Vollständige Version anzeigen : Facharbeit : Doping im Kanusport
Hallo,
ich bin ein Schüler eines Gymnasiums, der in seinem Seminarfach eine Facharbeit über das Thema Doping im Kanusport schreiben muss.
Ich soll die Auswirkungen und die Bedeutungen von Dopingmitteln hinsichtlich des Kanusports erörtern.
Habe mich hier angemeldet, weil ich hoffe eventuell an Tipps ranzukommen wo ich an gute Informationen bezüglich dem Dopingmissbrauch im Kanusport finden könnte, da mir die Internet- und Bibliotheksrecherche in der Hinsicht ( fast ) nichts gebracht hat.
Freue mich auf Antworten, Anton :)
kaltstart
27.12.2010, 00:07
ahoi anton,
schön dich im forum begrüssen zu können. leider kann ich dir nicht viel hoffnung für dein thema machen, denn der kanusport blieb bisher von jeglichem dopingskandal verschont.
schau einmal auf der dkv hp
http://www.kanu.de/
im suchen-feld unter dem begriff doping nach, dort findest du infos und erklärungen zum thema.
vielleich findest du auch einmal den weg aufs wasser und wir begegnen uns dort.
schöne kanusport videos findest du im dkv videoportal http://www.kanutube.de
schöne feiertage wünscht
kaltstart
Hallo Kaltstart,
ich habe nach langer Recherche nun ein paar Zahlen zum Dopingmissbrauch im Kanusport gefunden und kann dir in dem Sinne, dass der DKV von jeglichem Doping"skandal" verschont geblieben ist zwar zustimmen, es gab allerdings schon einige Fälle.
Danke für den Tipp mit der offiziellen Seite des DKVs, die habe ich aber schon besucht, finde dort gutes Material zum Beschreiben der Anti-Doping Prävention.
Auf dem Wasser war ich schon regelmäßig mit meinem Seminarfachkurs ;)
Chillosaurus
28.12.2010, 09:33
[...] leider kann ich dir nicht viel hoffnung für dein thema machen, denn der kanusport blieb bisher von jeglichem dopingskandal verschont.
[...]
Das ist so nicht korrekt, ich habe von mindestens drei Dopingfällen gehört. Darunter auch was im olympischen Rennsport. Von den ganzen Freizeitpaddlern, die keiner Kontrolle unterliegen und Nahrungsergänzungmittel ohne Skrupel nehmen (wie es sie aber auch in jeder anderen Sportart, insbes. im extremen Ausdauersport, gibt) ganz zu schweigen.
Zu dem Thema sicherlich auch interessant, falls noch nicht untergekommen, die Trainerplattform der Nada:
http://www.nada.trainer-plattform.de/
In der kommenden Saison müssen, soweit ich weiß, alle Jugendfahrer (die national fahren) im Kanu-Slalom einen Präventionslehrgang mitmachen. - Man nimmt das Problem also übertrieben ernst.
Ich schätze, dass du an den Auswirkungen und Bedeutungen der Dopingmittel ganz schön zu knabbern haben wirst, da stellt keiner 'ne Gebrauchsanweisung und Empfehlung hin. Ich würde aus physiologischer Sicht herangehen und das Belastungsprofil der verschiedenen Kanusportarten aufstellen und dann schildern, welche energlieliefernden Mechanismen da unterstützt werden müssten, um maximale Leistung zu erreichen. Auch gut, wäre es auf die Nachweisproblematik von EPO und Co. einzugehen und die Frage zu diskutieren, wie viel Freiheitsberaubung unter der Fahne des sauberen Sportes zulässig ist und sein sollte, evtl. auch Sinn und Unsinn von Wettkampfkontrollen...
Hast du dich auch schon mal an deine nächste Unibibliothek gewandt? Ich würde da erst allgemein schauen und dann sehen, was im Kanusport eine Rolle gespielt haben könnte.
Hallo Chillosaurus,
du meinst also das Belastungsprofil der einzelnen Kanuwettkampfsportarten ermitteln und mit dem dazu passenden/ relevanten Dopingmittel komibinieren.. ?
Ich wollte so vorgehen dass ich zunächst allgemein Doping definiere und den Begriff erkläre, danach den Kanusport und danach dann Doping im Kanusport verknüpfe mit der Anzahl der Dopingfälle im DKV etc und schließlich auf die Dopingprävention eingehe...
so meine ersten gedanken, es fehlen aber auf jeden fall noch viele aspekte ;)
In der Unibibliothek war ich bereits und habe 6 Bücher über Doping ausgeliehen die auch durchaus hilfreich waren.
