Vollständige Version anzeigen : Wassertemperatur zu niedrig?
Hi
vorweg, ich bin kein leidenschaftlicher Kanu oder Kajak Fahrer, sondern muss das nur beruflich hinter mir bringen :-/
Mein Chef möchte von mir, dass ich mit einen "Trainings" Kajak an einer Brücke ein paar Lampen repariere, die kurz über der Wasseroberfläche sind.
Das Gewässer ist die Fleet in Hamburg in der Innenstadt, falls es jemand kennt.
Nun folgendes, ich hab vorher noch nie gerudert, in was für einen Boot auch immer und wir haben weder Schwimmweste, noch Neoprenanzug und ich trage ganz normale Arbeitsklamotten bei der Aktion.
Nun hörte ich gestern, das so eine Aktion total gefährlich sei bei der aktuellen Wassertemperatur.
Nun meine Frage an euch, kann da wirklich was passieren, falls ich kenter? Die Fleet ist ca. 20-30 Meter breit würde ich schätzen, kann aber auch mehr sein.
Hab ehrlich gesagt etwas bammel bekomm seit dem ich das gehört hab und hatte mir vorher keine Gedanken dazu gemacht.
Gruss
Dennis
Chillosaurus
27.11.2010, 16:05
[...]
Nun folgendes, ich hab vorher noch nie gerudert, in was für einen Boot auch immer und wir haben weder Schwimmweste, noch Neoprenanzug und ich trage ganz normale Arbeitsklamotten bei der Aktion.
Nun hörte ich gestern, das so eine Aktion total gefährlich sei bei der aktuellen Wassertemperatur.
Nun meine Frage an euch, kann da wirklich was passieren, falls ich kenter? Die Fleet ist ca. 20-30 Meter breit würde ich schätzen, kann aber auch mehr sein.
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Bei Fragen zum Rudern wende dich bitte an ein Ruderforum. Vorwärts immer, rückwärts nimmer!
20 bis 30 Meter schaffst du in Klamotten in maximal 40 Sekunden, solange du nicht beim Reinfallen bewusstlos wirst, hast du also gute Chancen nur 'ne starke Unterkühlung zu bekommen. Ohne Schwimmweste darfst du aber nicht auf das Wasser. Sag' das deinem Chef. Zumindest bei uns Paddlern gibt es da Richtlinien. Es sind schon gute Schwimmer beim Training auf schmaleren Bächen ertrunken.
kaltstart
27.11.2010, 16:50
Hi
vorweg, ich bin kein leidenschaftlicher Kanu oder Kajak Fahrer, sondern muss das nur beruflich hinter mir bringen :-/
Das Gewässer ist die Fleet in Hamburg in der Innenstadt, falls es jemand kennt.
Nun folgendes, ich hab vorher noch nie gerudert, in was für einen Boot auch immer und wir haben weder Schwimmweste, noch Neoprenanzug und ich trage ganz normale Arbeitsklamotten bei der Aktion.
Nun hörte ich gestern, das so eine Aktion total gefährlich sei bei der aktuellen Wassertemperatur.
Hab ehrlich gesagt etwas bammel bekomm seit dem ich das gehört hab und hatte mir vorher keine Gedanken dazu gemacht.
Gruss
Dennis
hallo dennis,
es ist immer das gleiche, an sicherheitsausrüstung soll gespart werden.
es gibt rechtverbidliche richtlinen zur gefahrenabwehr am arbeitsplatz von der
berufsgenossenschaft (mal anrufen). sollte sich dein chef uneisichtig zeigen kommt evtl, eine anzeige bei der bg in frage. auch die gewerkschaft kann helfen oder der sicherheitsbeauftragte der fa., so ihr einen habt.
:o gruss kaltstart
Hi
Also hab über Google Maps mal nachgemessen, sind sogar 35 Meter.
Danke für die Antworten.
Zum Thema Sicherheitsbeauftragter... Den Posten hat er selber Oo. er ist ja nur Abteilungsleiter bei mir.
Werd mit ihm Montag gleich mal das Gespräch suchen, denn da soll ich eigentlich raus mit den Kjak.
Danke euch
Hallo,
je nachdem, wie hoch die Leuchten installiert sind, sind "Über-Kopf-Arbeiten" im Boot recht ungewöhnlich und können von einem "Nicht-Paddler" nur unter Gefahr ausgeführt werden.
Weise Deinen Chef auf die Gefahrensituation hin und das diese nur mit entsprechender Schutzausrüstung ausgeführt werden können.
Dies bedeuted mindestens:
- Trockenanzug
- Schwimmweste
Dann kann er gleich eine Firma beauftragen...........
.........oder nehme eine grossen wackelfesten Ruder-Kahn
Der wird aber bestimmt irgendeine bla-bla-bla-Antwort geben,
wir wissen nicht wie weit du bereit bist, dich "aus dem Fenster" zu lehnen.
Übrigens:
so eine Krankenschein u.U. für ca. 4-6 Wochen, Unterkühlung = Lungenentzündung, ist für die Firma auch ungünstig
Gruß Thomas
Hallo,
Bitte deinen Chef um die Einschaltung der Sicherheitsfachkraft. Von einem Kanu aus ist eine solche Arbeit von vornherein nicht möglich. Selbst von einem Nachen aus (Ruderboot), ist diese Arbeit nicht nicht ordentlich durchführbar.
