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Ausbildung & Training Wie der Name schon sagt...

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  #1  
Alt 27.01.2007, 00:06
Monday Monday ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 135
Standard Gedanken zum Europäischen Paddelpaß

Hallo,

ich stelle hier mal ein paar Gedanken zum geplanten Europäischen Paddelpaß - der sich in Deutschland ja zur Zeit in der Versuchsphase befindet - hinein, da mir einige Merkwürdigkeiten dazu aufgefallen sind. Eventuell kommt ja das eine oder andere zusammen, um den einen oder anderen Punkt zu erhellen, schließlich sollte hier ja die Quelle der Planung liegen.

Ich liste der Einfachheit halber einfach die einzelnen Punkte mal auf, die ich unverständlich, mißverständlich oder einfach unlogisch finde:

1) die eigentlich vorgesehene erste Stufe (gelbes Paddel) fällt in Deutschland unter den Tisch.

2) In der deutschen ersten Stufe (der eigentlichen Vorstufe) wird zwar der Bogenschlag verlangt, ansonsten darf der Paddler anscheinend jeden und alles rammen, da keinerlei sonstige Kurshaltefähigkeit verlangt wird.

3) Die erste Stufe ist nicht Voraussetzung für Stufe 2. Warum nicht?

4) Ist vorgesehen, daß man bei den Stufen rot und schwarz jeweils 2x den Paß benötigt? Denn ab dann wird explizit zwischen Wildwasser und Küstenfahrt unterschieden. Es soll Paddler geben, die beides machen.

5) Sind Canadierpaddler Paddler 2. Klasse? Denn sie können nach den derzeitigen Vorgaben weder das rote noch das schwarze Paddel erwerben. Zumindest sind sie wohl eher selten auf Küstengewässer II-IV und/oder Wildwasser II-IV unterwegs.

6) In den Stufen 3-6 werden im Gegensatz zum eigentlichen Konzept keinerlei Prüfungen für Wildwasserfahrer verlangt. Warum nicht?

7) Thema Umweltschutz: solche Kenntnisse gehören eigentlich in die Stufen 1 und 2, aber innerhalb des deutschen Konzeptes müssen nicht einmal die Paddler mit dem roten Paddel Schutzzeiten von Säugetieren im Wattenmeer oder Vögeln kennen. Dafür müssen sie allerdings diverse Muscheln und Quallen voneinander unterscheiden können. Irgendwie nicht richtig schlüssig....

8) Und last but not least: ist das Ganze eventuell nur als groß angelegte Promotionaktion für den DKV-Verlag zu verstehen? Denn es wird praktisch nur Unterlagen dieses Verlages als Begleitmaterial vorgesehen. Bzw. was hat der Prospekt mit dem Verlagsprogramm als Begleitmaterial zu suchen?


So, das sind erst einmal die Punkte, die mir so ad hoc einfallen. Bestimmt gibt es noch weitere nicht nachvollziehbare Vorgaben, aber das sind wohl die Hauptsächlichen.


Um jedes Mißverständnis von vornherein vorzubeugen: ich bin für einen Befähigungsnachweis zumindest für schwierigere Gewässer - auf einem Dorfteich wäre er etwas überklassifiziert - aber dann bitte sollte er auch schlüssig und durchdacht sein. Und zum Beispiel auch berücksichtigen, wenn jemand nach Erwerb einer der Stufen längere Zeit aussetzt, wie soll dann damit verfahren werden? Die Kenntnisse, die der Paß eigentlich bescheinigen soll, sind dann mit Sicherheit nicht mehr gegeben.



MfG
Reinhard
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  #2  
Alt 27.01.2007, 08:33
Frank F Frank F ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bodensee
Beiträge: 31
Standard Normative Kraft von Papier(chen)

Moin Reinhard, Du hast ja so recht.