Danke für deine Antwort auf jeden Fall nochmal.
Anton
Chillosaurus
29.12.2010, 11:15
[...]Ich wollte so vorgehen dass ich zunächst allgemein Doping definiere und den Begriff erkläre, danach den Kanusport und danach dann Doping im Kanusport verknüpfe mit der Anzahl der Dopingfälle im DKV etc und schließlich auf die Dopingprävention eingehe...
[...]
Ja scheint sinnvoll. Wenn du dich auf die Dopingfälle im DKV beschränken willst, dann müsstest du dies idealerweise in deinem Titel klar herausstellen.
Siegmund
31.12.2010, 14:20
Hallo Chillosaurus,
du meinst also das Belastungsprofil der einzelnen Kanuwettkampfsportarten ermitteln und mit dem dazu passenden/ relevanten Dopingmittel komibinieren.. ?
Ich wollte so vorgehen dass ich zunächst allgemein Doping definiere und den Begriff erkläre, danach den Kanusport und danach dann Doping im Kanusport verknüpfe mit der Anzahl der Dopingfälle im DKV etc und schließlich auf die Dopingprävention eingehe...
so meine ersten gedanken, es fehlen aber auf jeden fall noch viele aspekte ;)
In der Unibibliothek war ich bereits und habe 6 Bücher über Doping ausgeliehen die auch durchaus hilfreich waren.
Danke für deine Antwort auf jeden Fall nochmal.
Anton
Hallo, du hast da wohl kein sehr ergiebiges Thema,
ich würde mal sagen, Doping ist innerhalb des DKV eher selten. Spannderer ist da schon, wie stand des mit dem Doping im Kanusort der DDR (angeblich wurde hemmungslos gedopt) und was wurde aus den Trainern und Sportlern (bzw. Sportlerinnen) nach der Wende. Da könnte ev. ein arges Wespennest (oder gar Hornissennest) sein. Oder auch nicht.
Grüße
Siegmund
Hornissennest würde ich hier noch als Untertreibung sehen. Des Dopings überführt zu werden, bedeutet doch nur, daß jemand im falschen Moment etwas genommen hat. Da gibts richtige Listen, wann man was noch nehmen darf und ab wann vor dem Wettkampf nicht mehr. Ist doch frustrierend, daß es schon in den offiziellen Dopinglisten die Unterscheidung gibt zwischen Mitteln, die man nie nehmen darf und solchen, die man nur während des Wettkampfs gar nicht oder nur bis zu einer bestimmten Konzentration im Körper haben darf
Chillosaurus
05.01.2011, 18:07
[...] Ist doch frustrierend, daß es schon in den offiziellen Dopinglisten die Unterscheidung gibt zwischen Mitteln, die man nie nehmen darf und solchen, die man nur während des Wettkampfs gar nicht oder nur bis zu einer bestimmten Konzentration im Körper haben darf
Quatsch, das ist völlig angemessen. Das Dopingsystem ist schon für die, die es ernst nehmen an der Grenze zur Freiheitsberaubung. Die Unterscheidung kommen daher, dass die Mittel, die im Wettkampf verboten sind auch nur auf die Wettkampfleistung Einfluss haben. Die Mittel, die im Training verboten sind wirken sich auf die Reaktionsfähigkeit des Organismus aus.
Einfaches Beispiel THC (Haschisch):
im Wettkampf untersagt, Grund: Belastung wird weniger wahrgenommen
In der Vorbereitung wird das nicht getestet, da es für das Training vollkommen egal ist. Dabei kommt es schließlich genau darauf an, auf seinen Körper zu hören.
Aber Achtung: THC wird nicht gleichmäßig abgebaut und kann über 3 Monate im Körper nachweisbar sein. Aus diesem Grunde werden alle Sportler dazu angehalten in dieser Zeit keine Partys oder sonstige Orte aufzusuchen, an denen viel gekifft wird.
Das Dopingsystem ist schon für die, die es ernst nehmen an der Grenze zur Freiheitsberaubung.
Genau! Und deshalb bin ich auch für eine völlige Freigabe aller Dopingmittel. Soll doch jeder seinen Körper kaputtmachen dürfen wie er will. Wir leben in einer freien Welt!
