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Vollständige Version anzeigen : Sonnenschutz: 10 heiße Punkte


Udo Beier (DKV)
15.04.2007, 20:33
Ahoi!

Die „Sonnensaison“ hat begonnen. Uns sollte bewusst sein, dass bei einer Küstentour die verschiedensten Gefahren lauern können. Das kalte Wasser zählt zu ihnen, aber auch die heiße Sonne. U.a. aus dem Sonderheft „Hautschutz“ der Zeitschrift „FAKTOR ARBEITSSCHUTZ“ (Nr.2/07) habe ich ein paar Infos zum Thema Sonnenschutz und die Verwendung von Sonnencreme zusammengetragen, die noch nicht so geläufig sind:

Wer allzu häufig sich im Freien aufhält, sollte sich mit Bekleidung vor den Sonnenstrahlen schützen. Je dunkler der Stoff, je dichter das Gewebe, desto besser sein Schutz. Dichte Baumwollkleidung hat einen Lichtschutzfaktor (LSF) von ca. 40, leichte dagegen nur von ca. 10 LSF. Ein Sonnenhut mit breitem Rand bietet ebenfalls ca. 10 LSF.
50 % der UV-Tagesdosis erhalten wir zwischen 11 – 13 Uhr.
90% des UV-Lichts durchdringen die Wolkendecke und bis zu 85% der Strahlungsintensität kann von Sand und Wasser reflektiert werden.
Bis zu 50% der UV-Strahlung wirken auch im Schatten und 60% sind noch 0,5 m unter Wasser wirksam.
Bei starker UV-Strahlung sollte Sonnencreme mit einem LSF von 20 – 30 verwendet werden.
Sonnencreme schützt nicht vor dem bösartigen malignen Melanom, lediglich die weniger gefährlichen Formen von Hautkrebs lassen sich durch Sonnencreme teilweise verhindern. D.h. der Lichtschutzfaktor ist kein „Krebsschutzfaktor“.
Die Schutzwirkung der Sonnencreme ist höher, wenn die Creme in einem dünnen Film auf die Haut aufgetragen wird, statt sie in die Haut einzumassieren.
Nicht nur frühzeitiges Auftragen der Sonnencreme (20-30 Minuten vorher), sondern auch die regelmäßige Erneuerung im 2-Std.-Rhythmus ist wichtig. Der Schutzfaktor und die die Schutzzeit erhöhen sich jedoch dadurch nicht.
Gefährlich sind nicht nur UVB- sondern auch UVA-Strahlen.
Mit Hilfe der ABCD-Regel können wir erkennen, ob ein Pigmentmal als kritisch einzustufen ist ( www.quarks.de/haut/0406.htm (http://www.quarks.de/haut/0406.htm) ):
A = Ein Pigmentmal ist auffällig, wenn er asymmetrisch ist, d.h. wenn er in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist.B = Eine verwaschen wirkende Begrenzung oder Ausfransung gebietet Vorsicht.C = Hat es mehrere Farbtöne (Colour), muss es genau beobachtet werden.D = Liegt der Durchmesser über 5mm, sollt ein Hautarzt aufgesucht werden. Gruß aus Hamburg:

matthiasv
04.06.2011, 11:14
Hallo Leute,
auch wenn der Thread von Udo schon sehr alt ist, möchte ich ihn aufgreifen und mal fragen wie ihr euch so gegen die Sonne schützt. Was tragt ihr wenn ihr im Sommer den ganzen Tag auf dem Wasser seit? Langärmliges? Ständig eincremen?

Suche im Moment noch nach ner geeigneten Lösung, da mir das ständige eincremen zu lästig ist. Evtl. gibt es spezielle "Trikots" mit langen Ärmeln in denen man auch im Sommer nicht allzusehr schwitzt.

Was benutzt ihr so?

Viele Grüße,
MatthiasV

JanV
04.06.2011, 16:22
Moin Matthias,

ich versuche immer ein Kombination von allem: trage womöglich etwas leichtes und langärmliches, nehme ein Sonnencreme mit hohen LSF (am liebsten ein Sunblocker mit 50+) und trage ein Hut mit breiten Rand ringsrum. Am besten ist nich eine Art von Südwestermodell, mit extra lange Krempe im Nacken. Sonst in den Pausen versuchen im Schatten zu kommen, wenn möglich. Zur Not ein Tarp oder Strandmuschel mitnehmen. Zu guter letzt: Sonnencreme trage ich nach 3-4 Std nochmal neu auf, also immer griffbereit haben. Sonnenbrille ist auch Pflicht, auch Reflektionen auf dem Wasser können unangenehm werden. Ich selbst trage Sonnencreme immer nur niedriger als den Augen auf, beim schwitzen läuft es mir sonst in den Augen, was sehr unangenehm ist. Ab Augenhöhe muss dann der Hut die Arbeit machen.

Weiter versuche ich abends immer zu duschen oder waschen. Wenn man immer ungewaschen und verschmiert im Schlafsack kriegt, will ich gar nicht wissen, wie das da innen aussieht nach eine lange Tour:eek:

Ich trage übrigens ein einfache Baumwollhut, zwecks Kühlung im Wasser nass machen und nass aufsetzen. Die Verdünstung bringt Kühlung. Für bessere Kühlung den Hut voll Wasser schippen und dann aufsetzen, damit alle Klamotten nass werden. Nasse Klamotten scheinen aber eine niedrigere LSF zu haben, bin da kein Experte.

Hoffe dir trotzdem etwas geholfen zu haben.

Gruß

Jan

wasserfrau
08.06.2011, 16:18
Die meisten der von JanV genannten Maßnahmen versuche ich auch umzusetzen. Habe mich an diesem Wochenende auf der Müritz aber trotzdem total verbrannt, weil ich es eben nicht geschafft habe mich regelmäßig einzucremen :confused: Fazit: Eincremen ist bei kontinuirlicher Sonneneinstrahlung wohl leider Pflicht, da führt kein Weg dran vorbei auch wenn es total lästig ist....

Zur Kleidung: (http://www.tippsundtricks24.de/gesundheit/allgemeine-gesundheit/tipps-und-vorsichtsmassnahmen-gegen-sonnenbrand/) "Wer mit seiner Kleidung z.B. ins Mehr geht sollte beachten, dass nasse Kleidung viel mehr UV-Strahlen durchlässt als trockene. Prinzipiell gilt: Dunkle Stoffe halten mehr UV-Strahlung ab als helle."

Prinzipiell wüsste ich jetzt nicht, warum nasse Kleidung bei Sonne irgendwie schlecht sein soll.

Damit ich bei der Sonnencreme nicht sparen muss, habe ich mir für diesen Sommer ein ganzen Voarrat angelegt und mit einerm Gutschein über xxx im Internet bestellt.