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Vollständige Version anzeigen : Flussfahren in Norwegen oder Schweden?


SvenSimon
08.08.2011, 14:03
Hallo Zusammen!

Ich habe folgendes Anliegen:

Zweimal war ich jetzt schon mit den Pfadfindern auf den Götaland-seenplatten in Schweden mit dem Kanu unterwegs und war mit der Landschaft und den Wildcampingmöglichkeiten sehr zufrieden.
Nächstes Jahr soll es wieder eine längere Kanutour nach Scandinavien geben, jedoch würde ich gerne auch mal eine Flusstour unternehmen, die bestenfalls in einer Seenplatte endet.

Der oder die Flüsse wären zwischen WW II und WWIII perfekt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir einer Tipps oder sogar Touren für den Raum Südschweden und Norwegen geben könnte.

Danke im voraus und schöne Grüße

Simon

Jürgen K2
08.08.2011, 16:37
Hallo Sven,

frage doch mal bei Canadier's nach, dort gibt es einige Leute welche sich in diesem Revier auskennen.

http://www.open-canoe-journal.de

Gruß Jürgen

SvenSimon
09.08.2011, 18:23
Schönen Dank, das werde ich mal machen!

Wenn hier noch jemand Tipps hat, immer her damit :)

canutus
02.09.2011, 16:06
Hotagen-Revier!
Fängt in Norwegen an (oberhalb Röros) und geht bis in die Ostsee...

Nur als ein kleiner Tip:
Gibt aber ne Reihe guter Flußführer - schau einfach mal danach:

Und antiquarisch: Such mal nach Lehrke, publizierte im Nordisverlag... viele schone Führer und Kurzführer...

2. Gewässerwiki im Faltbootwiki unter www.faltboot.de: http://www.faltboot.de/wiki/index.php/TourenWiki#Schweden (http://www.faltboot.de/wiki/index.php/TourenWiki#Schweden)

Canadier
02.09.2011, 20:59
Hallo Sven,
wegen der Hotagen Tour google mal unter Lits-camping, sehr zuverlässiger und kometenter Ausrüster, holt auch von Bahnhof und Flughafen ab und stellt zu fairem Preis die komplette Ausrütung.
Westl. des Gressamoennationalparks kann man im vossdalsälva starten, eine sehr schöne Tour, die ich bei schlechtem Wetter mit kräftigem Wind, was schnell und öfter vorkommt, nur vom Hotagen unterhalb des Toskströmmen starten würde, da die Bergzüge im norwegischen Teil eine enorme Düsenwirkung entwickeln können, bei selbst mal dort erlebten 20m sec. über Stunden wars nicht schön.
Es ist ein Wechsel von Fluss und Seen, Bootswagen erforderlich.
Im Dkv Führer-Skandinavien wirst du feststellen, dass die meisten Flüsse Norwegens recht kurz und anspruchsvoll sind. Die Glomma startet im Großraum Röros und ist da eine Ausnahme in bezug zur Länge.
In Schweden oder Finnland dürftest du eher fündig werden.
"Spartaner" hat im von Jürgen K2 angesprochenen Forum einen ausgezeichneten Reisebericht über die Glomma eingestellt, findest du dort unter Tourenberichte.
Eine kleine Bemerkung am Rande noch, kurze Strecken WW3 mit einem voll beladenen Wandercanadier, paddle ich aus Faulheit manchmal ungerne auch. Du wirst für längere Passagen sicher eine Spritzdecke haben?
Gruß Canadier

Holgerson
18.09.2011, 12:16
Hallo Simon,

also in Südschweden selber habe ich noch keine Kanutour mit Wildwasser gemacht. Zwei Touren welche ich mal gemacht habe und die echt schön waren waren diese hier:

Härån
Details: http://www.canoeguide.net/de/kanutouren-schweden-uebersicht/s-20-smaland/26-s-20-015
(http://www.canoeguide.net/de/kanutouren-schweden-uebersicht/s-20-smaland/26-s-20-015)
Svartälv Tour
Details: http://www.canoeguide.net/de/kanutouren-schweden-uebersicht/s-11-vaermland/224-s-11-008

Bei der letzteren muss ich aber folgendes dazu sagen. Die Tour war super. Allerdings glaube ich das diese Tour mittlerweile von diesen Massenveranstalter („Sloagan: Kanutouren in Schweden ist Abenteuer vom feinsten bla bla “ angefahren werden. Dies bedeutet, das unter Umständen mit euch zusammen plötzlich 30 andere Kanus bei der Einsatzstelle im Wasser liegen. Ich würde es also vorher mit einem Kanuverleiher vor Ort abklären wie das denn das aussieht.

Mit den beiden hier hat alles super geklappt vor 5 Jahren:
www.adventure-centertyngsjo.com


In Nordschweden hätte ich noch mehr Tipps, aber so weit wollt ihr wohl nicht hoch.

Grüße
Holger

Wolfgang
19.09.2011, 21:34
Vermutlich ist Dir der zu weit:
Tenojoki oder Tanaelv:
Es ist auf weiten Teilen der Grenzfluß zwischen Norwegen und Finnisch Lappland.
Er geht ins Eismeer.
und er hat 2 Quellflüsse, die die Fahrt noch länger machen. Weit weg, daher wohl wenig Paddelkonkurrenz zumindest im Vergleich zur südlichen Hälfte Schwedens.
Muß allerdings sagen: hab ihn 1974 bepaddelt - meine Erfahrung/Befahrung ist historisch und entdeckt habe ich ihn schon 1968, damals noch ohne Boot.

Hat aber, so wie ich sehe, immer noch keine Staustufen, ist also frei befahrbar, und nur eine etwas kritischere Stromschnelle, den Storfossen, in dem es mächtig strömt und nette Felsen mitten im Fluß sind - besichtigen und ggf. umtragen. Wir sind's damals natürlich mit Vergnügen durchgepaddelt - mit schwer bepacktem Pavel Bone Kombi 430... wer kennt das Schiff noch?

Wikipedia schreibt (http://de.wikipedia.org/wiki/Tanaelva): Die Länge des Flusssystems Inarijoki und Tanaelva wird mit 348 km angegeben - ja da kann man schon ein paar Tage drauf paddeln. Paddelt man bis zur Mündung, kommt noch etwas Fjordpadden bis zum nachsten Ort mit Straße dazu.

Unser 1974er Tour stand im Abenteuer Almanach Finnland vom Umschauverlag, das ungekürzte Manuskript ist auf der KVU-HP zu Lesen (http://www.kvu.der-norden.de/kajak/Europa/Tenojoki.html)(Natürlich Historisch)

Warum der Tip?
Ich denke, das ist vergleichsweise eine der exotischten Touren im kontinentalen Europa, wirklich recht weit weg von Zivilisation und doch noch nah dran an uns, weng andere Kanutouristen, man muß nicht nach Kanada um Wildnis zu erleben, und der Bach ist noch nicht verbaut ...
Nun gut...Dumm das es doch recht weit weg ist und Warnung: Mücken!!!! Ich möchte auch noch mal hin und unsere Tour widerholen, dann aber auch bis ins Meer paddeln -