Was imho noch fehlt, ist das implizit aufgestellte Junktim zwischen Befahrensmöglichkeit von Gewässern und EPP, dass - bisher noch nicht explizit zurück genommen - H.P. im alten DKV-Forum aufgestellt hat. Unter diesem Aspekt hätte der EPP tatsächlich auf Zukunft hin gesehen das Zeug zu einem "Paddel-Führerschein" anstelle eines Befähigungsnachweises mit dem DKV (oder den LVs, die den EPP für sich übernehmen) als "Führerscheinbehörde". Und das kanns ja nun ganz bestimmt nicht sein

meint Frank

PS.: die ganze Breite der bisherigen Diskussion findet sich in http://www.faltboot.de/forum/read.php?1,102405 oder in http://www.seekajakforum.de/forum/re...1,26329,page=1 und den dort umliegenden über zehn threads sowie im alten DKV-Forum. Unter Abzug der üblichen Unsachlichkeiten sind die immer noch lesenswert
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  #3  
Alt 27.01.2007, 09:59
T.S. T.S. ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: DU
Beiträge: 443
Standard ....und was ist mit dem Nachwuchs...........

Ich vermisse auch einen Hinweis, ab welchem Einstiegsalter der EPP ( ) dienen sollte.

...oder dürfen die Kids paddeln, wann, wie oder wo sie wollen ?

Gruß Thomas
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  #4  
Alt 27.01.2007, 14:20
Monday Monday ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 135
Standard

Hallo Thomas!

Zitat:
Zitat von T.S. Beitrag anzeigen
Ich vermisse auch einen Hinweis, ab welchem Einstiegsalter der EPP ( ) dienen sollte.
Ein sehr gutes Argument!

Bei meinen ganzen Recherchen habe ich übrigens nirgends eine Antwort daruf gefunden, warum beim EPP - der ja eigentlich ein Ausbildungsprogramm sein soll, grundlegende Dinge wie erste Hilfe, Umweltschutz oder Grundschläge erst in den höheren bzw. höchsten Stufen 'gelernt' werden müssen.

Auch die Voraussetzung 'schwimmen' ist etwas sehr lasch gehandhabt. Warum muß kein Nachweis geführt werden, daß man schwimmen kann? Eine Bahn im Schwimmbad abschwimmen würde doch schon reichen....

Wenn nach dem derzeitigen Stand des EPP-Vorgaben was passiert, weil ein Teilnehmer doch nicht schwimmen kann, ist das Geschrei hinterher groß...



MfG

Reinhard
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  #5  
Alt 27.01.2007, 15:43
Chillosaurus Chillosaurus ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Ort: Kings -town
Beiträge: 1.103
Standard Europäischer Paddel-Pass

Wäre der Europäische Paddelpass vergleichbar mit den Abzeichen im Schwimmen ode Reiten?

Wäre jeder Übungsleiter oder Trainer berechtigt den EU-Pp auszustellen?

Welches wären die Vorraussetzung um das 4. oder 5. Level zu erreichen?

Was wüde der Paddelpass dem DKV und den Vereinen kosten/ wie hoch wäre der bürokratische Aufwand?

Wäre es nicht sinnvoller für begabte Kanusportbeginner oder nicht DKV-Mitglieder auch die Möglichkeit zu eröffnen, nicht mit dem untersten Level beginnen zu müssen, wie es auch im Reiten oder Schwimmen die Regel ist?

Und letzendlich, was nützt das ganze; lohnt sich der Aufwand; könnten die Gewässersperrungen für diejenigen, die dann den Schein noch nicht erworben haben überproportional ansteigen?


Wer hat Ahnung was diese Fragen betrifft?
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  #6  
Alt 27.01.2007, 15:45
stefi stefi ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Schweiz
Beiträge: 116
Standard schlechte Kopie

Hallo Reinhard

Vielleicht kennst du das Ausbildungssystem vom amerkanischen Kanuverband ACA? Ich habe dort meine Instruktoren-Ausbildung gemacht auf Wildwasserstufe. Ich habe auch das EPP-Programm mal etwas studiert und bin auch zum Schluss gekommen, dass es wohl eher eine schlechte Kopie vom ACA-Programm ist. Es gibt viele Unstimmigkeiten. Beim ACA haben sie jetzt übrigens auch Probleme, weil es teilweise sehr ins Detailgeht mit den Programmen (Kajak Wildwasser, Küstenwandern, Flachwasser, Touring, Kanadier Flachwasser, Wildwasser, ...)

