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Vollständige Version anzeigen : Alleine Paddeln auf dem Rhein?


fabian
02.05.2007, 21:19
Hallo zusammen!

Ich hätte eine Frage bezüglich des Rheins in der Höhe von Bonn. :)

Ich bin bis vor 5 Jahren noch recht ambitioniert Kajak gefahren, sogar eine sehr anspruchsvolle Wildwassertour auf der Salza in Österreich habe ich hinter mir.

Nun bin ich wegen meines Studiums nach Bonn gezogen und da ich wirklich in unmittelbarer Rheinnähe wohne hat mich das Fieber gepackt.

Nun frage ich mich jedoch, ob es überhaupt vertretbar ist in meiner Situation alleine auf dem Rhein fahren zu gehen, der Sicherheit halber.

Ich bin durchaus sportlich und ein guter Schwimmer, eine Schwimmweste ist vorhanden und ich plane mich zu beginn eher in Ufernähe aufzuhalten.

Mit einem Begleiter paddeln zu gehen kommt für mich jedoch nicht in Frage.

Denk ihr es ist okay als Wiedereinsteiger alleine auf dem Rhein, der ja gerade aufgrund starker Strömungen ein gefährlicher Fluss ist, paddeln zu gehen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen,
Fabian:)

GeorgS
02.05.2007, 23:14
Nun,
neben meiner Wenigkeit, kenne ich noch einige, die im Ballungsbereich Bonn-Köln-(und dieser Ort nördlich von Köln, die sich Landeshauptstsadt nennt ;) ) auf dem Rhein aufhalten.
Zum einen sollte man sich auf der "Frachter-Autobahn" Rhein sowieso in Ufernähe bleiben, zum anderen sind aber auch da, die gefährlichen Strudel (besonders an den Buhnen). Ein weiteres Problem ist, dass die Bojen auf einige Paddler eine gewisse magnetische Anziehungskraft.
Kenne einige, die bereits meinten diese persönlich küssen zu müssen. Mir blieb dieses Erlebnis bisher verwehrt (und bleibt es wohl auch).
Ansonsten ist der Rhein hier in der Ecke eigentlich ohne besondere Gefährdung, im Gegensatz zu einigen Bereichen weiter südlich, wobei diese Landschaftlich schöner sind.
Von wo aus soll es denn los gehen? Beuler Seite oder von Bonn-Zentrum aus? Bereich Zentrum oder eher Vorort?

fabian
02.05.2007, 23:24
Vielen Dank für die Auskunft, man kann es demnach also durchaus auf einen Versuch ankommen lassen...

Heute bin ich mit meinem alten Damenrad den Rhein in unmittelbarer Umgebung abgefahren und habe ca. 150 - 200 m abwärts der Adenauerbrücke einen entzückenden Steg gefunden, der laut Auskunft eines Ortsansässigen der Öffentlichkeit bestimmt ist.

Da ich in der Altstadt wohne und weder über Führerschein noch Fahrzeug verfüge eignet sich dieser Ort recht gut, da ich so meinen ,nicht allzu schweren Kajak, ganz gut dahin tragen kann,
ich werde mich dann vorzugsweise Flussaufwärts bewegen und anschließend bequem wieder an besagten Steg zurücktreiben lassen, so zumindest der Plan.

Kasi
03.05.2007, 07:08
Moin,

nach so ca. 26 Jahren Rennsport war ich am letzten WE das erste Mal auf dem Rhein unterwegs. Hat eine Menge Spass gemacht, allerdings sollte man sich tunlichst ausserhalb des Fahrwassers aufhalten. Ansonsten... haben die Wellen der richtig größen Frachter von hinten so richtig Freude gemacht beim surfen ;-))

Viel Spass
Kasi

Martina
03.05.2007, 07:42
Hi,

ich denke auch, wenn Du es erst mal vorsichtig angehen läßt, sollte nix passieren.
Ansonsten fahre ich - in Ermangelung eines anderen Bootes - immer mit meinem Spielboot auf dem Rhein rum, bis jetzt immer alleine.

Der Plan, erst mal flußaufwärts zu fahren ist auch sehr gut, man täuscht sich manchmal ganz schön beim Rhein mit der Geschwindigkeit der Strömung. Habe schon gesehen, daß Leute da ganz schön in Schwierigkeiten kamen, die einfach mal in einen Seitenarm fahren wollten und dabei gegen die Strömung mußten...

