Vollständige Version anzeigen : Vorbereitung Hiddensee
Ralf Schmidt
16.01.2007, 15:00
Hallo,
wer fährt in diesem Jahr den Hiddensee-Marathon (oder ähnlich lange Strecken über 50km) mit und hat noch ein paar knackige Ideen zur Vorbereitung?
Klar, Kilometer schrubben, Technik trainieren, Boot einwachsen :D , aber: Was machen die Langstreckenprofis sonst noch?
Für mich ist das die erste Tour in der Länge. Auch wenn ich auf dem Rennrad schon 14h im Sattel gesessen habe denke ich dass es so einige Punkte geben wird die man übersieht - bis es dann wärend der Fahrt zu spät ist. Ich denke so an Handflächen, oder Gelenke, der Hintern, reibende Kleidung, und was sonst noch so alles nach Stunden im Boot SEHR nervig werden kann oder auch im schlimmsten Fall zum Abbrechen führt.
Bereitet Ihr Euch mit einem Trainingsplan vor, oder eher wie's Spass macht, am Jahresanfang weniger, dann immer mehr, oder gleich voll rein? Mit Pulsmesser, GPS, Auswertung am PC, oder mit Butterbrot und Rotwein in der Gepäcklucke?
Bis dann,
Ralf Schmidt
Moin Ralf!
Mit 14h auf dem Rennrad bist du doch gut dabei. Für die körperliche und mentale Vorbereitung empfehle ich auch diese Veranstaltung hier:
http://www.paddelsport.de/mmmm/mmmm.php
Bin letztes Jahr dort mitgefahren war nett, ein bißchen Kraftausdauertraining habe ich allerdings schon gemacht.
Meine Spezialität ist eher das Crosstraining, aus allen Ausdauerbereichen etwas für sich selbst zu ziehen. Nur Paddeltraining kann nicht die Lösung sein :) .
beste Grüße
Holger
Hallo,
wer fährt in diesem Jahr den Hiddensee-Marathon (oder ähnlich lange Strecken über 50km) mit und hat noch ein paar knackige Ideen zur Vorbereitung?
Klar, Kilometer schrubben, Technik trainieren, Boot einwachsen :D , aber: Was machen die Langstreckenprofis sonst noch?
Für mich ist das die erste Tour in der Länge. Auch wenn ich auf dem Rennrad schon 14h im Sattel gesessen habe denke ich dass es so einige Punkte geben wird die man übersieht - bis es dann wärend der Fahrt zu spät ist. Ich denke so an Handflächen, oder Gelenke, der Hintern, reibende Kleidung, und was sonst noch so alles nach Stunden im Boot SEHR nervig werden kann oder auch im schlimmsten Fall zum Abbrechen führt.
Bereitet Ihr Euch mit einem Trainingsplan vor, oder eher wie's Spass macht, am Jahresanfang weniger, dann immer mehr, oder gleich voll rein? Mit Pulsmesser, GPS, Auswertung am PC, oder mit Butterbrot und Rotwein in der Gepäcklucke?
Bis dann,
Ralf Schmidt
Moin Ralf - knackige Ideen zur Vorbereitung? Die knackigste Idee hast Du doch schon: Den Willen zur Teilnahme - und ich denke, dass Du den ersten Marathon (noch dazu so ´nen schönen) zur Beobachtung mitfährst. Auch zur Selbstbeobachtung: Wie fühlt sich das an? Im Kopf? Mit dem Gefühl? In den Armen? Am Hintern: Sitze ich vernünftig im Boot? Auch nach 20, 30, 50 km? Genug Wasser dabei - und auch rechtzeitig getrunken?
Der zweite Marathon kann dann eher mit externen Tipps optimiert werden. Lass es doch ruhig angehen und sei einfach dabei. Konditionell müsste es doch reichen. - Oder hast Du die feste Absicht, alle Rekorde zu brechen? :D
Grüße vom Dorfteich, Frank
Hallo Ralf,
vielleicht die passende Vorberetungsveranstaltung für Dich, schau doch mal rein ... http://www.sport-und-business.de/27003.html ein langes Wochenende auf auf Malle verbunden mit nem kleinen Wettkampf ohne den Stress für Boots- und Materialtransport etc...
