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Vollständige Version anzeigen : Befahrungsverbot Fintau??


Hauke
10.04.2007, 13:01
Moin, moin,

wir waren am Osterwochenende auf den Gewässern um Rotenburg (Wümme)
unterwegs und wollten die Fintau fahren. Vorher hatten wir uns natürlich
informiert, ob das erlaubt ist. Laut aktueller Liste des DKV ist die
Befahrung oberhalb Vahlde beschränkt, wehalb wir in Vahlde eingesetzt
haben. Wir waren gerade im Boot, als wir angesprochen wurden, das das
Befahren der Fintau seit 2 Jahren verboten sei. Auf Nachfrage hieß es dann
doch erst set einem Jahr und er stellte sich als stellvertretender Bürgermeister
und Vorsitzender des Angelvereins (Lauenbrück?) vor. Und er hätte veranlasst
das ein entsprechendes Schild aufgestellt werden soll.
Um keinen Ärger zu bekommen und nicht noch weitere Befahrungsverbote
herauf zu beschwören, haben wir wieder ausgesetzt und sind nach Lauenbrück
an die Wümme gefahren.
Auf unserer Nachfrage beim Kanuverein in Rotenburg, ob etwas über eine
Gewässersperrung der Fintau auf dem Teilstück bekannt sei, kam nur ungläubiges
Staunen.

Deshalb meine Frage:
1. Weiß einer näheres über die Sperrung der Fintau, und
welche Naturschutzbehörde ist zuständig.
2. Wenn es eine bewusste Fehlinformation des "stellvertr. Bürgermeisters" war,
was kann man dann gegen solche ":mad: :mad: " unternehmen?

Hauke

Flitzefroesch
10.04.2007, 13:54
Hallo Hauke,
ähnliches hatten wir ebenfalls auf der Fintau, allerdings anfang März, dort sagte man uns, die gesamte Fintau wäre ab 01.März gesperrt. Das stimmt beding, sie ist tatsächlich bis km 9,9 (Brücke Valde) ab 01.03-15.07 gesperrt, wegen Brutvögel und dem Schutz, nicht übern Boden zu schrubben. Steht auch so im aktuellen Kanuführer drinn. Da allerdings anfang März mehr Hochwasser als Boden war, bin ich trotzdem gepaddelt, allerdings erst ab Valde und zum Ärgerniss der Person, die mir das verbieten wollte. (wer das war weiss ich nicht, hat sich mir nicht vorgestellt. N kleiner dicker mit Brille und Hut ;) )
Um das zu umgehen kann ich aber die Verse empfehlen, die Anwohner, sofern es welche gibt, waren super nett, und auch der Fluss ist sportlich und landschaftlich weit interessanter als die Fintau.
Ist der Wasserstand zu niedrig empfehle ich die Wieste.
(Bei beiden Flüssen sind Sperrungen ab dem 01.03-15.07. zu beachten)
Ich denke mal, auf Schilder, die aufgestellt werden sollte man nicht generell achten, an Este und Staersbeck stehen völlig falsche und innerhalb kürzester Zeit (innerhalb 200m) verschiedene Verbote auf den Schildern.


Grüße Jörg

Hauke
10.04.2007, 15:32
Moin Jörg,

vielen Dank für die Info. Das die Fintau oberhalb Vahlde momentan gesperrt
ist, war uns bekannt. Die Wieste ab Clüversborstel war sehr schön und hat viel Spaß gemacht. :)
Was mich ärgerlich macht ist die anscheinend bewusste Des- und
Falschinformation in Vahlde die mit System betrieben wird. Am Fluß hat man
so selten direkt Netzanschluß um das Gegenteil zu beweisen.