Ciao
Martina

Flitzefroesch
03.05.2007, 08:50
hallo zusammen,
gänzlich egal welche vorurteile man nun gleich hat oder auch nicht.
in anderen themen wird sich um sicherheit die zunge abgebissen und jeder beschimpft der es auch nur wagt, nicht mit schwimmweste paddeln zu gehen, und hier wird ein relativ gefährlicher fluss als naja, den buhnen sollte man weichen abgetan, obwohl niemand den fabian kennt und nun wirklich realistisch seine kraft ausdauer, kenntnisse etc. einschätzen kann, rät ihn hier niemand ab.
natürlich finde ich den rhein auf grund der strömung auch klasse, würde aber niemanden dazu raten alleine auf den rhein zu gehen.
wer es macht ok, seine entscheidung.
ich denke mal, dass eine schwimmweste auf den rhein nicht wirklich die tolle überlebenschance ist. immerhin hält sie dich "nur" oben und nicht die schiffsschrauben fern, und an den buhnenspitzen wird dich eine schwimmweste nicht unbedingt über wasser halten.
zum fahren unter ufer, ersteinmal ist es sowieso nur erlaubt unter ufer zu fahren, oder das fahrwasser auf dem kürzesten weg zu kreuzen. zum anderen hab ich allerdings die erfahrung gemacht, dass die lastenschiffer unterhalb oder die binnenschiffer teils sehr eng am ufer fahren, dass man ins kehrwasser ausweichen muss, da besteht also die kentergefahr. oder wenn spuntwände kommen, kommen die wellen nicht unerheblich kleiner oder über kreuz zurück.
besser ists manchmal also verbotender weise etwas abstand zum ufer zu halten.

also fabian, ganz ehrlich, wenn du den rhein nicht kennst und du nicht 100% sicher im boot bist, mach die ersten touren nicht alleine, sondern nimm jemanden erfahrenen mit. (mit erfahren meine ich nicht jemanden der den rhein schon mal von der brücke aus gesehen hat und meint er könne somit paddeln.)

grüße jörg

AndreasP
03.05.2007, 09:26
Habe ein wenig das Gefühl, daß man mit der Anfrage versucht, das Forum zu testen.
Auf einen potentiellen Hinweis, daß man sich einer Gruppe anschließen könnte, wird direkt der Hiweis, daß man nicht in Begleitung fahren möchte vorweg geschickt.

fabian
03.05.2007, 09:51
Hallo Andreas

Ursache für diesen Hinweis ist hauptsächlich eine Abneigung derartige Sportarten mit anderen Personen auszuüben.
Aus Sicherheitsgründen ist es natürlich ausserordentlich Sinnig in der Gruppe paddeln zu gehen, ich fahre dennoch lieber alleine.

So fällt es mir alleine leichter mich zu konzentrieren, Spass zu haben und letztlich beruhigt mich das Gefühl nur auf mich selber und mein eigenen Fehler aufpassen zu müssen.

Es war also zu keinem Zeitpunkt meine Intention das Forum "zu testen".

Vielmehr wollte ich, der ja seit etwa 5 Jahren nicht mehr auf dem Rhein unterwegs war, einfach mal eine unverbindliche Einschätzung von Sportlern hören, die die Situation vor Ort kennen und sie einschätzen können.

Dennoch kann ich gewissermaßen dein Misstrauen verstehen, gerade in Zeiten von Web 2.0.
Ich hoffe trotzdem wir können hier auf einer vernünftigen Basis ohne Verdächtigungen und Anschuldigungen weiter diskutieren, falls ein solches Thema hier im Forum nicht erwünscht ist, bitte ich einen Moderator um Aufklärung. :)


Zum Thema:
Ich denke euch allen vielmals für eure wirklich sehr hilfreichen Beiträge, die mir dabei geholfen haben ein Bild der Situation zu schaffen.

Flitzefroesch, ich teile deine Bedenken, weshalb ich auch zuerst hier gepostet habe, bevor ich mich aufs Wasser wage.
Dennoch denke ich, nicht zuletzt aufgrund der anderen Beiträge hier, dass ich einen ersten Versuch wagen werde.