Echte Richtlinien (BG) gibt es leider nicht mehr. Dafür gibt es nun die Risikoanalyse des Arbeitsplatzes. Daher kannst du dich auch nicht auf irgendwelche Vorschriften stützen. Diese Risikoanalyse darfst du allerdings einfordern und einsehen.
Bei allen Risikoanalysen bei denen ich auch nur die Nase drann hatte, durfte von einem Nachen ausschließlich Inspiziert werden. Selbstverständlich nur mit Rettungsweste.
Sobald Arbeiten durchzuführen sind, könnte man ein breites Motorboot oder ein Ponton in betracht ziehen. Da es sich um elektrische Arbeiten handelt musst du übrigends auch noch Arbeitsschuhe anziehen (Elektrosymbol auf den Arbeitsschuhen). Reinfallen ist hier ja auch nur eine Gefahr von vielen.
Was machst du wenn du dich verletzt, oder die Spannung noch anliegt. Wer holt dich dann wieder raus? oder bemerkt dein fehlen?
Aufgepasst - im Wasser stehend ist auch ein Duspol nicht einfach zu handhaben. Da hat man gaaanz schnell ein zuckendes Erlebnis:eek:
Edit: Sicherheitsbeauftragter ist der, der die Sicherheit gewährleisten soll und kann eigentlich jeder werden, der einen IQ über Brot hat.
Sicherheitsfachkraft ist da schon etwas mehr ;)
Wie so oft stellt sich auch hier nicht die Frage, ob Ja oder Nein. Eigentlich geht es doch um das Wie. Paddelerfahrung, warme Wäsche, Trockenanzug, Schwimmweste, breites Boot mit hoher Stabilität oder besser Ponton und dann noch mindestens ein Partner dürften für eine solche Aufgabe die absoluten Mindestanforderungen sein.
Also einen Anfänger würde ich bei dem Wetter nicht in ein Kajak setzen. Dennis schreibt sogar von einem Trainings-Kajak, das wohl zu den schmaleren gehören dürfte. Ich denke da gleich an "Wackelkajaks", die überhaupt nur von geübten Paddlern ohne zu kentern gefahren werden können.
Einem Kajak-Anfänger würde ich aber auch bei besserem Wetter nicht zutrauen, in einem (Wackel-) Kajak irgend etwas an einer Brücke also über Kopf zu montieren.
So wie es dargestellt wurde, scheint das also insgesamt eher eine Schnapsidee zu sein. Warum macht man solche Wartungsarbeiten nicht im Sommer?
l' O
So wie es dargestellt wurde, scheint das also insgesamt eher eine Schnapsidee zu sein. Warum macht man solche Wartungsarbeiten nicht im Sommer?
l' O
Oder sorgt dafür, das an dieser Lampe keine Wartungsarbeiten mehr notwendig sind. :cool:
eifelehrlich
28.11.2010, 19:49
Ich hab gerade mal versucht die von meinem ehemaligen Arbeitgeber an mich herausgegebenen Richtlinien zum Arbeitsschutz auf Schwimmpontons etc. im Netz zu finden, ist mir nicht gelungen
Nun ich weiß aber das Arbeiten auf dem Wasser nur von geeigneten Plattformen (Pontons Flöße et.) ausgeführt werden dürfen, diese müssen an den Seiten feste Geländer in Brusthöhe haben die ein durchrutschen nach unten verhindern in dem direkt am Boden eine mindestens 20 cam. hohe Bordwand ist oder entsprechende Querstreben, desweiteren muß der auf der Plattform arbeitende mittels Sicherheitsleine angeseilt sein, Schwimmweste tragen und rutschfestes Schuhwerk tragen um auch auf nassen Untergrund sicher szehen zu können.
Arbeiten von einem Boot sind nur zulässig wenn dieses eine mindestbreite von ich Glaube 1,5m hat und einen flachen boden hat, beides trifft auf dein Trainingkajak nicht zu. auch hier gilt wieder die oberste Sicherheitsstufe, angeseilt arbeiten Schwimmweste und mindestens 1 weiterer Mitarbeiter sichert das Boot gegen unbeabsichtigte Bewegungen, bzw. abtreiben von dem Arbeitsgebiet.
Wenn ich Du wäre würde ich meinen Chef/abteilungsleiter mal fragen ob er sich der unnützen Gefahr die er dich auseetzen will bewußt ist! und wie oben schon mal angesprochen, Dein Krankenschein wegen Lungendzündung und Unterkühlung bringt nichts, dir das Leiden unddem Arbeitgeben nur hässliche Nachfragen wie es denn zu dem Unfall hat kommen können.
Dein Krankenschein wegen Lungendzündung und Unterkühlung bringt nichts, dir das Leiden unddem Arbeitgeben nur hässliche Nachfragen wie es denn zu dem Unfall hat kommen können.
Da kommen keine Fragen, es sei denn, der Arbeitnehmer stirbt oder der Staatsanwalt ist mit drin. Die BG wird die Kosten nicht übernehmen, weil der Arbeitnehmer die Gefahr hätte erkennen können. Der AN muss diese Arbeit ablehnen. :eek:
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