Dann würde endlich der ganze Schwarzmarkt wegfallen, die Leute müssten nicht mehr lügen, in den Ergebnislisten würden die genommenen Mittel dabeistehen (so wie in der Formel1 die Reifensorte aufgeführt wird), alles wäre legal und niemand bräuchte sich irgendwo zu verstecken.
Natürlich müssten die Sportler aus der allgemeinen Krankenversicherung rausfliegen, damit die Allgemeinheit nicht zu stark mit den Folgen belastet wird.
Denkt da mal drüber nach ...
Chillosaurus
06.01.2011, 11:01
[...]
Denkt da mal drüber nach ...
Ich hoffe mal schwer, dass das reine Ironie war.
Ansonsten frag' da mal 'nen paar ehemaligen DDR Sportler, dann siehst du was sowas für Auswirkungen hätte und machst keine so hirnrissig Äußerungen.
Wenn du meine Aussage im Kontext liest, verstehst du vllt., dass es nicht um die Anzahl der verbotenen Mittel und Methoden ging, sondern um das System der Kontrolle, wo die Sportler Zeiten für Kontrollen angeben müssen und sich abmelden müssen, wenn sie mal weg wollen..., hinzu kommt natürlich die Unübersichtlichkeit der Verbotslisten, die manglende Kennzeichnungspflicht und Verfolgung in der Lebensmittelindustrie und das Unwissen der Ärzte.
Warum auf den Sportlern der ehemaligen DDR rumhacken? Die wurden von ihren Trainern/Betreuern unter Druck gesetzt, um Ausnahmestellungen zu erhalten bzw. behalten zu können. Ist doch in der sog. freien Welt auch nicht anders: es geht um das Geld, das die Sportler brauchen, um sich auf den Sport konzentrieren zu können. Werbegeld gibts nur für spektakuläre Leistungen, die ewig gleiche Spirale, die leider ehrlichen Sport ohne jede Art von Zusatzmitteln verhindert.
Warum auf den Sportlern der ehemaligen DDR rumhacken? Die wurden von ihren Trainern/Betreuern unter Druck gesetzt...
Die DDR-Sportler sind sicherlich die Unschuldigen, die Trainer und das dahinterstehende totalitäre System (das unbedingt publikumswirksame Erfolge erzielen will) sind es eher.
Wir anderen aber, die wir nicht von einem solchen System abhängig sind, können frei entscheiden, in einer freien Welt! Wer nahe an der Weltspitze läuft braucht sicherlich mehr finanzielle Unterstützung als mittelmäßige Sportler. Trotzdem kann er immernoch selber entscheiden, ob er seinen Körper mit Langzeitschäden für kurzfristigen Ruhm kaputt macht. Die Sportler in China oder Nordkorea können das nicht. Dort drohen Repressalien, nicht nur gegen den Sportler selber, auch gegen dessen Familie. Dort ist der Griff zum Dopingmittel ein Überlebenskampf. Aber wer sich hier in der freien Welt widersetzt, der kann immernoch einen normalen Beruf ergreifen, so wie Millionen anderer Menschen auch, kann ein normales Leben führen.
Aber wer sich hier in der freien Welt widersetzt, der kann immernoch einen normalen Beruf ergreifen, so wie Millionen anderer Menschen auch, kann ein normales Leben führen.
Ohne Doping befürworten zu wollen, aber ist das wirklich so einfach einen Lebenstraum aufzugeben? All die Zeit und Mühen auf dem Weg in die Spitze umsonst? Für einen Außenstehenden mag eine Empfehlung leicht sein, ich möchte nicht in der Haut eines Sportlers stecken, der das Talent und die Power hat, weiss wie sein Konkurrenten ihre Erfolge erzielen und dann entscheiden zu müssen dope ich um meinen Platz ganz oben zu erreichen oder gebe ich meinen Traum auf.
Josch hatte mich persönlich um eine erweiterte Auskunft und Info zu dem von ihm vorgelegten Vorschlag gemacht, dem ich hiermit nachgehen möchte.