Dabei werde ich mich vermutlich erst mal in unmittelbarer Nähe des Stegs aufhalten und mich an Strömung, Strudel und die Wellen der Frachter gewöhnen.
Falls ich mich dann nach einigen Trainingseinheiten sicherer fühle, werde ich vielleicht auch mal ein wenig weiter paddeln.

Viele Grüsse,
Fabian :)

Exilfriese
03.05.2007, 10:10
Fabian,
ich würde an deiner Stelle meine erste geplante Tour vorher -wenn möglich - dicht am Ufer abradeln, so bekommst du schon mal Eindrücke von der Strömung, Hindernissen, dem Verkehr dort usw. - doch besser, als aufs Geratewohl loszupaddeln. Vielleicht kannst du auch einen Kanuverein in der Nähe ausmachen, die helfen in der Regel gerne mit Tips und Warnungen...

Viel spaß wünscht Axel, auch meistens Alleinfahrer aus Passion...

T.S.
03.05.2007, 10:38
Da sind speziell zu nennen:
1.) Schiffsverkehr – sehr schnell – gerade auf die zu Tal fahrenden Schiffe achten
2.) Wellenbildung – meist zur Aufheiterung der Fahrt – kann aber auch ins Gegenteil umschlagen
3.) Buhnen – wer Wildwasser fährt, kann auch Kehrwasserfahren.....
4.) Schiffsanleger – speziell in Städten durch Stahlseile/Ketten sehr gefährlich
5.) Passagierschiff am Oberrhein – diese fahren mehr oder weniger unkontrolliert alle Anlegestellen an – sehr schnelle Schiffe ( fahren wie „Taxen“ auf dem Wasser )

Bei leeren Grosschiffen, endet der sichtbare Bereicht ca. 300 Meter vor dem Schiff, danach ist eine Kanute „weg“.
Berufsschifffahrt hat absoluten Vorrang. Diese Vorfahrt nimmt sich auch ein Schiff, also bitte keine Experimente mit „der sieht mich ja“.

Wenn wirklich eine Kenterung vorkommen sollte und diese weit entfernt vom Ufer geschiet, ist man alleine recht hilflos. Durch die hohe Fliesgeschwindigkeit wird schnell eine Strecke von 1-2 KM zurückgelegt. Da ist eine Weste natürlich hilfreich, gerade auch für die Rettungsaktionen der Binnenschiffer.
Natürlich hat es keinen Sinn gegen die Strömung zu gehen.......

Wenn Du als Anfänger so ab und an am Ufer rumrutschen willst o.k., aber sollten die Touren länger werden, hilft es sich einer Gruppe anzuschliessen.
Und der Gedanke „ich mache mir Sorgen um die Andern“ solltest Du tunlichst als „Rheinanfänger“ ablegen. Ausserdem sind die Rheinländer ein lustiges Völkchen, mit denen Du viel Spass haben kannst.

Gruß Thomas

Martina
03.05.2007, 11:09
Hi,

also ich kann das als Oft-Alleine-Fahrer supergut verstehen, daß man so unterwegs sein will: Keine mühsame Abstimmerei mit Leuten, die terminmäßig kaum unter einen Hut zu bringen sind, keine Bootsladeaktionen, die einem Kratzer auf dem Auto hinterlassen nach dem Motto "es ist ja nicht mein Auto". Kein Aufpassenmüssen auf andere, kein Warten auf Langsame und kein Hinterherhetzen hinter Hyperschnellen.
Einziger Vorteil der Gruppe: Hinterher Biertrinkengehen. Das macht alleine wirklich nicht so viel Spaß.
Ich kombiniere meine Solotouren mit meinem Männe, der freundlicherweise Shuttlebunny mit dem Rennrad spielt und während meiner Tour seine Runde dreht.

Ciao
Martina

Exilfriese
03.05.2007, 11:16
6. Darauf achten, daß du bei Flußkrümmungen in der Außenkurve nicht zwischen Ufer und Großschiff gerätst, die machen da gerne den Hahn auf, um nicht von der Strömung gegen das Ufer gedrückt zu werden, das kann dann ein unfreiwilliges Tsunami-Erlebnis werden...

