja nun nicht mehr unbedingt unter denen eines guten laminierten Bootes. Wenn es wirklich nur um die Alster etc. geht, würde ich mir eher ein gebrauchtes ungeschottetes laminiertes Boot kaufen. Einen Lettmann Combi 2002 oder ähnliches kriegt man gelegentlich ja auch in gutem Zustand unter 300 € und der ist sein Geld eher wert als die 10 Jahre alten Prijon-HTP-Boote, die bei ebay zu unglaublichen Preisen weiterverkauft werden.
@Werner Schmiedel:
Auch der Ysak ist als Anfängerboot gut geeignet. Wir haben jetzt schon mehrfach Freunde reingesetzt, die damit zum ersten Mal aufs Wasser sind. Keiner hatte Probleme oder fühlte sich unsicher. Als PE-Seekajak würde ich momentan für nicht zu leichte Fahrer allerdings immer den Expedition von Seabird Designs empfehlen. Eine super sichere Wasserlage bei guten Fahreigenschaften zu einem extrem günstigen Preis.
Ok, vielen Dank, so habe ich schonmal einen guten Überblick.
Noch 3 letzte Fragen:
Mir ist aufgefallen, dass ich das Kajak häufiger auch nicht ganz so kurze Strecken alleine tragen können möchte, trotzdem längeres Tourenkajak bzw. zumindest Cruiser 430? Oder dann doch lieber Balboa, Nemo Expedition oder den kleineren Cruiser?
Ist es wichtig, dass ein Boot "unsinkbar" ist und welche der in Frage kommenden Kajaks sind dies?:D
Habe die Prijon-Boote mit ihrem HTP eine bessere Qualität und eine höhere Lebenserwartung als andere PE-Kajaks oder ist das nur Marketing?
Länge und Gewicht sind zwei Kriterien, die man m.E. nicht miteinander vermischen sollte.
Für große Gewässer sollte man ein relativ langes Boot wählen. Das hat nämlich einen guten Geradeauslauf. Ein kurzes Boot ist sehr wendig, was auf kleineren, kurvigen Gewässern sicher von Vorteil ist. Auf großen Gewässern ist es deutlich schwieriger mit einem kurzen, wendigen Boot Entfernungen zu schaffen. Schließlich muss man ständig vergleichsweise anstrengende "Korrekturschläge" paddeln.
M. E. sollte man sich zunächst anhand des Gewässertyps entscheiden, welcher Bootstyp es sein soll. Erst anschließend entscheidet dann quasi der Geldbeutel, wie leicht das Boot wird.
Wenn das Boot dann allzu schwer geworden ist, hilft ein kleiner evt. sogar im Selbstbau zu fertigender Bootswagen. In wenigen Sekunden kann der angebaut sein.
Unsinkbarkeit:
Unsinkbarkeit ist m.E. vorrangig dann wichtig, wenn man in tiefem oder strömendem Wasser kentert. Mit Spitzenbeutel bzw. Auftriebskörpern kann man ein Kajak auch nachträglich noch unsinkbar machen. Unsinkbare Kajaks haben aber so genannte abgeschottete Luken. Die finde ich praktisch. Darin kann man Sachen transportieren, die nicht durch das Boot rutschen und auch nicht nass werden.
HTP:
Man sagt, dass das HTP schon das beste Material für PE-Boote ist. Einen direkten Vergleich habe ich allerdings nicht. Wenn ein Boot aber immer vom Steg und nicht vom Steinstrand ins Wasser gelassen wird, keine Grundberührungen hat und auf tiefen Gewässern fährt, hält ein anderes Material bestimmt auch ewig.
l' O
Ok, danke.
Die Alster (das gelegentliche Befahren der Außenalster mal ausgenommen) zählt doch aber eher als "klein und kurvig" und nicht als "groß" oder schätze ich das falsch ein?
Habe jetzt von den oben genannten mal vor allem das Ysak von Rotomod näher in den Blick genommen (gab es mehr Info´s zu im Internet als zum Necky Elaho oder Alsek, Rainbow Laser, Hasle Explorer oder Seabird Designs Expedition).
Welche diesem vergleichbare Prijon-Kajaks kämen denn in Frage? Touryak und Motion wurden ja schon genannt, sind die von den Fahreigenschaften ähnlich (sind ja doch deutlich kürzer als das Ysak)?
Das Gewicht des Kajak sollte man auf jeden Fall auch beachten, wenn es um häufigen Autotransport geht. Für das Umtragen bei Portagen auf Touren hilft sehr gut ein faltbarer Bootswagen, den man auf der Tour mitführt. Aber wer die Boote häufig auf das Auto heben muss sollte, meiner Meinung nach, schon ein wenig auf das Gewicht schauen und überlegen und am besten testen, was er persönlich heben kann ohne. Vor allem, wenn man alleine unterwegs ist können Kajaks mit 25kg Eigengewicht sehr schwer sein (besonders wenn man schon die Tour gepaddelt ist).