@Chillosaurus persönlich:
Wozu sind Deiner Meinung nach PN (Private Nachrichten!!!) da? Um sie hinterher zu veröffentlichen??? Findest Du es lustig, Inhalte die ausschliesslich an Dich persönlich gerichtet waren so offen darzulegen. DAS ist GANZ schlechter Stil und wenn ich hier Admin wäre, würdest Du sofort gesperrt. :mad:
Chillosaurus
17.01.2011, 17:43
[...]Findest Du es lustig, Inhalte die ausschliesslich an Dich persönlich gerichtet waren so offen darzulegen. DAS ist GANZ schlechter Stil und wenn ich hier Admin wäre, würdest Du sofort gesperrt. :mad:
Oh, entschuldigung, da habe ich deine Post falsch verstanden. Ich sah sie als Aufforderung zu einer weniger polemischen Äußerung. Da es dir nicht recht ist, dass ich Aussagen von dir verwende, werde ich meinen Beitrag melden.
Chillosaurus
17.01.2011, 20:59
Hoi Anton,
falls du noch an Bord bist, wäre vllt. mal ein kurzer Zwischenbericht nett.
Was jetzt speziell den DKV angeht, wäre es vllt. gut in deine Facharbeit die Aufkleberaktion einzubringen, die an den meisten Stützpunkten in den letzten Jahren durchgeführt wurde. Ebenso gibt dir ja die Nada-Datenbank reichlich Informationen über den Aufwand der Dopingprävention und die Bedeutung für die Sportler. Dies wird meiner Meinung nach in den Medien nicht genug publiziert, sodass es nicht unbedingt so einfach zu erfassen ist, welcher Wille und intensiver Wunsch nach einem sauberen, gesunden Sport bei der deutlichen Mehrzahl der Leistungssportler vorliegt.
Siegmund
18.01.2011, 21:05
In dem Zusammenhang würde es mich immer noch interessieren, wo die DDR-Trainer nach der Wende abgeblieben sind und wie es in der DDR mit Doping im Kanusport war.
Grüße
Siegmund*
Chillosaurus
18.01.2011, 22:49
In dem Zusammenhang würde es mich immer noch interessieren, wo die DDR-Trainer nach der Wende abgeblieben sind und wie es in der DDR mit Doping im Kanusport war.
Grüße
Siegmund*
Zum ersten Teil würde ich mal sagen, dass diese in der Bundesrepublik zum großen Teil übernommen waren, da insbesondere in der DDR viele Sportwissenschaftliche Erkenntnisse entstanden, auf die man in Gesamtdeutschland nicht verzichten wollte. Ich denke im Kanusport sah das mit der Verwendung von Leistungssteigernden Substanzen (Doping kannte man ja nicht) nicht anders aus als in den anderen olympischen Sportarten. Genaue Daten wären aber in allen Fällen schön.
kanukanu2
29.07.2011, 22:35
Hallo,
habe erst eben das Thema vom Dezember2010 gelesen.
Ob es noch aktuell ist? eigendlich immer!
Doping im Kanusport gab es auf alle Fälle zu DDR-Zeiten, auch später nach der Wende und das auch mit "West"-Kanuten. Zum Glück waren es nicht viele Fälle und diese Sportler wussten auch, was sie zu sich nahmen.
DDR-Trainer waren auch auf alle Fälle noch lange nach der Wende als Trainer tätig. Heute ist mindestens ein Trainer tätig (und das als Bundestrainer), der selbst positiv getestet wurde und das nach der Wende.
Von den Folgen des DDR-Dopings allgemein gibt es genügend Material, auch im Internet ( z.B.: "Doping in der DDR" ), was auch für den DDR-Kanusport zutrifft. Unter anderem sind auch im Kanusport schon einige DDR-Sportler leider nicht mehr unter uns ( aber nicht auf Grund ihres zu hohen Alters), oder sind an den Folgen des Dopings erkrankt.
In diesem Jahr müssen nicht nur die Kanu-Slalomsportler eine Doping-Prävention machen, sondern alle Kanuten, die unter dem DKV-Verband an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen möchten, egal ob Kanurennsport, -polo, -marathon, -wildwasser, -drachenboot usw., und egal ob Jugend oder älter.
Doping frei geben ist auch nicht solch dolle Idee, da es doch noch sehr viele junge Sportler gibt, die garnicht die Auswirkungen und Folgen einschätzen können und der Ehrgeiz nach Erfolg sehr hoch sein kann. Auch volljährige können diese Folgen nicht bis zum Ende überschauen, denn es kann auch nach 10-15Jahren noch Spätfolgen geben.
Material im Internet zu finden unter Google: Sport in der DDR, Doping in der DDR und dessen Folgen. Erschreckende Artikel, aber wahr. :(
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