7. Auf stehende Wellen in Flußmitte achten, wenn du diesen queren willst, die können ganz schön hoch sein (z.B. bei Mondorf, da wo die Sieg in den Rhein mündet)

8. Auf angetrunkene Motorbootfreizeitkapitäne achten, die fahren gerne ganz dicht an dir vorbei

9. Wenn du irgendwo anlandest oder fährst, wo solches nicht erlaubt sein mag, auf die Entensheriffs achten

10.

11.

T.S.
03.05.2007, 12:42
Hi,
Keine mühsame Abstimmerei mit Leuten, die terminmäßig kaum unter einen Hut zu bringen sind, keine Bootsladeaktionen, die einem Kratzer auf dem Auto hinterlassen nach dem Motto "es ist ja nicht mein Auto". Kein Aufpassenmüssen auf andere, kein Warten auf Langsame und kein Hinterherhetzen hinter Hyperschnellen.
Ciao
Martina

Boh, mit was für Leuten seid ihr unterwegs gewesen.............


Gruß Thomas der gerne sein Wissen an Anfänger weitergibt und anschliessend (meist) kein Bier trinkt

Chillosaurus
03.05.2007, 13:48
Allgemein birgt das Alleinfahren bekanntlich ein erhöhtes Risiko, das, wenn möglich, unbedingt vermieden werden sollte- unabhängig vom Gewässer-. Mann muss sich nicht direkt einer Riesengruppe anschließen, sondern kann selber eine begründen. Zu zweit ist der Abschlag am erleben der Umgebung und von sich selbst doch gering und zu akzeptieren oder?
Du hast geschrieben, du wollst am Anfang nur in Ufernähe fahren. Und dann? Fahrrinne? - das wäre dumm.

Martina
03.05.2007, 14:04
Hi Thomas,

tja, habe schon einiges erlebt...und einige Kratzer/Dellen am Auto, die definitiv von fremden Booten stammen...
Und auch was das Tempo und die Intention beim Fahren angeht, habe ich schon jede Menge Negativ-Erlebnisse sammeln müssen.
Zu zweit oder zu dritt paddeln ist wohl das Beste - wenn's denn mit der Planung klappt... ;o))

Aber jetzt noch was zum Rhein: Beim aktuellen Wasser/Trockenstand bleibt ja quasi nur noch die Fahrrinne übrig, wie?

Ciao
Martina

Ralf Schmidt
03.05.2007, 14:57
Hallo Leute,
ich muss immer überlegen welche Beiträge noch ernst gemeint sind und welche ironisch.
Besteht die Rige der Paddler wirklich nur aus Psychosen-Jongleuren, Extremangsthasen und Diplom-Bedenkenträgern? Oder trifft das nur auf die Forumsgemeinschaft zu?
Natürlich bedingt das Befahren des Rheins eine gewisse Gefährdung, so wie z.B. auch morgens überhaupt aufzustehen, sich in den Strassenverkehr zu begeben, etc.. Sich dann aber aus lauter Angst mit Horden umgeben zu müssen, im Trockenanzug, Schwimmweste und bis an die Zähne mit Pyrotechnik der Klasse 1 bewaffnet auf dem nahegelegenen Weiher zu paddeln ist im besten Falle lächerlich bis peinlich.
Warum betreibt ihr überhaupt einen Sport vor dem Ihr so eine panische Angst habt? Spass bei der Sache kann's nicht sein.
An jedem WE schwimmen hier die Kinder im Rhein, zwischen den Bunen, um die Bunen rum, in und aus den Altrheinarmen.
Bleibt doch bitte mal auf dem Boden, oder sucht Euch eben einen ungefährlicheren "Sport", so wie z.B. Meditieren, oder Teebeutel werfen. Dann aber auf KEINEN FALL den HELM vergessen!

Bis dann,
Ralf Schmidt

Exilfriese
03.05.2007, 15:54
Selbstverständlich und ganz objektiv weist ein strömendes, sehr verkehrsreiches Großgewässer wie der Rhein Gefahren auf, die auf kleineren Flüssen nicht gegeben sind, da spricht die Unfallstatistik eine deutliche Sprache. Wenn sich jemand darüber informieren will und hier im Forum entsprechende Warnungen und Hinweise bekommt, ist das nur vernünftig und verantwortungsbewußt - ganz im Gegensatz zu deinem kindischen Beitrag, Ralf.