Vielleicht käme für dich auch ein leichtes Cross-Over Kajak wie zum Beispiel der Dagger Approach 10.0 in Frage. Soll laut Herstellerseite nur 17kg wiegen.
Paradoxxx
27.08.2009, 20:40
Hallo Kevin,
HTP ist auf jeden Fall viel besser als rotierendes PE. Falls Du einen Klimaanlagenmechaniker oder Heizungsbauer etc kennst - frag´dort mal nach. Alle sicherheitsrelevanten Bauteile aus Kunststoff mit hoher Belastung sind druckgeblasen.
Die Frage Motion oder Touryak wird beeinflusst duch Dein Gewicht und Körpergröße: Der Motion ist für kleine bis mittelgroße Paddler, der Touryak für große bis sehr große Paddler. Der Touryak ist breiter und kürzer als der Motion, d.h., daß der Motion besser läuft als der Touryak aber auch 40 kg weniger Zuladung hat.
Falls Du groß bist und mehr auf Geschwindigkeit gehen willst wäre der Marlin das momentane Topmodell von Prijon. Habe ihn mir vor einigen Wochen gekauft und vorher auch schon andere Prijon-Modelle gefahren (Seayak, Touryak, Cruiser 430, Kodiak...). Der Marlin ist für meinen Geschmack das beste Prijon Kajak bisher. Er ist sehr wendig für die Länge (duch Silhouette im Unterschiff) und ist zudem das erste reinrassige Seekajak von Prijon. Er hat relativ wenig Volumen (332 Liter) aber viel Platz im Cockpit und der Stauraum ist trotzdem beachtlich.
Am Ende musst Du selbst entscheiden, welches Kajak Du kauft - ob nun Prijon oder einen anderen Hersteller. Wenn Du wie ich auf unbeschiffbaren Gewässern mit viel Grundkontakt unterwegs bist ist HTP aber die richtige Wahl. Bei meinen Mitpaddlern mit PE-Booten blieben bei schwierigen Strecken viele kleine farbige Kunststoffteile an den spitzen Steinen hängen wärend die HTPs nach heftigen Grundkontakt einfach eine kleine Furche mehr haben.
MfG
Christian
Zur PE/HTP-Debatte:
Man schaue sich doch mal an, aus welchem Material zahlreiche langlebige und gern gefahrene Wildwasserboote sind; genau: aus PE. Ich finde das Prijon-Material auch nicht schlecht und gerade bei langen Booten bringt vielleicht die angegebene höhere Steifigkeit noch was (wobei ich das persönlich so noch nicht feststellen konnte...), aber eine enorme Überlegenheit des HTP würde ich einfach mal anzweifeln. Auf einem Gewässer, wo es regelmäßig aufgrund der Tiefe etc. Grundkontakt gibt, hat meiner Meinung nach sowieso kein 5m-Seekajak etwas verloren.
Die Alster ist unterhalb von Ohlsdorf auch in allen Kanälen problemlos mit langen Booten von 5m und mehr befahrbar (die Dampfer kommen schließlich auch überall durch), oberhalb sollte man sich überlegen, wie weit man mit einem großen Kahn raufpaddeln will. Bei normalem Wasserstand kommt man aber auch mit einem 5m-Boot ohne Grundberührung bis Poppenbüttel rauf (ob das sein muss, ist eine andere Frage...).
Paradoxxx
29.08.2009, 11:43
Hallo markusb,
ob ich nun mit einem drei Meter langen Boot oder fünf Meter langen Boot Grundkontakt habe macht keinen Unterschied. Ein langes und schnittiges Kajak läuft gut und es macht mir persönlich damit viel mehr Spaß als mit einem kürzeren und dafür breiteren Boot unterwegs zu sein.
Zum Thema höhere Steifigkeit: Ich habe bereits erlebt, daß Bekannte ihr PE- Kajak bei hohen Außentemperaturen auf dem Dachträger gut festgezurrt haben und dieses nach einer längeren Fahrt völlig verformt war. Beim HTP habe ich das noch nicht erlebt.
Auf meiner "Hausstrecke" sieht man an vielen Ein- und Ausstiegsstellen die verfärbten Steinspitzen, die in grün, blau und allen anderen PE-Farben leuchten. Beim HTP war der einzige Abtrag (den ich persönlich erlebt habe) als ich nach einer langen Tour mit völliger Erschöpfung einen Seayak bei grobkörnigem Teer ein paar Meter über den Fahrradweg schleifen wollte. Und da waren es kleine Raspel und keine knetgummiartigen Anhaftungen.