Gruß
Kasi
Ralf Schmidt
17.01.2007, 08:15
Hi Kasi,
davon hatte der Willy also gesprochen als ich letzte Woche mein Boot bei ihm bestellt habe ;)
Klingt gut, leider ist die Nettozeit im Wasser sehr gering, und dann müsste man als Zweiter auch noch mit ihm Essen gehen :eek:
Spass beiseite, schöne Veranstaltung, aber zu der Zeit plane ich eher schon einen Probelauf im Norden Deutschlands. Nicht so warm, dafür aber mehr Zeit auf - oder je nach Wetter im - Wasser.
Frank - Da irgend etwas gewinnen zu wollen liegt mir ganz sicher fern, dazu habe ich nicht die erforderliche Zeit für's Training. Rumkommen ist Alles. Aber: Umso langsamer man unterwegs ist, umso schwerer ist es ja, man ist länger im Boot, fährt auch seine 70-80% Leistung - nur eben im Extremfall doppelt so lange wie ein schneller, gut trainierter Fahrer.
Aber: Wird schon werden. :D
Bis dann,
Ralf Schmidt
Klar wird das werden, Ralf - und dann noch mit nem neuen Boot ;) ...
Aber im Ernst: Die Bedenken "Schaffe ich das ..." hatte ich beim "Neisse-Oder-Marathon" auch. Immerhin war die Strecke länger als ein Marathon konzipiert. Ging dann aber doch ganz ordentlich. Am Ende habe ich noch zwei Jüngere vorfahren lassen, weils frustrierend sein muss, wenn ein Älterer noch Drittletzter (von zehn oder elf TN) wird. Hab mir dafür die Gegend angeschaut: Das wars wert.
Frustig wars eben nur, als ich ausstieg, der Grill halb alle war und die Rede mit den Worten "Dann hat sich ja doch ganz schnell die Spreu vom Weizen getrennt .." beginnt. Da dacht ich mir ... glücklicherweise hab ichs aber nur gedacht ...
Also: Mach mal und erzählt hinterher. und: Es wäre ja reichlich bekloppt, wenn Du nach Stralsund fährst, geistlos den Marathon runterkeulst, einen tollen Platz belegst und auf die Frage "Wie isses denn da so ..." mit "Sorry, darauf hab ich dann gar nicht mehr geachtet - war nur noch alle" antworten musst.
Ralf Schmidt
17.01.2007, 14:44
Hi Frank,
das neue Boot geht mit - aber nicht für den Marathon, nur für die Salzwassertaufe. Ich habe gerade mit einem "alten" Stralsunder telefoniert, klang recht spannend, nix für ein 45cm Boot nach 2 Monaten Erfahrung.
Hirnloses "Rumballern" gibt's bei mir nicht, gab's noch nie. Auch auf dem RR habe ich mir immer Zeit für die Umwelt gelassen, das geht auch trotz Gasgeben. Ausnahme: Am Ende einer Ultra-Strecke, wenn die rote Reserveleuchte schon eine Weile an war, der Puls in einer Raste festgefressen, dann waren mir Land und Leute sch... egal, da hält dann nur noch der Gedanke an die Dusche, das Schnitzel und ein bis fünf Bier die Beine - oder eben Arme - am Leiern.
Spreu und Weizen, ich mag beides nicht sonderlich gerne, die Sprüche finde ich aber ok, resp. machen mir nix. Wer viel trainiert soll doch auch seinen Erfolg geniessen, wer weiss was derjenige sonst so hat um sich darüber zu freuen, so what. Auch wenn's ggf. gegenüber den Langsameren etwas flappsig rüber kommt.