Gruß Axel.

GeorgS
03.05.2007, 16:27
Habe ein wenig das Gefühl, daß man mit der Anfrage versucht, das Forum zu testen.
Worauf?
Darauf, dass man hier unentdeckt Testpostings reinbringen kann?
Und wenn schon, aufgrund dieser Frage wird vielleicht jemanden geholfen, der sich nicht extra anmelden möchte, um solch eine Frage (oder eine ähnliche) zustellen.
n anderen themen wird sich um sicherheit die zunge abgebissen und jeder beschimpft der es auch nur wagt, nicht mit schwimmweste paddeln zu gehen, und hier wird ein relativ gefährlicher fluss als naja, den buhnen sollte man weichen abgetan, obwohl niemand den fabian kennt und nun wirklich realistisch seine kraft ausdauer, kenntnisse etc. einschätzen kann, rät ihn hier niemand ab.
Nun, auch wenn ich jemanden Kenne und mit Ihm noch nie auf den Rhein paddeln war, werde ich Ihn auch nicht einschätzen können. Da muss ich mich halt an den Vorgaben halten, die ich bekomme:
Ich bin bis vor 5 Jahren noch recht ambitioniert Kajak gefahren, sogar eine sehr anspruchsvolle Wildwassertour auf der Salza in Österreich habe ich hinter mir.
[...]
Nun frage ich mich jedoch, ob es überhaupt vertretbar ist in meiner Situation alleine auf dem Rhein fahren zu gehen, der Sicherheit halber.

Ich bin durchaus sportlich und ein guter Schwimmer, eine Schwimmweste ist vorhanden und ich plane mich zu beginn eher in Ufernähe aufzuhalten.

Mit einem Begleiter paddeln zu gehen kommt für mich jedoch nicht in Frage.

Denk ihr es ist okay als Wiedereinsteiger alleine auf dem Rhein, der ja gerade aufgrund starker Strömungen ein gefährlicher Fluss ist, paddeln zu gehen?
Oder glaubst Du, dass er hier lügt?

Und wenn man schon eine Aussage angreift, dann bitte Richtig Darstellen! Ich habe nicht von:
naja, den buhnen sollte man weichen abgetan,
geschrieben, sondern einen klaren Gefahrenhinweis gegeben:
Zum einen sollte man sich auf der "Frachter-Autobahn" Rhein sowieso in Ufernähe bleiben, zum anderen sind aber auch da, die gefährlichen Strudel (besonders an den Buhnen).
Also die paradoxe Seite der Rheinbefahrung ist, dass man sich in Ufernähe aufhalten muss, aber dort auch nicht zu verachtende "natürliche" Gefahren bestehen, von denen ich die Strudel benannt habe, und diese sind nicht nur bei Buhnen zu finden, weshalb ich diese in Klammern erwähnt habe. Von meiden habe ich nichts geschrieben.
Zudem hatte ich den Bereich, den ich ursprünglich schon geschrieben hatte, nämlich das Fahren gegen die Strömung mit Hilfe des Kehrwassers zwischen den Buhnen wieder gelöscht, da ich seine Kenntnisse wirklich nicht einschätzen kann.

natürlich finde ich den rhein auf grund der strömung auch klasse, würde aber niemanden dazu raten alleine auf den rhein zu gehen.
Nun, darauf zu gehen würde ich auch niemanden raten. ;)


ich muss immer überlegen welche Beiträge noch ernst gemeint sind und welche ironisch.
Besteht die Rige der Paddler wirklich nur aus Psychosen-Jongleuren, Extremangsthasen und Diplom-Bedenkenträgern? Oder trifft das nur auf die Forumsgemeinschaft zu?
Nun, wenn zwischen "Selbstveranwortlichem Umgang" und der "da muss eine Regelung her" oder "da muss ein Moderator ran" kein Unterschied gemacht wird, dann mag das so scheinen. Auch ich bin ein Verfechter der Schwimmweste, ich trage sogar eine Rettungsweste (Halbautomatik), wenn es um "nur" Schwimmrettung und nicht auch um Körperschutz geht, wie z.B. bei Großflüssen, wo die Gefahr des Aufpralls auf ein Wasserhindernis relativ gering ist (außer man prallt gegen den Loreley-Felsen, weil man sich von selbiger Bewohnerin hat betören lassen ;) ). Trotzdem bin ich gegen Schwimmwestenpflicht und EPP (ja, das musste in dem Zusammenhang, wie der Thread sich entwickelt gesagt werden :D ).
An jedem WE schwimmen hier die Kinder im Rhein, zwischen den Bunen, um die Bunen rum, in und aus den Altrheinarmen.
Bloß weil es gemacht wird, ist es nicht unbedingt auch gut. Leider gibt es hier in Köln öfters das zweifelhafte Vergnügen gerade solche Menschen zu suchen.