Das Dumme an der Sache ist doch, daß andere Hersteller nicht auf den HTP-Zug aufspringen. Und deshalb bleibt bei solchen Diskussionen immer ein fahler Beigeschmack da es sich bei Materialdiskussionen unterschwellig immer automatisch um Herstellerdiskussionen handelt.
Das Druckblasen hat auch seine Nachteile weil z.B. bestimmte Formen nicht erzeugt werden können wie beim rotierend verarbeiteten PE (z.B. integrierte und klappbare Skegs usw.)
Objektiv betrachtet ist und bleibt bei häufigen Grundkontakt HTP die erste Wahl. Manche Paddler können diesen dauerhaft vermeiden, andere haben ständig mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen.
Schönen Gruß
Christian
"ob ich nun mit einem drei Meter langen Boot oder fünf Meter langen Boot Grundkontakt habe macht keinen Unterschied. Ein langes und schnittiges Kajak läuft gut und es macht mir persönlich damit viel mehr Spaß als mit einem kürzeren und dafür breiteren Boot unterwegs zu sein."
Das stimmt so ja nun nicht. Die Wahrscheinlichkeit mit einem langen Seekajak in einem Kleingewässer Schaden anzurichten bzw. überhaupt erst in Hindernisse reinzupreschen ist deutlich höher. Wenn es um große Flachwasserzonen wie an der Schlei geht oder um den kurzen Bereich hinter einem Wehr an der Ruhr etc., gebe ich dir allerdings durchaus recht.
"Zum Thema höhere Steifigkeit: Ich habe bereits erlebt, daß Bekannte ihr PE- Kajak bei hohen Außentemperaturen auf dem Dachträger gut festgezurrt haben und dieses nach einer längeren Fahrt völlig verformt war. Beim HTP habe ich das noch nicht erlebt."
Sorry, aber das heißt nicht "gut festgezurrt" sondern "falsch festgezurrt". Soll nicht überheblich klingen, ist mir auch schon passiert. Und zwar mit einem HTP-Boot. (Bildet sich hier aber, glaube ich, besser zurück. Ich kenne auch ein paar PE-Boote mit ziemlich krassen Verformungen durch einfaches Lagern). Steifigkeit beziehe ich aber auch eher auf die Gesamtform, die das Boot im Wasser bei Beladung und Fahrt beibehält.
"Beim HTP war der einzige Abtrag (den ich persönlich erlebt habe) als ich nach einer langen Tour mit völliger Erschöpfung einen Seayak bei grobkörnigem Teer ein paar Meter über den Fahrradweg schleifen wollte. Und da waren es kleine Raspel und keine knetgummiartigen Anhaftungen."
Genau das ist die Art Behandlung, die ich keinem Boot, auch im erschöpften Zustand, zukommen lassen würde. Dafür gibt es Bootswagen.
"Das Dumme an der Sache ist doch, daß andere Hersteller nicht auf den HTP-Zug aufspringen. Und deshalb bleibt bei solchen Diskussionen immer ein fahler Beigeschmack da es sich bei Materialdiskussionen unterschwellig immer automatisch um Herstellerdiskussionen handelt.
Das Druckblasen hat auch seine Nachteile weil z.B. bestimmte Formen nicht erzeugt werden können wie beim rotierend verarbeiteten PE (z.B. integrierte und klappbare Skegs usw.)
Objektiv betrachtet ist und bleibt bei häufigen Grundkontakt HTP die erste Wahl. Manche Paddler können diesen dauerhaft vermeiden, andere haben ständig mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen."
Das mag sein, ich glaube aber nicht, dass der Unterschied für den Durchschnittspaddler so wesentlich ist, dass er es rechtfertigt, auf eine Form, die einem eigentlich besser gefällt / mehr liegt, zu verzichten.
Und jetzt noch zum eigentlichen Threadthema. Auf der Alster bekommt man keinen Grundkontakt, außer weit oben. Das letzte und einzige Mal, dass ich Grundkontakt hatte, war oben bei Kayhude, und das auch nur weil ich einen Moment lang nicht aufgepasst habe. Ich würde für den gewünschten Einsatz wohl im Endeffekt tatsächlich ein laminiertes Boot wie den Lettmann Combi 2002 (mit Steuer) oder ähnliches suchen. Der ist gebraucht preiswert zu kriegen ( neu auch noch bezahlbar) und langt an Robustheit auf jeden Fall. Am Anfang vielleicht ein kleines bisschen wackelig, dafür auch später noch mit Spaß und Tempo zu fahren. Genug Platz für eine spontane Wochenendtour bietet er auch. Für die große Urlaubstour auf Großgewässern ist er ohne Abschottung natürlich suboptimal.
vBulletin® v3.6.4, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.