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Vollständige Version anzeigen : Heckspiegel (-bau) für Canadier


Palstek
16.03.2007, 10:55
Guten Tag Forengemeinde,

nach ausgiebiger Verwendung des Suchenfunktion :D - leider ohne Ergebnis - versuche ich es mal so: Wer hat schon einmal einen abnehmbaren Heckspiegel für die Aufnahme eines Elektroaussenborders für einen Canadier selbst gebastelt und kann mir dazu Tipps geben. Also keine genaue Bauanleitung nur die wichtigen »auf gar keinen Fall ...« und »Unbedingt ...«

Thx
Palstek

Albert
21.03.2007, 15:38
Moin,
abnehmbaren Spiegel noch nicht,aber mal einen Schacht im hinteren drittel
für einen 5 PS Benziner. Hat gut geklappt.
Albert

Palstek
22.03.2007, 09:45
Moin Albert,

einen Schacht im hinteren Drittel? Und wie hast Du den Motor dann nach draussen gebracht.....bzw. die Schraube unter Wassser:confused:

Ralf Schmidt
22.03.2007, 10:18
Hi Palstek,
nein, habe ich nicht ;)
Aber: Ich sehe irgendwie das Problem nicht. Die Frage ist natürlich um was für einen Canadier es sich hier handelt, ob Carbonrakete, PE-Schüssel oder Holzteil, mit/ohne weit hochgezogenen Spitzen, etc. Kannst Du in's Material reingehen oder musst Du was aufsetzen oder oder oder.
Die Kräfte die so'n Elektromotörchen in's Wasser bringt sind ja doch eher überschaubar. Schau Dir doch mal die Dinger bei den Schlauchbootan an, ggf. so eins verwenden und anpassen. Z.T. werden die einfach an Ösen angebunden.
Irgendwo hatte ich mal ein Bild gesehen wo einfach ein Brett quer über das Deck gelegt und geklemmt wurde, der Motor lief dann seitlich vom Boot, vom Sitz aus ohne Verrenkung erreich- und lenkbar. Der leichte Schräglauf dürfte nicht wirklich zu hohen Verlusten führen.

Bis dann,
Ralf Schmidt

Palstek
22.03.2007, 11:15
Hallo Ralf,
das Boot ist aus Royalite. Nein, ins Material gehen möchte ich nicht.;) Der Motor ist ein MinnKota Endura 30 (http://www.bootsmotoren4you.de/product_info.php?pName=minn-kota-endura-30-set&cName=bootsmotor-sets-minn-kota-endura). Gedacht habe ich an eine Konstruktion aus Multiplex-Platten mit Bootlack überzogen, die man rechts bzw. links über die Bordwand »stülpen« und festklemmen kann. Die Idee mit dem »Brett quer« werde ich mal aufgreifen...Danke! :D Mit dem leichten Schräglauf wirst Du wahrscheinlich recht haben, der sollte nicht stören.
Gruß
Palstek

Ralf Schmidt
22.03.2007, 12:31
Hi Palstek,
wenn's zu arg seitlich zieht - nimm nen zweiten Motor ;).
Mit dem Drüberstülpen (wenn der Motor doch lieber hinten dran laufen soll): Würde ich laminieren, sieht schöner aus. Also rechts und links ein Stück über den Süllrand (Folie vorher nicht vergessen), zwei Alurohre und Gewindeeinsätze zum Klemmen mit einlaminieren. Das kann dann auch mal dranbleiben.

Bis dann,
Ralf Schmidt

Trapper
22.03.2007, 13:21
Hallo,

die Frage ist doch, wie sieht dein Süllrand aus und was für eine Aufnahme hat der Motor. Grundsätzlich würde ich sagen, ein Brett mit entsprechendem Überstand von oben auf den Süllrand legen und ein weiteres Brett von unten mit 2 Schrauben u.Flügelmuttern an dem oberen befestigen, so daß der Süllrand beidseitig eingeklemmt ist. So braucht man keine Löcher ins Boot bohren und nichts zu laminieren. Wie man allerdings den Motor anbringt, liegt an der Befestigungsmöglichkeit des Motors.