Allgemein zum Theama Einzelfahrer.
Ich bin schon tausende von Km allein gepaddelt. Neben den Arbeitszeiten meines Berufes, kommt dazu, dass ich nach Monatelangen intensivem arbeiten mit täglich unterschiedlichen Menschen das bedürfnis habe, mal wieder allein für mich zu sein. Zudem habe ich viele schöne Bekanntschaften gemacht, die ich in einer Gruppe, die sich nun mal anders verhält nicht gemacht hätte. Und während meiner Einzelfahrten kam es bisher nie zu einer Kenterung oder (subjektiv gesehen) gefährlichen Situation. Das ist es, was ich mit Selbstverantwortung meine.

Ralf Schmidt
04.05.2007, 07:12
Hi Axel,
hast Du einen Link auf die Statistik?
Wieviele Paddler sind in den letzten Jahren auf dem Rhein verletzt worden/gestorben?
Ich persönlich finde es kindisch und "etwas dümmlich" einem nach eigenen Aussagen "ambitionierten Kajakfahrer" der schon auf der Salzach unterwegs war zu raten nur in Gruppen, und so ein bischen in kleinen Kreisen um den Steg herum zu dümpeln. Geht's noch?
Dass sich Fabian nicht unter nen Schubverband stürzen wird ist ebenso überflüssig zu erwähnen wie ihm zu sagen er soll auf der Strasse nicht vor nen Bus laufen, so was ist aus meiner Sicht einfach nur .. also...irgendwie...hhhmmm...nicht so helle!?
Ich fahre seit meiner dritten Kajaktour auf dem Rhein, klar, wieder das negative Beispiel, Selbstmörder, ab in den EPP-Knast mit ihm.
Ich habe jedenfalls bisher auf dem Rhein keine wirklich schwierigen Situationen erlebt, es gibt mal ne höhere Welle, ein bischen Kehrwasser, da gibt's Bunen, ja, aber die SIEHT man (!?) etc., aber der Rhein ist kein WW3!
Ich plädiere ja nicht für verantwortungsloses oder vorsätzlich selbstmörderisches Verhalten, aber so verschiedene Beiträge hier waren aus meiner Sicht so in etwa auf dem Niveau was ich meinem 4jährigen Sohn erklären würde.
Also, lach ruhig weiter Axel, ich werde aber auch zukünftig auf Beiträge der Pampers-Paddler und EPP-Gläubigen antworten.

Bis dann,
Ralf Schmidt

T.S.
04.05.2007, 08:52
Hi Axel,
..... einem nach eigenen Aussagen "ambitionierten Kajakfahrer" der schon auf der Salzach unterwegs war zu raten nur in Gruppen...........
Ralf Schmidt

Genau das ist das Problem. Überspitzt ausgedrückt:
Da fährt einer Mal die Strecke ab Weichselboden ( ist ja wie bei uns die Sieg ) und meint er könne jetzt Wildwasser fahren. Da ja auf dem Rhein kein WW ist, kann er das auch........

Bemerkung:
Auch nicht jeder Rodeo-Rüpel ist ein guter Wildwasserfahrer...........

Ich bestreite nicht, das derjenige gut im Boot sitzt, aber weder das Know-How und die Erfahrung für eine solche Befahrung hat. O.k., meist geht alles gut, aber wenn nicht ??

Gerade die Strecke ab Bonn, eher noch ab Köln ist die meistbefahrene Flusstrecke und nicht nur der Fluss ist unbedingt die Gefahr, sondern die Schifffahrt.

