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Vollständige Version anzeigen : Wildwasser in Thüringen?


Litte
26.06.2011, 12:41
Hallo allerseits!

Nach einer längeren Pause (durch Bundeswehr und Studium) habe ich nun eine zeitlich geregelte Tätigkeit in Mittelthüringen aufgenommen und würde gern wieder mit dem Kanusport nachgehen.

Möglichkeiten für 1-Tages-Wander-Touren gibts ja bei uns reichlich, z.B. Saale, Unstrut, Werra.

Allerdings würde ich mich gern mal im Wildwasser bewegen, ohne dass hierfür eine mehrstündige Anreise erforderlich ist. Jedoch bin ich auf meiner Suche nach geeigneten Möglichkeiten hierzu bislang - abgesehen vom Wildwasserparkt Markleeberg und ggf. Zwickauer Mulde - nicht fündig geworden (Erfurt und Sömmerda sind nicht wirklich Wildwasser :) ).

Da ich Canadier-Fahrer bin (könnte in nem Kajak nicht mal rollen), spiele ich mit dem Gedanken mir einen Finkenmeister zuzulegen. Allerdings macht dies natürlich nur Sinn, wenn es hierfür geeignete "Spielwiesen" in meiner Gegend gibt - jedes Mal "nur" nach Markleeberg fahren ist auch nicht das Gelbe vom Ei glaub.

Deshalb meine Frage: Kennt ihr gute Wildwasserreviere im Raum Thüringen, Westsachsen oder südliches Sachsen-Anhalt (z.B. Harz) die sich für Tagesausflüge am Wochenende anbieten würden?

Sofern kein schweres Wasser in meiner Gegend verfügabra ist, wäre eine Alternative vielleicht auch ein GATZ Yoho 1. Da der ja auch wildwassertauglich sein soll und man trotzdem mit ihm gut wandern kann (falls meine bessere Hälfte mal keine Zeit/ Lust zu nem gemeinsamen Ausflug hat), bietet er sicher nen guten Kompromiss. Hat jemand Erfahrung mit diesem Boot im Wildwasser?

So das wars erstmal. Wäre für ein paar Anregungen und Erfahrungen dankbar.

Grüße

Litte

Wasserotter
10.08.2011, 10:37
Hi,

ich glaube in Thüringen gibt es sowas nicht.
Dafür "stilles Wasser" reichlich.

Ralf Fischer
27.11.2011, 22:42
Die Kleinflüsse des Thüringer Waldes und der Rhön sind bei Hochwasser auf keinen Fall langweilig (meist auch nur bei Hochwasser fahrbar). Da Zeit knapp ist und der Hobbys gar Viele sind, konnte ich bisher nur "vor der Haustür" mit K1 testen. Ulster und Felda (in der Rhön) sind lohnend - also oft recht schnell, oft sehr kurvenreich, habe keine Bösartigkeiten entdeckt (die Möglichkeit ekliger Steckenbleiber sollte man aber immer berücksichtigen - Bäume, Brücken), wenig zwingende Umtragestellen, naturnaher Flußlauf, fahrbare Strecklängen Ulster 50 km Felda 36 km. Die Ulster ist im Führer Werra beschrieben. Um geeignete Wasserstände zu erwischen muss man in der Regel sehr schnell reagieren da regenbdingtes Hochwasser oft nach wenigen Stunden abgelaufen ist. Schneeschmelze ist schon etwas stabiler. Von der Sorte Flüsschen sollte es in den beiden genannten Gebirgen mindestens noch 15 Weitere geben. Wer Mitstreiter für solchen Unfug sucht, kann mich ja mal kontaktieren. Ob man so was wie die Ulster bei Hochwasser mit nem Kanadier bewältigen kann würde ich gerne mal ausprobieren. Sollte schon ein gut eingespieltes, flott synchron manövrierendes Team sein. Außerdem muß man es vermutlich unter Aussparung der Knieplätze möglichst komplett mit gut fixierten Luftsäcken füllen. Von einem nach der ersten Kenterung vollgelaufenen Kanadier bleiben vermutlich nur noch Späne übrig. In solch einem flott durchstömten Kleinflusskanonenrohr gibt es leider nur wenige kanadiergeeignete Kehrwässer. Also muss man es irgendwie mit Körperkraft zum Stehen bringen. Aber ich will mal nicht gar so sehr in die Details abdriften. Mit besten Wünschen - Fisch
PS - Jährlich einmal (in der Regel im August) kann man in Tambach-Dietharz den Grundablass der Schalwassertalsperre nutzen um die (nicht allzu naturnahe) Schmalwasser und im Unterlauf die Apfelstedt ca. 2 Km hinuter zu ballern. Recht wuchteliges Wässerchen mit 2 knuffigen Schrägwehren. Spaß garantiere ich. Ach so bevor jemand vermutet das wäre was Verrücktes nee nee - Alle 50 m steht ein Lebensretter (Für Die zahlt man auch als Kajakfahrer einen kleinen Obolus) und man steckt mitten in einem Raftingvolksfest. So long und Aloa