Gruß Reini

Trapper
22.03.2007, 13:30
Hallo, habe mir gerade mal den Motor im Internet angesehen. Das obere Holz kann man als Winkel ausführen, mit dem Schenkel nach oben. Dann kann der Motor ohne weiteres mit der Klemmschraube an dem Schenkel montiert werden.
Eigendlich ganz einfach und in Esche auch noch schön.

Gruß Reini

Ralf Schmidt
22.03.2007, 14:22
Hei Trapper Reini,
voraussetzung dafür ist natürlich dass der Süllrand im Klemmbereich relativ gerade ist. Bei den stark hochgezogenen Spitzen verschiedener Canadier zwar auch zu machen aber nur mit relativ viel Aufwand (Brett vorbiegen, oder per Hobel/Fräse der Form anpassen).
Bei gerade laufendem Süllrand aber wohl die "passendste" Lösung.

Bis dann,
Ralf Schmidt

Palstek
22.03.2007, 14:30
@ Ralf: Die Idee mit den 2. Motor ist auch gut :cool: Laminieren ist nich so meine Sache, aber danke für den Tipp. ;)

@ Trapper: Ja, genau in diese Richtung habe ich mir das auch gedacht.:D

Gruß
Palstek

Trapper
22.03.2007, 14:39
Hallo Ralf,

oder einfach die Riegel (oben und unten) nicht so breit ausführen. Vielleicht 30x30mm und dann dem Süllrand entsprechend, die Schräge mit Hartholzkeilen ausgleichen. Dann könnte auch der Motor direkt an dem oberen Riegel befestigt werden und würde senkrecht stehen.

Gruß Reini

Albert
22.03.2007, 18:27
Moin,
der Schacht ist so hoch wie der Sühlrand, so breit das der Propeller durchpaßt
und nach unten offen. Bei einem Gfk Boot ein Samstag Arbeit.
Mit 5 PS war das 40 kg Boot floot unterwegs.
Albert

schwimmendeWerkzeugkiste
23.03.2007, 10:31
Hallo,

habe aus purer Neugier mal ein wenig gegoogelt und bin gleich auf folgendes Bild gestoßen:
http://www.mohawkcanoes.com/shopping%20pics/alummm.JPG

auf der gleichen Seite gibt’s noch ein paar Tipps zum generellen Mit-Motor-Fahren:
https://www.mohawkcanoes.com/canoemotors.htm

Ähnliche Konstruktionen gibt’s natürlich auch aus Holz:
http://www.pelican-intl.com/images/motor-mount.img.gif
http://www.bournemouthcanoes.co.uk/productpages/canoeing-equipment/pictures/wooden-motor-mount.jpg


Fast noch am Häufigsten finden sich Kombination von Holz und Alu:
https://crab.secure-host.com/extrasport/oldtowncanoe/product_photos/t36.jpg
http://www.greatcanadian.com/images/motormount.jpg
http://www.rutabaga.com/images/products/1005861.jpg

Viel Spaß beim Basteln

Axel

Trapper
23.03.2007, 11:49
Hallo,

wobei das von Ralf angesprochene Problem mit der schrägen Auflage auf dem Süllrand auch bei allen Abbildungen besteht.

Gruß Reini

Palstek
23.03.2007, 12:12
Holà,

@ Albert: Ok - jetzt hab ich´s, Du hast ein Loch reingemacht und wieder zulaminiert. Is bei mir leider nicht drin.

@ schwimmendeWerkzeugkiste: Gegoogelt haber ich auch.... aber nix gefunden (Suchbegriffe Canadier & Heckspiegel..., etc) :( Danke, die Bilder sind super. Die Lösung mit dem Holz (Bild 1 und 2) gefallen mir am besten und das werde ich mit meinen Werkzeugpark auch hinbekommen ;)

Palstek

schwimmendeWerkzeugkiste
23.03.2007, 12:56
Ja, da profitiere ich von meinem umfassenden Fremsprachenkenntnissen: "motor mount" heißt das auf Englisch (bin ich aber auch erst wieder drauf gekommen nachdem ich nach "motor+canoe" gesucht hatte und dabei auf die Abbildung eines "motor mount" stieß)

@Reini: Ich glaube bessere Motoren gleichen mit ihrer Aufhängung einen geringen Fehlwinkel aus. Ein Ruder-oder Motorbootheck ist selten 100%ig vertikal. Ansonsten kann Palstek - da er das Ding ja aus Holz schnitzt - den entsprechenden Winkel in die Auflage einstemmen. Das sollte eigentlich nicht zu knifflig sein.