Gruß Thomas

Exilfriese
04.05.2007, 09:41
Tja, Ralf, du gibst hier sehr schön ein gängiges Vorurteil wider, der Fabian ist ja WW auf der Salza gefahren (Salza, nur so nebenbei, hat er gesagt, nicht Salzach, das ist ein anderer Fluß), da sind Rhein oder Elbe nur Kinderkrams dagegen. Die Gefahren auf letzteren sind z.T. aber ganz andere, und Fabian ist klug und erfahren genug, sich danach zu erkundigen. Meinerselbst hat auch ein wenig WW-Erfahrung (Schwarzer Regen) und viel Nordsee-Erfahrung, trotzdem zolle ich dem Rhein großen Respekt. Natürlich nicht jedem Abschnitt des Flußes, und wenn deine 'Hausstrecke' recht zahm ist, o.k., das heißt aber nicht, daß das überall so wäre...und schon gar nicht heißt das, daß du mit deiner offenbar lokal beschränkten Rhein-Erfahrung alle anderen hier als Pampers-Paddler bezeichnen dürftest...und hattest du nicht woanders letztens geschrieben, daß du dir auf dem Rhein bei dem (Zitat) 'bißchen Kehrwasser' den Arm ausgekugelt hast? Scheint doch nicht nur was für 4-jährige zu sein...

Gruß Axel

T.S.
04.05.2007, 12:16
daß du dir auf dem Rhein bei dem (Zitat) 'bißchen Kehrwasser' den Arm ausgekugelt hast? Scheint doch nicht nur was für 4-jährige zu sein...

Das passiert manchen ja auch an der Theke.......:D

Gruß Thomas
der die Sache doch mal wieder auflockern möchte;)

Ralf Schmidt
04.05.2007, 12:28
Hi Axel,
Salza - ach, hatte ich angehängt weil da der Zeilenumbruch kam und im Kopf - naja.
Die Frage selbst, und einige Hinweise, sind ja ohne Frage legitim und auch entsprechend rüber gekommen. Meine (tw. zynische) Antwort bezog sich entsprechend nur auf die aus meiner Sicht masslos überzogenen Sicherheits- (oder Angst?)- Hinweise. Wenn viele Schiffe unterwegs sind (extrem unterschiedlich je nach Jahres-, Tageszeit, Zufall) sieht man das an den Schiffen - da sind dann nämlich viele unterwegs. Hmm.., ist so'n Bischen wie auf der Strasse auch, links-rechts-links gucken, erst dann rüber.
Ich habe schon einige (unterschiedliche) Strecken auf dem Rhein abgefahren (BTW, wer ist am 13.05. in Iffezheim am Start?).
Aber ich denke mal das ist jetzt nur noch Haarspalterei, verstanden hattest Du's auch so, wenn man einen Beitrag schräg verstehen will wird man immer eine Möglichkeit dazu finden.

Bis dann,
Ralf Schmidt
p.s.: Den Arm hatte ich natürlich nicht auf dem Rhein ausgekugelt, wobei auch das geht, sondern auf dem "Guldenbach" (Zufluss der Nahe). Bei dem Wasserstand wird er im DKV Führer mit WW III angegeben. Da sass ich übrigens zum ersten Mal in einem Boot das kürzer ist als 4,5m :eek:
Ürsprünglich und erstmalig habe ich den Arm aber auf dem Main - im Hafenbecken, stehendes Wasser, bei der hohen Stütze mit dem Vollgeladenen Kap Horn rausgehauen. Das geht auch.

eifelehrlich
04.05.2007, 21:03
Hallo und guten Abend

Habe mich gerade durch die Seiten mit den diversen Beiträgen durchgelesen und kam nicht umhin mir ein gelindes Schmunzeln zu verkneifen, um nicht zu sagen das ich bei dem einen oder anderen Beitrag laut gelacht habe.

Ich bin zwar erst im letzten Jahr mit dem aktiven Paddeln im eigenen Kajak angefangen aber dennoch schon als 10 Fahrt auf den Rhein gegangen(gefahren) weil überall anderswo nicht ausreichend Wasser vorhanden war, derzeit haben wir das gleiche Problem, durch den trockensten APRIL seit über 100 Jahren sinken überall die Pegel (Pegel Bonn derzeit 191cm) sodas wenn man denn Paddeln möchte in der tat nur noch der Rhein (für Leute aus Bonn Köln und D´dorf) infrage kommt.