Gibt es eine Möglichkeit solche Typen zu belangen, oder bleibt man einfach nur der Blöde der das geglaubt hat? (Ich glaube ich möchte die Antwort gar nicht
hören) :o

Bin für weitere Infos offen,
Hauke

Flitzefroesch
10.04.2007, 16:41
Hi Hauke,
nein, eine Möglichkeit, solche Menschen zu belangen hat man meist nicht, selbst wenn man den Flussführer mit den Sperrungen etc. mit hat, wird man meist gnadenlos ausdiskutiert bzw. ignoriert. Ich denke mal, er wollte in deinem Fall nur in Ruhe angeln :cool:

Wir wollten am Wochenende an der Wümme beim Altenheim (Wümmetal) einsetzen, bis uns ein älterer Herr aufmerksam machte, dass das Fahren verboten sei, wir dürfen nicht, und das ist alles inkl Fluss Privatgrund und würde 1000DM kosten wenn wir doch einsteigen würden. Der Gute wollte uns wirklich nicht einsteigen lassen. Schließlich haben wir ihn einfach ignoriert und sind unter ziemlich lauten "Anfeuerungsrufen" losgefahren.

Auf der Seeve hatten wir es, dass ein angeblicher Naturschützer meinte, dass die Seeve 100m vor dem Wehr in Hörsten nicht befahren werden dürfe. Er war zwar sehr lieb und nett, hat aber nicht nachgegeben. Er blieb mit seinem Hund so lange vor uns stehen, bis wir die 100m zurück gefahren, und dort ausgestiegen sind. Wir erkundigten uns bei Landkreis Harburg über neue Sperrungen oder Richtlinien, und siehe da, gabs net. Ist also alles relativ.

Anderes auf einem kleinen Flüsschen, der wirklich gesperrt ist, kommen da doch mehrere Canadier herunter. Wir waren zwar ohne Boot, sind dennoch ins Gespräch gekommen. Es kam heraus, dass die sagten, wir wohnen hier am Fluss und noch hat nie jemand gemeckert, wir fahren hier schon seit 15 Jahren.
Naja, da frag ich mich ganz ehrlich, ob solche Sperrungen Sinn machen. Aber das ist ein anderes Thema und ich will hier keine schlafenden Hunde wecken.

Grüße Jörg

Zitter
10.04.2007, 16:44
Moin

Die Flüsse in Rotenburg (Wümme) und Umgebung sind wirklich schön zu Paddeln. Und auch die Ausweichtouren von Flitzefroesch sind sehr zu empfehlen!

Desto mehr hat mich das auch geärgert, dass wir auf der Fintau nicht paddeln durften. Vor 1 1/2 Jahren waren wir schon einmal auf der Fintau paddeln, dass allerdings im Herbst wo die Befahrungsregeln außer kraft waren. Da hatten wir noch keine Probleme.

Ich habe nun einmal versucht mit der Gemeinde Kontakt aufzunehmen, um mehr über diese angebliche Sperrung zu erfahren, denn im Internet konnte ich nichts finden, das auch die Befahrung unterhalb von Vahlde nicht erlaubt sei.
Mal sehen ob ich dort eine Antwort bekomme.

Zitat:
Wir wollten am Wochenende an der Wümme beim Altenheim (Wümmetal) einsetzen, bis uns ein älterer Herr aufmerksam machte, dass das Fahren verboten sei, wir dürfen nicht, und das ist alles inkl Fluss Privatgrund und würde 1000DM kosten wenn wir doch einsteigen würden. Der Gute wollte uns wirklich nicht einsteigen lassen. Schließlich haben wir ihn einfach ignoriert und sind unter ziemlich lauten "Anfeuerungsrufen" losgefahren.

Mit dem hatten wir auch bekannschaft gemacht, allerdings gibt es in Lauenbrück, ca. 300m oberhalb dieser Stelle eine offizielle Einstiegsstelle, zu der wir dann auch hin gefahren sind.
Aber dieser Herr war sehr sehr unfreundlich zu uns.

Mfg
Zitter

Flitzefroesch
10.04.2007, 16:51
Hi Zitter,
am besten nie offiziell nachfragen,
wenn man es nicht im i-net oder schriftlich findet, davon ausgehen, dass es frei ist,
ansonsten von dem angler zeigen lassen :-),
nur wenn alle nachfragen, kommt die gemeinde wohl noch auf schlechte gedanken und will die letzten flüsse auch noch sperren, dann können wir bald nur noch nachts fahren ;)

grüße jörg

misl
16.05.2008, 14:37
In der Fintau wird von den Anglern Fischbesatz, z. B. für die Wiederansiedlung des Lachses ausgesetzt. Von daher die Reaktion der Angler.
Mittlerweile ist es wirklich besser, man kommt ungesehen an den Bach und beachtet die Befahrungsregelung des DKV.
Als ortsansässiger Verein paddeln wir auf den Zuflüssen der Wümme nur nach längeren Regenfällen oder entsprechend hohen Wasserständen.