Ich bin gegenüber so "Führerschein-Konzepten" sehr skeptisch. Ich finde es sollte in Zukunft nicht nach amerikanischem Vorbild für ein Boot eine 50seitige Bedienungsanleitung geben wo drin steht, dass sich ein Kajak nicht als Bungee-Seil eignet. Genauso für den Paddler des Bootes. Man dürfte sich doch noch etwas auf gesunden Menschenverstand verlassen können. Immerhin ist es beispielsweise ein wichtiger Teil im Kanusport, dass man sich selbst richtig einschätzen lernt. Zertifikat hin oder her. Es macht dort Sinn, wo man Boote für's Wildwasser oder auf dem Meer vermietet (ist ja auch eine Frage der Versicherung). Aber für den ganzen Rest (und das wird die grosse Mehrheit sein) die auf dem Flachwasser oder mit eigenem Boot unterwegs sind ist so eine (obligatorische) Ausbildung blödsinn.
Im übrigen ist auch die Zertifizierung im ACA so gedacht, dass du irgendwo auf der Welt eben beispielsweise zu einem Vermieter gehen kannst mit einem Nachweis, dass du einen Creeker auf WW4 auch fahren kannst. Das funktioniert in der Regel auch.

Zu dem Punkt 2)
Wenn du schon mal einen Anfängerkurs geleitet hast, dann ist dir vielleicht aufgefallen, dass Anfänger in der Regel am meisten Mühe haben, überhaupt geradeaus zu paddeln (ausser bei Seakajaks vielleicht). Das mit dem Bogenschlag ist eine Frage des Ausbildungsansatzes. Die Idee ist, dass eigentlich jeder selbst rausfindet, wie man vorwärts kommt. Das Problem ist, das Boot auf Kurs zu halten. Dieses Problem können die Anfänger mit einem Bogenschlag am effizientesten lösen. Und häufig ist es so, auch wenn man ihn am Anfang lernt wird er später oft nicht sauber ausgeführt. Mit dem Schwerpunkt am Anfang wird eine gute Basis gelegt. Ich hoffe das hilft dir als Erklärung.

Und ein wichtiger Punkt noch zu der "schlechten Kopie": Der wichtigste Punkt in den ACA-Kursen ist immer die Sicherheit und auch die Umwelt wird vom ersten Level an thematisiert. Find ich vom Ansatz her sinnvoller. Über Sicherheit und Risiken oder Grenzen informiert sein ist etwas Grundlegendes. Danach kann man immer noch an der Technik feilen.
Gruss
Stefi
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  #7  
Alt 27.01.2007, 15:50
Werner Schmiedel Werner Schmiedel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Radolfzell
Beiträge: 469
Standard im Grunde

niemand
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  #8  
Alt 27.01.2007, 16:50
Monday Monday ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 135
Standard

Zitat:
Zitat von Chillosaurus Beitrag anzeigen
Wer hat Ahnung was diese Fragen betrifft?
Da der DKV sich bei diesen Detailfragen absolut bedeckt hält, kann diese Fragen tatsächlich - wie Werner es so kurz und bündig formuliert - niemand korrekt beantworten.

Wahrscheinlich nicht mal die Verantwortlichen beim DKV....



MfG

Reinhard
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  #9  
Alt 27.01.2007, 17:03
Frank F Frank F ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2007
Ort: Bodensee
Beiträge: 31
Standard Wer hat Ahnung?

Das ist doch wie mit den Streifen auf der Polizeiuniform in Ostfriesland, Chillosaurus - ich hab zwei Streifen (und kein EPP) und weiß, wer Ahnung hat.

Wende Dich doch in dieser Frage vertrauensvoll an unseren Küstenkanureferenten im DKV, Kamerad Udo Beier in Hamburg. Er hat alle Ahnung der Welt - immerhin ist die deutsche Umsetzung des Papiers seinen Aussagen nach - so, wie ich sie verstanden habe - von ihm verantwortlich mitgestaltet worden. Ausserdem sollten alle Vereinsvorsitzenden der Küstenvereine Ahnung haben: Die haben die erste (?) Informationsrunde hinter sich.
Nur Ahnung haben und Wissen teilen scheint derzeit eher zweierlei zu sein. Immerhin: Nen Versuch ist es wert.

Grüße vom südlichen Dorfteich, Frank

PS.: Hast Du auch nen richtigen Namen?
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  #10  
Alt 27.01.2007, 17:14
Danne Danne ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 24.01.2007
Beiträge: 95
Danne eine Nachricht über ICQ schicken
Daumen runter Quatsch

Meine Meinung zum EPP?



Ich stimme Reinhard absolut zu. Und wer soll überhaupt kontrollieren, ob man diesen Pass auf dem Bach dabei bzw. überhaupt hat.
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