Ich habe in dem Zeitraum vom 10.04 bis 02.05 den Rhein 3 mal allein befahren mit einer gesammt Km Leistung von 100 KM und ich habe nie für mich gefährliche Situationen erlebt. Klar sollte man sich nicht in unmittelbare Nähe der Berufsschiffahrt begeben, also 15 - 20m Abstand halten und auf den Wellen schön mitsurfenOkay aber immer wieder nach hinten schauen, denn von dort kommen die Schiffe die einem gefährlich werden können.
Vorausschauend fahrend, solte auf dem Rhein kein Problm sein bei der Breite, das heist rechtzeitig die Fahrrinne kreuzen um immer in der Gleithangseite des Flusses zu fahren, dort sind dann meistens breitere(größere) Flächen mit Flachwasserzonen in die die Berufsschiffahrt nicht einfährt, die fahren zwar aucgh ideallinie benötigen aber größere Tiefen, die dann meistens eher an der Prallhangseite des Flusses zu finden ist.
auch morgen werde ich wieder ein Stück auf dem Rhein ALLEINE paddeln da alle meine Bekannten und Freunde arbeitstechnisch und aus anderen Gründen verhindert sind und weil mein Boot immer noch in Monheim/Rhein in dem dortigen Kanuklub liegt (Danke nochmals auch auf diesem Weg)
Ich werde also morgen die Strecke Monheim - Krefeld unter mein Paddel nehmen und bei dem derzeit vorherschenden Wetter wieder jede Menge Spaß haben auch und gerade weil ich alleine auf dem ach so gefährlichen Rhein unterwegs bin.
Ganz nebenbei ich trage Schwimmweste und NeoShorty bei allen meinen Touren (Wenn es kälter ist natürlich den Long John und einen Floatinganzug der mit Auftriebskörpern versehen ist)
@ Fabian trau Dich fahr ab dem Steg den Du Dir ausgeguckt hast die Strecke Flußaufwärts so weit du dich traust und lass die wieder Gezielt zurücktreiben, wiederhole diese Aktion solange bis Du Dir 100% sicher bist und wage danach vielleicht auch längere Strecken.
wenn Du aber mal jemanden suchen solltest zwecks Längerer Streckenfahrt und/oder Bootstransport so melde Dich ruhig über IM oder über meine HP bei mir, bin für eine spontane Fahrt auf dem Rhein fast immer zu begeistern.
Vielleicht sieht man sich ja mal.
Schöne Grüße Konrad

eulekatz
07.05.2007, 15:47
Hallo Fabian.
es wurde eigentlich schon Alles gesagt.
Als Revierneuling würde ich mir doch mal die Besonderheiten Eures Flussabschnitts zeigen lassen.
Das geht doch am Besten in einer kleinen Gruppe.
Wir machen das in unserem Verein auch so:
Neulinge werden mitgenommen!!
Ich bin schon viele tausend Kilometer auf dem Rhein gepaddelt, man muss sich an die Regeln: Rheinschifffahrtspolizeiverordnung halten!!
Immer ausserhalb der betonnten Fahrrinne bleiben, beim Queren schnell und zügig fahren, niemals, wenn Talfahrer, insbesondere Passagierschiff in Sichtweite ist.
Gerade gestern wieder erlebt:
Wir legten in Geisenheim am Steg des Rudervereins an, in diesem Moment kam ein sauschnelles Personenschiff dicht unter Land um die Ecke, riesige kurze Wellen geworfen und dann nix wie raus!
Normalerweise hätte ich einfach wieder abgelegt und die Wellen auf dem offenen Wasser abgeritten.

Meine Meinung:
Gefährlicher als die Berufsschifffahrt sind die angetrunkenen Motorbootfahrer, wenn diese sonntags nachmittags an ihre Stege zurückfahren.

Günter

wernersielaff
09.08.2007, 17:34
Hallo
Ich möchte vor den Schiffen warnen,da gibt es rücksichtslose Bootsführer.Bin vor kurzem nahe der Schiffahrtsrinne gepaddelt und beinahe weggespühlt worden.
gruß
Werner