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Vollständige Version anzeigen : die Berne bei Berne


Wolfgang
09.05.2007, 19:29
Unlängst meldete der Weserkurier respektive "die Norddeutsche", das Nordbremer "Käseblatt" im Weserkurier (Tschuldigung für die Abfälligkeit, ist nicht bös gemeint, abe is halt so), daß beabsichtigt sei, die Berne in Berne auf einem Stück für Paddler zu sperren, weil Störche gefährdet seien. Wassersport, insbesondere Paddeln würd eine dort ansässige Storchenpopulation so stören, daß Gefahr im Verzuge sei. Die Sperrung sei geplant bis Oktober.

Da das Ganze eine recht winzige einspaltige 10zeilige Meldung und im Internet noch nichts zu finden war - hier dies nur mal als Vorwarnung.

Es ist mal wieder ne neue Variante, dem Kanusport eins ans Schienbein zu hauen(ketzerische Frage: wird das Angeln in dem Bereich auch beschränkt?).

Kennt jemand mehr Details?

Zur Geografie: Wo liegt Berne? Etwas südlich der Hunte-Mündung in die Weser nahe Elsfleth. Und etwa gegenüber von Bremen Frage - dort quert ne Fähre die Weser. Welcher kanusport wird in Berne betrieben? Bekannt ist vor allem die Kanupolomanschaft und das Drachenboot Team der Firma Aljo, und natürlich die entsprechenden Events (Kanupoloturnier und das Ollenfest mit DraBo-Regatta). Desweiteren der Stedinger Rundkurs des DJK Lemwerder für Wanderpaddler.
Wolfgang

Siegmund
09.05.2007, 22:11
Unlängst meldete der Weserkurier respektive "die Norddeutsche", das Nordbremer "Käseblatt" im Weserkurier (Tschuldigung für die Abfälligkeit, ist nicht bös gemeint, abe is halt so), daß beabsichtigt sei, die Berne in Berne auf einem Stück für Paddler zu sperren, weil Störche gefährdet seien. Wassersport, insbesondere Paddeln würd eine dort ansässige Storchenpopulation so stören, daß Gefahr im Verzuge sei. Die Sperrung sei geplant bis Oktober.

Da das Ganze eine recht winzige einspaltige 10zeilige Meldung und im Internet noch nichts zu finden war - hier dies nur mal als Vorwarnung.

Es ist mal wieder ne neue Variante, dem Kanusport eins ans Schienbein zu hauen(ketzerische Frage: wird das Angeln in dem Bereich auch beschränkt?).

Kennt jemand mehr Details?

Zur Geografie: Wo liegt Berne? Etwas südlich der Hunte-Mündung in die Weser nahe Elsfleth. Und etwa gegenüber von Bremen Frage - dort quert ne Fähre die Weser. Welcher kanusport wird in Berne betrieben? Bekannt ist vor allem die Kanupolomanschaft und das Drachenboot Team der Firma Aljo, und natürlich die entsprechenden Events (Kanupoloturnier und das Ollenfest mit DraBo-Regatta). Desweiteren der Stedinger Rundkurs des DJK Lemwerder für Wanderpaddler.
Wolfgang

Hallo Werner, das ist wohl wegen der Storchenstation bwz. dem Menschen, der die betreibt. Dem sind Störche wichtiger als Menschen. Leider hat er zu viel Einfluss.
Die Storchenstation ist an der Straße von Hude nach Berne.
Gruß
Siegmund

Wolfgang
10.05.2007, 19:26
Die befristete Sperrung der Berne wird kommen. Die Storchenstation in Glüsing selbst bleibt (wie gehabt) umstritten.....

....Nein, gegen die Berner Storchenstation hatte am Donnerstag in Brake eigentlich niemand etwas. Weder die Mitglieder des Kreis-Umweltausschusses noch die zahlreich erschienenen Gäste stellten die Störche – immerhin eine streng geschützte Vogelart – in Frage. „Wir freuen uns darüber, dass es so etwas in Berne gibt“, sagte beispielsweise Manfred Tholen, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Berne....

...aber die Storchenstation habe sich inzwischen von kleinen Anfängen zu einer „Großvogelkolonie“ (Tholen) entwickelt. Und dagegen dürfe man doch wohl sein. Vor allem, wenn – wie seit Jahren von Storchenvater Udo Hilfers gefordert und von der Unteren Naturschutzbehörde befördert – das Flüsschen Berne im Bereich der Station für Paddel- und Drachenboote gesperrt werden soll. „Ich bin dagegen, dass die Freiheiten der Bürger eingeschränkt werden“, untermauerte Tholen seine Position.