@Albert: Die Idee mit einem einlaminierten Motorschacht (ähnlich einem Schwertkasten) finde ich ja am elegantesten. Wenn man ohnehin das Mehrgewicht eines Motors ausgleichen muss kann man auch gleich den Schacht statt Hecksitz einfügen und mit dem Sitz nach vorne rücken.

Wenn ich auch nur einen Funken Ambitionen hätte mein Kanu mit dem Motor anzutreiben würde ich ja auch gleich mit so einem Bastelprojekt loslegen aber ich bleibe beim Paddeln so lange ich noch "rüstig" bin.

Axel

Palstek
23.03.2007, 13:09
Wenn ich auch nur einen Funken Ambitionen hätte mein Kanu mit dem Motor anzutreiben würde ich ja auch gleich mit so einem Bastelprojekt loslegen aber ich bleibe beim Paddeln so lange ich noch "rüstig" bin.

Axel

OT
...schon mal versucht den Rhein bei Normalwasser stromaufwärts mit Family hochzupaddeln?:D :cool:
/OT

schwimmendeWerkzeugkiste
30.03.2007, 10:10
Hallo Palstek,

was machen die Bastelarbeiten? - Versorg uns doch mal mit Bildern!

Ich bin gerade wieder auf die Bilder gestoßen und mache mir Gedanken darüber, wie Du die Querstrebe vernünftig befestigt kriegst. Wenn Du einen zu leistungsstarken Motor benutzt mußt Du damit rechnen, dass er Dir die Strebe aus der Verankerung schiebt. Es sei denn, Du bringst Motorseitig auf der Außenseite einen Zapfen an, der sich bündig an den äußeren Süllrand anschmiegt. Nur so als Vorschlag (und um diesem traurig lahmen Canadier-Forum mal wieder einen kleinen Schubser zu geben)

Axel

Palstek
30.03.2007, 14:33
Hallo zusammen,

also: Wenn alles gut geht, werde ich morgen fertig.
@schwimmendeWerkzeugkiste: Die Querverstrebungen habe ich etwas breiter ausgelegt. An den Enden werden dann dünne Gummileisten angeklebt. Duch den Pressdruck sollte die Reibungskraft größer sein als die Schubkraft des Motörchens :D Wenns dann doch zu stark werden sollte (am Sonntag ist die 1. Testfahrt) werde ich einfach eine Leine zwischen den beiden Klemmschrauben (M10) und der Heckklampe legen :cool:
Bilder folgen.

Palstek
02.04.2007, 12:10
Hier die versprochenen Bilder

Die Testfahrt war ein Teilerfolg:
Auf stillem Wasser (Rheinaue) -> alles bestens :)
Auf dem Rhein bei Speyer, stromaufwärts -> Motor zu schwach :D Wenn ich meine Bugwelle so betrachtete, dürfte die Stömungsgeschwindigkeit des Rheins (gestern) genau so groß wie die Rumpfgeschwindigkeit des Bootes als Verdränger gewesen sein.
Ich werden weitere Fahrten unternehmen und hier berichten.

Gruß
Palstek

schwimmendeWerkzeugkiste
02.04.2007, 16:12
Hallo Palstek,

sieht nach einer soliden Lösung aus. Glückwunsch!
Ich verfüge seit einem halben Jahr über eine kleine Oberfräse - damit kriegt man die Kanten butterweich rund...

Schade, dass der Motor so schwach auf der Brust ist. Das bringt den früher schon mal scherzhaft vorgeschlagenen zweiten Motor wieder in die Diskussion. Ich suche mir ja immer die seichten Passagen und stochere stehend das Boot mit einer Stange flussaufwärts; aber ich argwöhne, dass es solche seichten Randbereiche auf dem Rhein bei Speyer nicht gibt...

Axel

KARLH
28.06.2007, 14:37
ich gebe dir meine e-mail adresse ,ne bessere idee und bauanleitung wirst du nicht mehr finden
karlheinzhoff@superkabel.de
frag mal an bei mir und ich werd dir vielsagende fotos senden