Richtige Sportler sind in den seltensten Fällen "sportlich". Schon mal Fussball gesehen? :D
Bis dann,
Ralf Schmidt
[QUOTE=Frank F;146]
Frustig wars eben nur, als ich ausstieg, der Grill halb alle war und die Rede mit den Worten "Dann hat sich ja doch ganz schnell die Spreu vom Weizen getrennt .." beginnt. Da dacht ich mir ... glücklicherweise hab ichs aber nur gedacht ...
/QUOTE]
Moin Frank!
Hm das scheint ja dann doch ne komische Veranstaltung gewesen zu sein, ich glaube ich hätte anders bei solchen Sprüchen reagiert. Bei der von mir verlinkten Tour gab es sowas nicht. Eher im Gegenteil wenn einer durchhing ist der andere einfach dabeigeblieben.
@Ralf : Wie heißt/sieht denn dein neues Boot aus?
Gruß
Holger
Ralf Schmidt
17.01.2007, 20:22
Hallo Holger,
mein neues Boot wird ein Neumann "Spirit" (5,5m, 45cm), Rennseekajak!?
Aussehen wird es ganz in schwarz, also 100% Kohle, mit ein paar kleinen roten Elementen (Rundumleine und so). Doppelt geschottet, mit Ovaldeckel hinten. Steuer/Sitz/Stemmbrett Rennboottechnik.
Wie es heissen wird - verrate ich natürlich erst nach der Taufe. Name und Logo sind aber schon designed und werden nächste Woche geplottet ;)
Bis dann,
Ralf Schmidt
Hallo Ralf,
das ist ja ein schönes Boot, der Spirit, aber den würde ich auch nicht auf der Strecke fahren - man hat ja nicht immer einen Ententeich.
Was die Vorbereitung betrifft, würde ich mir nicht zuviele Sorgen machen.
Bei meiner ersten Aller-Hochwasser-Rallye habe ich mich auch von Jochen breitschlagen lassen, die vollen 112 km zu fahren und habe es nicht bereut.
Es klappte sogar, obwohl wir vorher ganze 3 Monate außer an einem Tag nicht mehr in einem Boot gesessen haben (dieser eine Tag war eine Fahrt nüchtern von Wolfenbüttel zum Braunschweiger Karnevalsumzug und weniger nüchtern wieder zurück).
Während die ersten schon vor 5 Uhr morgens in Celle losgefahren sind, haben wir es irgendwie nicht geschafft, früher als viertel vor 7 Uhr als allerletzte loszufahren.
Vielleicht hätten wir unseren abendlichen Kneipenbummel doch nicht bis nach 3 Uhr morgens ausdehnen sollen.
Am zweiten Wehr ankommend, nach ca. 20 km haben wir damals unseren ersten Kanuten von hinten gesehen (kurz bevor er um die Kurve verschwand).
Das war zwar frustrierend, wir waren aber schließlich selber schuld und haben das als Ansporn genommen, uns doch mal ein bißchen am Riemen zu reissen und sind dann wenigstens trotzdem nicht als letzte in Verden angekommen.
Nicht sehr schön waren die eisigen Temperaturen, bei denen ich schon beim Gedanken an mein Lieblingsgetränk Wolters Zahnschmerzen bekam.
Zwischendurch mußte ich mir auch die "Drehhand" mit Öl aus einer Thunfischdose schmieren, sonst hätte ich mir garantiert eine fette Blase geholt.
Toll war die Begrüßung am Ziel, mit dem obligatorischen Begrüßungsschluck, weniger toll war, daß man unterkühlt draußen herumstehen durfte, weil im warmen Vereinsheim alles gerammelt voll war mit Hodenhagenfahrern, die sich mit ihren Heldentaten auf ihrem 55 km-Rutsch brüsten mußten.
Ich bin Jochen jedenfalls immer noch dankbar, daß er uns so hartnäckig am Freitagabend überredet hatte.
Nicht nur im Nachhinein hat die Strecke tollen Spaß gemacht - vorher hätte ich gar nicht geglaubt, daß ich so etwas überhaupt schaffe, während ich seitdem diese und ähnliche Strecken schon mehrmals gepaddelt bin.
Viele Grüße
Lutz
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