Anlass für die unterschiedliche Bewertung der Storchenstation war ein Gutachten des Oldenburger Biologen Volker Moritz, das dieser im Umweltausschuss präsentierte. Nach umfangreichen Tests und Untersuchungen kommt Moritz zu dem Schluss, dass die Berner Störche nur durch eine Sperrung der Berne vom 1. März bis 30. September wirksam geschützt werden können ....

....Angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit plädierten CDU, FDP, Grüne und Unabhängige ... ..... für eine schnelle Sperrung. Ein Ansinnen, das bei der SPD-Fraktion auf wenig Gegenliebe stieß: „Wir haben noch Beratungsbedarf“, gab Fraktionschef Kurt Winterboer zu Protokoll, wohlwissend, dass die Sperrung der Berne den Umweltausschuss schon seit 2005 beschäftigt.

Die Mehrheit setzte dann durch, dass die Berne-Blockade mit Bojen am 8. Mai vom Kreisausschuss verhandelt, anschließend in eine sofort wirkende Allgemeinverfügung umgewandelt und wenig später als Verordnung des Landkreises realisiert werden soll. Dies alles allerdings nur für die Dauer eines Jahres, so der Wille der Mehrheit.

Bei der Diskussion des Moritz-Gutachtens stellte sich im übrigen schnell heraus, dass es nicht allein die geplante Sperrung ist, die im Dunstkreis der Storchenstation für Unruhe sorgt. Kritiker wie Markus Baritz, er ist Nachbar von Hilfers, fragen sich, ob man im Falle der Berner Störche überhaupt von Wildtieren im Sinne des Naturschutzgesetzes sprechen darf: „Hilfers füttert die Tiere, macht sie abhängig und tut nichts für wild lebende Störche.“ Verwundert ist Baritz auch darüber, dass sich die Storchenpopulation in Glüsing seit 1992 so gut entwickeln konnte. „Und das, obwohl die Berne von Kanus befahren wird.“

Am Rande der Sitzung wurde deutlich, dass die Storchenstation in Berne weiter umstritten ist: Nachbarn der Station ärgern sich über die Besucherscharen, die Grundstücksgrenzen missachten, Büsche als WC missbrauchen und – so wird berichtet – auch schon mal handgreiflich werden. Ebenso kritisieren sie die ungeregelte Verkehrssituation in Glüsing, wo Flächen zum Parken und Wenden fehlen. Mehr noch: Anrainer fürchten eine Einschränkung ihrer Rechte zum Wohle der Störche und Besucher. Sie glauben, dass der Schutz der Störche (und der Station) immer mehr ausgeweitet wird. „Darauf deuten Passagen des Gutachtens, die die Glüsinger Hellmer betreffen, hin“, meint Baritz. Wie so oft, wird der Storchenvater selbst zur Zielscheibe der Kritik. Der habe sich nicht an Absprachen gehalten und die Zahl der Nisthilfen für die Störche weiter erhöht.

Eine leise Stimme blieb an diesem Nachmittag fast ungehört. Die gehörte dem Berner Dieter Harde. Als Vertreter der Kanu-Abteilung des Stedinger Turnvereins mochte er die Sperrung der Berne mittragen: „Wir möchten natürlich überall fahren. Aber wir achten den Natur- und Artenschutz. Man kann schließlich nicht alles haben.“

Jaja... die Kanuten vor Ort stimmen aus politischer Korrektheit zu, obwohl das ganze mehr ein Zoo ist....

Siegmund
12.05.2007, 16:37
Kritiker wie Markus Baritz, er ist Nachbar von Hilfers, fragen sich, ob man im Falle der Berner Störche überhaupt von Wildtieren im Sinne des Naturschutzgesetzes sprechen darf: „Hilfers füttert die Tiere, macht sie abhängig und tut nichts für wild lebende Störche.“ Verwundert ist Baritz auch darüber, dass sich die Storchenpopulation in Glüsing seit 1992 so gut entwickeln konnte. „Und das, obwohl die Berne von Kanus befahren wird.“


Jaja... die Kanuten vor Ort stimmen aus politischer Korrektheit zu, obwohl das ganze mehr ein Zoo ist....

So ist es, noch eine sinnlose Sperrung mehr.
Gruß
Siegmund