Das Einsetzen in die Veerse bei Gut Veerse ist ab einem Mindest-Pegel von 40 cm möglich. Dieser Pegel wird nach intensiven Regenfällen erreicht. Bei niedrigerem Pegelstand gibt es Grundberührung.

Grundsätzlich kann man die Angler auf eine naturverträgliche Paddelweise und ruhiges Verhalten ansprechen. Ein mir bekannter Angler (Revier Elbe, Wittenberge), kann den schädigenden Einfluß der Paddler auf den Fischbestand an unseren Kleinflüssen so nicht nachvollziehen.
Weitere Sperrungen sollte man trotzdem nicht provozieren. Am besten ist es, wenn die Paddel-Gruppe nur aus wenigen Personen besteht.

Grüße von Markus

Karlsson
16.05.2008, 17:27
...Weitere Sperrungen sollte man trotzdem nicht provozieren...

DOCH! Man muß sich gegen diesen Blödsinn wehren (wenn nicht nachvollziehbare Gründe für die Sperrung vorliegen). Wenn endlich alle Kleinflüsse gesperrt sind, wird sich diese Lobby-Vetternwirtschaft selber ad adsurdum führen und ALLE Paddler werden sich zwangsläufig über die Sperrungen hinwegsetzen (müssen). So viele Beamte gibt es gar nicht, die zur Verfolgung nötig wären.

Aufdringlichen Personen sollte man klar machen, daß man sich durch sie genötigt fühlt und dass Nötigung als Straftatbestand mit Gefängnisstrafe bis zu 3 Jahren geahndet werden kann. Dazu ein Foto und die Aufforderung, die Personalien zu nennen. Zeugen sind ja in der Regel vorhanden. Danach sollte Ruhe sein.

Gruß
Karlsson

Chillosaurus
19.05.2008, 15:08
Solch' Leute gibt es überall, meinen es gut und halten sich für 'was besseres und das, obwohl sie keine Ahnung haben. Das einzige was da hilft sind Fakten. Die Sache muss auf ein sachliches Niveau kommen, sonst machts keinen Spaß. Denn im Schimpfen sind diese Leute eigentlich immer überlegen. Aber, wenn wir uns ordentlich informiert haben und uns daran halten, sind wir auf der Seite des Rechtes.

Noch etwas, dass jeder Paddler bedenken sollte angesichts des Revierverhaltens mancher Angler:
Sie kommen an den Bach, werfen die Angel und warten, dass nichts passiert. Ein passierender Kajak (oder wahlweise ein Canadier) bringt sie völlig aus dem Konzept und macht alle ihre Hoffnung auf Erleuchtung zunichte. So verhindert der böse Paddler den Erfolg des Anglers. Folglich ruhig verhalten, Abstand halten, nicht ansprechen (wenn nur dann vom Ufer aus)

Fehlinformationen sind im seltensten Fall bewusst. Meistens liegt es schlicht und einfach daran, dass die Flüsse nur so selten befahren werden, sodass die Leute noch nie ein Boot auf dem Bach gesehen haben und fest davon überzeugt sind, dass dies auf ihrem Bach verboten ist, genauso, wie Motorboote auf kl. Flüssen nichts zu suchen haben.

Chillosaurus
19.05.2008, 15:20
I[...] Ein mir bekannter Angler (Revier Elbe, Wittenberge), kann den schädigenden Einfluß der Paddler auf den Fischbestand an unseren Kleinflüssen so nicht nachvollziehen.[...]
Stopp mal: meine Paddelei hat keinen nachweisebaren schädigenden Einfluss auf den Fischbestand. Man kann nichts nachvollziehen, was nicht vorhanden ist. Durch das Paddeln entstehen keine deutlich stärkeren, schädigenden Turbulenzen als durch die Natur selber, sofern man die paar Regel für umweltverträgliches Paddeln berücksichtigt.

PS: Wenn euch 'nen Angler auf 'nem Kleinfluss nervt, nicht vergessen nach dem Angelschein für das Gewässer zu fragen. Kann manchen Konflikt sehr rasch beenden.